Die AusleserDie große Freiheit in Beton

Fabian und Cornelius Lange haben in Jean Marot einen Winzer gefunden, der in der Provence wirklich große Rotweine erzeugt. Sein Trick: Er vergärt den Wein in Betontanks. von Fabian Lange und Cornelius Lange

Das Ernteteam des Weinguts Vindemio am Fuß des Mont Ventoux

Das Ernteteam des Weinguts Vindemio am Fuß des Mont Ventoux  |  © Vindemio/Jean Marot

Als wir den verwilderten Vorgarten betraten, war der Tisch bereits gedeckt. Jean Marot, ein kleiner Mann mit nussbraunem, krausem Haar, streckte uns die Hand zur Begrüßung entgegen. Der Winzer ist weit über die Region hinaus bekannt für seine energischen Rotweine und wir besuchten ihn in seinem kleinen Dorf am Mont Ventoux, um bei der Weinlese zu helfen.

Doch erst einmal landeten wir in Jeans Garten. Ganz nah schnitt der Berg eine graue Zacke ins Himmelsblau des strahlenden Oktobertags und floss mit seinen Hängen zu uns herab. "Bonjour", begrüßte uns Jean und eine Erschöpfung lag in seinem Gesicht als hätte er den Mont Ventoux mit einem Fahrrad ohne Gangschaltung erklommen. "Wir sind schon seit zwei Wochen bei der Lese." Er holte tief Luft. "Dieses Jahr ist sie eine echte Herausforderung."

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"Mein Bruder Cornelius brennt darauf, bei der Lese zu helfen", erwiderte ich. Jean lachte kurz. "Dann müssen wir uns beeilen, denn heute ist unser letzter Tag." Der Winzer ging zum Haus und drehte sich am Eingang nochmal kurz um: "Aber erstmal essen wir. Wenn die Lese bei uns am Ende ist, wird gefeiert. Und nun seid ihr hier und wir beginnen, auch wenn der letzte Weinberg noch fällig ist!"

Cornelius wurde unruhig. Den ganzen weiten Weg waren wir hier raus gefahren – und nun sollten uns wohlmöglich die Trauben durch die Lappen gehen? "Meine Familie stammt ursprünglich aus Algerien", erzählte uns Jean, als er auch Platz genommen hatte. "Irgendwann hatte ich genug von meinem Leben als Apotheker. Als ich Vierzig wurde, beschloss ich mit ein paar Freunden hier am Ventoux ein Weingut zu gründen. Wir haben es Le Murmurium genannt. Und ich habe mich als Autodidakt in das Abenteuer Wein gestürzt."

Der Wein

Weingut Max Ferd. Richter: Erdener Treppchen Riesling Kabinett 2012
Ca. 12 Euro

Mit der unverwechselbaren, sublimen Fruchtigkeit eines Moselrieslings verbreitet das Erdener Treppchen verlockenden Rieslingduft rund um Birne, Maracuja und Ananas – so anziehend, dass man im Glas am liebsten baden möchte. Nur jetzt keinen Fehler machen! Denn das Schönste dieses 9-Prozenters kommt noch: Ein bizarres Pingpong aus Fruchtsäure und subtiler Süße erobert das Geschmackssystem. So leicht kann Schwere sein!

Die Autoren

© Bernd Jonkmanns

Fabian und Cornelius Lange sind immer auf der Suche nach ultimativen Weinen. In der Kolumne "Die Ausleser" schreiben sie über Entdeckungen und Begegnungen in aller Welt, singen ebenso inbrünstig ein Loblied auf die Segnungen der Globalisierung wie sie die Qualität eines regionalen Weins aus der Literflasche beschwören. Mehr über die beiden Autoren erfahren Sie hier.

Die Weinempfehlungen im Überblick

Diese Weine haben "Die Ausleser" bisher besprochen:

Weingut Baron Knyphausen: 2012 Marcobrunn, Großes Gewächs, Rheingau
Feiner, floraler Duft mit Kompottnoten aus Brombeere und Holunder. Rasanter, salziger Auftakt, herrlich freigestellte Frucht. Dieses „Große Gewächs“ aus der einzigartigen Spitzenlage Marcobrunn ist richtig trocken und frisch. Ein heiterer Riesling, luftig mit brillanter Dynamik. Ein richtungsweisendes Rieslingerlebnis.

Schubert’sche Gutsverwaltung Maximin Grünhäuser Abtsberg: Riesling Spätlese 2012, Mosel
Duftet fein nach weißem Pfirsich, aber auch etwas schräg nach Schiefer und Ananas. Vor allem sehr saftig, nicht süß, mit verlockender Frucht. Enorm nachhaltig und lang mit brillanter Süße. Eine geradezu exemplarische Spätlese, gemacht für die Ewigkeit.

