Vegane KücheOstern ohne Ei

In ihrem Kochbuch "La Veganista" gibt Nicole Just Tipps für die vegane Küche. Und was ist mit Ostern? Tatsächlich, Deko und Menü gehen ohne Ei. von Nicole Just

Ostern ist wie kein anderes Fest an Produkte tierischen Ursprungs gekoppelt. Ohne Eier und den traditionellen Lammbraten geht es nicht, oder? Ich lebe seit vier Jahren vegan und sage: Es geht! Und zwar sehr gut. Und das, obwohl ich als Enkelin eines Metzgermeisters alles andere als vegetarisch aufgewachsen bin.

Noch bis vor einigen Jahren habe ich im Restaurant Steak bestellt. Am besten schön blutig und ohne Beilagen. Wer braucht schon Gemüse? Dann habe ich erkannt, dass die meisten Dinge, von denen wir denken, sie seien lebensnotwendig, nur erlernte Rituale sind, die sich leicht gegen andere Gewohnheiten austauschen lassen.

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Würden Sie sich auf ein Experiment einlassen und diese These überprüfen? Ich lade Sie herzlich ein, zum diesjährigen Osterfest neue Wege zu beschreiten.

Eier sind doch vegetarisch, oder?

Doch zunächst einmal: Warum sollen es keine Eier zu Ostern sein? Die sind schließlich vegetarisch und das ist ja schon einmal gut, oder? Nun, so vegetarisch, wie angenommen, sind Eier leider nicht.

Nicole Just
Nicole Just

Nicole Just ist Wahl-Berlinerin und passionierte Köchin. Seit Anfang 2009 lebt die Enkelin eines Metzgers vegan und berichtet darüber seit 2010 auf ihrem Blog vegan-sein.de. Seit 2012 ist sie Mitinhaberin von Mund|Art|Berlin, einem veganen Dinnerclub. Außerdem gibt sie Kochkurse, um den Spaß am veganen Kochen an Interessierte weiterzugeben.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich Ihnen gerade Ihr geliebtes Frühstücksei madig mache: Die moderne Massentierhaltung – und dazu zählen auch die meisten Bio-Betriebe – ist auf ein Maximum an Ertrag fokussiert. Anders sind die günstigen Preise nicht möglich. Darum werden Hühnerrassen gezüchtet, die entweder viele Eier legen oder viel Fleisch ansetzen. Da naturgemäß nur die Hennen Eier legen, werden die männlichen Küken nicht gebraucht. Diese sogenannten "Eintagsküken" werden – der Name verrät es – nach spätestens einem Tag aussortiert und vergast oder geschreddert. Sehr vegetarisch ist das nicht. Und ob diese "Verwertung" gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstößt, darüber streiten sich Juristen seit vielen Jahren.

Zu Ostern dekorieren

Ich liebe Ostern und begehe es auch als Veganerin. Aber ich verzichte eben nicht nur auf die essbaren Ostereier. Natürlich passen auch ausgepustete oder hartgekochte Eier nicht zu meinem Lebensstil. Dekorieren und basteln möchte ich trotzdem! Neben der Möglichkeit, Deko-Eier aus Pappmaché herzustellen, habe ich mir eine Bastelidee ausgedacht, die mit wenigen Mitteln auskommt und auch mit Kindern gut nachzumachen ist. Sie benötigen dafür nur:

  • einige Blätter (Din A4)
  • 1 Schere
  • Buntstifte, Wachsmalstifte oder Wasserfarben
  • pro Blatt 8 Musterbeutelklammern (Schreibwarenladen)
  • 1 Locher oder ein spitzes Messer
  • ggf. 1 Lineal
  • Nähgarn

Bastelanleitung für Ostereier

Einen Din A4-Bogen einmal in der Mitte zusammenfalten und das entstandene Rechteck ein zweites Mal falten. Mit der Schere die Falzen der Länge nach öffnen. So entstehen 4 kleine Rechtecke.

Die Rechtecke übereinanderlegen und in 15 ca. 1cm breite Streifen schneiden. Diese Streifen können nun bunt bemalt werden. Dann pro Osterei 15 Streifen übereinanderlegen und oben und unten lochen oder mit einem spitzen Messer perforieren. Durch die Löcher jeweils oben und unten eine Musterbeutelklammer stechen und verschließen. Die Streifen können nun zu einer ovalen Form aufgefächert und mit Nähgarn an den Osterstrauch gehangen werden.

Schmeckt wie Ei!

Wenn Sie zu Ostern nicht auf den Geschmack von Ei verzichten möchten, empfehle ich ein indisches Salz – Kala Namak – das riecht und schmeckt wie Ei. Probieren Sie es zum Beispiel auf einem Brot mit Avocado aus: Mit geschlossenen Augen kann man ein solches Brot nicht mehr von einem "Eierbrot" unterscheiden. Sie bekommen Kala Namak im indischen Supermarkt, in der Feinkostabteilung oder im Internet.

Leserkommentare
    • tobmat
    • 28. März 2013 15:28 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Wir würden uns über konstruktive Beiträge freuen. Danke, die Redaktion/sam

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  1. wie geht das denn?

    3 Leserempfehlungen
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    • tobmat
    • 28. März 2013 15:40 Uhr

    In dem man das Steack nur kurz anbrät von beiden Seiten. Damit ist es inne weiterhin roh und wenn man kurz drauf drückt tritt blutiger Bratensaft aus.

  2. 3. [...]

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    2 Leserempfehlungen
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    • tobmat
    • 28. März 2013 15:48 Uhr

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    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sie hier diesen Troll füttern.

    Als Vegetarier sind mir diese dummen Provokationen der Fleischesser mittlerweile so was von egal, aber das andere Vegetarier und Veganer überhaupt darauf reagieren finde ich ehrlich gesagt traurig.

    • tobmat
    • 28. März 2013 15:40 Uhr

    In dem man das Steack nur kurz anbrät von beiden Seiten. Damit ist es inne weiterhin roh und wenn man kurz drauf drückt tritt blutiger Bratensaft aus.

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    Antwort auf "Blutige Steaks??"
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    ... ist kein (in Worten: kein) Blut. Blut gibt's gemeinhin abgepackt in Adern ...

  3. dass man solche Rezepte auch mit den in Europa seit Jahrhunderten üblichen Zutaten kochen kann, also z.B. mit normaler Milch statt Sojamilch.
    Genauso wie man zur Abwechslung auch mal Tofu verwenden kann.
    Geht prima und ganz ohne Glaubenskrieg.

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    • tobmat
    • 28. März 2013 15:48 Uhr
    6. [...]

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  4. 7. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Beiträgen und verzichten auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/sam

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    • GS2013
    • 28. März 2013 16:21 Uhr

    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich kritisch beziehen, wurde inzwischen entfernt. Danke, die Redaktion/sam

  5. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sie hier diesen Troll füttern.

    Als Vegetarier sind mir diese dummen Provokationen der Fleischesser mittlerweile so was von egal, aber das andere Vegetarier und Veganer überhaupt darauf reagieren finde ich ehrlich gesagt traurig.

    2 Leserempfehlungen
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