Bubble Tea Buddha trinkt und lächelt
In Asien und den USA ist "Bubble Tea" längst etabliert. Nun erobern Schwarztee, Milch und Tapioka-Perlen auch Deutschland. In Berlin eröffnen die ersten Läden. Von Björn Rosen
Es war ein echter Kulturschock, an den sich Yin Ye noch gut erinnern kann. Als die damals Siebenjährige 1986 ihr Heimatdorf im Südosten Chinas verließ, um mit der Familie nach Österreich zu gehen, lernte sie im Flugzeug ein neues, seltsames Getränk kennen, zuckrig-süß und kohlensäurehaltig. "Es hieß Cola", sagt Ye und lacht. "Wir hatten keine Ahnung, was das ist."
Wenn man heute mit der mittlerweile 32-jährigen Ye in ihrem Laden gegenüber vom S-Bahnhof Hackescher Markt sitzt, kann man alle paar Minuten Zeuge einer ganz ähnlichen Situation werden. Leute bleiben vor den großen Fenstern der "Bubble’s Tea Bar" stehen, schauen interessiert hinein, treten zögernd an den weißen Tresen, werfen irritierte Blicke auf die Angebotskarte an der Wand – und bitten die Bedienung dann um eine Empfehlung.
Es ist ein Kulturschock unter umgekehrten Vorzeichen. Denn Ye bietet in ihrem im Januar eröffneten Café ein Getränk an, das in Asien jedes Kind kennt, in Europa aber immer noch ein Geheimtipp ist: Perlentee oder Bubble Tea, der aus Taiwan stammt. Dort gibt es das Mixgetränk an jeder Straßenecke. Cafés, die darauf spezialisiert sind, findet man noch häufiger als hierzulande Starbucks-Filialen.
Erfunden wurde Bubble Tea Anfang der 80er Jahre. Von wem, darüber streiten zwei Familien bis heute. Zumal das Getränk bald auch in Festland-China, Korea, Japan und Südostasien zum großen Erfolg wurde. "Asiaten sind ja generell eher Teetrinker. Als Kind wusste ich nicht, was Kaffee ist. Aber Bubble Tea habe ich geliebt – und später in Wien vermisst", erzählt Yin Ye.
Der klassische Bubble Tea besteht aus leicht gesüßtem Schwarztee und Milch. Das Besondere sind die beigefügten gummiartigen und beinah geschmacksneutralen Kügelchen. Diese "Tapioka-Perlen" werden traditionell für Desserts verwendet und bestehen aus der Stärke der Maniok-Wurzel. Damit sie die richtige Konsistenz gewinnen, müssen sie rund eine halbe Stunde gekocht und dann abgeschreckt werden. Typischerweise haben sie eine dunkle Farbe.
Beim Teetrinken saugt man die Perlen durch einen extra dicken Strohhalm ein und zerkaut sie. "Das verlängert den Genuss, das Aroma von Tee und Milch kann sich umso mehr entfalten", erklärt Ye. Serviert wird der Perlentee im Glas oder im durchsichtigen Plastikbecher; im Winter trinkt man ihn warm, jetzt im Sommer ist er – um ganze Eiswürfel oder crushed ice ergänzt und gut durchgemixt – eine angenehme Erfrischung und zugleich fast ein leichter Snack.
Neben der klassischen Version gibt es inzwischen Dutzende weitere Bubble-Tea-Varianten, die auf unterschiedlichen Tees basieren, mit unterschiedlichen Sirupsorten versetzt sind und in denen sich oft keine Tapioka-Perlen mehr finden, sondern andere, meist recht süße Toppings. Die Geschmacksrichtungen reichen von Mango und Honig bis zu Schoko und Ananas. Manche der Drinks erinnern an Saft, andere an Milchshakes.
In den USA, besonders an der Westküste, ist Perlentee schon seit vielen Jahren beliebt, und Yin Ye ist sicher, dass er nun auch Europa erobern wird. Tatsächlich ist ihre "Bubble’s Tea Bar" nur einer von rund 20 Läden allein in Berlin, die das Getränk seit ein paar Monaten anbieten. Überall in der Stadt eröffnen derzeit Perlentee-Geschäfte.
- Datum 24.08.2011 - 06:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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eine weitere asiatische Entdeckung die hierzulande garantiert niemand braucht oder vermisst hat.
Das ist ja fast so als waere der pazifist in einem krisengebiet auch ein solcher kulturpessimist
die deutsche Küche bevorzugen, bitteschön. Ich finde, die deutsche Küche hat as Wort Küche nicht verdient, es ist einfach grausam wie wir uns abspeisen lassen, im Vergleich zu China, u.a.
In China gibt es einen Begriff der so viel heisst wie "Schön und nutzlos". Das wird ein Deutscher nie verstehen, dass er sein Leben tatsächlich durch den Magen und durch die Dekoration des Essens / Trinkens geniessen kann.
Einfach peinlich, ich wandere aus.
Kamillen-, Pfefferminz- oder Brennesselaufguss?
Kaffee kommt ja nicht in Frage, Tee auch nicht, Orangensaft kann es auch nicht sein, überhaupt keine koffeinhaltige Getränke...
Essen Sie Kartoffeln?
Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an einer sachlichen Diskussion. Danke, die Redaktion/mk
Dann dürfen Sie ja fast gar nichts essen und trinken. Das meiste, was Sie als "Deutsch" bezeichnen kommt nicht aus Deutschland.
