Formgehölze für den Vorgarten

Ein typischer Vorgarten, wie er überall in Deutschland zu sehen ist. Studenten der Fakultät für Landschaftsarchitektur an der TU München bekamen von der "ZEIT" den Auftrag, diese Fläche neu zu gestalten. Sie überlegten sich eine Zielgruppe, für die sie ihren Garten entwerfen wollten und gaben den erdachten Bewohnern Namen. | © Nico Baldauf
15 Milliarden Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Gärten und Pflanzen aus. Mit so viel Geld hätte sich 2012 das griechische Haushaltsdefizit ausgleichen lassen. Wir haben mit dem Landschaftsarchitekten Udo Weilacher von der TU München über diese neue Landlust gesprochen und seinen Studenten das Foto eines recht trostlosen Grundstücks überlassen – mit der Bitte, aufregende Gärten zu entwerfen. Die Ideen sehen Sie hier. Das Dossier zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.
- Datum 27.03.2013 - 06:14 Uhr
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Ich dachte schon jetzt kommt das Nonplusultra der aktuellen Vorgartengestaltung:
- Carport
- Komplette Versiegelung der Fläche mit Pflaster bzw. Steinbeeten
- Kirschlorbeerhecke
- 1 Buxusbaum als gestalterisches Element
Danke, das sich hier ein paar Menschen mal andere Ideen gemacht haben.
Kein Konzept überzeugt mich komplett, ich sehe aber bei Einigen brauchbare Ideen.
Sie haben Lebensbäume vergessen!
Wenn die Deutschen 15 Milliarden für den Garten ausgeben, dann gehen meinem Gefühl nach etwa 10 Milliarden für Thujen und Kirschlorbeerhecken drauf. In einem Neubaugebiet, das in den letzten Jahren rund um einen Hof, der meiner Familie gehört, entstanden ist, haben mindestens 80 Prozent aller Neubürger eine blickdichte Hecke aus einem dieser Gehölze um ihre handtuchgroßen Gärten gezogen. Viele werden sich wundern, warum es in Garten und Haus so dunkel ist, warum eigentlich keine Vögel im Garten sind und unter den Hecken partout nichts wachsen will.
Das Zeug sollte man verbieten - was manche Gemeinden sogar schon tun.
Sie haben Lebensbäume vergessen!
Wenn die Deutschen 15 Milliarden für den Garten ausgeben, dann gehen meinem Gefühl nach etwa 10 Milliarden für Thujen und Kirschlorbeerhecken drauf. In einem Neubaugebiet, das in den letzten Jahren rund um einen Hof, der meiner Familie gehört, entstanden ist, haben mindestens 80 Prozent aller Neubürger eine blickdichte Hecke aus einem dieser Gehölze um ihre handtuchgroßen Gärten gezogen. Viele werden sich wundern, warum es in Garten und Haus so dunkel ist, warum eigentlich keine Vögel im Garten sind und unter den Hecken partout nichts wachsen will.
Das Zeug sollte man verbieten - was manche Gemeinden sogar schon tun.
Diese Arbeiten erinnern mich an die 12. Klasse, Kunst-Grundkurs ...
... warum werden die hier noch mal gezeigt?
Ein 12. Jahrgang hätte noch ein paar bessere Ideen gehabt!
Ein 12. Jahrgang hätte noch ein paar bessere Ideen gehabt!
....ist die eine Sache. Nach einem solchen Studium nen Job zu kriegen ist aber die höhere Kunst.
Denn sind wir doch ehrlich. Der deutsche Durchschnittsgartenbesitzer gibt für sowas doch kein Geld aus! Der pflanzt lieber selber. Auch, wenns hinterher mies aussieht.
gebe ihnen vollkommen Recht!
Ich pflanze auch lieber selber!
Auch wenn es hinterher mies aussieht!
Und das mit wachsender Begeisterung!
gebe ihnen vollkommen Recht!
Ich pflanze auch lieber selber!
Auch wenn es hinterher mies aussieht!
Und das mit wachsender Begeisterung!
im Vorgarten war schon immer eine Lieblingsbeschäftigung des deutschen Spießbürgers.
Rasenfllächen, hecken und Blümchen sind so ziemlich das nutzloseste was man mit fruchtbarem Boden anstellen kann.
in 20 Jahren wette ich wird der großteil dieser Grundbesitzer dank massiv steigender Nahrungsmittelkosten auf grund rapide schwindender Energieverfügbarkeit für die Landwirtschaft, die letzte Zierhecke gegen einen Kartoffelacker getauscht haben..
Permakultur und Energiesparender Eigenanbau werden dann die Norm sein. Und man wird sich die Augen reiben, wieso man das nicht schon lange vorher gemacht hat..
Bin bei Ihnen gedanklich, aber nicht ganz.
Das was Sie als Zukunftsversion beschreiben ist immer schon dagewesen, bis in die Kriegstage. Jeder Garten ist, bis auf bei irgendwelchen Reichen, ein Nutzgarten gewesen.
Alte Fotos zeigen das es früher in jedem Garten die obligatorischen Ständer für Bohnen gab.
Desweiteren steht die deutsche Gartenkultur über Jahrhunderte in der Tradition von Nutz-/Bauerngärten, auch die Stadtgärten.
Hier haben aber nicht nur Kartoffeln Ihren Sinn, sondern auch (Schutz-)Hecken – wenn es nicht die industriefesten Kirschlorbeeren sind – und auch Blumen, die nicht nur ein Wert für die Optik haben, sondern auch in der Mischkultur im Gemüsebeet.
