SexismusIm Knigge-Wahn

Ok, wenn er mir die Tür aufhält? Oder die Rechnung lieber selbst bezahlen? Die nötige Debatte über sexistische Übergriffe ist zur Suche nach verbindlichen Regeln geworden. von 

Ein Aufschrei ging durch Deutschland. Was wir hören, ist sein Echo. Von allen Seiten schallt es, mehrstimmig, verzerrt, ohrenbetäubend. "Das Ende von Brüderle", brüllen die einen, "Das Ende des weißen Mannes", deklarieren die anderen, "Brüste werden zum Handicap", schreibt die Zeitung und die Talkshows der Nation suchen händeringend nach jungen Frauen oder irgendwem, der auch noch seinen Senf abgeben könnte zum Thema aller Themen, von dem niemand mehr so ganz weiß, welches es eigentlich ist.

Gesichert scheint bislang überhaupt nur das, was wir auch schon vorher wussten. Die Basics, die hier ein gesellschaftliches Update erfahren haben, lauten: Die Sprüche von schmierigen alten Männern sind schmierig. Man sollte sie nicht hören müssen. Man sollte mit den Augen rollen und gehen, man sollte sich wehren, wenn sie einem zu viel werden. Man sollte generell versuchen, Grenzen zu wahren, man sollte professionell miteinander umgehen. Man sollte immer an sein Gegenüber denken, man sollte nichts sagen, mit dem man einander verletzen könnte, man sollte die Würde des anderen, als Mensch, als Frau wie als Mann, nicht beleidigen.

Anzeige

Man sollte, man sollte nicht, man sollte – dies ist der Duktus eines von Grund auf begrüßenswerten kommunikativen Prozesses, in dem gesellschaftliche Codes immer wieder ausgehandelt und bestätigt werden, in der Grenzverletzungen und deren Akteure markiert und bestraft werden. Das Ausstellen und Erinnern von Dos and Don'ts sind Zeichen einer gesunden demokratischen Debattenkultur. Sie sichern das offene Klima in einem Land, in dem sich Opfer von Diskriminierung und sexuellen Übergriffen nicht fragen müssen, ob sie gehört werden, sondern wissen, dass eine Gesellschaft hinter ihnen steht.

Allein: Darum geht es schon lange nicht mehr. Was wir nun hören und nicht mehr hören können, ist keine Erinnerung an das "Man sollte", sondern ein penetrantes Stimmengewirr von "Also, ich finde, man darf nicht". Was via Twitter, Talkshow, Timeline und Zeitungsumfragen entsteht, ist vielmehr ein Endlos-Katalog dessen, was jede und jeder Einzelne meint, an individuellen Meinungen über die Grenzen angemessener Kommunikation ausflaggen zu müssen. Es ist zwar anstrengend zuzuhören, aber auch das wäre noch in Ordnung. Was aber das eigentlich Absurde an der Ansammlung von Einzelmeinungen über persönliche Grenzen ist, liegt genau in einem Wort: persönlich. Allgemeinheit generiert man nicht, indem jede und jeder erzählt, wann es ihr oder ihm zu viel, zu heikel, zu privat wird und wann nicht.

Grenzverschieber auf beiden Seiten

Hier wird die Ebene objektiv einseitiger Übergriffe und hierarchiegetriebenen Machotums verlassen und das Gebiet des Geschlechterspiels betreten. Und dort wird es nun einmal neblig. "Finde es wunderbar, wenn ein Mann mir in den Mantel hilft oder die Türe aufhält, etc. Diese Nettigkeit empfinde ich nicht als sexistisch", twittert die eine junge Frau. Eine andere interpretiert dieses Verhalten als sexistisch, eine dritte möchte vielleicht die Tür aufgehalten sehen, aber die Rechnung für alkoholische Getränke doch lieber selber bezahlen. Der Knigge-Wahn, das pedantische Ausklabustern von Behaviourismen, das aus der Debatte um den Sexismus geworden ist, führt nicht zu einem bewussteren, respektvolleren Umgang miteinander, sondern ins Nichts. Denn ein Kodex, wie er denjenigen vorschwebt, die nun über einzelne Verhaltensweisen twittern, ignoriert nicht nur, dass es mitunter auch Frauen gibt, die es manchmal ganz angenehm finden, weiblich, jung und hübsch zu sein, und dieses auch einzusetzen wissen. Die Grenzverschieber sind schließlich auf beiden Seiten der Geschlechtergrenzen aktiv.

