Fotografie

Leben in den Wäldern

Der Wunsch, unabhängig von den bestehenden Verhältnissen zu leben, ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Und doch beobachten wir immer wieder fasziniert, wie Menschen abseits der eingefahrenen Lebensmodelle ihren Weg suchen.

In ihrer Arbeit Holon beschäftigt sich die 1982 in Polen geborene und heute in Köln lebende Fotografin Malwine Rafalski mit Einzelgängern, Idealisten und Kommunenmitgliedern in Deutschland. In ihren Porträts zeigt sie, wie Menschen versuchen, einen eigenen Zugang zu sich und zu ihrer Umwelt zu finden. In einer Zeit, in der wir über die angeblich neue Art der Protestkultur diskutieren, erscheinen Rafalskis Darstellungen von unangepassten Lebensentwürfen wie aus einer anderen Zeit. Sie stellt Männer, Frauen und Kinder vor, die Selbstversorger sind und sich als Teil der Umwelt sehen, für die sie verantwortlich sind.

"Mein Projekt zeigt das Leben von Gemeinschaften und radikalen Einzelgängern, die sich vom Konsum und der Globalisierung der westlichen Welt befreit haben", sagt Rafalski. "Viele von ihnen sind reine Selbstversorger und leben nur von selbst angebauten Produkten. Einer der faszinierendsten Aspekte dieses Lebensstils ist, dass er zugleich zukunftsorientiert und rückständig ist."

Leser-Kommentare
  1. Zitat: "Sie leben ohne Geld, Strom und fließendem Wasser."

    • Astgfl
    • 25.11.2010 um 10:32 Uhr

    Gern wird übersehen, dass solche Biotope utopischer Lebensentwürfe nur im Schutze einer toleranten, freien und wohlhabenden Industriegesellschaft gedeihen können. Wer in Drittweltländern zu solchen Lebensbedingungen gezwungen ist, kann da nur verständnislos den Kopf schütteln.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Im Alter von knapp ü.20 habe ich mich für sowas interessiert und sanfte Formen ausprobiert. Im Winter im Bauwagen ohne fließendes Wasser, Strom und andere Annehmlichkeiten - da ist es schnell aus mit der Aussteigerromantik. Da schwingt man sich aufs Rad und fährt zum nächsten Kumpel mit Badewanne, damit man nicht nur warm, sondern auch mal wieder richtig sauber wird.
    Klar, dass es sich um reinen Luxus und letzten Endes eine Art eitler Spielerei handelte, was wir da betrieben haben.
    Aber ich will nicht sagen, dass dem grundsätzlich so ist.
    Es gab mal eine TV-Doku über eine Gruppe (weiß leider nicht, welche) der Raskolniki in Sibirien, der Altgläubigen, die sich entschlossen haben, auf die Segnungen der modernen Technik zu verzichten und so zu leben, wie man es vor 150 oder 200 Jahren getan hat. Das heißt, gewisse zivilisatorische Leistungen werden nicht zurückgewiesen. Man hat halt keine Maschinen, braucht keinen Strom, konsumiert keine Genußgifte. Alle landwirtschaftliche Arbeit wird wie früher mit Pferden oder Ochsen erledigt. Aber es gibt auch ein Auto im Dorf, man fährt damit ca. 3-4 x im Sommer in die 300 km entfernte Stadt, z.B. um eigene Erzeugnisse zu verkaufen und andere Dinge zu erwerben, die man selbst nicht so einfach herstellen kann, z.B. besondere Stoffe. Denn auf äußere Erscheinung wird durchaus Wert gelegt, Polygamie gibt's auch nicht . Die ethische Ausrichtung und das "Zurück zur Natur" speist sich hier eben aus der Religiosität, das hat schon Kraft.

