Lebensmittel-Kontrolle

Noten für New Yorker Restaurants

A, B oder nur C? Ab sofort sind alle 24.000 Restaurants in New York verpflichtet, die Ergebnisse der amtlichen Hygienekontrollen auszuhängen.

Alle New Yorker Restaurants - vom Gourmettempel bis zum Deli - müssen künftig ihre Qualitätskontrollen aushängen

Alle New Yorker Restaurants - vom Gourmettempel bis zum Deli - müssen künftig ihre Qualitätskontrollen aushängen

Wie sauber ist der Herd und wie gepflegt die Kühlkammer? Vermutlich will man es als Restaurantbesucher oft gar nicht so genau wissen. In New York kommt man aber nicht mehr darum herum: die Stadt verpflichtet nun alle 24.000 Restaurants, sich einer eingehenden Prüfung und Bewertung durch die Gesundheitsbehörde zu unterziehen. Deren Ergebnisse in Form von Schulnoten sollen dann für jeden potenziellen Gast zugänglich gemacht werden – als Aushang im Restaurant.

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Wer im Test gut abschneidet, kann sich getrost zurücklehnen: Restaurants mit der Bestnote A werden nach Angaben der Stadt künftig einmal pro Jahr inspiziert, bei schlechteren Bewertungen (B und C) fallen die Kontrollen entsprechend häufiger aus. Wer die Mängel rasch beseitigt, kann sich bei einer Nachkontrolle aufwerten lassen. Verbraucher können sich vor einem Restaurantbesuch ab sofort auch auf der Internetseite der Stadt über die Bewertungen informieren.

Die Gesundheitsbehörde erhofft sich von dem Drei-Millionen-Dollar-Projekt eine erzieherische Wirkung: "Die meisten Restaurants legen bei der Zubereitung ihres Essens die notwendige Sorgfalt an den Tag, doch immer noch sorgen schwarze Schafe für zahlreiche unnötige Erkrankungen", sagt der Leiter der städtischen Gesundheitsbehörde, Thomas Farley. "Jeder kann sein Essen so zubereiten, dass es den Kunden nicht nur schmeckt, sondern ihm auch bekommt."

Die 157 Inspektoren der Gesundheitsbehörde seien um 23 Mitarbeiter verstärkt worden, schreibt die New York Times. So soll die Zahl der Kontrollen um mehr als ein Drittel auf 85.000 Besuche pro Jahr gesteigert werden. Die Kontrolleure sind mit mobilen Computern ausgestattet, in die sie sofort die Ergebnisse ihrer Überprüfungen einpflegen können. Die Broschüren für die Hygiene-Vorgaben wurden in Englisch, Spanisch, Mandarin, Kantonesisch und Koreanisch an die Restaurantbesitzer verteilt.

Von der neuen Maßnahme sind insgesamt 24.000 Restaurants betroffen. Die erste Bewertung erhielt der kleine Schnellimbiss "Sparks Deli" im Stadtteil Queens – die Bestnote A.

In Dänemark gibt es seit 2001 ein ähnliches System. Betreiber von Lebensmittelgeschäften sind dort verpflichtet, die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen im Verkaufsraum auszuhängen; veröffentlicht werden Protokolle auch im Internet und auf den Internetseiten der Unternehmen. Die Kunden können sich dort anhand von vier Smileys – von lachend bis traurig – über die amtliche Beanstandungen zum Beispiel bei der Hygiene informieren.

Ein ähnliches Prinzip verfolgt auch ein Pilotprojekt in Berlin, das bisher allerdings nur im Stadtteil Pankow getestet wurde. Dort deckten die Nachforschungen der Lebensmittelbehörden einige schwer wiegende Verstöße gegen die Hygienevorschriften auf.

 
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Leser-Kommentare

  1. sollten wir doch schleunigst nachahmen.
    Anstatt die Übeltäter auch noch zu schützen.
    So weit ich weiß, gibt es immer noch keine Listen von "Ekelbuden" oder Schlamperfirmen vom WKD

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  • Datum 29.7.2010 - 13:39 Uhr
  • Quelle AFP, ZEIT ONLINE
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  • Schlagworte Restaurant | USA
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