Was hinter der aufgebrachten Suche nach Regelwerken eigentlich steckt, geht noch einen Schritt weiter als die Verfestigung der Rollenklischees Mann/Aggressor – Frau/Opfer. Im Jahr 2012 ist ein Buch unter dem Titel Erotisches Kapital: Das Geheimnis erfolgreicher Menschen erschienen, das dazu aufrief, den eigenen Sex-Appeal für das berufliche Fortkommen einzusetzen. Der Aufschrei der Kritiker war keiner, der nur die Tatsache verteufelte, dass hier mit Catherine Hakim eine gestandene Wissenschaftlerin von der London School of Economics Frauen riet, ihre Reize einzusetzen. Der Tabubruch schien bereits in der alleinigen Tatsache ausgemacht, festzustellen, dass auch die Arbeitswelt nicht frei ist von Erotischem, dass man es hier also mit einer irrationalen, quasi archaischen Kraft zu tun hat, die immer wirkt, egal, ob sie während eines Interviews, eines Bewerbungsgespräches, einer Konferenz durch professionelles Verhalten ausgeblendet oder bei einem semiprivaten Absacker unter Kollegen voll ausgespielt wird.

"Wenn wir Sex schon nicht ausmerzen können, setzen wir ihn doch ein", riet dieses Buch – ein zweifelhafter Appell. Doch das Sujet trifft den Kern dessen, was hinter dem Wunsch steht, den Brüderle-Skandal in genau definierte, kontextungebundene Kodizes zu übersetzen: Die Utopie der Geschlechtslosigkeit. Diese ist ebenso unerreicht und unerreichbar wie das Abschaffen von dem – per se ungerechten – Spiel aus Sympathie und Antipathie, Gekränktheiten und Allianzen, die es in jeder Institution, in jedem Arbeitsfeld gibt, immer gab und immer geben wird. Solange Menschen Menschen begegnen und Frauen Männern, gibt es keinen neutralen Boden. Sie spüren nun einmal gleiche Wellenlängen, kommen wegen einander lieber zur Arbeit, schauen einander hinterher oder in die Augen. Ändern kann man das nicht. Auch das gehört zu den Basics.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • DSL
    • 30. Januar 2013 12:41 Uhr

    Vielen Dank für den Artkel.

    Lassen Sie mich folgendes festhalten: Manche Frau waere froh, wenn sie mal Maennerprobleme haette (statt eines Problems mit Maennern), und umgekehrt waere mancher Mann froh, wenn er mal Frauenprobleme haette (statt eines Problems mit Frauen). Frauen haben jedenfalls regelmaessig Frauenprobleme. Im Gegensatz dazu scheinen Maenner eher ein Frauenproblem zu haben, was wohl ein typisches Maennerproblem ist. Manche Menschen haben gar ein Problem mit Maennern und Frauen, und manche wünschten sich, sie haetten das Problem des jeweils anderen Geschlechts (oder gar das andere Geschlecht).

    In der Politik jedenfalls wird diskutiert, ob das Frauenproblem, was ja ein Problem der Maenner und Frauen ist, mit einer Quote adressiert werden soll, auch wenn manche meinen, dass das Problem der Frauen und Maennern, sprich das Frauenproblem der Maenner bzw. das Problem der Maenner mit Frauen, eher mit einer Flexiquote bedacht werden sollte. Die Partnerbörsen im Internet wiederum sind für das andere Maenner-Frauen-Problem gedacht (die, wie man hört, jedoch ihre eigenen Quotenprobleme haben). Die Politiker jedenfalls haben wohl auch ihre Probleme damit.

    52 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Diese ganze Diskussion gleitet in eine völlig falsche Richtung ab. Manche Frau, bzw. mancher Mann wäre über derlei "Probleme" regelrecht neidisch. Neue Sonderregelungen brauchen da gar nicht erarbeitet werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass Frauen und Männer wunderbar miteinader auskommen können, wenn sie sich gegenseitig respektvoll behandeln. Dazu brauch es nur ein wenig Courage. Da sollte dann auch hin und wieder eine unpassende Anmache zu verschmerzen sein. Und zwar von beiden Geschlechtern.