    Im Alter von knapp ü.20 habe ich mich für sowas interessiert und sanfte Formen ausprobiert. Im Winter im Bauwagen ohne fließendes Wasser, Strom und andere Annehmlichkeiten - da ist es schnell aus mit der Aussteigerromantik. Da schwingt man sich aufs Rad und fährt zum nächsten Kumpel mit Badewanne, damit man nicht nur warm, sondern auch mal wieder richtig sauber wird.
    Klar, dass es sich um reinen Luxus und letzten Endes eine Art eitler Spielerei handelte, was wir da betrieben haben.
    Aber ich will nicht sagen, dass dem grundsätzlich so ist.
    Es gab mal eine TV-Doku über eine Gruppe (weiß leider nicht, welche) der Raskolniki in Sibirien, der Altgläubigen, die sich entschlossen haben, auf die Segnungen der modernen Technik zu verzichten und so zu leben, wie man es vor 150 oder 200 Jahren getan hat. Das heißt, gewisse zivilisatorische Leistungen werden nicht zurückgewiesen. Man hat halt keine Maschinen, braucht keinen Strom, konsumiert keine Genußgifte. Alle landwirtschaftliche Arbeit wird wie früher mit Pferden oder Ochsen erledigt. Aber es gibt auch ein Auto im Dorf, man fährt damit ca. 3-4 x im Sommer in die 300 km entfernte Stadt, z.B. um eigene Erzeugnisse zu verkaufen und andere Dinge zu erwerben, die man selbst nicht so einfach herstellen kann, z.B. besondere Stoffe. Denn auf äußere Erscheinung wird durchaus Wert gelegt, Polygamie gibt's auch nicht . Die ethische Ausrichtung und das "Zurück zur Natur" speist sich hier eben aus der Religiosität, das hat schon Kraft.

  2. Vermutlich verlassen sie sich drauf dass andere dies für sie zahlen.

    Einfach leben kann man übrigens auch sehr gut zuhause machen.
    http://www.intelligenter-...

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    ist kein allzu gutes Argument - man denke nur an die Banken, an die Industrie, an die Leiharbeiter, die sich einen Teil ihres Lohnes vom Arbeitsamt aufstocken lassen müssen, weil's sonst nicht reicht. Da ist's der Unternehmer, der andere für sich zahlen läßt

    ist kein allzu gutes Argument - man denke nur an die Banken, an die Industrie, an die Leiharbeiter, die sich einen Teil ihres Lohnes vom Arbeitsamt aufstocken lassen müssen, weil's sonst nicht reicht. Da ist's der Unternehmer, der andere für sich zahlen läßt

  3. Im Alter von knapp ü.20 habe ich mich für sowas interessiert und sanfte Formen ausprobiert. Im Winter im Bauwagen ohne fließendes Wasser, Strom und andere Annehmlichkeiten - da ist es schnell aus mit der Aussteigerromantik. Da schwingt man sich aufs Rad und fährt zum nächsten Kumpel mit Badewanne, damit man nicht nur warm, sondern auch mal wieder richtig sauber wird.
    Klar, dass es sich um reinen Luxus und letzten Endes eine Art eitler Spielerei handelte, was wir da betrieben haben.
    Aber ich will nicht sagen, dass dem grundsätzlich so ist.
    Es gab mal eine TV-Doku über eine Gruppe (weiß leider nicht, welche) der Raskolniki in Sibirien, der Altgläubigen, die sich entschlossen haben, auf die Segnungen der modernen Technik zu verzichten und so zu leben, wie man es vor 150 oder 200 Jahren getan hat. Das heißt, gewisse zivilisatorische Leistungen werden nicht zurückgewiesen. Man hat halt keine Maschinen, braucht keinen Strom, konsumiert keine Genußgifte. Alle landwirtschaftliche Arbeit wird wie früher mit Pferden oder Ochsen erledigt. Aber es gibt auch ein Auto im Dorf, man fährt damit ca. 3-4 x im Sommer in die 300 km entfernte Stadt, z.B. um eigene Erzeugnisse zu verkaufen und andere Dinge zu erwerben, die man selbst nicht so einfach herstellen kann, z.B. besondere Stoffe. Denn auf äußere Erscheinung wird durchaus Wert gelegt, Polygamie gibt's auch nicht . Die ethische Ausrichtung und das "Zurück zur Natur" speist sich hier eben aus der Religiosität, das hat schon Kraft.

