Patrick Mohr Bodybuilder auf dem Laufsteg
Entweder man liebt Patrick Mohr oder man schüttelt den Kopf über ihn. Auf der Fashion Week schickte der Designer Bodybuilder im Lenkdrachen-Outfit auf den Laufsteg.
Bei Patrick Mohr ist eine Modenschau nie nur eine Modenschau. Im letzten Jahr ließ er auf der Berliner Fashion Week seine Kollektion von Obdachlosen vorführen, diesmal wählte er Bodybuilder als Models. Mit einer Sackkarre wurden die solariumsgebräunten Muskelmänner und –frauen auf den Laufsteg gehievt – alle mit einem Stück Würfelzucker zwischen den Zähnen. Sie trugen Entwürfe in strengen geometrischen Formen, die eher an Lenkdrachen erinnerten als an Kleidungsstücke.
Dreiecke und Vierecke sind die Formen, in denen sich Patrick Mohr "wohl fühlt", wie er sagt. Deshalb auch der viereckige Würfelzucker und die als Dreieck geschminkten Gesichter seiner Models.
Eigentlich aber geht es in Mohrs Kollektion um etwas ganz Profanes: um Jeans. Er wolle beweisen, dass nicht nur die "ganz Großen der Branche" erfolgreich eine Jeanskollektion auf dem Markt etablieren können, sondern auch ein 28-jähriger Jungdesigner wie er.
Wodurch zeichnet sich eine Patrick-Mohr-Jeans aus? An der Form der Taschen, sagt der Designer. Sie bestehen aus einem Viereck, in dem sich ein umgekehrtes Dreieck befindet. Womit sich der Kreis wieder schließt.
- Datum 22.01.2010 - 13:59 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Also das mit den Schnecken. Das alles mutet schon so an, als wenn ein 19 jähriger Abiturient, überzeugt von seiner einzigartigen Frühreife, Kunst schaffen will und krampfhaft alle Stilmittel einzubauen trachtet, die er im Kunstunterricht gelernt hat. Und als Bestätigung für seine doch nicht vorhandene Frühreife erklärt er bereitwillig sein komplettes Schaffen, damit auch keinem sein Genie unerkannt bleibt.
Naja, wenn die Entwürfe nicht viel hergeben, muss man halt umso mehr Klamauk drumherum machen.
Die Hasenzähne sind aber nett.
Hasenzähne...vielleicht DER neue Trend in Berlin?
Immerhin hübscher als die grauenhaften schwarzen Nerd-Brillen.
Die sind nicht totzukriegen, weil jeder Provinzler, der nach Berlin zieht, so in zwei Sekunden zum coolen Mitte-Mann werden kann (denkt er).
Dabei sind sie nur eine spießige Uniform und kein ironisches Zitat.
Also, liebe Mitte-Männer, Hasenzähne wären WIRKLICH cool. :-)
dieser unwichtige Artikel über einen unwichtigen Typen aus einem unwichtigen Lebensbereich?
An jedem Kinderkarneval kann man witzigere Kostüme sehen, die zudem deutlich billiger sind. Ok, für Menschen aus der Dritten Welt ist es nicht unbedingt lustig, sich seine Kleider aus dem zusammenstückeln zu müssen, was man gerade im Sperrmüll vorfindet. Aber Intellektuelle und Kulturträger haben nun mal ihren eigenen Humor, den Normalbürger ohnehin nicht verstehen werden. Z. B. wieso Menschen ab einer gewissen Einkommensstufe über Feinrippunterhemden, Badelatschen und Aldi-Einheitsware an den primitiv gestalteten Körpern der Unterschichtler lästern, Plastiktüten und alte Zementsäcke, die an gehfähigen Schaufensterpuppen herumschlackern, für den Inbegriff feingeistiger Kultur halten.
Vielleicht liegt es an dem Zuckerstück zwischen den Zähnen. Ein Unterschichtproll würde es womöglich lutschen, in den Kaffee einrühren oder ähnlich Barbareien damit anstellen, ohne auch nur zu ahnen, welch geistiger Hochgenuss einem entgeht, wenn man den Zuckerwürfel, statt für den Morgenkaffee zu vergeuden, ihn beim Lustwandeln zwischen Wohnung und Sozialamt zwischen den Zähnen eingeklemmt hält.
Ja, aber so sind sie, die Intellektuellen, Geistes- und Leistungsträger unserer Zeit. Sie sind uns einfachen Untertanen immer ein Zuckerstück voraus.
Oh weh, ich hätte das Video im Vollbild-Modus anschauen sollen (oder mir doch endlich eine Brille zulegen....) - es sind keine Hasenzähne, sondern Zuckerstücke?!
Liebe Berliner Mitte-Männer, trotzdem bleibe ich dabei: werft die Nerd-Brillen weg und legt Euch Hasenzähne zu!!
P.S.: Ich würde dann eine Brille übernehmen (links Fensterglas, rechts -2.5 Dioptrin).
Generell habe ich nichts gegen Drogen, aber irgendwann muss gut sein.
...sahen wir die interaktive Uraufführung des völlig neu inszenierten jugendfreien Stückes "Des Kaisers neue Kleider."
Gruß
"Des Kaisers neue Kleider" in jugendfreier Variante. Ich dachte, die Aufführung wäre in Iowa.
"So bin ich die Provokation selber." Er war also schon immer ein Aussenseiter, von klein auf gescheitert in unserer Gesellschaft. Das kommt wahrscheinlich daher, dass er den Schnauzer in seiner Kindheit hätte tragen müssen und nicht nach den 80er Jahren. Der Typ designed nicht nur für Berlin Mitte, sondern ist auch nichts anderes als eine Ausgeburt dieser Szene. Da sitzen sie alle gemeinsam in Berlin Mitte und streiten sich darum, wer mehr aneckt. Dieses Kollektiv erzählt dann allen fleissig, wie es schon immer gegen den Strom schwamm und keiner Gruppe angehöre. Kollektive Individualität.
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