Weingut Hanka: 2012 Riesling "Generation 3", Rheingau
Ein üppiger, floraler Duft mit Nuancen von Birnen, Estragon, Mandarinenschale und Bienenwachs steht über dem Glas. Am Gaumen entwickelt der Wein eine markante Schwingung zwischen Extrakt und Fruchtsäure, die ihn zu einem belebenden und gleichzeitig auch besänftigenden Erlebnis werden lässt. Trocken, herzhaft und volle Kraft voraus – das ist Rheingau pur!

Domaine André Clouet: Silver brut, (ohne Dosage) Grand Cru, Champagne
Hier werden nur Spätburgundertrauben verwendet und weiß gepresst – ein Blanc de Noirs also. Das Besondere: der Grundwein reift in gebrauchten Barriques und wird nach der mehrjährigen Flaschenreifung ohne Dosage, also ohne Zuckerzugabe gefüllt. So entsteht ein cremiger Champagner, rund und reif und sehr fein mit Noten von reifen Äpfeln, Anis und Hefebrot. Dabei enorm verspielte Fruchtsäure. Exzellent vor allem zum Essen! Bezug über: www.gute-weine.de

"Antika" Roxanich: 2008 Malvazija Istriana, Kroatien
Die Farbe ein kräftiges Bernsteingelb mir kupfernen Reflexen. In der Nase Kaskaden aus kandierten Zitronen und Orangen, Himbeeren, Sellerie, Marille, Thymianblüten, Fenchel, Anis und warme Erde. Auch Paprika. Dazu Sherrynoten, Wermuth, Bitterorange Arnika und Rhabarber. Dazu die Kraft der Gerbstoffe in Tateinheit mit einer herrlich weich gezeichneten Säure. Gehört zum Besten, was es auf dem Gebiet der maischevergorenen Weißweine derzeit auf der Welt gibt.
Bezug über: www.gute-weine.de

Az. Agr. COS: 2010 Pithos rosso 'Anfora' IGT, Sizilien
Ein überraschend transparenter Wein – in Farbe und Duft mit ungewohnt ätherischen Aromen, die aus den mitvergorenen Stielen und Stängeln stammen. Dabei aber rein und frisch zu trinken. Kaum zu glauben, dass sizilianische Weine so leicht und heiter ausfallen können. Ungeheuer lebendig und mit feinem Finale. Großartig!
Bezug über: www.weinhalle.de

Weingut Seeger: 2012 Herrenberg Grauburgunder Großes Gewächs, Baden
Der Wein hat reichlich Holz in der Nase und riecht nach Gummi, Asche und Toast. Will modern sein, ist im Stil aber ein veralteter Typ: Viel zu süß und cremig, gleichzeitig zu wenig Säure. Der massive Holzeinsatz geht auf Kosten des Grauburgunders. Es will sich keine Harmonie zwischen Holz und Wein einstellen.
Bezug über: www.weinrefugium.de

Weingut Friedrich Becker: 2011 Pinot Noir „Heidenreich“, Pfalz
Will in der Königsklasse des Pinot Noirs mitspielen – auch vom Preis her (105,- €). Ein gewagtes Spiel. Wer mitzocken möchte – bitte sehr:
Bezug über: www.der-weinmakler.de

Vinicola Lidio Carraro: 2005 „Quorum“, Brasilien, Vale dos Vinhedos
Der Quorum aus 35% Merlot, 30% Cabernet Sauvignon, 20% Tannat und 15% Cabernet Franc ist das Flaggschiff der Cararos. „Wir wollen keinen Eichen-Tee machen“, sagt Patricia Carraro. Sie ist zu Recht stolz auf die Dickköpfigkeit ihrer Familie, die ihre Weine ausschließlich in Edelstahl reifen lässt. Hier kommen nicht nur die üblichen Verdächtigen wie dunkle Beerenfrüchte und Rauchnoten zu Wort, hier ist Platz für Granatapfel, Blau- Erd- und Himbeeren, Pfirsiche und Kokos, Banane und Veilchen, Fenchel und Rosenblätter – und das in Rotwein! Ein Wunder, konzentrieren sich doch alle Aromen in lächerlichen 1,2 Kilo Früchten, die jeder Rebstock trägt. Ein faszinierendes Erlebnis.
Bezug über: www.shiraz-und-co.de

Ansitz Waldgries: 2012 Sankt Magdalener „Antheos“
Wundervolles Rubinrot, zarter Duft nach Waldfrüchten und getrockneten Rosenblüten. Herrliches Mundgefühl, rund und elegant, dabei nachhaltig. Ein Wein für Menschen, die das feine und leise lieben und auf Nuancen achten wollen, statt sich von purer Konzentration überwältigen zu lassen. Hut ab vor diesem Wein!
Bezug über: www.linke-weine.de