    Antwort auf "Lebensentwürfe"
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    Die sind das Paradebeispiel dafür dass das funktionieren kann. Aber auch mein Beispiel warum ich so nicht leben wollen würde. Ich bin schwul, da fängt es schon an, und in allen Gesellschaften aller Zeiten auf allen Kontinenten - wenigste Ausnahmen bestätigen die Regel - wurde meinesgleichen ausgegrenzt (meist auch schlimmeres). Die postindustrielle Konsumwelt bietet einfach Freiheiten von seinen Mitmenschen, während andere die Freiheit von der postindustriellen Konsumwelt suchen die sie umso mehr mit ihren Mitmenschen zusammenschweißt (und sich ihnen quasi auch "ausliefert"). Jeder wie er meint... ich lebe aber gerne in 2010 und bin weder ein Freund von Nostalgie noch von Zukunftsangst. Was unsere Kultur groß gemacht hat waren weder Religion, nicht einmal Demokratie oder Kapitalismus, sondern der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft - allem Kulturpessimismus zum Trotz, die letzten 500 Jahre europäische Geschichte haben uns Recht gegeben. Rückschläge sind dazu da davon zu lernen, nicht sich zu ängstigen. Das muss unsere Gesellschaft IMHO wieder mehr beherzigen, teilweise sind wir einfach auch zu verhätschelt ("Wohlstandsverwahrlosung" als ein Stichwort) und müssen vielleicht wirklich die kleinen Dinge wieder schätzen lernen, fühlen lernen. Da finde ich sowas schon hilfreich, aber das ist doch mehr Selbstverwirklichung/Selbstfindung als irgendwas anderes...

    Die sind das Paradebeispiel dafür dass das funktionieren kann. Aber auch mein Beispiel warum ich so nicht leben wollen würde. Ich bin schwul, da fängt es schon an, und in allen Gesellschaften aller Zeiten auf allen Kontinenten - wenigste Ausnahmen bestätigen die Regel - wurde meinesgleichen ausgegrenzt (meist auch schlimmeres). Die postindustrielle Konsumwelt bietet einfach Freiheiten von seinen Mitmenschen, während andere die Freiheit von der postindustriellen Konsumwelt suchen die sie umso mehr mit ihren Mitmenschen zusammenschweißt (und sich ihnen quasi auch "ausliefert"). Jeder wie er meint... ich lebe aber gerne in 2010 und bin weder ein Freund von Nostalgie noch von Zukunftsangst. Was unsere Kultur groß gemacht hat waren weder Religion, nicht einmal Demokratie oder Kapitalismus, sondern der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft - allem Kulturpessimismus zum Trotz, die letzten 500 Jahre europäische Geschichte haben uns Recht gegeben. Rückschläge sind dazu da davon zu lernen, nicht sich zu ängstigen. Das muss unsere Gesellschaft IMHO wieder mehr beherzigen, teilweise sind wir einfach auch zu verhätschelt ("Wohlstandsverwahrlosung" als ein Stichwort) und müssen vielleicht wirklich die kleinen Dinge wieder schätzen lernen, fühlen lernen. Da finde ich sowas schon hilfreich, aber das ist doch mehr Selbstverwirklichung/Selbstfindung als irgendwas anderes...

  4. Sehr mutig, sehr verzichtfähig und wirkliche Lebenskünstler. Ich finde es wunderbar das sich Menschen so auf den Weg machen, ich persönlich verhafte noch zu fest am Komfort.
    Aber vielleicht könnte man sich mal fragen warum es immer mehr Menschen gibt, die ein solches Leben leben, so radikal auf fast alles verzichten? Vielleicht sind sie genau der Spiegel in der Gesellschaft der uns einen Richtungswechsel weg vom Konsum zeigen kann!