    • an-i
    • 30. Januar 2013 13:05 Uhr

    das füg’ auch keinem anderen zu.“

    Ich jedenfalls habe gar kein Problem. Aber ich habe den Artikel auch erst gar nicht gelesen! ;-)

    Anmerkung: Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie konstruktiv zur Diskussion beitragen möchten. Dazu setzen wir voraus, dass Sie den Artikel gelesen haben. Danke, die Redaktion/au

    Es müsste wohl eher heißen:

    "Was du nicht willst, das man dir tu, das tu auch nicht, wenn du mal willst!"

    ;-)

    Einfach alle mal etwas abrüsten und die blutverschmierten Säbel abputzen. Dann wird das schon.

    Amüsanter hätte es auch Vicco von Bülow nicht formulieren können.

    vergeuden sie ihre Zeit nicht im Forum!

    • Mari o
    • 30. Januar 2013 14:21 Uhr

    "Die Liebe wird von Watteau einer weitergreifenden sozialen Konzeption eingefuegt:
    Sie ist der Friede in der Gesellschaft,den Künste und Wissenschaften benötigen und die Freundschaft zwischen
    den Geschlechtern,bei der der Mann auf seine Machtprivilegien verzichtet."
    Jutta Held ,Klappentext zu Antoine Watteau,
    Einschiffung nach Kythera

    wer sich mit Kunst beschäftigt,ist klar im Vorteil

    Ninas Power ist mir sympathisch
    bagger bagger bagger

    • J-T
    • 30. Januar 2013 15:12 Uhr

    Ein sehr schöner Kommentar, dessen Verworrenheit treffend wiederspiegelt, dass es klare Machtstrukturen zwischen Männern und Frauen wahrscheinlich nie geben wird. Vielleicht ist es aber auch gerade dieses ewige Geheimnis verbunden mit dem Wunsch, dass andere Geschlecht verstehen zu wollen, das es so aufregend macht. "Männer können ohne Frauen nicht glücklich sein, aber mit ihnen auch nur wenn sie wollen" Mich hat der Kommentar jedenfalls zum Schmunzeln gebracht und dafür wollte ich mich nur mal eben bedanken. :-)

    • FrankyX
    • 30. Januar 2013 15:33 Uhr

    Hier ein Artikel von 2012 wie verweichlicht doch die Männer sind.

    http://www.zeit.de/2012/0...

    Heute sind die Männer zu sexistisch, morgen wieder zu weich. Bitte liebe Journalistinnen, einigt euch grundsätzlich, was ihr wollt.

    Jeden Tag wird einen neue Sau durchs Dorf getrieben. Arme Sau kann man da nur sagen.

    Ich verstehe zweierlei nicht: Erstens, warum äußern sich die kompetenten Dienststellen des Staates nicht zu diesem Thema, z.B. die Antidiskriminierungsstelle des Bundes? Die müssten doch wissen, ob es sich um ein flächendeckendes Problem handelt.

    Wie ist es mit den Kenntnissen der Internationalen Arbeitsorganisationen darüber. Oder Kriminalisten, Frauenbeauftragte und Betriebsräte?

    Und zweitens: Warum zapft der Qualitätsjournalismus all diese Quellen nicht an? Warum so wenig Fakten? Jetzt „diskutiert“ man bereits eine Woche dieses Thema, belegt die Vorwürfe aber weiter nicht mit Fakten. Wenn es ein Problem darstellt, muss es angegangen werden. Wo aber wird das faktisch belegt? Bisher wissen wir nur von einer anonymen Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten, dass im Bundestag der Sexismus breitflächig sein Unwesen treibt. Und von Laura Himmelreich. Die aber hat selbst Altersdiskriminierung betrieben.

    Also, fangt langsam mal damit an, die Diskussion vom Kopf auf die Beine zu stellen. Eure Versuche, die FDP „umzuhacken“, gelingt so wie so nicht.

  1. eine vernüftige Stimme in dem ganzen Gewühl

    48 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • gorgo
    • 30. Januar 2013 13:33 Uhr

    Darf ich Ihnen und insbesondere auch Ihnen, Frau Pauer, Mal die Lektüre von an die 100000 Beiträgen auf aufschrei nahelegen unten nur ein paar Beispiele.

