Die Brüder Joan, Josep und Jordi Roca vor ihrem 1986 gegründeten Restaurant Celler Can Roca in Girona. © Paco Elvira/Cover/Getty Images

Seit der Molekularkünstler Ferran Adrià sein berühmtes Restaurant El Bulli  schloss, war es still geworden um die spanische Küche. Den Titel als bester Koch der Welt trug drei Jahre lang sein dänischer Schüler René Redzepi mit seinem Kopenhagener Restaurant Noma.  

Nun hat Spanien den Platz an der Spitze zurückerobert: Mit El Celler de Can Roca führt nach El Bulli 2013 erneut ein katalanisches Haus die "S.Pellegrino World's 50 Best Restaurants"-Rangliste an.  In London wurde die ganze Familie Roca ausgezeichnet: Küchenchef Joan, sein Bruder Josep, der verantwortlich für die Schätze im Keller ist und Jordi, der phantasievolle Pâtissier. Das Trio überzeugte die Jury mit Holunderblüten-Infusionen, Kompositionen aus Austern und fermentiertem schwarzen Knoblauch und vor allem mit ihren Desserts, die unter anderem dem Parfum Eternity von Calvin Klein nachempfunden sind.  

Die 900 Juroren – allesamt selbst Köche oder Gastrokritiker – sind zwar beim breiten Publikum weniger bekannt als etwa die Testesser vom französischen Guide Michelin. Doch weil es in London vor allem um das internationale Image der Restaurants geht, wird die Ausscheidung in der Branche mit großer Spannung verfolgt.

In Zeiten der Euro-Krise dürfte es als starkes Signal gewertet werden, dass Spanien gleich dreimal in den Top Ten vertreten ist: Der vierte Platz ging ans Mugaritz, Platz acht ans Arzak, beide in San Sebastian. Bester deutscher Koch wurde auf Rang 10 Joachim Wissler mit seinem Restaurant Vendome in Bergisch Gladbach.

Die Liste der besten 50 Restaurants finden Sie hier.