2007 Delta-Solms Hiervandaan, Western Cape
Klingt irre, schmeckt genial: Shiraz, Mourvedre und Grenache sowie die Schalen von Viognier werden in dieser Cuvée vereint. Ein Wein voller Kraft, Klarheit  und Eleganz. Veilchen und Rosinen im Anklang, Tabak, viel Cassislikör im Aroma. Dabei dicht und kraftvoll, schokoladig, salzig und süß – und knochentrocken. Paradox! Land und Ozean, Himmel und Erde, Feuer und Wasser... alle Elemente vereinen sich. Sehr fein und lang. Ein wichtiger Beitrag zur südafrikanischen Weinkultur. Auch durch das soziale Engagement des Eigentümers.
Bezug über: www.vinafrica.eu

Thandi: 2011 Cabernet Sauvignon, Elgin
Im kühlen Anbaugebiet Elgin reifen Cabernet-Trauben, die Frische und Eleganz bewahren und Weine ergeben, die so gar nicht die marmeladige Süße der sonstigen südafrikanischen Cabernets ins Glas bringen. Hier dominiert klare Cassisfrucht mit pointierten Gerbstoffen und reichlich Frische. Feine, ausgewogene Frucht, die wie auf Schienen läuft – ein rundum überzeugender Wein mit distinguiertem Holzeinsatz. Und ein zertifizierter Fair-Trade-Wein.
Bezug über: weinaussuedafrika.de

Weingut Heiner Sauer: Silvaner 2011 in der Literflasche
6 Flaschen, 33 Euro
Die einfachen Dinge sind manchmal besonders kompliziert. Guten Literwein zu finden zum Beispiel – eine Paradedisziplin für Silvaner, der immerhin auf Platz drei der weißen Sorten Deutschlands rangiert. Im Bioweingut Heiner Sauer in der südlichen Pfalz pendelt er sich genau auf dem Mittelweg ein, als gut gemachter, klassischer Stoff. Und 2011 war ein perfektes Jahr für diese Sorte. Sauers Interpretation in der Literflasche wächst auf Lösslehmböden und ist ein herrlich fettes Teil, cremig, weich und mit sanfter Säure. Der eigentliche Hattrick aber ist, dass Heiner Sauer seinen Biowein in großen, klassischen Holzfässern reifen lässt. Das bekommt dem Wein sehr gut, schleift ihn, feilt ihn, macht ihn rund. Mit feinen Kräuternoten, reifen Apfelnoten und einem satten Mundgefühl streichelt er nur so am Zäpfchen vorbei. Und das mit rund 11 Prozent Alkohol. Sauers Silvaner ist garantiert nichts für Angeber und Weinwichtigtuer, sondern einfach nur für Menschen, die gern Wein trinken. Mit der Betonung auf trinken.

Johner Estate: Sauvignon Blanc Gladstone 2011
Ca. 5 Euro

Sauvignon Blanc, der in Kurzform einfach nur Sauvignon genannt wird, ist neben Pinot Noir (Spätburgunder) die Rebsorte Neuseelands und als Beitrag der Insel zur modernen Weinwelt nicht mehr wegzudenken. Ein guter, expressiver Sauvignon braucht zwei Lesedurchgänge: früh, um die Frische und Säure zu konservieren, und spät, um die reifen Aromen der Exotik einzufangen. Auf dem Weingut Johner entsteht so ein opulenter, ausladender, enorm dichter Weißwein, der vor Kraft kaum laufen kann. Dabei gibt die frische Fruchtsäure dem Wein die nötige Abwechslung. Frischer Ziegenkäse, Rote Beete, Le-Puy-Linsen, bestes Olivenöl und Estragon sind die kulinarischen Mitspieler dieser großartigen Rebsorte.

Bartolo Mascarello: Barolo 2005 DOCG
Ca. 65 Euro

Eine Weinlegende braucht viel Aufmerksamkeit, vor allem wenn es sich, wie in diesem Fall, um einen traditionellen Barolo handelt, der zu einhundert Prozent aus der Rebsorte Nebbiolo hergestellt wird. Die hat eine dünne Schale und somit wenig Farbstoffe, dafür aber eine imposante Menge an Gerbstoffen. Mascarellos 2005er Barolo aus dem letzten Lebensjahr des Kultwinzers lässt sich noch auftreiben. Aber aufgepasst! Einen halben Tag vorher dekantieren ist ein Muss, erst dann entwickeln sich die Aromen und bilden einen Gegenpol zu den enormen Tanninen. Ein Muss ist auch das richtige Essen. In Rotwein geschmorter Rinderbraten, Beinscheiben. Steinpilze oder Polentaschnitten mit geschmortem Radicchio-Gemüse und Olivenöl – Hauptsache, die Gerbstoffe können so richtig andocken. Der teurere 2007er von Bartolos Tochter Teresa ist wegen des Jahrgangs runder, voller und reifer, braucht aber auch Zeit und das passende Essen.

