Modeschöpfer Tommy Hilfiger "Manchmal geh ich mit Mick Jagger zum Strand"
Das Woodstock-Konzert hat er verpasst, weil er an dem Tag Schlaghosen verkaufte. Der Modeschöpfer Tommy Hilfiger über eine Schlägerei mit Axl Rose und die Faszination der Mathematik.
© Jemal Countess/Getty Images

"Geschmack ist eine Frage des Stils", sagt Tommy Hilfiger
Frage: Mr. Hilfiger, Ihr Label gibt es jetzt seit 25 Jahren. Und gleich zu Beginn Ihrer Karriere haben Sie sich selbst als einen der vier wichtigsten amerikanischen Modedesigner gepriesen, auf Augenhöhe mit Perry Ellis, Ralph Lauren und Calvin Klein. War das Mut oder Größenwahn?
Tommy Hilfiger: Um ehrlich zu sein, das war nicht wirklich meine Idee. Ich hatte zwei Partner, Mohan Murjani und George Lois, einen Werbefachmann. Als Newcomer brauchst du normalerweise Jahre, bis die Leute dich kennen. Die beiden rieten mir: Wenn wir so rangehen, wird dein Name über Nacht bekannt.
Frage: Angeblich haben Sie damals ein Orakel befragt, bevor Sie sich trauten, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Hilfiger: Mir wurde ein Job bei Calvin Klein angeboten und ich wusste nicht so recht, was ich machen sollte. Da habe ich tatsächlich eine Wahrsagerin befragt. Und die hat gesagt, nimm nicht den Job bei Calvin Klein, da kommt noch was Besseres.
Frage: Wir sitzen hier in einer New Yorker Fabriketage, umringt von Ihrer neuen Kollektion – nach 25 Jahren in der Branche, wo sehen Sie sich heute?
Hilfiger: Ich sehe mich selbst als einen der erfolgreichsten Designer der Welt. Wobei das hier natürlich keine One-Man-Show ist, ich habe auch das beste Team, das man sich vorstellen kann.
Tommy Hilfiger, 59, wurde in Elmira, New York, geboren und gründete dort mit 18 Jahren ein Modegeschäft. 1985 kam die erste Kollektion unter seinem Namen heraus, 1995 wurde er in den USA Designer of the Year. Hilfiger ist Chefdesigner seiner Marke, die gerade vom New Yorker Konzern PVH übernommen wurde.
Frage: Nun ist Ihre Marke gerade für drei Milliarden Euro verkauft worden, warum?
Hilfiger: PVH und ich, wir passen zusammen, weil wir das Gleiche wollen: Stil und gehobene Qualität. Zusammen sind wir einer der größten Konzerne für Markenbekleidung und werden Kunden in der ganzen Welt bedienen können.
Frage: Phillips-Van Heusen ist ein Konzern, zu dem auch Ihr alter Rivale Calvin Klein gehört. Welche Rolle werden denn Sie persönlich in diesem Unternehmen noch spielen?
Hilfiger: Die gleiche wie vorher: Ich bleibe Chefdesigner meiner Marke.
Frage: Wir waren gerade bei Ihren Anfängen 1985. Ich würde gern noch ein bisschen weiter zurückgehen. Können Sie sich noch an das Wochenende vom 15. zum 17. August 1969 erinnern?
Hilfiger: Sie meinen das Woodstock-Wochenende? Oh ja, daran kann ich mich sehr gut erinnern.
Frage: Sie waren damals 18 und lebten in Elmira, New York, praktisch bei Woodstock gleich um die Ecke. Wie haben Sie das Wochenende verbracht?
Hilfiger: Ich war in Massachusetts und habe gearbeitet, in einer Boutique in einem kleinen Ort bei Cape Cod. Ich habe dort Poster verkauft, Räucherstäbchen, Modeschmuck. Alle meine Freunde wollten nach Woodstock, aber für mich ging die Arbeit immer vor. Natürlich wäre ich auch gern gegangen.
Frage: Woodstock, das wären von Cape Cod ungefähr 500 Kilometer gewesen, schon ein Stück, aber machbar.
Hilfiger: Es hätte mich vielleicht 50 Dollar gekostet, und ich habe mein Geld damals sauer verdient. Aber ich war schon ein bisschen traurig, als alle zurückkamen und schwärmten. Ich habe mir dann das Album immer wieder angehört.
- Datum 28.03.2010 - 14:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Wieso fallen meine 120€ Hilfiger schuhe ausnander?
dass sich ein großer Name um Design und Vermarktung gesorgt hat, damit dann sonstwo gefertigt werden kann, um es hier wohlplatziert an den Mann und die Frau zu bringen.
Die andere Qualität, welche Sie ja auch vermissen, hat man outgesourct und dann auch "out" gelassen.
dass sich ein großer Name um Design und Vermarktung gesorgt hat, damit dann sonstwo gefertigt werden kann, um es hier wohlplatziert an den Mann und die Frau zu bringen.
Die andere Qualität, welche Sie ja auch vermissen, hat man outgesourct und dann auch "out" gelassen.
dass sich ein großer Name um Design und Vermarktung gesorgt hat, damit dann sonstwo gefertigt werden kann, um es hier wohlplatziert an den Mann und die Frau zu bringen.
Die andere Qualität, welche Sie ja auch vermissen, hat man outgesourct und dann auch "out" gelassen.
Hilfiger ist anscheinend genauso aalglatt und kantenlos, wie seine Mode. Passt ja.
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