Deutsche KücheEine Suppe für ein ganzes Liebesleben
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Rezept: Hochzeitssuppe

Hochzeitssuppe
für 8-12 Personen

3 Bund Suppengrün/Suppengemüse
2 Zwiebeln
8 Markknochen vom Rind
1 kg Suppenfleisch vom Rind
1 Huhn
500 g Spargel
250 g feine Bundmöhren
350 g Kohlrabi
300 g Blumenkohl
Salz
Pfeffer
4 Lorbeerblätter
150 g Erbsen (TK)
4 feine, rohe Kalbsbratwürste
400 ml Vollmilch
8 Eier (M)
Öl
50 g Mehl
1 Bund Schnittlauch
100 g Mark
1 Bund krause Petersilie
150 g feine Semmelbrösel
20 g Butter
100 g Hartweizengrieß

Zubereitungszeit: 4 ½ Stunden

1. Suppengrün putzen, waschen und grobwürfeln. Zwiebeln halbieren und in einer Pfanne ohne Fett auf der Schnitt-seite dunkelbraun anrösten. Aus den Mark-knochen das Mark mit einem Löffel herausdrücken und beiseitestellen. Markknochen und Suppenfleisch in kochendes Wasser geben und aufkochen. Herausnehmen, das Huhn einlegen, ebenfalls kurz kochen und herausnehmen. Das graue Kochwasser weggießen, durch das kurze Blanchieren von Fleisch und Knochen wird eine spätere Trübung der Brühen vermieden.

2. Suppengrün auf zwei Töpfe verteilen. In einen Topf die Knochen und das Suppenfleisch geben, in den anderen das Huhn. Spargel schälen, die holzigen Enden entfernen. Möhren und Kohlrabi schälen. Blumenkohl in mundgerechte Röschen putzen. Alle Gemüseabschnitte und Schalen ebenfalls auf die Suppentöpfe verteilen und mit kaltem Wasser bedeckt aufstellen. Pfeffer, Salz und Lorbeer zugeben. Den Hühnerfond 2 Stunden, den Rinderfond 4 Stunden offen bei milder Hitze köcheln lassen.

3. Möhren in Scheiben schneiden, Spargel in löffelgerechte Stücke schneiden, Kohlrabi in Würfel schneiden, die Erbsen auftauen lassen. Spargel 10 Minuten in Salzwasser kochen, nach 3 Minuten den Blumenkohl und den Kohlrabi zugeben, nach 5 Minuten die Möhrenscheiben, nach 8 Minuten die Erbsen. Die Gemüse abgießen, kalt abschrecken und zugedeckt kaltstellen.

4. Für die Kalbsbällchen haselnussgroße Bällchen Kalbsbrät aus dem Bratwurstdarm drücken und in siedendem Salzwasser 15 Minuten garziehen. Kalt abschrecken und abgedeckt kaltstellen.

5. Für die Flädle 50 ml Milch, 1 Ei und 1 Esslöffel Öl verquirlen, Mehl unterquirlen und mit Salz würzen. Etwas vom Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unter den Pfannkuchenteig rühren. In einer beschichteten Pfanne mit heißem Öl nacheinander 2 Pfannkuchen goldbraun backen. Abkühlen lassen, aufrollen und in feine Streifen schneiden. Zugedeckt kaltstellen.

6. Für den Eistich 100 ml Milch mit 3 Eiern verquirlen, mit Salz würzen und in eine gefettete, feuerfeste Form mit hohem Rand gießen. Im siedenden Wasserbad mit Alufolie bedeckt 15 Minuten garen. Erkalten lassen, stürzen und in Würfel schneiden. Kaltstellen.

7. Für die Markklößchen das Mark in Scheiben schneiden und in einem Topf schmelzen. Durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren und leicht abkühlen lassen. Etwas von der Petersilie hacken und mit den Bröseln und 3 Eiern zugeben. Alles verkneten, den Teig mit Salz würzen und in eine Spritztülle füllen. Eine lange Wurst aufspritzen, in 2 cm große Stücke schneiden und mit feuchten Händen zu Bällchen formen. Kaltstellen.