    Ich finde es einen Skandal, wie seit Tagen über Brüderle, über das Leben im allgemeinen, twitter im besonderen und nun noch mit der Platitüde „Ungerechtigkeit wird es immer geben" versucht wird, das real existierende Problem nahezu jeder Frau - denn frau kann es sich leider nicht aussuchen - lächerlich zu machen bzw. klein zu reden!

    Wer nicht in der Lage ist auf folgendes einzugehen der outet sich selbst:

    Diejenigen, die behaupten, dass Frauen, die sich sexuell belästigt fühlen sich das nur einbilden und falsch interpretieren
    Die männlichen Verwandten, die lautstark darüber redeten und lachten, wie mein Hintern in der engen Hose aussah
    Vom Vorgesetzten dem man seine beruflichen Ziele offenbart "Dazu müssen Sie sich aber mehr kurze Röcke zulegen." zu hören kriegen
    Konferenzteilnehmer, die auf die Twitterwall schrieben, endlich säße mal etwas fürs Auge auf dem Podium.
    Wurde als Azubi vom Kollegen im Kopierraum eingesperrt und betatscht. Chef meinte: "Ja,
    er ist manchmal übermütig." Das war's
    Reaktion des Teamleiters auf Schwangerschaften im Team: "Muss ich euch Mädels morgens persönlich die Pille auf den Tisch legen?
    die mails, die mir sagen, ich würde alles nur schlimmer machen und gehörte einfach mal wieder ordentlich durchgefickt"

    WARUM KANN MAN(N) sich nicht schlicht DAGEGEN stellen?????

    • gorgo
    • 30. Januar 2013 13:45 Uhr

    Entfernt- Bitte argumentierten Sie sachlich und mit eigenen Worten zum konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk

    • match
    • 30. Januar 2013 12:53 Uhr

    Müssen sich Männer diese Frage stellen? Und das ist der Kern des Problems. Ein Gleichstellung von Mann und Frau ist ein Wunsch aber ganz sicher keine Realität. Weder in der Erziehung noch in Führungspositionen.

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In dieser Debatte geht es nicht um Kind oder Karriere, sondern um den generellen Umgang der verschiedenen Geschlechter, untereinander und miteinander. Abstrakt sind die Umgangsregeln einem jeden bekannt, der Anspruch niemandem Schaden zuzufügen sei es mit Taten, als auch mit Worten. Aber den auf alle alltäglichen Situationen zu übersetzen ist wie im Artikel wunderbar dargelegt, Sache des Subjekts und so aus der Natur heraus persönlich, nicht allgemein gültig und kann dadurch auch dem Anspruch manchmal nicht gerecht werden.

    Kind oder Karriere sind ein anderes Paar Schuhe und selbst das ist nicht so schwarz weiss wie man es vielleicht gerne hätte. Es gibt immer mehr Männer die in Karenz gehen, nur soviel dazu.

    die dies übernehmen.
    Das, was hier abläuft, erinnert mich genau daran: Weibliches Naturell drückt Knopf: "Gefühl, Zärtlichkeit, Entgegenkommen" gewünscht - und der Mannroboter darf aktiv werden.
    Gottseidank lebe ich seit jetzt 40 Jahren mit ein und derselben Frau zusammen - aber ohne dass ich erst nachgucken muss, welches Lämpchen leuchtet. Rot oder Grün. Man findet sich einfach und geht gemeinsam, man findet seinen gemeinsamen Weg jeden Tag neu. Schön altmodisch.
    Nicht mit einer "Dies ist mein Weg, dies ist mein Recht" -Maschine. Die ausblendet, dass hier zwei Wege zusammengeführt werden müssen und nicht aufeinander prallen. Das BEIDE sich eingeben müssen.
    Leider gibt es dafür kein allgemein funktionierendes Lehrfach an der Uni, keine Lektüre, die allgemeingültig zeigt, wie es geht.
    Man muss nur bereit sein, mit zu gehen - nicht, zu gehen, ohne mit.

    "Kind oder Karriere? Müssen sich Männer diese Frage stellen?"

    Als alleinerziehender Vater im Middle-Management möchte ich Ihenen antworten: Nein, weder Frauen noch Männer müssen sich diese Frage stellen.

    Kind oder Karriere hat nichts mit dem Thema sexuelle Belästigung zu tun.