Privatkellerei Tsantali: Metochi Chromitsa 2007& Premium-Cuvée Mount Athos Abaton 2006
Ca. 12,50 Euro bzw. 18 Euro

Heiliger Bimbam, was für ein Wein! Die Hälfte steuert die alte autochthone Rebsorte Limnio bei, den Rest teilen sich Cabernet und Merlot – alle ökologisch erzeugt. Limnio ist schon in der Antike von Polidefkis, Homer und Aristoteles erwähnt worden und wächst seit langem rund ums Kloster. Die Sorte steuert herbe Kraft, Kräuteraromen und fruchtige Säure bei – das gibt dem Wein die nötige Statur. Die beiden internationalen Zutaten liefern wiederum fruchtige Cassis- und Pflaumenaromen. So beschreitet der Tsantali einen ganz eigenen Weg und zeigt, wie großartig Wein aus Griechenland sein kann: Herbe Frucht in der Nase, voller Kraft und dem Duft des Südens. Vital, ungezähmt und mit erdigem Grundton liefert der Chromitsa reichlich reife Früchte, Pfeffer, Lorbeer. Der Wein bleibt im Mund richtig schön aktiv und verabschiedet sich ganz langsam mit einem salzigen Finish.

Der Premium-Cuvée Mount Athos Abaton reift ebenfalls in der Klosterkellerei. Hier dominieren Cabernet und Merlot, Limnio macht nur 30 Prozent aus. Der 2006er Abaton reift zu hundert Prozent in neuen Barriques und ist daher weicher und offener als der Metochi Chromitsa. In der Nase ist Minze spürbar, reife, zum Teil getrocknete Früchte. Im Mund setzt der Abaton eine Oktave tiefer an, bietet eine schöne reife Süße im Aroma. Vanille und Holz sind spürbar und ein attraktiver, geschliffener Gerbstoff. Alles zusammen mündet in einem schokoladigen Finale.

Weingut am Stein Ludwig Knoll: Würzburger Stein Silvaner trocken 2011 & Würzburger Innere Leiste Scheurebe 2011
Ab Weingut ca. 9,50 Euro

Weingut August Kesseler: Lorcher Kapellenberg Riesling Kabinett trocken 2011
Ab Weingut ca. 15 Euro

Weingut Theo Minges: Pfalz Muskateller trocken 2011
Ab Weingut 7,80 Euro

Weingut Kruger-Rumpf: Münsterer Pittersberg Riesling trocken 2011
Ab Weingut ca. 12 Eur

Weingut Matthias Müller: Bopparder Hamm Ohlenberg Riesling Spätlese trocken 2011 & Bopparder Hamm Mandelstein Riesling Auslese 2011
Ab Weingut ca. 10 Euro bzw. 14 Euro 

Weingut Dr. Heinz Wagner: Saar Riesling trocken 2011 & Saarburger Kupp "Alte Reben" Riesling Spätlese trocken2011 & Saarburger Rausch "Josef Heinrich" Riesling Spätlese "feinherb"2011
Ab Weingut 8 Euro bzw. 14 Euro

Weingut Brüder Dr. Becker: Ludwigshöher Silvaner (Ortswein) trocken 2011
Ab Weingut ca. 10,50 Euro

Weingut Moric: Blaufränkisch "Reserve" 2009
Ca. 25 Euro

Der erste Schluck kommt so normal daher, dass es fast irritiert: kein Holz, kein Rumtopf, kein Rauch, einfach nur Frucht. Pur, geläutert, schlicht, schön, groß. So soll es sein, denn diese Frucht rekelt sich beinahe im Glas, ist saftig, lustvoll und macht Durst auf mehr. Der Winzer wirft dem Wein keine Holzknüppel zwischen die Beine, denn Morics Reserve läuft und läuft und läuft. Feine Kirschfrucht, kultivierte, runde Gerbstoffe, immer offen, elegant und zugänglich mit einer dezenten Portion Kakao am Ende. Ein moderner, ernsthafter Rotwein.

Weingut Trapl: Blaufränkisch Spitzerberg 2009
Ca. 33 Euro

Auch dieser Blaufränker hat vor allem Kirsche an Bord, aber auch Brombeere. Beides wird nur ganz zurückhaltend vom Holz flankiert, statt dass es die Frucht mundtot macht. Dafür hat der Spitzerberg eine feine Frische mit einem Hauch Citrus und eine Idee Minze auf Lager, die den Wein am Gaumen in angenehme Schwingungen versetzt. Das ist klasse gemacht, ein Rotwein, der die Zukunft einläutet.