  5. Die sind das Paradebeispiel dafür dass das funktionieren kann. Aber auch mein Beispiel warum ich so nicht leben wollen würde. Ich bin schwul, da fängt es schon an, und in allen Gesellschaften aller Zeiten auf allen Kontinenten - wenigste Ausnahmen bestätigen die Regel - wurde meinesgleichen ausgegrenzt (meist auch schlimmeres). Die postindustrielle Konsumwelt bietet einfach Freiheiten von seinen Mitmenschen, während andere die Freiheit von der postindustriellen Konsumwelt suchen die sie umso mehr mit ihren Mitmenschen zusammenschweißt (und sich ihnen quasi auch "ausliefert"). Jeder wie er meint... ich lebe aber gerne in 2010 und bin weder ein Freund von Nostalgie noch von Zukunftsangst. Was unsere Kultur groß gemacht hat waren weder Religion, nicht einmal Demokratie oder Kapitalismus, sondern der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft - allem Kulturpessimismus zum Trotz, die letzten 500 Jahre europäische Geschichte haben uns Recht gegeben. Rückschläge sind dazu da davon zu lernen, nicht sich zu ängstigen. Das muss unsere Gesellschaft IMHO wieder mehr beherzigen, teilweise sind wir einfach auch zu verhätschelt ("Wohlstandsverwahrlosung" als ein Stichwort) und müssen vielleicht wirklich die kleinen Dinge wieder schätzen lernen, fühlen lernen. Da finde ich sowas schon hilfreich, aber das ist doch mehr Selbstverwirklichung/Selbstfindung als irgendwas anderes...

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    Ja, die Amish. Habe in Kanada Freunde in Südontario, die leben mit ihrer Farm als Insel in einem Meer von Mennoniten, daher kenne ich das ein wenig.
    Sie haben recht, dass es da natürlich keinerlei Freiheit für individuelle Lebensentwürfe gibt, auch ganz abgesehen von der sexuellen Orientierung oder anderer nicht von der Religion vorgesehenen Präferenzen.
    Allerdings würde ich jetzt nicht sagen, dass Religion gar nichts mit der Entwicklung unserer Zvilisation zu tun hätte. Ohne das Christentum und die Klöster als organisatorische Vorbilder für die Städte hätte es in der nördlichen Hemisphäre länger gedauert. Ich glaube aber, zu verstehen, wie sie das meinen, und dem stimme ich auch zu: "der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft" haben auch einen ganz wesentlichen Anteil als Triebkraft gehabt.
    Mir geht es so damit: Ich finde es anerkennenswert, dass es Menschen gibt, die solche Dinge auf sich nehmen, um entweder sich selbst zu finden oder Alternativen zur Industrie- und Konsumgesellschaft zu erforschen.
    Für mich wäre es nix, ich bin eben ein Produkt meiner Zeit und schlicht zu bequem, um so zu leben. Vielleicht auch zu degeneriert, aus einem darwinistischen Blickwinkel heraus.
    Aber so ist das eben.

    Ja, die Amish. Habe in Kanada Freunde in Südontario, die leben mit ihrer Farm als Insel in einem Meer von Mennoniten, daher kenne ich das ein wenig.
    Sie haben recht, dass es da natürlich keinerlei Freiheit für individuelle Lebensentwürfe gibt, auch ganz abgesehen von der sexuellen Orientierung oder anderer nicht von der Religion vorgesehenen Präferenzen.
    Allerdings würde ich jetzt nicht sagen, dass Religion gar nichts mit der Entwicklung unserer Zvilisation zu tun hätte. Ohne das Christentum und die Klöster als organisatorische Vorbilder für die Städte hätte es in der nördlichen Hemisphäre länger gedauert. Ich glaube aber, zu verstehen, wie sie das meinen, und dem stimme ich auch zu: "der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft" haben auch einen ganz wesentlichen Anteil als Triebkraft gehabt.
    Mir geht es so damit: Ich finde es anerkennenswert, dass es Menschen gibt, die solche Dinge auf sich nehmen, um entweder sich selbst zu finden oder Alternativen zur Industrie- und Konsumgesellschaft zu erforschen.
    Für mich wäre es nix, ich bin eben ein Produkt meiner Zeit und schlicht zu bequem, um so zu leben. Vielleicht auch zu degeneriert, aus einem darwinistischen Blickwinkel heraus.
    Aber so ist das eben.