    Dennoch ist anzumerken, dass Frau und Mann gebraucht werden, um Kinder zu machen UND es nunmal biologisch so liegt, dass nur Frauen schwanger werden können. Wie man das mit seinem gleichberechtigten und gleichwertigen Partner schlussendlich regelt ist eine individuelle Angelegenheit, aus der sich meiner Meinung nach die Politik raushalten kann, da wir alle erwachsen sind und miteinander sprechen können. Wir sollten es lassen ÜBER einander zu reden, das verhärtet die Fronten und Vorurteile mag auch niemand. Weder Frauen noch Männer. Danke.

    • match
    • 30. Januar 2013 14:32 Uhr

    die kinderreichen Familien von deutschen Karriefrauen in denen berufliche soziale etc. Gleichstellung gelebt wird.

    • Salagne
    • 30. Januar 2013 15:25 Uhr

    Ja das muss er,
    die Frau muss sich nur trauen ihn vor die Wahl zu stellen.

    Und warum sucht eigentlich noch ein jeder sein Seelenheil in einer erfolgreichen Karriere?
    Ist es nicht viel mehr Erfüllung im Leben, teil einer wunderbaren harmonischen Familie zu sein und darin auch noch eine tragende Rolle zu spielen?
    Haben wir nicht inzwischen oft genug Kinder erfolgreicher karrierefixierter Eltern gesehen, die völlig auf die Schiefe Bahn gerieten, weil sich niemand um sie gekümmert hat?

    Traurig, das in Deutschland die Werte nur noch BMW und Mercedes heißen und Karriere alles im Leben ist.

    Wenn der nicht zu 50% oder vielleicht sogar zu 95% Verantwortung übernehmen will, dann macht man mit dem keine Kinder. Dann muss man sich einen anderen angeln.

    [...]

    Das Leben ist ein Kompromiss.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/au

    .... kann immer noch keine Kinder kriegen!!!

    Und die Behörden tun NICHTS!

    • Sauzahn
    • 30. Januar 2013 12:54 Uhr

    mit dem gegebenen Respekt gegenüberzutreten. Das reicht.

    Da braucht es doch keine Regeln auswendig zu lernen. Das ist das Leben und keine Platzreife beim Golf.

    28 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... grundsätzlich natürlich richtig, macht das "Problem" jedoch allenfalls kleinteiliger.
    Früher oder später treffen Sie immer jemanden, der Ihnen verdeutlicht, daß Ihr "gegebener Respekt" in seinen Augen eine "unbotmäßige Respektlosigkeit" ist.

  2. ... ließ Hirn vom Himmel fallen und traf ... Nina Pauer.

    Bravissimo!

    40 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Amelie8
    • 30. Januar 2013 15:37 Uhr

    "und der Herr ließ Hirn vom Himmel fallen", das spricht doch für sich.

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ls

  3. Ich verfolge mittlerweile nur noch abgenervt die Debatte, die hier über das Land tobt. Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?
    Für stellt sich mittlerweile die Frage, was wollen eigentlich beide Fronten? Machtverhältnisse klarstellen, macht erobern, macht verteidigen?
    Mögen sich doch beide an islamischen Ländern orientieren und Burkapflicht für alle fordern, sodass demnächst nur noch Neutren herumlaufen.

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ich werde den ersten Mann, den ich in Burka antreffe, höflich behandeln und nicht diskrimieren.

    • an-i
    • 30. Januar 2013 13:09 Uhr

    auch Politiker, die Macht gepachtet haben, sollen diese dumme Anmache lassen, Höflichkeit und Respekt wären angebracht

    Ich finde die Schalgzeilen auch nur noch nervig. Das ist der letzte Artikel, den ich zu dem Thema gelesen habe. Wenn das eine von außen betrachtet, ist das doch nur noch peinlich. Das ist Klagen auf hohem Niveau. Als ob in Deutschland keine Frau mehr aus der Tür gehen könnte, ohne von alten Männern mit schmierigen Sprüchen angebaggert zu werden. Eine Sexismus Debatte ist notwendig? Die ganze Diskussion hat nur zwei Sachen zur Folge: 1. werden wirkliche Opfer nicht mehr ernst genommen. 2. wird unser Image als absonderliche Deutsche mit merkwürdigen Problemen verstärkt.