Winzerkeller Neckenmarkt: Blaufränkisch Hochberg, Mittelburgenland DAC 2009
Ca. 8 Euro

Das hier ist eine Entdeckung von der Vievinum – so was läuft außer Konkurrenz. Ist er den Juroren zu "einfach"? Zu sehr Blaufränkisch? Wir wissen es nicht, raten aber trotzdem dazu. So muss Blaufränkisch sein: Voller Frucht, saftig, rund und voll. Dabei reif und mit fein geschliffenen Gerbstoffen. Hier haben die Genossen aus dem Burgenland ganze Arbeit geleistet.

Weingut Umathum: Zweigelt 2010
Ca. 10 Euro

Herrlich knackiger Bursche, voll und prall im Glas. Eine Frucht zum draufbeißen, reinbeißen, aussaugen. Saftig pralle Schwarzkirschen, feinkörnige Gerbstoffe und angenehm pfeffrig. Rundum rund und voll mit allem was ein perfekter Zweigelt so braucht. Holz zählt jedenfalls nicht dazu.

Bodega Atamisque: Pinot Noir "Catalpa" 2010
Ca. 11 Euro

Bodega Atamisque:Malbec "Catalpa" 2010
Ca. 11 Euro

Ohne Malbec wäre Argentinien nicht Argentinien. Die ursprünglich aus dem Bordeaux stammende Sorte wächst dort auf 24.000 Hektar Rebfläche. Bei Atamisque entsteht aus den Trauben ein kraftvolles Urgestein, das nach einem Mund voll reifer Beeren schmeckt, mit prägnanten aber runden Gerbstoffen. Ideal zum draußen trinken, denn dieser opulente Malbec kann sich auch gegen ein laues Lüftchen behaupten. Wird zu zwei Dritteln im Stahltank ausgebaut und stammt von Rebstöcken, die bis zu 80 Jahre alt sind.

Bodega Atamisque:Cabernet Sauvignon "Atamisque" 2008
Ca. 16 Euro

Herrlich knackiger Bursche, voll und prall im Glas. Eine Frucht zum Draufbeißen, Reinbeißen, Aussaugen. Saftig pralle Schwarzkirschen, feinkörnige Gerbstoffe und angenehm pfeffrig. Rundum rund und voll mit allem, was ein perfekter Zweigelt so braucht. Holz zählt jedenfalls nicht dazu.

ACDC Sauvignon Blanc: Hells Bells, Marlbourough, New Zealand
ca. 12 Euro

Metallisch-kühler Duft nach Salbei, frisch geschnittenem Gras und Holunderblüten. Reichlich grüne Paprika klingelt in der Nase. Im Mund versteckt sich die Frucht, läutet gar nicht laut, sondern klingt eher leise an. Keine Exotik oder Maracuja, dafür aber eine Spur salzig. Die Macher der Höllenglocken haben sich für den grünen, vegetabilen Stil des Sauvignon Blancs, für den die Weine aus Neuseeland berühmt sind, entschieden – und zeigen kein Fitzelchen Gerbstoffe. Eichenholzfrei schlägt der Hells Bells glockenrein am Gaumen. Kein großer Stoff, aber gute Standardware.

ACDC Shiraz: Back in Black, Barossa Valley, Australia
ca. 12 Euro

Zwei schwere Jungs, Angus und Malcom Young bedienen bei AC/DC die Gitarren. Beim Wein der Brüder ist eher Volksmusik angesagt: Im Duft reife Himbeeren, hochreife Pflaumen, Trockenobst und eine Prise schwarzer Pfeffer – alles, was ein Schlager heute so braucht. Im Mund machen sich dann Nelke, Piment, eine Spur Teerpflaster, Zimt und wieder vollreife Himbeeren bemerkbar, neben einem Hauch grasiger Noten. Runde Gerbstoffe ohne Ecken und Kanten oder jegliche Disharmonien machen den Back in Black zu einem Everybody's Darling. Der Florian Silbereisen unter den Shiraz.

Champagne Bérèche et Fils: Reflet d’ Antan
Ca. 69 Euro

Feine goldene Farbe, extrem zurückhaltende Perlage. Im Mund sahniges Mousseux mit appetitlicher Säure, feinem Apfelaroma und einem Anflug von Anis, frischem Tabak und geröstetem Sesam. Statt frischer Frucht wird dieser kräftige Champagner durch intensive, anhaltende Kräuternoten, Malzaromen und einer mineralischen Kreide-Spur über die Zunge gelenkt. Ein sehr nachhaltiges Geschmackserlebnis, das die Tür in eine neue Champagner-Dimension eleganter Reife und Intensität aufstößt. Ideal auch zum Essen: Atlantikfisch mit Noilly-Prat, geräucherter Forelle, Hahn mit Creme-Frâiche-Sauce oder Pilz-Risottos.

