Alexander McQueen Modenschau eines TotenSeite 2/2
Wie also sieht das Erbe Alexander McQueens aus? Subtiler als bei der letzten Kollektion und versteckt hinter barocken Verzierungen, tragen die 16 letzten Kreationen nach wie vor seine typisch futuristische Handschrift. Insbesondere die metallisch glänzenden Kopfbedeckungen und die zum Teil abstrakten Schnitte bilden den Anschluss an seine letzte Kollektion. Nur ist der Meister diesmal von "Plato's Atlantis" weiter nach Byzanz gezogen und hat sich dabei von klassischer Malerei inspirieren lassen. Ganze Kunstwerke ließ er in Stoffe weben, sticken oder drucken. Die Motive wirken nur auf den ersten Blick harmonisch. Sie spiegeln eine große Zerrissenheit wider. Sandro Botticellis Engel stehen neben dämonischen Szenen aus Bildern von Hiëronymus Bosch. "Hells angels and prolific demons" schrieb McQueen wenige Wochen vor seinem Tod auf Twitter.
Am Ende der Schau seien Tränen geflossen, kann man in Blog-Einträgen lesen. Die Präsentation habe mit den Worten geendet: "Jedes Stück ist einzigartig. So wie er."
- Datum 10.03.2010 - 12:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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