Architektur in Asien : Häuser als Katalysatoren des Wandels

Was passiert in der Architektur Ostasiens abseits vom Hype um Stararchitekten? Der Band "Eastern Promises" zeigt innovative Bauten, die Region und Menschen respektieren.

Über Architektur in Ostasien wird meist im Zusammenhang mit großen Events berichtet. Für die Olympischen Spielen bauten die Starachitekten Herzog & de Meuron das Stadion, Norman Foster entwarf für Peking einen neuen Flughafen. Aber was passiert abseits dieser funktionsgetriebenen Bauten? Der Band Eastern Promises (Hatje Cantz) zeigt Bibliotheken, Wohnhäuser und Schulen aus China, Taiwan, Japan und Südkorea, die in genauer Kenntnis der Region und im Austausch mit der Bevölkerung entstanden sind. Gebäude als Symbole eines sozialen Fortschritts

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Schöne Häuser - überwiegend im ländlichen Kontext

(bis auf das Shibaura von Kazuyo Sejima in Tokyo und die "Ruin Academy" in Taipei). Insofern fragt sich doch, wie solche zweifelsohne schönen - aber auch teuren Bauformen, die ja zudem sehr viel lokale Traditionen aufweisen - was Materialität, Belüftung etc. betrifft auch und gerade intensiver standardisiert im urbanen Raum von Megacities zur Anwendung kommen können.
Letztlich - zwischen dem "Planet der Slums" (Mike Davis, LA) und dem "Siegeszug der Stadt" (Edward Glaeser, NYC) liegt ein weites Spannungsfeld, das zudem vielfältige Ausgleiche zwischen Stadt und Land erforderlich macht.
Das wäre insofern der nächste Schritt. Letztlich sind viele sog. Megacities mit sog. Slums nichts anderes als "Agglomerationen dorfartiger urbaner Strukturen", die zudem als Forschungs- und Entwicklungsraum für Architekten und Ingenieure - und im Gefolge natürlich für lokale Baubranchen im Austausch mit westlicher Infrastrukturtechnologie unglaublich vielfältige Möglichkeiten in sich bergen.
Ich kann mich sehr wohl erinnern, wie viel ich über Lehmbau in der Kabuler Altstadt gelernt habe - auch von den dortigen Handwerkern - und wie fruchtbar da eben auch der Austausch mit jungen dortigen Ingenieuren war. Solcher Austausch jedoch sollte wesentlich in Sachen Infrastruktur und Stadtökologie weitergehen. Letztlich verfügen wir im Westen da über die Technologien und die Erfahrungen auch in Sachen (bau-)rechtlicher Rahmenbedingungen, die in südlichen Räumen eben noch nicht da sind.

Was das Haus Nr.

12 (Pixelhaus) zur herausragender Asiatischer Architektur macht, erschließt sich sicher nur eingeweihten Theoretikern. Um ein Wohnhaus darin zu erkennen, bedarf einer Erklärung. Für mich sieht es wie ein Getreidesilo aus und die schmalen Schießscharten geben den Füllstand an. Einigen Modellen kann ich allerdings etwas abgewinnen.