  4. Wenn wir schon anfangen, alles in Frage zu stellen und zu überlegen, kann man(n) das machen, dann würde ich gerne mal die Meinung zu folgender Frage hören!

    Wenn ich als Mann einer Frau die Tür aufhalte, ist das dann höflich von mir oder könnte es sein, dass die Frau denkt, dass ich Sie für zu blöd halte das selber zu machen?

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... welcher Frau Sie welche Tür aufhalten.

    weil Sie das eigentlich nur machen, um ihr auf den Hintern glotzen zu können. ;-)

    dann brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, ob es der Frau zu blöd ist. Tun Sie es oder lassen Sie es.

    Ich empfehle Ihnen die Lektüre: "Anleitung zum Unglücklich sein" von Paul Watzlawick

    Und natürlich, tun Sie es: Ernst gemeinte Höflichkeit hat noch nie geschadet.

    Ein passendes Beispiel für den "alltäglichen Sexismus" am Arbeitsplatz aus WISO vom 28.1.2013

    Ein Arbeitskollege hält einer 19jährigen Auszubildenden die Tür auf und fragt sie währenddessen:
    "Wissen Sie, warum Männer den Frauen die Tür aufhalten?"
    Sie: "Weil Männer höfliche Menschen sind..."
    Er: "Damit Mann in Ruhe ihren Arsch begutachten kann!"

    Sehr sehenswerter Beitrag:
    http://www.zdf.de/WISO/De...

    Welche Frau kommt von sich aus auf so was?

    • TDU
    • 30. Januar 2013 12:56 Uhr
    8. Knigge

    Knigge gings in erster Linie um das harmonische und sozialkompatible Verhalten im Zusammenleben- und Sein der Menschen. Und Fisch nicht mit dem Messer war Pragmatismus. Wers mal gemacht hat den wie Fleisch zu schneiden, kennt ja das Chaos von Gräten und Fleisch, was übrig bleibt.

    Also sollte es durchaus Regeln geben bei der Zusammenarbeit zwischen Mann und Frau. Aber bitte nicht subjektiv nach eigenem Empfinden, intrumentalisierbar nach Bedürfnis oder Geltendmachung anch Sympathie. Nach dem Motto, der "Richtige" darf sich was raus nehmen.

    Und auch nicht nach moralischen Kategorien, um darunter Verklemmungen, Hemmungen und Unfähigkeiten zu verstecken, die ebenfalls wieder nach Bedarf geltend gemacht werden können, gegenüber und über den "Falschen".

    Noch ist ja nicht raus, ob die Journalistin bei einem parteilich Genhemen Herrn auch zum Stern gegangen wäre, oder es bei einer persönlichen Ermahnung belassen hätte.

    Ich glaube allerdings, dass die meisten Männer wissen, was man nicht tut und die meisten Frauen auch.

    So triffts der letzte Abschnitt: Zit.: Solange Menschen Menschen begegnen und Frauen Männern, gibt es keinen neutralen Boden. Sie spüren nun einmal gleiche Wellenlängen, kommen wegen einander lieber zur Arbeit, schauen einander hinterher oder in die Augen. Ändern kann man das nicht. Auch das gehört zu den Basics.

    Soviel Freiheit muss sein.

    6 Leserempfehlungen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bewerbungsgespräch | Diskriminierung | Talkshow | Sexismus
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

    Vom Rand des Laufstegs

    Aktuelle Berichte von den Schauen in New York, London, Mailand, Paris und Berlin auf ZEIT ONLINE

    • Kochblog: Nachgesalzen

      Nachgesalzen

      Die Meisterköche Karl-Josef Fuchs, Jürgen Koch und Christian Mittermeier verraten ihre Tipps und Tricks

      • : Hinter der Hecke

        Hinter der Hecke

        Eine Schrebergarten-Kolonie ist ein eigener Kosmos. Unser Kolumnist Ulrich Ladurner erforscht ihn und seine Bewohner mit Demut, Feinsinn und Humor.

        • ZEITmagazin: Heiter bis glücklich

          Heiter bis glücklich

          Oft sind es die einfachen Dinge, die uns heiter bis glücklich stimmen. Im "Heiter bis glücklich"-Blog stellt die ZEITmagazin-Redaktion täglich ihre Entdeckungen vor.

          Service