Designer Bent Jensen "Das Gefühl von Schönheit entwickelt sich aus Liebe"Seite 2/2

Bent Angelo Jensen entwirft unkonventionelle Anzüge für Damen und Herren. Sein Label Herr von Eden ist mit eigenen Filialen in Hamburg, Berlin, München und Köln vertreten. Im Sommer 2010 präsentiert er eine erweiterte Kollektion, die erstmals auch Kleider enthält.
Angefangen habe ich mit einem Verleih für gebrauchte Herrengarderobe im Hamburger Karolinenviertel, das damals noch ziemlich heruntergekommen war. Meinen ersten eigenen Anzug habe ich vor zehn Jahren zusammen mit meiner Schwester entworfen.
Ich werde oft als der Mann dargestellt, der die Anzüge wieder auf die Straße bringt. In Deutschland ist das Anzugtragen abseits konservativer Businesskreise noch wenig verbreitet. Meine Kunden sind vor allem Menschen aus kreativen Berufen, die sich für Kunst, Kultur, Design, Lifestyle – eben auch für Mode interessieren.
Wenn ich über Schönheit nachdenke, muss ich mir immer bewusst machen, an welchem Ort der Welt und aus welcher Kultur heraus ich sie betrachte.
Das ist mir klar geworden, als ich das erste Mal in Tokio war: Nahezu alle japanischen Männer tragen sehr gut sitzende Sakkos – vom Studenten bis zum Geschäftsmann; unabhängig von gesellschaftlichem Status. Dies stünde auch uns Deutschen sehr gut.
Protokoll: Friederike Milbradt
- Datum 17.02.2010 - 11:27 Uhr
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- Serie Designer über Schönheit
- Quelle ZEIT ONLINE
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Das ist eine Variablenbelegung von neokonservativem Wert.
Einen Anzug tragen, ist nicht schwer; indes der Cat-Walk.
Wo werden auf dem Laufsteg Kerle versteigert, welche den
Anzug wie ein Mann tragen?
und deshalb sind für mich auch Menschen, die zum Beispiel ihre Arbeitskleidung mit Würde tragen, beinahe automatisch schön. Die Grenzen zum Fetischismus sind allerdings fließend, nicht nur beim Herrn Jensen.
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