Urban Gardening Ein Kürbis vor dem Fenster
Gemüse aus dem Supermarkt? Von wegen: Kürbisse, Zucchini und Melonen kann man auch auf dem Balkon pflanzen. Die Mitarbeiter der Berliner Prinzessinnengärten erklären, wie’s geht.
Zutaten: Kürbissamen. Zucchinisamen. Melonensamen. Kokosfasern. Komposterde. Wasser. So viele Joghurtbecher oder ähnliches wie Samen. Schildchen.
Das gibt’s: Kürbissetzlinge. Zucchinisetzlinge. Melonensetzlinge.
Dauer: Abhängig von der Menge an Samen, die man setzen möchte. Da Kürbisse, Zucchini und Melonen etwa gleich lange keimen, kann man sie leicht gleichzeitig aussäen. Und dann später eben auch zeitgleich die Setzlinge einpflanzen. Entweder man hat vom letzten Kürbis oder der letzten Melone die Samen aufgehoben und selbst getrocknet oder setzt auf Samen aus aller Welt und alte Sorten, wie die Prinzessinnengärtner. Sie beziehen ihr seltenes Saatgut etwa vom Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen.
- Der Berliner Prinzessinnengarten
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Der Berliner Prinzessinnengarten ist das Aushängeprojekt der Urban Gardening-Szene in Deutschland. Auf diesem 6000 Quadratmeter großen Nachbarschaftsgarten treffen sich seit 2009 Berliner aus allen Nationen, um Kräuter zu säen, Gemüse anzupflanzen – und zu ernten. Es ist kein Sozialprojekt, sondern ein kleines Unternehmen.
Die Idee dazu hatten Marco Clausen und Robert Shaw. Sie sind selbst keine Gärtner, die vielen freiwilligen Helfer auf dem Gelände in der Regel auch nicht. Doch sie haben inzwischen viel Erfahrung gesammelt, wie Städter ihr eigenes kleines Stück Grün beackern können.Ihre besten Ratschläge teilen die Prinzessinnengärtner ab sofort hier mit den ZEIT ONLINE-Lesern.
Die Vorbereitung: Die Erde sollte möglichst locker, nährstoffarm und steril sein. Die Prinzessinnengärtner verwenden aufgequollene Kokosfasererde und Komposterde zu gleichen Teilen. Wer größere Mengen ansetzt, kann wie hier im Garten Multizellplatten verwenden, ansonsten tun’s auch Joghurtbecher mit einem kleinen Loch im Boden, damit das Wasser ablaufen kann. Dann die Schildchen beschriften – am besten mit dem Samen-Namen und dem aktuellen Datum – und in die entsprechenden Töpfe stecken.
Der Pflanz-Akt: Fürs Einpflanzen zeigen Matthias und Maxi zwei Varianten: Entweder kleine Löcher bohren, in jedes einen Samen legen, dann mit Erde zuschütten. Oder aber den Samen überall mittig auf die Erde legen, dann mit einem kleinen Stöckchen in die Erde drücken. Die Daumenregel: Die Samen doppelt so tief in die Erde setzen, wie sie dick sind. Angießen – fertig. Nach etwa drei Wochen sind die Setzlinge groß genug fürs Umpflanzen ins Beet.
Wer den Prinzessinnengarten unterstützen möchte, kann dort eine Beetpatenschaft übernehmen.
- Datum 06.06.2011 - 19:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 43
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Oder warum muss heutzutage selbst dassimpelste Tun erklärt werden?
der Erfindung der Scannerkasse kann es nur ganz langsam wieder aufwärts gehen.
der Erfindung der Scannerkasse kann es nur ganz langsam wieder aufwärts gehen.
Bohnenkeimlinge auf Watte und so.
Und nach dem Prinzessinnengarten geht's in den Kreuzberger Zoo, wo die freiwilligen Tiernannies dem Besucher erklären, warum die Kuh vier Beine hat, und wie man im Schrebergarten Elefanten gosszieht.
gehts dann weiter, wenn die Pflanzen größer werden? Reicht dann noch der Joghurtbecher, oder braucht es dann doch mehr für die Melone auf dem Balkon?
