Diptyque ParfumsJeden Tag den Urlaub riechen

Die Parfums von Diptyque schwärmen von fernen Ländern. Perfekt für die Ferienzeit. Und mit einem kleinen Kniff bleibt die Sorglosigkeit ein ganzes Jahr. von 

Ein Blick ins Schaufenster der Pariser Diptyque-Boutique am Boulevard Saint Germain Nr. 34

Ein Blick ins Schaufenster der Pariser Diptyque-Boutique am Boulevard Saint Germain Nr. 34  |  © Klawitter

Keiner unserer Sinne ist so direkt mit dem Erinnerungszentrum verbunden wie der olfaktorische. Bratenduft im Hausflur versetzt uns gleich an Omas Tafel, mit dem neuen Apfelshampoo sind wir auf einmal wieder acht Jahre alt, nasse Hunde riechen nach unangenehmen Spazierrunden im Regen. Wir speichern stets die allererste Erfahrung mit einem Duft in unserem Gedächtnis, verknüpft mit einem Gefühl. Das macht sich auch die Aromatherapie zunutze, die beispielsweise Leistungssportler mit dem Duft ihres eigenen Erfolgs motivieren kann.

Ein Parfum als komplexe, menschengemachte Komposition verschiedener Aromen spielt also nicht nur mit unserem Geruchsempfinden, sondern auch mit unserer Psyche. Es überwindet Zeit und Raum, kann ein Poesiealbum sein oder ein duftender Gruß aus der Ferne.

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Am Pariser Boulevard Saint Germain eröffneten 1961 drei kreative Freunde eine Boutique für ihre selbstentworfenen Tapeten und Musterstoffe. Diptyque nannten sie ihren Laden, ein kleiner Basar für geschmackvolle Raumausstattung. Bald verkauften sie hier exotisches Kunsthandwerk, Mitbringsel von ihren zahlreichen Reisen im Mittelmeerraum und im Orient.

Zwei Jahre nach der Eröffnung machte sich Diptyque als einer der ersten Hersteller feiner Duftkerzen einen Namen, die praktischeren Räucherstäbchen. Und wenn schon das Heim gut riecht, sollte es sein Bewohner auch tun: So entwarf Desmond Knox-Leet, der Maler unter den drei Freunden, 1968 ein würziges Eau de Toilette, in dem sich Freiheitsdrang und Selbstbewusstsein seiner Generation wiederfanden – unisex, unkonventionell und weltgewandt.

Duftnoten – Alles über Parfum

In einem Themenschwerpunkt widmen wir uns der Kunst des Parfums, weil über Duft viel zu wenig geschrieben und gesprochen wird. Die Serie Duftnoten – Alles über Parfum auf ZEIT ONLINE will das Bewusstsein für Parfums schärfen und einen kritischen Diskurs über eine vernachlässigte Kunstform anregen.

Wie entsteht ein olfaktorisches Meisterwerk? Wer sind die Meister hinter den großen Klassikern? Mit welchen Worten kann ich meinen Lieblingsduft beschreiben? Und welche olfaktorischen Schätze gibt es abseits der bekannten Marken zu entdecken?

Der Schwerpunkt

Bisher erschienen:

Essay: Wir sollten besser riechen

Glossar: Von Absolue bis Zibet

Parfum-Portale: Im Netz duftet's

Jean-Claude Ellena: Zu Besuch beim Herrn der Düfte

Parfum-Rohstoffe: Wie kommt die Natur in die Flasche?

Ironiefreie Zone: Parfum, das einzig wahre Accessoire

Die Top Ten: Duftempfehlungen von Luca Turin

Im Labor bei Chanel: Der Parfumeur Christopher Sheldrake

Parfum-Erfahrungen: Mein Duft und ich

Weltmarkt Parfum: Welche Düfte verkaufen sich wo am besten?