Champagne H. Billiot: Cuvée Laetitia
Ca. 60 Euro

Dunkles Strohgelb, seidiger Auftritt, sehr sahniges Mousseux. Entwickelt sich ruhig im Mund. Getrocknete Rosenblätter, gebratener Apfel und Orangenschalen klingen in der Nase an mit einer Spur Safran. Der Wein hat auch feine Krallen, mit denen er sich am Gaumen bemerkbar macht und ihn dadurch zum Essen prädestinieren. Langes Finale mit überraschend lebendigem Nachklang. Ein großer Champagner.

Sektkellerei Bardong: Erbacher Honigberg 2007, Riesling Sekt, Rheingau b.A. brut
Ca. 15 Euro

Frischer Rieslingduft im Glas, mit feiner Perlage. Im Mund zündet der Honigberg nach fünf Jahren Hefelager eine goldene Brilliantrakete: Apfel- und reifer Birnenduft machen Druck am Gaumen, der Sekt hat einen wunderbar nachhaltigen Schaum und verbindet viel saftige Frische und ausgependelte Reife. So herrlich kann perlender Riesling sein: fordernd, opulent und elegant.

Domaine Vindemio: Côtes de Ventoux AOC "Regain Rouge", 2011
Ca. 8 Euro

Das hier ist ein wildes Tier mit weichem Pelz: ungezähmt, ungezügelt und mit Krallen! Intensive, schokoladige Düfte, Thymianblüten und ätherische Noten liegen über einem See aus roten Früchten. Mit jedem Schluck geht es tiefer in unbekannte Regionen, in die das Licht immer diffuser hineinfällt. Der geschmackliche Raum ist erfüllt von lebendigen Aromen, die sich wellenartig ausbreiten und voller Intensität nachklingen. Das wahrhaft Große am Regain (70 Prozent Grenache, 30 Prozent Syrah) ist seine unglaubliche Frische – trotz des Alkoholgehalts von 14 Prozent und dank der Tatsache, dass der Wein nie ein Barrique gesehen hat. Das ist nicht modern und nicht antiquiert, sondern zukunftsweisend.

Cantina Zecchini: Amarone "Valpantena" Valpolicella 2009
Ca. 25 Euro

Der Amarone Valpolicella 2009er "Valpantena" von der Cantina Zecchini hat moderate 15 Prozent Alkohol und ist noch verschlossen im Duft, gibt aber im Geschmack Eisen, etwas Blut, Sandelholz, getrocknete Rosenblätter und Assamtee mit Kandis preis. Der Wein hat mittelkörniges Tannin, kaum Holz und bleibt dank fruchtiger Säure voller Dynamik und bleibt im Mund schwebend. Vor allem aber ist er eines: wunderbar frisch!

Vigneti Villabella: Amarone delle Valpolicella Classico 2009
Ca. 20 Euro

Das Weingut Villabella liefert mit seinem 2009er Amarone delle Valpolicella Classico, der inTausend-Liter-Fässern reift, den Beweis, dass es auch anders als breit, schwarz und stark geht. Der Wein hat vergleichsweise moderate 15 Prozent Alkohol, aber genug Kraft und eine fein ausgependelte Säure. Trockenfrüchte und Unterholzaromen neben Kakaonoten bringen einen klar auf der fruchtigen Seite verorteten Amarone – in der Nase wie im Geschmack.

Cantina Torre d’Orti: Amarone della Valpolicella 2008
Ca. 28 Euro

Ein Paradoxon löst gekonnt die Cantina Torre d’Orti. Das Weingut wurde erst im Jahr 2000 gegründet. Doch der 2008er Amarone della Valpolicella bringt schlappe 17,5 Prozent Alkohol auf die Waage. Seine unglaublich reife volle Nase liefert reichlich Lack-Aromen und Trockenfrüchte rund um Rosinen und Pflaumen. Im Mund liefert er ein opulentes Spiel und bringt reifen Gerbstoff mit. Paradox aber erstaunlich wahr: Trotz massiven Alkohols ist dieser Amarone ein belebender Wein.

Cantina Terre di Leone: Amarone 2007
Preis auf Anfrage

Dass es auch ganz anders geht, zeigt die Cantina Terre di Leone. Auf den vulkanischen Böden wachsen die Weine in bis zu 450 Metern Höhe und profitieren dort von der Kühle der Nacht. Das bringt reichlich Fruchtaroma und belebende Fruchtsäure. Der 2007er Amarone mit seinen 16,5 Prozent ist ein extrem feiner Wein mit reifen, gut ausgependelten Gerbstoffen, die beleben statt Sand ins Aromen-Getriebe zu werfen. In der Nase liefert er Thymianöl und flüchtige Noten. Dabei bleibt dieser Spitzen-Amarone vielschichtig und dynamisch. Großes Amarone-Kino.

