Leserartikel

VeganismusWir Landwirte, Herren über Leben und Tod

Tierliebe verträgt sich nicht mit der Zucht von Nutztieren. Aber diesen Widerspruch müssen wir aushalten, wenn wir Fleisch und Milchprodukte konsumieren wollen. Ein Leserartikel von Thomas Trueblood

Jeden Morgen, wenn ich in den Stall komme, sind zwei oder drei Neugeborene zur Welt gekommen. Jetzt, am Ende des Winters, bekommen unsere Milchschafe und Milchziegen Nachwuchs und das, anders als etwa Kühe, etwa zur gleichen Zeit. Meistens geht es alleine, doch oft muss ich mit anfassen. Manchmal komme ich auch zu spät und ein Junges ist bei der Geburt gestorben.

In der Bresse in Ostfrankreich führen meine Frau und ich einen Öko-Hof. Ein Bild aus der Themenwoche Veganismus ist mir immer noch in Erinnerung: das Foto einer Bäuerin, die ein Kalb mit der Flasche füttert. Solche Fotos könnten dieser Tage auch in unserer Küche entstehen. Das Foto war mit folgender Bildunterschrift versehen: "Diese Bäuerin scheint ihren Tieren Liebe entgegenzubringen, aber das Kalb ist zum späteren Verzehr bestimmt."

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Sind Tierliebe und das Halten von Nutztieren ein Widerspruch? Auch wir als Landwirte empfinden Respekt und Zuneigung für unsere Tiere. Trotzdem sind sie für uns Produktionsmittel. Ja, das ist ein Widerspruch, aber einer, den wir aushalten müssen. Als Produzenten und als Gesellschaft, wenn wir denn Fleisch und Milchprodukte konsumieren wollen.

Ich halte Veganismus für eine verständliche Reaktion auf moderne Massentierhaltung. Moderner Fleischkonsum ist zu hoch und zu gedankenlos. Aber Veganismus ist auch das Ergebnis einer totalen Entfremdung der Stadtmenschen von der Landwirtschaft.

Bauernhöfe waren nie eine heile Bilderbuchwelt, denn in Bilderbüchern gibt es in der Regel keinen Tod. Auf unserem Hof sind wir Menschen Herr über Leben und Tod – wir müssen es sein. Wir entscheiden welche Jungtiere wir aufziehen und in die Herde integrieren und welche wir schlachten. So funktioniert Zucht und ohne Zucht gäbe es keine Nutztierrassen.

Für mich bedeutet die enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die der Mensch gezüchtet hat, von Brokkoli bis hin zum Milchschaf, eine gewaltige Kulturleistung, die den Werken aus anderen Bereichen menschlichen Schaffens wie Kunst, Wissenschaft oder Literatur in nichts nachsteht.

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Seit Jahrtausenden praktiziert der Mensch Landwirtschaft. Für den allergrößten Teil dieser Zeit gehörten Tierhaltung und Pflanzenanbau zusammen. Diese gemischte Landwirtschaft hat eine Kulturlandschaft hervorgebracht, die ein reichhaltiges Habitat für wilde Pflanzen und Tiere bietet. Außerdem ist sie ästhetisch befriedigend für die Menschen, die in dieser Landschaft leben.

Moderne, industrialisierte Landwirtschaft hingegen trennt Tierhaltung und Pflanzenbau und schafft große Anlagen für Massentierhaltung und monotone Landschaften. So verwandelt sie die Kulturlandschaft, in der wir leben, in ein Industriegebiet. Dabei gehen nicht nur unser Respekt vor den Tieren verloren, sondern auch viele landwirtschaftliche Techniken, die nicht an die industrialisierte Massenproduktion angepasst sind.

Wenn wir eine Landwirtschaft wollen, die Tier und Natur mit Respekt behandelt, dann brauchen wir einen offenen und kritischen Dialog darüber, wie Lebensmittel hergestellt werden. Und die Verbraucher müssen bereit sein, faire Preise für landwirtschaftliche Produkte zu bezahlen.

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Leserkommentare
    • Gerry10
    • 22. Februar 2014 9:28 Uhr

    ..gibts keine fairen Preise.
    Subvention abschaffen und keine Steuern auf Grundnahrungsmittel, dann werden die Preise fair und im Gesundheitsbereich spart man sicher auf ein Vermögen.
    Aber welche Partei würde sich mit der Landwirtschaftslobby anlagen?

