Urbane Gärten : Sonnenblumen auf dem Rollfeld

Die Guerilla-Gärtner machten den Anfang. Inzwischen nutzt eine neue Generation von Do-it-yourself-Aktivisten den städtischen Raum als soziales und politisches Experiment.

Der Prinzessinnengarten in Berlin machte das Prinzip Urban Gardening in Deutschland bekannt. Seither pflanzen Menschen an den ungewöhnlichsten Orten. Auf dem Tempelhofer Flugfeld sprießen die Sonnenblumen, in einem Leipziger Hinterhof-Garten Annalinde wachsen Mangold und Kapuzinerkresse. Gepflegt werden die Gärten von Menschen, die eine Verbindung zur Natur suchen und den Zwang zum Konsum hinterfragen. Das Buch Stadt der Commonisten von Andra Baier, Christa Müller, Karin Werner mit Bildern von Inga Kerber zeigt politische und ökologische Experimente.

Kommentare

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Kreativ

Vielen Dank für die inspirierende und erfrischende Fotostrecke.
Eigentlich gehört auch der pflanzliche Abfall in den Städten nicht in die Biotonne, sondern in oder auf die Erde, also in den Park oder sonstige Erdflächen..
Die städtischen Gärtner würden irgendwann aufgeben die Tomatenpflanzen rauszurupfen und stattdessen die Früchte pflücken ;)

Stadtgärtner

Ich hoffe, dass viele weitere solcher Flächen wie auf dem Tempelhofer Feld entstehen werden. Die Kleingartenkultur ist großenteils überholt und mit dem kleinbürgerlichem Image verknüpft. Wir brauchen Flächen für modernes Gärtnern.

Es gibt viele neue Gemeinschaftsgärten in Berlin, die auch nicht ausschließlich der eigenen Erholung dienen sondern für die Nachbarschaft --von jung bis alt- diverse Angebote bereithalten, z.B. der Gemeinschaftsgarten Prachttomate in Neukölln - der mich sehr überrascht hat:

Gemeinschaftsgarten Prachttomate