SchottlandTrockenheit gefährdet Whisky-Produktion

Seit Wochen leidet der Nordwesten Schottlands unter Dürre. Vor allem die vielen Whisky-Destillen brauchen das Wasser aus den Highlands und sorgen sich um ihren Ertrag.

In der schottischen Dalwhinnie-Destillerie, die auch zur Muttergesellschaft Diageo gehört

In der schottischen Dalwhinnie-Destillerie, die auch zur Muttergesellschaft Diageo gehört

Wegen des anhaltend trockenen Wetters im Nordwesten Schottlands ist die Produktion von Single Malt Whisky stark eingeschränkt worden und teilweise ganz zum Erliegen gekommen. Das berichtet die Talisker-Brennerei auf der Isle of Skye.

Für die Whisky-Produktion wird viel Wasser aus den Highlands benötigt. Ausgerechnet der Nordwesten Schottlands, in dem viele Brennereien beheimatet sind, ist seit mehreren Wochen von einer anhaltenden Trockenheit betroffen, während der Rest Großbritanniens von heftigen Regenfällen heimgesucht wird. Da die Brennereien nur Wasser aus den Highlands verwenden, kam es zu den Produktionseinschränkungen.

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Eine Talisker-Sprecherin versicherte aber, dass es deshalb in zehn Jahren nicht zu Engpässen in der Belieferung des Marktes kommen werde. Die Muttergesellschaft Diageo, ehemals United Distillers, hatte erst vor zwei Wochen eine Milliardeninvestition angekündigt, um die Produktion von Single Malt im großen Stil auszuweiten. Damit soll die steigende Nachfrage vor allem in China und Russland befriedigt werden.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leserkommentare
  1. 1. Was???

    Junger Whisky könnte knapp werden? Da muß ich wohl mehr von dem Alten trinken...

    ;-)

    5 Leserempfehlungen
  2. Wenn jetzt weniger produziert wird, weil es nicht genug Wasser gibt, und die Distillerien nur Wasser aus den Highlands verwenden - wie will man dann Engpässe in zehn Jahren vermeiden? Die werden ja kaum in feuchteren Jahren eine Trockenheitsreserve gebrannt haben, die sie dann unauffällig unter das trockene Zeug mischen, um genug zum Verkaufen zu haben.

  3. ... da kann und darf das wasser ruhig knapp werden...

    darauf einen no.3 - gin verlaengert das leben...

    cheers

    p.s. aber nach einem langen tag 'erfrischt' auch ein 'alter' scot gut - daher: wer braucht 'junge'...?

    Eine Leserempfehlung
    • Elite7
    • 22.06.2012 um 12:32 Uhr

    oder diese gewöhnlich mit Whisky herunterspült, der hat jetzt einfach mal Pech gehabt. Also wir jammern ja normalerweise schon auf wirklich hohem Niveau, aber das sprengt ja schon beinahe die Wand zur Unverschämtheit.

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    Wer den Whisky zum Herunterspülen seiner Sorgen verwendet, kann auch Blended Whisky trinken oder Doppelkorn. Diese Leute sind von dem (nach Aussagen der Talisker-Sprecherin sowieso niht zu erwartendem) Engpass gar nicht betroffen. Und die Liebhaber vorteilhaft gealterter Single Malts können sich ja rechtzeitig eindecken, um die Trockenzeit zu überstehen.

    • Acrux
    • 22.06.2012 um 19:50 Uhr

    kommt man vielleicht drauf, dass es weniger ein Problem der Konsumenten ist, als eines der Produzenten, und damit auch deren Angestellten. Genauso wie lokale schlechte Ernten, miserable Weinjahrgaenge etc. in einer globalen Welt auf Bauern und Winzer erheblich mehr Einluss haben als auf die Esser und Trinker.