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    Soweit ich die Subventionen durchschaut habe, würde der Großteil der kleinbäuerlichen Betriebe ohne Subventionen nach ein oder zwei Jahren Pleite gehen, je nach Rücklagenstand.
    Für die Erhaltung der Struktur, viele kleine bäuerliche Betriebe zu haben, sollten die Subventionen bleiben. Man könnte sie aber z.B. deckeln, dass sie ab 150 Hektar (z.B.) gedeckelt sind, also nicht ohnehin riesige Unternehmen oder die ohnehin sehr Wohlhabenden der Geselschaft Subventionen einstreichen. Letzteres geschieht leider durchaus im Millionenbereich: Hier die öffentlich einsehbare Liste der Empfänger von Landwirtschaftssubventionen 2013: http://www.euractiv.de/la...

    Ich würde noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Grundnahrungsmittel völlig kostenfrei sein könnten, bis auf Fleisch und Milchprodukte beispielsweise.

    Dies wäre wahrer Wohlstand und auf Milch und Fleischprodukte würden viele Menschen dann freiwillig verzichten, bzw. den Konsum stark einschränken.

    • Youto
    • 24. Februar 2014 1:03 Uhr

    "Ich würde noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Grundnahrungsmittel völlig kostenfrei sein könnten"

    Ich kann dem ganz und gar nicht zustimmen. Mit der Kostenfreiheit von Lebensmittel würde eine riesige Verschwendung einhergehen. Wieso sollte man bewusst mit Lebensmitteln umgehen, wenn es nichts ausmacht, welche wegzuschmeißen? Essens-Schlachten würden wohl einen riesigen Aufschwung erleben...

  1. 2. Leben

    Leben nährt sich von Leben. Das ist so seit es Leben auf der Welt gibt.
    Auch die Pflanze ist ein Lebewesen. Wir brauchen zwar auch Salze und andere Mineralien, sowie Wasser. Aber Leben ist die Grundlage des Lebens. Man kann nur essen was mal gelebt hat.
    Daher ist ein keine Widerspruch das Leben zu lieben und zu ehren und gleichzeitig Nutztiere zu halten und zu "nutzen".
    Nur ehren wir das Leben nicht mit Massentierhaltung und Monokulturen, sondern vergewaltigen diese Schöpfung.
    Der alte Tiroler Handwerkskodex des Metzgers lautet sinngemäß: "Und wenn Du das Tier tötest, tue es das es schnell geht. Denn auch Du willst das er schnell zu Dir kommt und Du keine Schmerzen hast."
    Ganz genau kenne ich ihn leider nicht, aber dieser Sinn ist hängengeblieben.
    Und vor diesem Hintergrund sollten wir doch bitte noch mal überdenken ob Tierliebe, Liebe zum Leben, ein Widerspruch ist.

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    Genau diesem Gedanken bin ich auch schon nachgegangen.

    Zunächst dachte ich: ja, es muss so sein. Wenn ein Löwe eine Gazelle oder ein Habicht eine Maus frisst, dann ist das so eine Art INNERER Prozess der Gesamtheit des Lebendigen, Fressen und Gefressen werden so zu einer Art Liebesakt, wo sich die Einheit des Lebens zelebriert. In der Natur, so wie sie ist (oder besser: zu einem Gutteil war) ist das bestimmt so. Das Raubtier trägt zum lebendigen Gesamtprozess bei DURCH das Auffressen anderer Tiere.

    Dennoch möchte ich nicht gefressen werden, weder von einem Löwen noch von einem kannibalistischen Polizisten. Als Menschen können wir uns darüber bewusst sein, dass das Töten von Schmerz und Angst empfindenden Tieren Leid erzeugt. Wir können Mitleid haben und können uns fragen, ob WIR wirklich andere empfindende Tiere essen und (noch schlimmer:) züchten bzw. ihrem Selbstzweck entfremden MÜSSEN. Dann lautet die Antwort: NEIN. Wir KÖNNEN Pflanzen essen, ja wir könnten sogar künstliche Nahrung zu uns nehmen (Zellkulturen, etc.). Die allermeisten Pflanzen nähren sich NICHT von Leben, sondern von Sonnenstrahlen, Mineralien und sonstigen Stoffen, sind ohne Nervensystem. Daher habe ich sehr viel Verständnis für den Veganismus.