8. Für die Grießklößchen 250 ml Milch
mit Butter und einer Prise Salz aufkochen. Vom Herd ziehen und den Grieß einrühren. 1 Minute rühren, dann vom Herd nehmen und 2 Minuten abkühlen lassen. 1 Ei verquirlen und rasch unterrühren. Erkalten lassen und mit zwei befeuchteten Teelöffeln kleine Nocken formen, die Teelöffel dabei immer wieder in Wasser tauchen. Kaltstellen.

9. Huhn und Fleisch aus den Brühen nehmen und abkühlen lassen. Die Brühen nacheinander durch ein Sieb mit einem feinen Tuch gießen. Hühner- und Rinderbrühe in einen Topf zusammengießen und mit Salz abschmecken. Das Huhn häuten, das Fleisch in feine Würfel schneiden. Das Rindfleisch ohne Fett ebenfalls in feine Würfel schneiden.

10. Markklößchen und Grießklößchen 10 Minuten in siedendem Salzwasser garen. Inzwischen Fleischwürfel, Kalbsbällchen und Gemüse langsam in der Brühe erhitzen.

11. Die gegarten und abgetropften Klöße und die Eistichwürfel zugeben. Die übrige Petersilie und den Schnittlauch hacken und erst kurz vor dem Servieren mit den Pfannkuchen-Flädle über die Suppe geben.

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Leserkommentare
  1. Die beste Hochzeitssuppe, die ich kenne, macht die Familie meiner Schwiegercousine. Da packen dann alle mit an, Mutter, Vater und drei Kinder - mittlerweile auch der erste Schwiegersohn in spe ;-)
    Selbst wenn die dann als "Notgericht" für Überraschungsbesuch aus der TK-Truhe hochgeholt wird, lohnt sich allein dafür der Besuch.

  2. ... sagen?

    "Erschienen in der Sonderpublikation "Herr Paulsens Deutschstunde" der Zeitschrift Effilee, Winter 2013"

    Etwa: Der Nominativ ist dem Genitiv sein Tod?

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie den konkreten Artikelinhalt und verzichten Sie auf Werbung. Danke, die Redaktion/jp

  4. Aufwändig finde ich das Rezept eigentlich nicht. Eine gute Hühner- bzw. Rinderbrühe braucht halt nur ihre Zeit und köchelt trotzdem alleine vor sich hin ;)

    Und danke, dass nicht erwähnt wird, die Brühen zu entfetten! Ich persönlich finde, dass selbstgemachte Brühen einfach Fettaugen brauchen.

    • Tiroler
    • 05. Februar 2013 22:47 Uhr

    "Eine Hochzeitssuppe ist eine klare Suppe auf der Basis einer Fleischbrühe, regional unterschiedlich angereichert" - so steht es in Wikipedia. Es wäre daher interessant zu erfahren, aus welcher Region das angeführte Rezept stammt. In Tirol besteht die klassische Hochzeitssuppe übrigens aus einer Fleischbrühe mit Milzschnitten als Einlage, während bei Beerdigungen eine Fleischbrühe mit Nudeln und Rindfleischwürfeln als Einlage gereicht wird.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ob man sie im gesamten Norden so oder ähnlich isst, weiß ich (noch) nicht.

  5. Ob man sie im gesamten Norden so oder ähnlich isst, weiß ich (noch) nicht.

  6. Im Februar vor 49 Jahren haben wir in einem kleinen Dorf in "Baden" geheiratet.
    Meine "Schwiegerfamilie" kommt aus Frankreich - Hochzeitssuppe unbekannt!
    Vor 6 Wochen, bei der Beerdigung von meinem Mann redeten seine Geschwister von der Hochzeitssuppe, manche waren damals erst 6 Jahre alt. Mein Schwiedervater "schwärmte" jahrelang von der Suppe und ich musste sie einmal kochen. Für Franzosen war das etwas ganz besonderes: Suppe mittags!

  7. 8. [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie in den Kommentarbereichen auf jegliche Form von Werbung. Auf Ihr privates Blog können Sie in Ihrem Profil einen Hinweis platzieren. Danke, die Redaktion/jk

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  • Schlagworte Kochen | Essen | Ernährung | Hochzeit
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