    Wer den Whisky zum Herunterspülen seiner Sorgen verwendet, kann auch Blended Whisky trinken oder Doppelkorn. Diese Leute sind von dem (nach Aussagen der Talisker-Sprecherin sowieso niht zu erwartendem) Engpass gar nicht betroffen. Und die Liebhaber vorteilhaft gealterter Single Malts können sich ja rechtzeitig eindecken, um die Trockenzeit zu überstehen.

    • Acrux
    • 22.06.2012 um 19:50 Uhr

    kommt man vielleicht drauf, dass es weniger ein Problem der Konsumenten ist, als eines der Produzenten, und damit auch deren Angestellten. Genauso wie lokale schlechte Ernten, miserable Weinjahrgaenge etc. in einer globalen Welt auf Bauern und Winzer erheblich mehr Einluss haben als auf die Esser und Trinker.

  4. Wer den Whisky zum Herunterspülen seiner Sorgen verwendet, kann auch Blended Whisky trinken oder Doppelkorn. Diese Leute sind von dem (nach Aussagen der Talisker-Sprecherin sowieso niht zu erwartendem) Engpass gar nicht betroffen. Und die Liebhaber vorteilhaft gealterter Single Malts können sich ja rechtzeitig eindecken, um die Trockenzeit zu überstehen.

    • Acrux
    • 22.06.2012 um 19:50 Uhr

    kommt man vielleicht drauf, dass es weniger ein Problem der Konsumenten ist, als eines der Produzenten, und damit auch deren Angestellten. Genauso wie lokale schlechte Ernten, miserable Weinjahrgaenge etc. in einer globalen Welt auf Bauern und Winzer erheblich mehr Einluss haben als auf die Esser und Trinker.

  5. "...die steigende Nachfrage vor allem in China und Russland.."
    Na da wird sich doch ein Grund für eine künstliche Verknappung finden lassen. Der billigste ist schon gut genug. Wassermangel in Schottland ;-), zum Glück musste aber noch keine Badeverbot ausgesprochen werden, oder? Die massenhaft produzierte und mit Karamell gealterte Billigjauche der Großbrenner darf von mir aus ganz ausfallen.

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    ... daß ein Medium mit dem selbsterwählten Anspruch der ZEIT auf die Pressemitteilung von Diageo derart abfährt. Wer Scotch kennt und seinen "wee dram" wirklich schätzt, läßt sowieso die Finger von den Zuckerkulör-Likören der selbsternannten "Classic Malts" und trinkt kopfschmerzfrei die Produkte kleiner Destillerien und guter Abfüller wie Murray McDavid oder (nach wie vor hierzulande zum Glück eine Art Geheimtip) Compass Box, deren "Asyla" nach wie vor zum besten gehört, was John Barleycorn zu bieten hat,

    ... daß ein Medium mit dem selbsterwählten Anspruch der ZEIT auf die Pressemitteilung von Diageo derart abfährt. Wer Scotch kennt und seinen "wee dram" wirklich schätzt, läßt sowieso die Finger von den Zuckerkulör-Likören der selbsternannten "Classic Malts" und trinkt kopfschmerzfrei die Produkte kleiner Destillerien und guter Abfüller wie Murray McDavid oder (nach wie vor hierzulande zum Glück eine Art Geheimtip) Compass Box, deren "Asyla" nach wie vor zum besten gehört, was John Barleycorn zu bieten hat,

  6. ... daß ein Medium mit dem selbsterwählten Anspruch der ZEIT auf die Pressemitteilung von Diageo derart abfährt. Wer Scotch kennt und seinen "wee dram" wirklich schätzt, läßt sowieso die Finger von den Zuckerkulör-Likören der selbsternannten "Classic Malts" und trinkt kopfschmerzfrei die Produkte kleiner Destillerien und guter Abfüller wie Murray McDavid oder (nach wie vor hierzulande zum Glück eine Art Geheimtip) Compass Box, deren "Asyla" nach wie vor zum besten gehört, was John Barleycorn zu bieten hat,

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