    Bleibt das Faktum, dass alle Lebewesen sterben müssen. Was könnten wir daraus schlussfolgern? Was bedeutet der Tod? Ist er ein Übel? Oder ein Segen? Warum gibt es ihn so ausschließlich? Sollen wir alles umkrempeln? Oder alles lassen wie es ist?

    • rc101
    • 22. Februar 2014 9:40 Uhr

    "das ist ein Widerspruch, aber einer, den wir aushalten müssen"
    Falsch! Niemand MUSS Tiere essen.

    "Man kann nur essen was mal gelebt hat. Daher ist ein keine Widerspruch das Leben zu lieben und zu ehren und gleichzeitig Nutztiere zu halten und zu "nutzen"."
    Sie sagen also es besteht kein Unterschied einen Salat, eine Kuh oder einen Mensch zu töten?? Oder ist Ihnen unklar, dass man alleine von Pflanzen leben kann?? Ansonsten ist Ihr Argument "Leben kommt aus Leben - Ergo wir sollen alles Lebendige essen" haltlos.

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    von Landwirtschaft oder Kannibalismus?

    "Ja, das ist ein Widerspruch, aber einer, den wir aushalten müssen. Als Produzenten und als Gesellschaft, wenn wir denn Fleisch und Milchprodukte konsumieren wollen."

    im Kontext stimmt die Aussage

  2. Das ist genau das, was mich an Veganern so stört, diesen Widerspruch nicht aushalten zu können, dieser narzistische Wunsch, ein guter Mensch sein zu wollen. Deshalb mache ich einen großen Bogen, um diese Gruppe von Leuten.

    Denn für mich ist die Welt voller Widersprüche, die Natur schön, aber trotzdem brutal, der Mensch menschlich und sozial, aber trotzdem ein blutrünstiges Raubtier. Früher mussten wir selber noch jagen, da konnten wir uns nicht einbilden, dass wir uns ethisch korrekt verhalten. Aber in unserer heilen Großstatdtwelt, wo wir niemandem etwas böses antun müssen und wollen, sind wir plöttzlich zu tiefst schockiert, wenn wir ein geschlachtetes Kalb sehen.
    Dabei verträgt sich unser hoher Lebensstil doch überhaupt nicht mit einer ethisch korrekten Lebensweise.

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    • midwest
    • 22. Februar 2014 10:23 Uhr

    Wenn Sie einen Bogen um "diese Gruppe von Leuten" machen und scheinbar auch selbst besser wissen, welche (psychologischen) Motiven einzelne zum Veganismus treiben, dann sagt das meiner Meinung nach auch etwas über Sie aus. Wenn Sie außerdem sagen, dass sich unser Lebensstil nicht mit einer ethisch korrekten Lebensweise vertrage: Selbst wenn man dies als Wahrheit annehmen möchte, gäbe es nicht trotzdem die Möglichkeit, sich nach eigenem Ermessen wenigstens ein bisschen ethisch korrekter zu verhalten? Oder sehen Sie Ihre Erkenntnis als "Freifahrtschein" für einen rücksichtslosen Hedonismus? Ich glaube, dass es auf beiden "Seiten" (für mich eher ein Konstrukt) viele Vorurteile und enorm viel Selbstgerechtigkeit gibt. Das bringt niemanden weiter, vor allem die Tiere nicht. Diese Beißreflexe sollten aufhören, stattdessen vielleicht einfach mal eine wirkliche Diskussion?

    sie verwechseln da anscheinend was....

    ja, es gibt auch leute die meinen dass strom aus der steckdose und fleisch aus dem supermarkt kommt, diese nennt man ignoranten oder auch trottel, nicht vegetarier/veganer. und ja, es gibt leute, meisten heranwachsende, die erst begreifen was sie tun (bzw. essen) wenn sie einen schlachthof sehen und ändern ihre essgewohheiten.

    jetzt kommen sie und sagen dass wäre uncool, weil jetzt fühlen sie sich schlecht, weil die anderen zurecht sagen können dass sie sich auf diesem gebiet besser als sie verhalten.

    warum?

