Designerin Steffie Christiaens "Männer sind wie MacGyver"

Die niederländische Designerin Steffie Christiaens hat in Paris ihre erste Männerlinie gezeigt. Im Gespräch sagt sie, warum Männer bei Kleidung etwas zum Basteln wollen.

Hat mit 25 bereits eine Frauen- und eine Männerkollektion entworfen: die Niederländerin Steffie Christiaens.

Hat mit 25 bereits eine Frauen- und eine Männerkollektion entworfen: die Niederländerin Steffie Christiaens.

ZEIT ONLINE: Frau Christiaens, Sie haben mit erst 25 Jahren in diesem Jahr Ihre erste Frauenkollektion präsentiert und wagen sich nun auch gleich an Männermode. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Steffie Christiaens: Im Moment habe ich ehrlich gesagt kaum Zeit zum Nachdenken. Alles geht so wahnsinnig schnell. Ich habe mein Label erst im letzten Jahr gegründet und mich am Anfang eher auf Frauen konzentriert. Aber als wir dann darüber sprachen, wie die Marke einmal aussehen soll, kamen wir auf Männer. Auf einmal hatte ich so viele Ideen, die ich gerne umsetzen wollte.

ZEIT ONLINE: Weibliche Designer sieht man eher selten in der Männermode. Woran liegt das?

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Steffie Christiaens

Christiaens ist in dem Dorf in Venray in den Niederlanden geboren. Sie studierte an der Kunst- und Designschule und ging 2007 nach Paris gegangen, um mit Martin Margiela an der Haute Couture Artisanal Kollektion zu arbeiten.
Anschließend machte sie in Paris ihr Diplom am Institut Francais de la Mode. Nach einer Assistenz bei Balenciaga gründete sie 2010 ihr eigenes Label. Ihre erste Frauenkollektion zeigte sie im März 2011, ihre erste Männerlinie präsentierte sie auf der Pariser Männermodewoche.


Christiaens: Für mich war die Hemmschwelle am Anfang vor allem der männliche Körper. Da ich keine Skizzen mache, sondern sofort dreidimensional an Puppen arbeite, musste ich mich erst mal an die neuen Maße gewöhnen. Das Komplizierteste ist allerdings die psychologische Seite. Männer denken anders und haben daher auch ganz andere Erwartungen an Kleidung als Frauen.

ZEIT ONLINE: Welche denn?

Christiaens: Ich glaube, man muss mehr auf die kleinen Details achten. Männer lieben Gadgets, auch in der Mode. Sie finden es toll, wenn Dinge innovativ sind und man mit ihnen etwas anfangen kann. Das habe ich in meiner Kollektion umgesetzt. Die Ursprungsidee war 'Männer auf einer verlassenen Insel'. Ich habe mir vorgestellt, wie sie dort überleben, indem sie ihre eigenen Werkzeuge erfinden. Ich glaube Männer haben immer das Bedürfnis, etwas zu bauen. Für mich sind sie alle ein bisschen wie McGyver. (lacht)

Um die Kollektion von Steffie Christiaens zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild

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ZEIT ONLINE: Was können Männer denn mit Ihren Kleidungsstücken anfangen?

Christiaens: Wir haben zum Beispiel Hemden entwickelt, deren Kragen durch Magnete befestigt sind. Dadurch kann man sie ganz leicht an- und ablegen. Fast jedes Stück in meiner Kollektion kann man irgendwie verändern, andersherum tragen, variieren.

ZEIT ONLINE: Basieren Ihre Kollektionen immer auf einem Konzept?

Christiaens: Ja. Für mich ist das der wichtigste Part. Ich lasse mich nicht gerne von Dingen inspirieren, die schon existieren. Referenzen aus der Geschichte interessieren mich nicht, ich denke mir gerne neue Bilder aus. Bei meiner letzten Frauenkollektion ging es zum Beispiel um Zufall. Ich habe Kleidungsstücke entwickelt, die sich unter Hitze verändern, dadurch sind völlig neue Formen entstanden.

Leser-Kommentare
  1. Ich bin zwar jung, aber die richtige Schreibweise kenn ja sogar ich! ;-)

    Sympathische Designerin, so nebenbei gesagt.

  2. 2. Igitt!

    Ich bin ja überzeugt, dass Männer einfach nur simple Klamotten ohne Schnickschnack wollen. Kein Klimbim, kein gar nichts. Ich zumindest will nicht ständig an meiner Kleidung herumfriemeln. Und die Männer aus meinem Bekannten- und Arbeitsumfeld wollen das auch nicht. Mademoiselle liegt vielleicht etwas daneben.

    Und wenn ich diesen zerfledderten Fetzen da auf dem Foto sehe, frage ich mich, ob das Klauen aus dem Militärbereich noch offensichtlicher hätte sein können. Dasselbe in Grün- und Brauntönen und man hätte einen klassischen vorgefertigten Ghillie-Suit...Wahnsinn. Im Feld nicht unwichtig, aber zum Tragen einfach nur zu hässlich.

    Fazit: Zurück ans Zeichenbrett, das war wohl nix.

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    Meine Güte. Also nicht jeder Mann läuft gerne in Latzhosen und einem Strohhut rum. Manchmal muss man seinen Teller auch verlassen, sei der Rand auch noch so hoch. Ich finde es schon bezeichnend, wenn man schon kein Interesse am Thema hat, sich so abschätzig zu äussern.

    Ich persönlich sehe mich schon ein wenig ertappt. Einfach und klar ja, aber auch funktionierend. Hochwertig gearbeitet, schöne und überlegte Details und möglichst kombinierbar mit der bestehenden Garderobe.

