Schottland : Trockenheit gefährdet Whisky-Produktion

Seit Wochen leidet der Nordwesten Schottlands unter Dürre. Vor allem die vielen Whisky-Destillen brauchen das Wasser aus den Highlands und sorgen sich um ihren Ertrag.
In der schottischen Dalwhinnie-Destillerie, die auch zur Muttergesellschaft Diageo gehört © Jeff J Mitchell/Getty Images

Wegen des anhaltend trockenen Wetters im Nordwesten Schottlands ist die Produktion von Single Malt Whisky stark eingeschränkt worden und teilweise ganz zum Erliegen gekommen. Das berichtet die Talisker-Brennerei auf der Isle of Skye.

Für die Whisky-Produktion wird viel Wasser aus den Highlands benötigt. Ausgerechnet der Nordwesten Schottlands, in dem viele Brennereien beheimatet sind, ist seit mehreren Wochen von einer anhaltenden Trockenheit betroffen, während der Rest Großbritanniens von heftigen Regenfällen heimgesucht wird. Da die Brennereien nur Wasser aus den Highlands verwenden, kam es zu den Produktionseinschränkungen.

Eine Talisker-Sprecherin versicherte aber, dass es deshalb in zehn Jahren nicht zu Engpässen in der Belieferung des Marktes kommen werde. Die Muttergesellschaft Diageo, ehemals United Distillers, hatte erst vor zwei Wochen eine Milliardeninvestition angekündigt, um die Produktion von Single Malt im großen Stil auszuweiten. Damit soll die steigende Nachfrage vor allem in China und Russland befriedigt werden.

Erschienen im Tagesspiegel

Kommentare

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Interessant

Wenn jetzt weniger produziert wird, weil es nicht genug Wasser gibt, und die Distillerien nur Wasser aus den Highlands verwenden - wie will man dann Engpässe in zehn Jahren vermeiden? Die werden ja kaum in feuchteren Jahren eine Trockenheitsreserve gebrannt haben, die sie dann unauffällig unter das trockene Zeug mischen, um genug zum Verkaufen zu haben.