    • lxththf
    • 22. Februar 2014 10:55 Uhr

    dann sollte man genau überlegen, ob man deren Motivation nachvollziehen kann oder nicht. Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist doch der, dass unser Bewusstsein, inklusive empathisches Empfinden, genug ausgeprägt ist, um den Tod in seiner ganzen Bandbreite zu sehen. Ein Löwe kennt nunmal keine Alternative, der Mensch schon.
    Veganern deswegen dann Narzissmus zu unterstellen, ist schon dreist, denn viele können es einfach nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Außerdem, aus der persönlichen Erfahrung heraus, hat sich das Bild bei mir manifestiert, dass Veganer einfach ganz grundsätzlich sich tiefgreifende Gedanken über die Rolle des Menschen in der Welt gemacht haben, denn viele prangern ja nicht nur die Massentierhaltung an, sondern auch soziale Missstände, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung ... Wenn Sie sich also ein Urteil über diese Gruppe bilden wollen, wie wäre es, wenn Sie keinen Bogen um die Veganer machen, sondern einfach mal ein Treffen eines Vereins besuchen? Das kann die eigene Sicht durchaus erweitern.

    Zum Artikel selbst. "konsumieren wollen" Wollen ist das Zauberwort. Wir müssen nicht, wir wollen und genau darum wird der Widerspruch immer bestehen bleiben, Tierliebhaber zu sein und trotzdem Fleisch zu essen. Eigentlich hat es der dänische Zoodirektor gut zusammengefasst. Sinngemäß war die Frage: "Ihr regt euch auf, weil wir eine gesunde Giraffe getötet haben? Wärt Ihr auch sauer, wenn es eine Kuh wäre?" Eine berechtigte Frage.

    • truetom
    • 22. Februar 2014 20:15 Uhr

    Ich finde erstmal keinen Fehler in dem Ansinnen "ein guter Mensch" sein zu wollen. Was sagt das eigentlich ueber unsere Gesellschaft aus, dass das Wort Gutmensch eine Beleidigung ist.

    Um Leute von Ihrer Haltung mache ich als Vegetarier auch einen großen Bogen.
    Dass von unseren Anti-Veganern noch Sprüche rausgekloppt werden wie "die Natur ist brutal" und "der Mensch ist ein Raubtier", bringt mich wirklich auf die Palme. Das geht sowas von am Thema vorbei!!

    Der heutige Konsum hat mit der Natur nichts zu tun, genau das ist doch der Punkt! Gehen Sie ruhig jagen, Sie Raubtier, statt sich nen Chicken-Burger von McDonalds zu holen. Oder gehen Sie auf den Bauernhof und suchen sich da ein Vieh zum Schlachten aus. Wenn das jeder machen würde, wär das voll okay für mich.

    Achja, und dass es für Sie, wenn jemand versucht sich ethisch korrekt zu verhalten weil er ein GEWISSEN hat, Grund genug ist, um die Leute einen Bogen zu machen, was soll man dazu noch sagen... Das ist nur traurig...

    um sein Gewissen zu beruhigen. Der Mensch ist nicht perfekt und wird es nie sein aber er hat DIE WAHL ob er ein blutrünstiges Raubtier" sein will oder Vernunft und Mitgefühl zeigt und zumindest Ausgewogenheit bewahrt.

    Das was im Moment an Grausamkeit in der Massentierhaltung abläuft ist schlichtweg VÖLLIG MENSCHENUNWÜRDIGundnicht mehr zu rechtfertigen schon gar nicht mit der steinzeitlichen Begründung... wir haben schon immer Fleisch gegessen nur mussten wir es jagen.. einfach abzutun.

    Die Natur ist übrigens nicht grausam.Wilde fleischfressende Tiere fressen nur wenn sie Hunger haben und zwar roh.Die natur regelt alles nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten.

    Selbst wenn ich davon ausgehen würde, dass der Mensch Allesfresser ist, was nicht stimmt, der Mensch verdaut kein Fleisch, es verwest im langen Darm, MÜSSEN wir HEUTE kein Fleisch und auch keine Milchprodukte mehr essen.

    Wir benötigen kein tierisches Eiweiß und wir leiden an keinem generellen Nahrungsmangel der Fleischkonsum und diese extrem grausame Nutztierhaltung und- züchtung notwendig machen würde.