Schönes Thema, schön, dass es für de Menschen noch mehr gibt als "in der Firma funktionieren", schöner Name "Prinzessinningarten" aber interessant wird es doch erst dann, wo der Artikel aufhört.
... und danach kümmern den meisten Balkongärtnern und ähnlichen Leuten die erwähnten Pflanzen vor sich hin, da sie sehr intensiven Dünger benötigen... leider sagt das kaum jemand mal klar.
Übrigens - was macht das Beet in dem Text? Wer einen so großen Balkon hat, dass er/sie darauf Beete anlegen kann, verfügt wohl eher über einen Dachgarten als über einen der üblichen Innenstadtbalkon und dort wird es wie gesagt heikel, wenn man Nahrunsfresser wie Kürbiss und Co ernten möchte.
Unser Kürbis ist mittlerweile 1,5m breit und 80cm hoch... Und er wächst noch weiter...
Am Ende vermutlich auf ca. 3x3m und 80cm Höhe...
Will sehen, wem der Kürbis dann auf den Kopf fällt. Ach ja: Die Wassermengen, mit denen man giessen muss, wenn's trocken ist, sind auch nicht zu verachten.
... und danach kümmern den meisten Balkongärtnern und ähnlichen Leuten die erwähnten Pflanzen vor sich hin, da sie sehr intensiven Dünger benötigen... leider sagt das kaum jemand mal klar.
Übrigens - was macht das Beet in dem Text? Wer einen so großen Balkon hat, dass er/sie darauf Beete anlegen kann, verfügt wohl eher über einen Dachgarten als über einen der üblichen Innenstadtbalkon und dort wird es wie gesagt heikel, wenn man Nahrunsfresser wie Kürbiss und Co ernten möchte.
Unser Kürbis ist mittlerweile 1,5m breit und 80cm hoch... Und er wächst noch weiter...
Am Ende vermutlich auf ca. 3x3m und 80cm Höhe...
Will sehen, wem der Kürbis dann auf den Kopf fällt. Ach ja: Die Wassermengen, mit denen man giessen muss, wenn's trocken ist, sind auch nicht zu verachten.
... und danach kümmern den meisten Balkongärtnern und ähnlichen Leuten die erwähnten Pflanzen vor sich hin, da sie sehr intensiven Dünger benötigen... leider sagt das kaum jemand mal klar.
Übrigens - was macht das Beet in dem Text? Wer einen so großen Balkon hat, dass er/sie darauf Beete anlegen kann, verfügt wohl eher über einen Dachgarten als über einen der üblichen Innenstadtbalkon und dort wird es wie gesagt heikel, wenn man Nahrunsfresser wie Kürbiss und Co ernten möchte.
Und wieder Schleichwerbung für das Unternehmen "Urban Gardening"... Langsam wird's langweilig. Zahlen die wenigstens für die Artikel gut?
Ach ja: Kürbisse haben wir auch im Garten. Die explodieren gerade Wachstumsmäßig, auch ohne "Tipps" von "Experten" in unserer "Exportokratie".
Die wachsen ganz von alleine! Nein sowas! Und wenn's regnet, dann giessen wir die ganz bestimmt nicht...
Sind wir jetzt "Urban Gardeners"?
Liebe/r NuernbergerLand,
herzlichen Dank für Ihre Hinweise und Ihre Kritik. Ich fürchte, ich muss hier ein Mißverständnis aufklären: "Urban Gardening" ist keine Firma und unsere Beiträge sind daher auch sicherlich keine "Schleichwerbung", wie Sie vermuten.
Vielmehr beschreibt das englische Lehnwort "Urban Gardening" das Gärtnern in der Stadt, also alle Versuche, auf Balkonen, in Vorgärten, Schrebergärten oder öffentlichen Grünflächen der Natur zum wachsen und blühen zu verhelfen. Dieser Beitrag sollte weiter aufklären: http://www.zeit.de/kultur...
Womit Sie allerdings recht haben, ist die Feststellung, dass "Urban Gardening" ein Themenschwerpunkt auf ZEIT ONLINE in diesem Frühjahr ist. Wenn Sie mehr wissen wollen oder herausfinden mögen, ob Sie ein "Urban Gardener" sind, hier finden Sie alle Beiträge zum Thema: http://www.zeit.de/themen...
