Dabei fasst Roséwein alles zusammen, was viele gute Weine ausmacht. Er ist zur einen Hälfte oft ein frischfruchtiger Rotwein, zur anderen Hälfte ein mitunter auch trocken-mineralischer Weißwein. In dieser populistischen Vielfalt wird er zum idealen Begleiter der modernen Fisch- und Gemüseküche. Das reicht für viele Weintrinker aus, keinen anderen Wein mehr trinken zu wollen. Deswegen wird die Fangemeinde des Rosé noch wachsen.

Ich empfehle zum Einstieg in die Welt der Roséweine den hellen, aber sehr kräftigen Rosé aus Blaufränkisch (Lemberger) und Syrah von Thomas Schwarz (Kloster am Spitz) aus dem Burgendland in Österreich.

Oder den Rosé von Chateau Marouine aus den Côtes de Provence. Diesen Biowein aus Grenache, Cinsault und Mouvedre bekommt man nur ab Weingut. Der Wein verbindet Erde und Frucht und schmeckt nach Stachelbeere, Ribisel und Himbeere. Dazu kommt eine leichte, fast beiläufig hingeworfene Eleganz, die dem geringen Holzeinsatz geschuldet ist.

Wenn man da bloß weitermachen würde, die Schrauben etwas anziehen würde, dann könnte irgendwann auch einmal ein Rosé dabei rauskommen, der die Welt verblüfft. Aber so wird es wohl nicht kommen.

Mehr Weintipps von Manfred Klimek gibt es unter CaptainCork.com