    Wer jetzt auf Haute Couture zeigt und sagt, nicht tragbar, hatte echt keine Ahnung von der Branche.

    Hä? Latzhosen und Strohhut? Wo hab ich denn das geschrieben?
    Simpel und ohne Schnickschnack ist nicht gleich primitiv, so viel zum Tellerrand.

    Und, mal ehrlich, auch eine geschickt verpackte Beleidigung ist eine Beleidigung. Danke herzlichst dafür. Eine Argumentation ohne Seitenhiebe und gelebtes Überlegenheitsgefühl wäre beeindruckender gewesen als dieses Gezicke.

    Wie gesagt: Wenn ich einen Ghilliesuit tragen will, geh ich ins Feld. Und die anderen Kreationen gemahnen wirklich sehr an Star Trek. Originell ist das wirklich nicht. Da habe ich schon viel Besseres gesehen. Ja, auch in der "Branche", so überkandidelt sie auch daherkommt.

    Zu diesen Bübchen, die in die Klamotten gesteckt wurden, sag ich mal nichts. "Männer" sind das in meinen Augen jedenfalls nicht, höchstens Robert Pattinsons für Fußgänger ;)

    Meine Güte. Also nicht jeder Mann läuft gerne in Latzhosen und einem Strohhut rum. Manchmal muss man seinen Teller auch verlassen, sei der Rand auch noch so hoch. Ich finde es schon bezeichnend, wenn man schon kein Interesse am Thema hat, sich so abschätzig zu äussern.

    Ich persönlich sehe mich schon ein wenig ertappt. Einfach und klar ja, aber auch funktionierend. Hochwertig gearbeitet, schöne und überlegte Details und möglichst kombinierbar mit der bestehenden Garderobe.

    Wer jetzt auf Haute Couture zeigt und sagt, nicht tragbar, hatte echt keine Ahnung von der Branche.

    Hä? Latzhosen und Strohhut? Wo hab ich denn das geschrieben?
    Simpel und ohne Schnickschnack ist nicht gleich primitiv, so viel zum Tellerrand.

    Und, mal ehrlich, auch eine geschickt verpackte Beleidigung ist eine Beleidigung. Danke herzlichst dafür. Eine Argumentation ohne Seitenhiebe und gelebtes Überlegenheitsgefühl wäre beeindruckender gewesen als dieses Gezicke.

    Wie gesagt: Wenn ich einen Ghilliesuit tragen will, geh ich ins Feld. Und die anderen Kreationen gemahnen wirklich sehr an Star Trek. Originell ist das wirklich nicht. Da habe ich schon viel Besseres gesehen. Ja, auch in der "Branche", so überkandidelt sie auch daherkommt.

    Zu diesen Bübchen, die in die Klamotten gesteckt wurden, sag ich mal nichts. "Männer" sind das in meinen Augen jedenfalls nicht, höchstens Robert Pattinsons für Fußgänger ;)

    • Zack34
    • 24.06.2011 um 19:59 Uhr
    Eine Leser-Empfehlung
  3. Meine Güte. Also nicht jeder Mann läuft gerne in Latzhosen und einem Strohhut rum. Manchmal muss man seinen Teller auch verlassen, sei der Rand auch noch so hoch. Ich finde es schon bezeichnend, wenn man schon kein Interesse am Thema hat, sich so abschätzig zu äussern.

    Ich persönlich sehe mich schon ein wenig ertappt. Einfach und klar ja, aber auch funktionierend. Hochwertig gearbeitet, schöne und überlegte Details und möglichst kombinierbar mit der bestehenden Garderobe.

    Wer jetzt auf Haute Couture zeigt und sagt, nicht tragbar, hatte echt keine Ahnung von der Branche.

    Antwort auf "Igitt!"
  4. Zum Verständnis:

    Viele Laufstegkollektionen sind im Bereich der Studien und Prototypen der Autobauer zu vergleichen.

  5. Na endlich!
    lol
    Ne im ernst hört sich gut an.
    Meine Klamotten haben auch alle übertrieben viele Taschen ,da gehören auch Magnetknöpfe dran, damit nix rausfällt, man aber auch nicht ständig dran herumfummeln muss um sie auf und zu zu machen.
    Ein bischen zackig wenn's geht, danke!

  6. Da hat wohl jemand, trotz seiens zarten Alters, viele alte Star Trek Folgen gesehen.

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  7. Hä? Latzhosen und Strohhut? Wo hab ich denn das geschrieben?
    Simpel und ohne Schnickschnack ist nicht gleich primitiv, so viel zum Tellerrand.

    Und, mal ehrlich, auch eine geschickt verpackte Beleidigung ist eine Beleidigung. Danke herzlichst dafür. Eine Argumentation ohne Seitenhiebe und gelebtes Überlegenheitsgefühl wäre beeindruckender gewesen als dieses Gezicke.

    Wie gesagt: Wenn ich einen Ghilliesuit tragen will, geh ich ins Feld. Und die anderen Kreationen gemahnen wirklich sehr an Star Trek. Originell ist das wirklich nicht. Da habe ich schon viel Besseres gesehen. Ja, auch in der "Branche", so überkandidelt sie auch daherkommt.

    Zu diesen Bübchen, die in die Klamotten gesteckt wurden, sag ich mal nichts. "Männer" sind das in meinen Augen jedenfalls nicht, höchstens Robert Pattinsons für Fußgänger ;)

    Antwort auf "Igitt!"

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