  6. Da wird es selbst mir „unheimlich“!
    Wenn ich da so die Kinder auf dem Foto sehe. Was ist da eigentlich mit Schutzimpfungen gegen Diphterie und Wundstarrkrampf? Ich kann mir vorstellen, dass bei einer so naturnahen Lebensweise die Verletzungsgefahr ziemlich groß ist. Denn wer hat denn das heute noch drauf, Arbeiten mit Feuersteinwerkzeugen zu bewältigen. Oder werden da etwa Werkzeuge aus Eisen und Stahl „regelwidrig“ verwendet?! Wird das Serum für die Impfung vom "Schamanen" zusammengebraut?

    P.S.: Auch ich habe mal Buden im Wald gebaut. Allerdings in der Schulzeit. Vielleicht müssen die „Aussteiger“ ja was nachholen?

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    Siehe das Foto mit der jungen Dame und der schönen großen Sense. Die sieht nach professioneller Schmiedearbeit aus, wahrscheinlich industriell, wen ich den Steil betrachte.
    Jedenfalls nicht selbst gemacht.
    Wahrscheinlich haben solche Menschen eine Krankenversicherung,jedenfalls in Deutschland, wo das soziale Netz sie mitträgt.
    In Polen oder den USA mag das anders aussehen. Da wird man dann wohl über Barmittel verfügen müssen, um die medizinische Dienstleistung bezahlen zu können.

    Siehe das Foto mit der jungen Dame und der schönen großen Sense. Die sieht nach professioneller Schmiedearbeit aus, wahrscheinlich industriell, wen ich den Steil betrachte.
    Jedenfalls nicht selbst gemacht.
    Wahrscheinlich haben solche Menschen eine Krankenversicherung,jedenfalls in Deutschland, wo das soziale Netz sie mitträgt.
    In Polen oder den USA mag das anders aussehen. Da wird man dann wohl über Barmittel verfügen müssen, um die medizinische Dienstleistung bezahlen zu können.

  7. Ja, die Amish. Habe in Kanada Freunde in Südontario, die leben mit ihrer Farm als Insel in einem Meer von Mennoniten, daher kenne ich das ein wenig.
    Sie haben recht, dass es da natürlich keinerlei Freiheit für individuelle Lebensentwürfe gibt, auch ganz abgesehen von der sexuellen Orientierung oder anderer nicht von der Religion vorgesehenen Präferenzen.
    Allerdings würde ich jetzt nicht sagen, dass Religion gar nichts mit der Entwicklung unserer Zvilisation zu tun hätte. Ohne das Christentum und die Klöster als organisatorische Vorbilder für die Städte hätte es in der nördlichen Hemisphäre länger gedauert. Ich glaube aber, zu verstehen, wie sie das meinen, und dem stimme ich auch zu: "der unerschütterliche Glaube an das Individuum und die Zukunft" haben auch einen ganz wesentlichen Anteil als Triebkraft gehabt.
    Mir geht es so damit: Ich finde es anerkennenswert, dass es Menschen gibt, die solche Dinge auf sich nehmen, um entweder sich selbst zu finden oder Alternativen zur Industrie- und Konsumgesellschaft zu erforschen.
    Für mich wäre es nix, ich bin eben ein Produkt meiner Zeit und schlicht zu bequem, um so zu leben. Vielleicht auch zu degeneriert, aus einem darwinistischen Blickwinkel heraus.
    Aber so ist das eben.

    Antwort auf "Amish People..."

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