Vernissage im Wohnzimmer
Die Architekten Louis Süe und André Mare entwarfen das 1905 erbaute Haus, in dem die Grafikdesignerin Louise Brody und der Architekt Charles Poisay leben. Als Ateliers für Künstler waren die Räumlichkeiten im 14. Pariser Arrondissement gedacht, sogar Picasso ließ sich darin nieder. Vor zehn Jahren wurden sie zu Apartments umgebaut. Ein bisschen Kunst aber ist geblieben: Brody und Poisay veranstalten in ihrer Wohnung regelmäßig Ausstellungen, die oft Bezug auf ihre persönliche Sammlung nehmen. Mehr über die beiden erfahren Sie bei Freunde von Freunden.
- Datum 20.03.2013 - 12:51 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





oder vielleicht diesmal nicht? :)
Eine tolle Wohnung, sehr geschmackvoll.
Der Vorwurf ließe sich nicht anbringen, da die Herrschaften dazu zu alt sind und keine "ironischen" Kassengestelle aus den 60ern tragen.
Der Vorwurf ließe sich nicht anbringen, da die Herrschaften dazu zu alt sind und keine "ironischen" Kassengestelle aus den 60ern tragen.
Der Vorwurf ließe sich nicht anbringen, da die Herrschaften dazu zu alt sind und keine "ironischen" Kassengestelle aus den 60ern tragen.
Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?
Eine sehr schöne Wohnung, ich gäbe das erste Glied des kleinen Fingers an der linken Hand für das Riesenfenster mit dem Oberlicht und das schöne Licht. Ich mag 'Freunde von Freunden' sehr - sind schon jemandem hier die Mixtapes http://www.freundevonfreu... dort aufgefallen? Sind großartige darunter.
Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?
Eine sehr schöne Wohnung, ich gäbe das erste Glied des kleinen Fingers an der linken Hand für das Riesenfenster mit dem Oberlicht und das schöne Licht. Ich mag 'Freunde von Freunden' sehr - sind schon jemandem hier die Mixtapes http://www.freundevonfreu... dort aufgefallen? Sind großartige darunter.
Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?
Eine sehr schöne Wohnung, ich gäbe das erste Glied des kleinen Fingers an der linken Hand für das Riesenfenster mit dem Oberlicht und das schöne Licht. Ich mag 'Freunde von Freunden' sehr - sind schon jemandem hier die Mixtapes http://www.freundevonfreu... dort aufgefallen? Sind großartige darunter.
"Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?"
Die ewiggleichen Dielen und kahlen weißen Wände.
Der Rest ist, von kleinen Sperrmüllausrutschern, durchaus wohnlich und geschmackvoll.
"Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?"
Die ewiggleichen Dielen und kahlen weißen Wände.
Der Rest ist, von kleinen Sperrmüllausrutschern, durchaus wohnlich und geschmackvoll.
"Aber der Vorwurf der Sperrmüllmöblierung, der ewig gleichen Wohnungen mit Dielen und daß die Bewohner ihre Bilder nicht aufhängen, wäre doch wohl zu erwarten, nein?"
Die ewiggleichen Dielen und kahlen weißen Wände.
Der Rest ist, von kleinen Sperrmüllausrutschern, durchaus wohnlich und geschmackvoll.
Obwohl die Wohnung ziemlich hipster aussieht, wird sie hier beklatscht, weil sie original alt ist und deshalb authentisch. Mangelnde Authentie ist eine der Sachen, weshalb die Hipster belächelt werden, wenn sie glauben sich die 'Sofisticatedness' von Menschen durch den Erwerb von Flohmarktartikeln anzueignen. Und, dass sie sich deshalb überlegen fühlen. Nur original alten Exzentrikern wird diese Form der Wohnästhetik zugebilligt.
Aber was wäre die Alternative für den Hipster? Die Dinge seiner Zeit sammeln? Dieser Plan wird von der neuen Zeit konterkariert. Die neue Zeit verachtet die Substanz und bringt weder schöne noch langlebige Dinge hervor. Langlebigkeit wurde von der Wirtschaft substituiert. Das Jetzt und das Neu wird beworben. Und die Abstraktion. Der Gang auf den Flohmarkt ist ein Symptom der Suche nach Substanz.
Das Leben wird zunehmend digitalisiert und damit auch der kostbare Schatz der Erinnerungen, der Clouddiensten anvertraut wird. Dort ist die dauerhafte Aufbewahrung genau so unsicher wie auf dem heimischen Rechner, der jederzeit von einem Virus heimgesucht werden kann. Ein unsichtbares, substanzloses Virus richtet kulturell ähnlichen Schaden an wie ein Wohnungsbrand, der Fotos, CDs und das Adressbuch vernichtet hat.
Die Generation dieser Wohnungsbesitzer ist die letzte, die noch greifbare Dinge mit Geschichte und Erinnerungen hinterlässt. Wir werden nur Plastikmüll hinterlassen. Und Staub von Microfasertextilien.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren