Modekonzerne Calvin Klein und Tommy Hilfiger künftig unter einem Dach

Amerikas Modelandschaft verändert sich: Der Konzern PHV kauft das Label Hilfiger für drei Milliarden Dollar. Zu dem Unternehmen gehören bereits Calvin Klein und DKNY.

Die Tommy-Hilfiger-Filiale auf der Fifth Avenue in New York. Ab sofort befindet sich das Label unter einem Dach mit dem bisherigen Konkurrenten Calvin Klein

Die Tommy-Hilfiger-Filiale auf der Fifth Avenue in New York. Ab sofort befindet sich das Label unter einem Dach mit dem bisherigen Konkurrenten Calvin Klein

Zwei der bekanntesten amerikanischen Modemarken befinden sich künftig unter einem Dach: Tommy Hilfiger und Calvin Klein. Der britische Finanzinvestor Apax Partners verkaufte Hilfiger für drei Milliarden Dollar (umgerechnet 2,2 Milliarden Euro) an Phillips Van Heusen (PVH). Der neue Eigentümer, der mit den Marken Calvin Klein, Timberland und Donna Karan zu einem der größten Konkurrenten auf dem amerikanischen Markt gehörte, übernimmt gleichzeitig Verbindlichkeiten in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Der Chefdesigner Tommy Hilfiger soll im Unternehmen bleiben.

"Es war die einzigartige Möglichkeit, zwei führende Konzerne mit Kultstatus zusammenzubringen", sagte der Vorsitzende von PVH, Emanuel Chirico, in New York. Zusammen liege der Umsatz bei 4,6 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro). PVH will mit dem Kauf von Hilfiger vor allem seinen Einfluss auf dem europäischen Markt ausbauen. Auch wenn die Mode von Tommy Hilfiger als typisch amerikanisch gilt, befinden sich zwei Drittel des Geschäftsfeldes in Europa.

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Apax hatte Hilfiger im Jahr 2006 für 1,6 Milliarden Dollar übernommen und das angeschlagene Unternehmen wieder zum Erfolg geführt — unter anderem durch eine Kooperation mit dem US-Kaufhaus Macy's. Ursprünglich wollte Apax seine Tochterfirma Anfang 2008 an die Börse bringen. Wegen der Finanzkrise sagte das Unternehmen den Börsengang jedoch ab.

Spekulationen über eine Übernahme von Hilfiger waren bereits vor zwei Wochen aufgekommen. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Zukauf spätestens im Herbst abgeschlossen werden. Da ein kleinerer Teil der Kaufsumme in Aktien fließt, ist Apax anschließend an PVH beteiligt. Der Finanzinvestor hatte dem Modekonzern bereits bei der Übernahme von Calvin Klein finanziell unter die Arme gegriffen und war dadurch zwischenzeitlich Mitbesitzer geworden.

 
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