Man hat es aufgrund gewachsenen Wohlstands und Faulheit und damit der Entfremdung zur nahem Umgebung/Natur nicht mehr für nötig empfunden, dieses weiter fortzuführen.
Es gibt keinen zwingenden Gegensatz zwischen Nutz- und Ziergarten. Mein Gemüsehochbeet hat beim Tag des offenen Gartens oft die meisten bewundernden Kommentare bekommen - dabei hatte ich einfach nur bunten Mangold an die Ecken gesetzt und zwischen das Gemüse Ringelblumen für die Bodenverbesserung gesät. Am Rand noch Kapuzinerkresse gegen Schädlinge - fertig ist das nützliche UND schöne Beet.
Bin bei Ihnen gedanklich, aber nicht ganz.
Das was Sie als Zukunftsversion beschreiben ist immer schon dagewesen, bis in die Kriegstage. Jeder Garten ist, bis auf bei irgendwelchen Reichen, ein Nutzgarten gewesen.
Alte Fotos zeigen das es früher in jedem Garten die obligatorischen Ständer für Bohnen gab.
Desweiteren steht die deutsche Gartenkultur über Jahrhunderte in der Tradition von Nutz-/Bauerngärten, auch die Stadtgärten.
Hier haben aber nicht nur Kartoffeln Ihren Sinn, sondern auch (Schutz-)Hecken – wenn es nicht die industriefesten Kirschlorbeeren sind – und auch Blumen, die nicht nur ein Wert für die Optik haben, sondern auch in der Mischkultur im Gemüsebeet.
Man hat es aufgrund gewachsenen Wohlstands und Faulheit und damit der Entfremdung zur nahem Umgebung/Natur nicht mehr für nötig empfunden, dieses weiter fortzuführen.
Es gibt keinen zwingenden Gegensatz zwischen Nutz- und Ziergarten. Mein Gemüsehochbeet hat beim Tag des offenen Gartens oft die meisten bewundernden Kommentare bekommen - dabei hatte ich einfach nur bunten Mangold an die Ecken gesetzt und zwischen das Gemüse Ringelblumen für die Bodenverbesserung gesät. Am Rand noch Kapuzinerkresse gegen Schädlinge - fertig ist das nützliche UND schöne Beet.
Bei der Skizze von Frau Valentien bin ich beinahe von der Hecke gefallen. Dieses Potpourri an Farben hat mich zumindest zum Schmunzeln gebracht, erinnert es mich doch eine Collage einer ehemaligen Klassenkameradin für das Projekt "Wir wollen unsere Stadt schöner machen". Mir persönlich hat nur der kleine Vorgartendeich gefallen, kann man sich dahinter doch wunderbar vor neugierigen Blicken verstecken. Ich weiß nicht wie viel Zeit die Kandidaten hatten, um ihren Entwurf einzureichen, aber der eine oder andere sollte vielleicht doch noch ein wenig intensiver Zeit mit Photoshop & Co verbringen...
Bin bei Ihnen gedanklich, aber nicht ganz.
Das was Sie als Zukunftsversion beschreiben ist immer schon dagewesen, bis in die Kriegstage. Jeder Garten ist, bis auf bei irgendwelchen Reichen, ein Nutzgarten gewesen.
Alte Fotos zeigen das es früher in jedem Garten die obligatorischen Ständer für Bohnen gab.
Desweiteren steht die deutsche Gartenkultur über Jahrhunderte in der Tradition von Nutz-/Bauerngärten, auch die Stadtgärten.
Hier haben aber nicht nur Kartoffeln Ihren Sinn, sondern auch (Schutz-)Hecken – wenn es nicht die industriefesten Kirschlorbeeren sind – und auch Blumen, die nicht nur ein Wert für die Optik haben, sondern auch in der Mischkultur im Gemüsebeet.
Man hat es aufgrund gewachsenen Wohlstands und Faulheit und damit der Entfremdung zur nahem Umgebung/Natur nicht mehr für nötig empfunden, dieses weiter fortzuführen.
Scheinbar sind für Architekturstudenten Grundstücksgrenzen nicht direkt bindend. Die Grenzmauer (Abgrenzung zum Nachbargrundstück) wird abgerissen und mal eben locker die verfügbare Fläche auf das benachbarte Fremdgrundstück erweitert. So hat dann auch der nette Rechteck-Teich in Bild 13 genügend Platz (Dayana Valentien: Der Villengarten). Dayana Valentien versetzt die Grenze des Grundstücks auch in Bild 12 (Der schräge Garten) schnell mal nach vorne, so gibt es mehr Raum dahinter. Würde man das Ganze von oben betrachten, wäre das ursprünglich vorgegebene Grundstück nun fast doppelt so groß wie zuvor. Genialer Schachzug - typisch Architekt. Völlig utopisch auch, die vielen hinter Hecken versteckten Weglein der Elisabeth Maria Thiel (Ein Garten mit vielen Räumen) in Bild 4 auf dem Grundstück tatsächlich unterzubringen. Die gelbe Blütenhecke vor dem Haus scheint direkt ans Haus gepflanzt - wäre da nicht noch der weiße Blütenstrauch rechts, der ja ebenfalls direkt an der Hauswand wächst, aber hinter der gelben Hecke. Perspektive? Das alles klappt irgendwie nicht, dafür reicht der ursprüngliche Platz einfach nicht aus. In Bild 3 wird sowieso alles aufgehoben, was irgendwie und irgendwo an eine Grundstücksbegrenzung erinnern könnte. Schade, für mich bei 50% der Bilder Aufgabenstellung nicht beachtet. Setzen, 4 minus!
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