Ruffino: Chianti Superiore 2011
Ca. 15 Euro

Rein äußerlich erinnert dieser toskanische Glücksspender an die gute alte Fiasco-Zeit. Die bauchige Façon der 1-Liter-Flasche mit dem eleganten Schwung lässt Erinnerungen an vergangene Zeiten wach werden. Zu Ruffino gehören mehrere Weingüter in der Toskana, Umbrien und im Friaul mit rund 600 Hektar Rebfläche. Das Haus fertigt seine Chiantis ganz nach dem Geschmack internationaler Rotweinfreunde: saftig, rund, dunkelfarbig und ausgewogen (Ruffino sollte man übrigens nicht mit der Herkunftsbezeichnung Chianti Rùfina verwechseln!). Da steht nichts über, da stört nichts, der Chianti läuft rund und ohne Widerstand über die Zunge. 75 Prozent Sangiovese sorgen für ein gutes Drehmoment, allerdings lässt der Wein ein wenig von der typischen Fruchtsäure und vom kernigen Gerbstoffgerüst dieser Rebsorte vermissen. Dieser Chianti Ruffino lässt sich ohne Probleme auch als Solist wegzischen – ohne die begleitenden Kohlenhydrate einer Ribollita oder einer Pizzetta di patate con prosciutto.

Podere "Le Cinciole": Chianti Classico 2010
Ca. 15 Euro

Wer die klare Kante sucht, bitte hier entlang: Dieser Rote stammt aus der Werkstatt von Luca Orsini und dem Herzen der Anbauzone Chianti Classico. 90 Prozent Sangiovese-Anteil und zehn Prozent Canaiolo Nero geben Orsinis Wein ausreichend Kontur. Die Reben wachsen auf dem harten Kalkmergel (Galestro genannt), der sich im Untergrund der Höhenlagen rund um das Dorf Panzano befindet. Dort pustet der Wind den Reben kräftig um die Ohren, sorgt für kühle Nächte und damit für eine späte Reifezeit. Der Chianti Classico von Le Cinciole hat nur große, alte Eichenfässer gesehen, kein Barrique. Das Resultat: ein transparentes Rubin, reichlich Gerbstoff im Tank, eine markante Säurestruktur und eine vielschichtige Aromatik aus Nadelholz, Veilchen, Laub und Preiselbeeren und natürlich den typisch herben Kakaonoten im Finale. Ein Wein mit Krallen, der kräftigen Gerichten den richtigen Grip bietet.

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Die Verandatür wurde aufgestoßen und Jeans Frau Florence brachte die Vorspeisen aus der Küche. Sie stellte große Schüsseln mit Kichererbsensalat auf die leuchtend gelbe Tischdecke. Jean spritzte inzwischen die Weingläser von gestern mit dem Gartenschlauch ab und öffnete eine Flasche Regain Rouge. Florence türmte große Tabletts mit nach frischem Rosmarin duftenden Lammkoteletts auf den Tisch. "2006 habe ich einen Teilhaber ausgezahlt und musste dafür das Weingut erneut gründen", sagte Jean. "Seitdem heißt es Vindemio." Er schenkte uns ein.

Cornelius roch am Wein – und wirkte wie ausgewechselt. Statt in sich gekehrt auf dem Stuhl zu hocken, spannte sich sein Körper und ein Lächeln umspielte seine Lippen. "Ich höre die Zikaden singen", sagte er halb zu sich selbst und Jean, der kleine Wein-Zauberer, lächelte verschmitzt. "Das hier ist die vollkommene Essenz des Südens", rief Cornelius und hielt das Glas in den Himmel. Und dann redeten Bruder und Jean über die Weine, den Süden und das Licht. Die Augen des kleinen Manns mit dem braunen Lockenkopf leuchteten und Jean erzählte von den alten Reben hier in der Provence und vom Bioweinbau. Und dann philosophierten die beiden über die Ordnung im Chaos und das Chaos in der Ordnung.

Der Winzer Jean Marot

Der Winzer Jean Marot  |  © Vindemio/Jean Marot

Das Aroma des Knoblauchs schwebte vor uns in der Luft. Jeans Telefon summte. "Das sind die Erntehelfer, extrem fleißige Leute, sie kommen jedes Jahr zur Lese aus Spanien", sagte er. "Wir müssen uns beeilen, damit ihr auch noch ein paar Trauben ernten könnt. Wenn die anfangen, ist ruckzuck nichts mehr dran an den Reben." Jean schenkte noch einmal die Gläser voll. Und plötzlich durchfuhr es Bruder, der kurz erstarrte: "Das ist es! Jetzt weiß ich, warum deine Weine so berühren und sie die Hitze des Südens so klar in sich tragen. Dein Wein, lieber Jean, der ist frei, wahrhaft frei. Frei von Müdigkeit, frei von Stress, frei von Melancholie." Der Winzer lächelte. "Das Geheimnis ist ganz einfach: Wir verwenden kein Holz, kein Barrique, kein Fass. Einfach nur Beton. Und zwar ausnahmslos bei allen unseren Weinen." "Beton?", fragten wir im Chor und Cornelius Kiefer klappte herunter. "Ja, Betontanks, die sind das Beste! Unsere Weine kriegen so alles was sie brauchen."