Das fängt bei den Kartoffeln an und hört beim Kaffee auf.
Das einige, was Sie dann kosequenterweise nur noch essen dürften, wären gekochte Eicheln und Wild ... und dazu den Brennnesseltee, den eim Mitforist schon erwähnt hat.
Das ist ja fast so als waere der pazifist in einem krisengebiet auch ein solcher kulturpessimist
die deutsche Küche bevorzugen, bitteschön. Ich finde, die deutsche Küche hat as Wort Küche nicht verdient, es ist einfach grausam wie wir uns abspeisen lassen, im Vergleich zu China, u.a.
In China gibt es einen Begriff der so viel heisst wie "Schön und nutzlos". Das wird ein Deutscher nie verstehen, dass er sein Leben tatsächlich durch den Magen und durch die Dekoration des Essens / Trinkens geniessen kann.
Einfach peinlich, ich wandere aus.
Kamillen-, Pfefferminz- oder Brennesselaufguss?
Kaffee kommt ja nicht in Frage, Tee auch nicht, Orangensaft kann es auch nicht sein, überhaupt keine koffeinhaltige Getränke...
Essen Sie Kartoffeln?
Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv an einer sachlichen Diskussion. Danke, die Redaktion/mk
Dann dürfen Sie ja fast gar nichts essen und trinken. Das meiste, was Sie als "Deutsch" bezeichnen kommt nicht aus Deutschland.
Das fängt bei den Kartoffeln an und hört beim Kaffee auf.
Das einige, was Sie dann kosequenterweise nur noch essen dürften, wären gekochte Eicheln und Wild ... und dazu den Brennnesseltee, den eim Mitforist schon erwähnt hat.
In Düsseldorf gibt es in der Altstadt inzwischen einen Laden mit diesem Konzept. Ich habe eine Kombination aus Joghurt/Maracuja probiert, die Bubbles gibts in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Mal abgesehend davon, dass das Getränk an sich viel zu süss war, liegen diese Bubbles wie ein Stein im Magen und übel war mir danach auch. Ich hatte das Gefühl zwei XXL Tüten Gummibärchen in einem Zug gegessen zu haben. Das ist allenfalls was für Kinder. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gesund ist.
zu Deutsch:
Tee mit (Zucker, Wasser, Farbstoff, künstliche Aromastoffe, Konservierungsstoffe)
und dann noch Tapioka - geschmacklose Stärkekügelchen...
Das klingt wirklich nach etwas, was ich UNBEDINGT brauche!
Na ja, ist wohl eher was für die Hauptstadtbewohner, die sich nicht mehr Hip finden wenn sie den neuesten Trend auslassen...
Wenn es neuerdings verwerflich ist (bzw. nur gemacht wird, um mitreden zu können), neuartige Dinge anderer Kulturen auszuprobieren (die nicht dafür bekannt sind, einem die Sinne zu vernebeln), dann stehe ich absolut dazu, auch einer dieser "Hauptstadtbewohner" zu sein, die unter allen Umständen "hip" sein wollen...
Ich bin auch dafür, dass sich doch jeder ein eigenes Bild davon machen kann. Und ungesünder als Cola oder Lipton Eistee ist Bubble Tea sicher auch nicht.
Wenn es neuerdings verwerflich ist (bzw. nur gemacht wird, um mitreden zu können), neuartige Dinge anderer Kulturen auszuprobieren (die nicht dafür bekannt sind, einem die Sinne zu vernebeln), dann stehe ich absolut dazu, auch einer dieser "Hauptstadtbewohner" zu sein, die unter allen Umständen "hip" sein wollen...
Ich bin auch dafür, dass sich doch jeder ein eigenes Bild davon machen kann. Und ungesünder als Cola oder Lipton Eistee ist Bubble Tea sicher auch nicht.
Süß, gruselig anzusehen und bestimmt hauptstadtfähig weil hip!
Bestimmt kommt im nächsten Sommer noch jemand drauf, Wodka rein zu kippen und schon wird es in jeder Hand sein....
Es gibt nichts Neues mehr, also muss man etwas importieren.
... in einem Kommentar geschrieben hätte, wäre es mit dem Hinweis darauf, daß er Werbung unterlassen solle, gelöscht worden. Und mit was? Diesmal ausnahmsweise mit Recht.
Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
sich ja tatsächlich noch gesünder an als Wodka-Red-Bull oder Club-Mate...
Lustigerweise machen sich die Kids hier in Berlin den Spaß, die Kügelchen mit dem Strohhalm an sämtliche Häuserwände und Schaufenster zu schießen, sehr zum Ärger der Anwohner und Geschäftebetreiber...
Jedoch bunter als vorher ist es dann allemal!
Das ist ja fast so als waere der pazifist in einem krisengebiet auch ein solcher kulturpessimist
Es schmeckt sogar gut. Das Getränk kann man sich in 2 Minuten zuhause zubereiten, es schmeckt wie je nach Dosierung des Pulvers leicht nussig bis süss. Die Perlen zu kochen ist allerdings aufwendig.
Ja klar braucht man "die asiatische Entdeckung" nicht, aber genauso wenig braucht man Coca Cola oder Frappucino mit irgendeinem Geschmack vom trendigen Starbucks.
Soll jeder trinken was er möchte, schließlich haben wir die Wahl
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