Eine vegane Spinat-Suppe mit Feldsalat © Fredrik von Erichsen/dpa

Die Verbraucherzentrale hat 20 vegane Produkte untersucht, darunter vegane Würstchen, Brotaufstrich und Käse-Ersatz. Das Resultat: Vegane Lebensmittel müssen nicht unbedingt gesund sein. Oft fanden die Verbraucherschützer zu viel Salz, Fett und Zusatzstoffe. Einige Produkte sollten nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen, erklärte die Verbraucherzentrale.

Die Ergebnisse werden mit Ampelkennzeichnungen versehen. Rot steht dabei für alarmierend. Jeweils fünfmal vergaben die Verbraucherschützer eine rote Ampel für Salz und gesättigte Fettsäuren, viermal stand die Ampel beim Fettgehalt auf rot. Um den Geschmack tierischer Produkte zu erreichen, würden Firmen zudem auf viele Zusatzstoffe zurückgreifen. Viele Lebensmittel seien also keine naturreinen Produkte.

Neben den reinen Inhalten der Lebensmittel hatten die Verbraucherschützer auch die Verpackungen der Produkte untersucht – und stellten Etikettenschwindel fest. Die Abbildungen auf den Packungen stimmen demnach oft nicht mit den tatsächlichen Inhaltsstoffen oder der Herkunft der Zutaten überein. So zeige ein Anbieter eine Alpenkulisse mit dem Schweizer Matterhorn auf seinem Cereal Drink, obwohl die Rohstoffe aus verschiedenen Ländern Europas kämen. Ein anderer Hersteller werbe mit großen Walnüssen auf der Verpackung seines Brotaufstrichs, obwohl nur zwei Prozent Walnussöl enthalten seien.

Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf Produkte tierischer Herkunft. Neben Fleisch sind das auch Eier- und Milchprodukte.