SilvesterGlück kann man essenSeite 2/2

Erstaunlicherweise essen ausgerechnet die Chinesen, denen das gebratene Schwein eine der liebsten Speisen ist, bei ihren stundenlangen Neujahrsgelagen etwas anders. An Silvester, das nach dem chinesischen Kalender erst im Januar oder Februar ist, gibt es vor allem gefüllte Teigtaschen, die Jiaozi. Sie werden oft zu Begrüßungen und Abschieden gegessen und passen daher gut zum Übergang vom alten zum neuen Jahr,

Und was essen die Deutschen sonst? Karpfen. Dieser Fisch ist ein fetter Kerl, und fette Tiere stehen immer für Wohlstand und die Gewissheit, nicht hungern zu müssen – wenn man es sich denn leisten kann, sie zu kaufen. Eines der weitverbreiteten Neujahrsspeisen waren auch immer die Neujahrgebäcke, sogenannte Gebildbrote. "Das waren runde Brote, Kringel oder Kränze, die am Neujahrstag gegessen wurden, meistens Hefegebäck mit Weizenmehl, oft auch mit Mohn oder Hirse", sagt Hirschfelder. Der Kranz soll an den Kreislauf der Zeit erinnern und im religiösen Sinne das ewige Leben symbolisieren. Ihm wurde einst auch eine vor Dämonen schützende Kraft zugeschrieben, wobei diese Bedeutung heute wohl kaum mehr ernst genommen wird.

Und wie verhält es sich mit des Deutschen Lieblingsmahl an Silvester, dem Fondue? Das hat wohl weniger mit Glück, sondern mehr mit der Verzweiflung zu tun, einen sich in der Regel ewig hinziehenden Silvesterabend irgendwie gesellig herumzukriegen.

 
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