Bruder ließ sich zurückfallen in die Stuhllehne, er konnte es kaum fassen. Die Blütezeit für die Behälter aus Zement war doch seit den Sechzigern vorbei. Davor ließen sich große und kleine Weingüter in ihren Kellern Tanks aus Beton gießen. Auf lange Sicht war das billiger als die tradierten und pflegeanfälligen Holzfässer. Doch dann kam das Zeitalter der Barriques und Betontanks galten spätestens seit den achtziger Jahren als die Dinosaurier unter den Gärbehältern. Kommt die Renaissance dieses Gär- und Lagermediums? Es sieht ganz so aus.

Die neuen Tanks sind im Inneren so behandelt, dass der saure Wein nicht mit der Zementoberfläche reagiert. Zudem hat der dicke Beton im Gegensatz zum dünnen Edelstahl eine isolierende Wirkung und reagiert nur sehr verzögert auf Temperaturschwankungen. Und da es mittlerweile auch kleinere Betonbehälter gibt, können die Winzer auch kleinere Weinchargen individuell vergären – ohne die vielleicht unerwünschten Holzaromen.

Bei Jean entsteht so Perfektion, ungezähmte Kraft, Harmonie. "Es geht eben doch!", murmelte Cornelius. Am Ende gelang es uns, in der heißen Oktobersonne noch ein paar Trauben abzuernten. Und wir fuhren mit dem Gefühl nach Hause, ein kleiner Teil der Provence geworden zu sein.

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Leserkommentare
  1. 1. Jungs,

    und bitte um Nachsicht für diese persönliche Ansprache, es ist ein Geschenk für mich, an eurem so winderbar beschriebenen Genuss teilhaben zu dürfen.
    Ich werde eurer Empfehlung folgen und bin schon jetzt gespannt, wie sich das Tröpfchen hier oben bei mir zeigt.

  2. "Die neuen Tanks sind im Inneren so behandelt, dass der saure Wein nicht mit der Zementoberfläche reagiert."
    Frage: was für eine Beschichtung ist das? Und könnte man dann nicht gleich nen Kunststofftank nehmen?

  3. Freier Autor

    Zunächst... Danke für die Blumen! Der Wein ist wirklich erstaunlich und zeigt, dass die Franzosen immer noch ein gehöriges Stückchen mitzureden haben, wenn es um guten Rotwein geht. Allerdings hat so ein kleiner Betrieb wie Vindemio eine ganz andere Marktpräsenz als eine große spanische Genossenschaft oder ein Überseeproduzent mit 200 oder 2.000 Hektar Rebfläche.

    Und was den Beton betrifft: Die säureempfindliche Betonoberfläche wird neuerdings mit lebensmittelechten Flüssigkunststoffen versiegelt. Früher wurden die Tanks mit (Glas-)Fliesen ausgekleidet - aber die Fugen waren dabei das Problem. Und wenn der Wein dank bröselnden Fugenmaterials irgendwann hinter die Fliesen gelangte, kamen Betontanks generell in Verruf.
    Der Vorteil zu Kunststofftanks (GFK-Tanks), ist dass Beton dick ist und sich der Weintemperatur anpasst und kaum auf Temperaturschwankungen reagiert - ähnlich wie Holzfässer, aber ohne den damit verbundenen Sauerstoffaustausch oder Gerbstoffeintrag aus dem Holz. Das kommt frischen, intensiven Rotweinen mit reifen Gerbstoffen zugute.

    Eine Leserempfehlung
  4. Im Sommer sind wir in der Gegend; dann wird der Wein probiert.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Carpentras, Villes, Sault, Fontaine de Vaucluse... Die Gegend lohnt allemal eine Reise. Oder zwei.

  5. Ich habe vor einiger Zeit auch bei mehreren Bordelaiser Winzern die "alten" Betontanks gesehen, da wurde mithilfe von tauschsiederähnlichen Geräten auch die Gärtemperatur beinflusst. Die Winzer schwörten auf ihre alten Tanks.

    Wenn ich mich recht erinnere muß allerdings die Innenbeschichtung regelmäßig erneuert werden.

    Danke für die schöne Reportage.

  6. 6. Glaube

    So kann auch Wein reifen.http://www.abendblatt.de/region/article114421778/Edler-Tropfen-aus-den-Tiefen-der-Ostsee.html

  7. Carpentras, Villes, Sault, Fontaine de Vaucluse... Die Gegend lohnt allemal eine Reise. Oder zwei.

    Antwort auf "Bin schon gespannt"

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  • Serie Weinkolumne
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Wein | Provence
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

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