    Ich bin auch kein Veganer nicht mal "reinrassiger" Vegetarier, denn ich kratze mir nicht die Salami von der Pizza wenn ich eingeladen bin und Milchprodukte die ich eh nicht so mag hol ich mir ab und zu vom Biobauern direkt. Da kriegt die Hochleistungskuh immerhin aller 3 Jahre ne Auszeit vom ausgesaugt werden.....

    • Oyamat
    • 22. Februar 2014 9:45 Uhr

    Zitat: "Man kann nur essen was mal gelebt hat."
    Wann waren denn die Salzstöcke so voller Leben, daß die einzelnen Körnchen daran teilhaben konnten?

    Nein, man kann auch Unbelebtes essen, als Mensch allerdings nur begrenzt (mir fallen ad hoc nur Wasser und Salze ein). Andere Wesen sind da flexibler: Knöllchenbakterien etwa, die sich um den Stickstoff verdient machen, chlorophyll-grünes Leben (und seltener auch rötliches), das Kohlenstoff für uns Menschen "aufbereitet", und allerhand seltsames (meist sehr kleines) Leben, das von allem lebt, was es in der Welt gibt.

    MGv Oyamat

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    ist die Grundlage zum Verständnis eines Textes.

    "Nein, man kann auch Unbelebtes essen, als Mensch allerdings nur begrenzt (mir fallen ad hoc nur Wasser und Salze ein)"

    weder das eine noch das andere wird im tierischen organismus zur energiegewinnung verwertet.wasser dient als transport und lösungsmittel und salz der osmose.
    energie gewinnen tierische organismen ausschließlich aus organischer materie, also lebendes.
    nur pflanzen ernähren sich mineralisch.

    • goschis
    • 22. Februar 2014 9:46 Uhr

    Als überzeugter Vegetarier aber auch als Mensch mit einem Gewissen für Umweltschutz und für Nachhaltigkeit kann ich dem Artikel sehr viel abgewinnen. Denn meinetwegen sollen die Menschen ruhig Fleisch essen, aber nur die Bio-Bauern können nachhaltig und hochwerrtig arbeiten. Der Vorteil wäre eindeutig auch, dass die menschen automatisch weniger Fleisch essen würden, weil die Preisabstände beim Fleisch sehr hoch sind (und das auch zu Recht). Sie würden dadurch das Klima schützen, umweltfreundlichere Landwirtschaft fördern und auch - vom Menschen definierte - artgerechte Tierhaltung durchsetzen.

    Wer einmal Zahlen recherchiert wird aber schnell feststellen, dass der Bio-Anteil beim Fleischkonsum mit zu dem geringsten wert gehört (http://www.boelw.de/uploa...) Die Leute wollen einfach viel Fleisch und wenig Geld ausgeben, dadurch sägen sie letztlich am Ast, auf dem sie Sitzen und fördern die Umweltzerstörung. Die Heuchelei beim konsum ist groß. Alle sind gegen Massentierhaltung und Umweltzerstörung. Aber mindestens 96 % des Konsums befördert genau das!

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    Das Problem ist m.E. auch, dass man als Verbraucher nicht weiß, inwieweit "Bio" tatsächlich auch Bio bedeutet oder ob es nur eine hohle Marke ist. Beispiel: Bei Aldi gibt es echt leckere Bio-Salami für 1,80 ca. Die quantitativen Preis-Leistungs-Verhältnis eine der besten Sorten. Aber kann das bei Bio wirklich sein? Müsste Bio nicht gerade teurer sein?

    Genau so bei Eiern vom Marktkauf. Bio-Eier sind leicht günstiger als Nicht-Bio-Freilandeier.

    Hier muss einfach mehr Transparenz her.

    "Die Leute wollen einfach viel Fleisch und wenig Geld ausgeben..."
    Ist es dann aus Sicht der Tiere nicht effektiver, sich Gedanken über eine Verbesserung der Massentierhaltung Temple Grandin) zu machen, statt seinen eigenen Heiligenschein zu polieren?

  3. von Landwirtschaft oder Kannibalismus?

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    Es geht um Tierhaltung und Fleischkonsum. Oder wachsen Schweine auf dem Feld? ;-)

  4. ist die Grundlage zum Verständnis eines Textes.

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  • Quelle Leserartikel
  • Schlagworte Veganismus | Fleisch | Massentierhaltung | Nutztier | Tierhaltung
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

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