Herzliche Grüße und allzeit grünen Daumen wünscht
Daniel Erk
Liebe/r NuernbergerLand,
herzlichen Dank für Ihre Hinweise und Ihre Kritik. Ich fürchte, ich muss hier ein Mißverständnis aufklären: "Urban Gardening" ist keine Firma und unsere Beiträge sind daher auch sicherlich keine "Schleichwerbung", wie Sie vermuten.
Vielmehr beschreibt das englische Lehnwort "Urban Gardening" das Gärtnern in der Stadt, also alle Versuche, auf Balkonen, in Vorgärten, Schrebergärten oder öffentlichen Grünflächen der Natur zum wachsen und blühen zu verhelfen. Dieser Beitrag sollte weiter aufklären: http://www.zeit.de/kultur...
Womit Sie allerdings recht haben, ist die Feststellung, dass "Urban Gardening" ein Themenschwerpunkt auf ZEIT ONLINE in diesem Frühjahr ist. Wenn Sie mehr wissen wollen oder herausfinden mögen, ob Sie ein "Urban Gardener" sind, hier finden Sie alle Beiträge zum Thema: http://www.zeit.de/themen...
Herzliche Grüße und allzeit grünen Daumen wünscht
Daniel Erk
Unser Kürbis ist mittlerweile 1,5m breit und 80cm hoch... Und er wächst noch weiter...
Am Ende vermutlich auf ca. 3x3m und 80cm Höhe...
Will sehen, wem der Kürbis dann auf den Kopf fällt. Ach ja: Die Wassermengen, mit denen man giessen muss, wenn's trocken ist, sind auch nicht zu verachten.
...ein bisschen sehr kurz der Artikel. Keine Sortenempfehlungen, keine Größenangaben, keine Standortempfehlungen.
Kürbisse habe ich gerade welche rausgesetzt, meine Erfahrungen (vielleicht interessiert es jemanden):
1) Kerne stammen aus einem Bio-Hokkaidokürbis (Hokkaido werden nicht so groß, man kann die Schale mitessen und sie schmecken gut)
2) direkt nach dem *schlachten* des Kürbis habe ich die Kerne in Wasser gelegt und einige Tage in der Sonne stehen gehabt (stinkt etwas), dann in einen Topf mit 0815-Erde (von wegen steril, ist den stark wachsenden Kürbissen total egal) Ankeimquote um die 90%, die haben glatt die Erde hochgehoben
3) auseinanderrupfen und die schönsten Keimlinge in einen richtig großen Topf mit Erde setzen (im Garten pflanzt man sie auf den Kompost, da Kürbisse sehr viel Nährstoffe brauchen)
4) auf einem Balkon ist idR nur Platz für eine solche Pflanze, die mehrere Meter lang werden kann und bestimmt 30-50cm breit (wegen der großen Blätter), da sie einen Hauptstrang hat, kann man versuchen sie irgendwo langranken zu lassen, nur die Frucht sollte man stützen
5) Kürbis braucht Sonne, ein schattiger Balkon wird kaum Erfolg haben
6) Düngen! Es reicht Baumarktdünger, aber man kann sicher auch Biodünger verwenden. Wer wenig Geld ausgeben will, rupft irgendwo Brennesseln und setzt in einem Eimer Brennesseljauche an. Auf dem Balkon sollte man das abdecken, sonst gibts Ärger mit den Nachbarn (Gestank).
Viel Erfolg!
...wer wenig Geld hat: statt der großen (idR teuren) Töpfe tuts auch ein 1-Euro-Hauswassereimer mit Löchern unten drin. Ein Untersetzer, der etwas Wasser halten kann, empfiehlt sich, je größer, desto mehr brauchen die Kürbisse nämlich und man ist ja nicht immer da um nachzugiessen.
...wer wenig Geld hat: statt der großen (idR teuren) Töpfe tuts auch ein 1-Euro-Hauswassereimer mit Löchern unten drin. Ein Untersetzer, der etwas Wasser halten kann, empfiehlt sich, je größer, desto mehr brauchen die Kürbisse nämlich und man ist ja nicht immer da um nachzugiessen.
der Erfindung der Scannerkasse kann es nur ganz langsam wieder aufwärts gehen.
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