Sie war 1,64 groß und wog nur 31 Kilo: das französische Model Isabelle Caro. Medienberichten zufolge starb sie bereits Mitte November in einem Krankenhaus in Tokyo. Dort soll sie zwei Wochen wegen einer Lungenentzündung behandelt worden sein.

Wie die Schweizer Internetseite 20minutes.ch berichtet, sei der Tod Caros auf Wunsch der Familie nicht den Medien kommuniziert worden. Schließlich habe aber eine Freundin die Nachricht am 21. Dezember über das Facebook-Profil der Magersüchtigen bekannt gegeben. 

Caro wurde 2007 weltberühmt, als sie der Starfotograf Oliviero Toscani für eine Kampagne gegen Magersucht fotografierte. Die Bilder der ausgemergelten, nackten jungen Frau – sie hingen in den Straßen der Modemetropolen Mailand, Rom und Paris – hatten damals großes Aufsehen erregt. "Ich sehe mich als Botschafterin gegen Anorexie", hatte Caro dem Stern 2007 gesagt. Für die Kampagne soll sie 700 Euro bekommen haben.

Die Französin erkrankte im Alter von 13 Jahren an Magersucht. Mehrfach hungerte sie sich nahe an den Tod heran und kam ins Krankenhaus. "Man wird mit grässlichem Essen vollgestopft wie eine Mastgans. Man wird gezwungen zuzunehmen. Und kaum wird man entlassen, nimmt man alles wieder ab. Jedenfalls war das bei mir so", erzählte Caro dem Stern über ihre Therapien.

Ganz bewusst ging sie mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit – Fluch und Segen zugleich. Sie galt als Ikone für den Kampf gegen Magersucht, hielt Vorträge und erhielt Modelaufträge, allerdings erst, nachdem sie mit ihrem Leiden ins Rampenlicht getreten war. In der Folge nahm sie immer weiter ab. Vor zwei Jahren erschien Caros Autobiografie: Das kleine Mädchen, das nicht dick werden wollte .