Der junge Wilde: Der Pariser Parfumeur Francis Kurkdjian

Promiparfums: Popstars aus der Flasche

Meister des Orients: Serge Lutens erklärt die wahre Weihnachtsgeschichte

Müssen gute Parfums teuer sein? Dominique Ropion im Interview

In loser Folge ab Mai 2013:

Nischenparfums – Kleine Firmen mit großem Bouquet

ALS E-BOOK

Die Serie Duftnoten - Alles über Parfum gibt es auch als E-Book. Gehen Sie auf Entdeckungsreise in die Welt des Parfums in dieser für Ihren eReader hochwertig aufbereiteten Fassung. Unser E-Book steht Ihnen dabei als EPUB-Version für Ihren eReader, sowie als MOBI-Version für Ihr Kindle Lesegerät von Amazon zur Verfügung.

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Mittlerweile ist aus dem einen L'Eau mit Unterstützung professioneller Parfumeure wie Serge Kalouguine, Fabrice Pellegrin oder Olivier Pescheux eine umfangreiche Linie gewachsen. In ihr spiegeln sich Reisefreuden und Fernweh. Berühmt wurde Olivia Giacobettis Philosykos von 1996: Es war das erste Parfum, das aus Grasnoten und Kokos einen griechischen Feigenbaum heraufbeschwor. In seinem Schatten ließen sich viele nieder, die wenige Jahre zuvor Jean-Claude Ellenas revolutionären Entwurf eines Grünen Tees für Bulgari gekostet hatten.

"Mohéli", das jüngste Eau de Toilette von Diptyque

"Mohéli", das jüngste Eau de Toilette von Diptyque  |  © Klawitter

Die Düfte von Diptyque sind olfaktorische Illusionen fremder Biotope und ihrer Kulturpraktiken. Aus den exotischen Blumen, Hölzern, Harzen und Gewürzen entstehen duftende Ansichtskarten. Do Son beispielsweise will an eine Meeresbrise in Vietnam erinnern, mit schwerer Tuberose, die auf Orangenblättern dahinweht. L'Eau des Hespérides riecht wie ein tiefer Atemzug in einem subtropischen Garten oder ein Schluck Mojito – krautiges Grün, strahlende Zitrusfrüchte, kühle Minze und zarte Blüten. Vanille und Weihrauch in L'Eau Duelle öffnen das Tor zum Orient. Und im neuen Eau Mohéli entfaltet Ylang-Ylang von den Komoren seine gelbblättrige Süße.

Was sich als wohlriechende Postkarte lesen lässt, kann aber je nach Belieben umkodiert werden, man nehme den Duft einfach mit in den nächsten Urlaub. Aromatherapie für Einsteiger: Wer das Parfum zur schönsten Zeit des Jahres an sich entdeckt, hat auch zu Hause 365 Tage lang große Ferien.

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Leserkommentare
  1. dass es noch immer nicht den olfaktorischen Zugang zum www gibt!

    • cmim
    • 21. Juni 2013 12:44 Uhr

    die allererste Erfahrung, die mit einem Geruch verknüpft im Gehirn gespeichert wird.
    ?

    via ZEIT ONLINE plus App

    • ManRai
    • 22. Juni 2013 6:00 Uhr

    und wir Menschen sind schon ganz gut verkümmert, Maeuse und andere Tiere haben vielfach mehr Geruchssensoren, sie muessen halt auch Gefahr und Essen riechen und sehr viel mehr differenzieren. Jeder Sensor - eine Zelle, sonst gaebe es Chaos. Und Gerueche sind u.a. das erste was wir wahrnehmen, leider auch vergessen. Ich kann mich immer noch an Gerueche von Häusern/Wohnungen erinnern (meist leider nur nach Kohl :-() die in als Kind wahrgenommen habe. Ein gutes Parfüm ist etwas sehr wertvolles, leider werden wir von den Laeden mit "Reinkommen und Schnell Rausrennen" (oder so) zugemieft und zugestaenkert und mit bloedsinnigen Artikel ueber Verbindung von Geruch und Management zugemuellt. Unterstuetzt die kleinen Parfumhersteller!!!!!!

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  • Serie Duftnoten – Alles über Parfum
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Urlaub | Bulgari | Duft | Orient | Vietnam | Komoren
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

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