Männermodenschauen Paris: Schickt die Männer in den Urlaub!
Selten war Männermode so entspannt wie auf der Modewoche in Paris. Der Herr trägt 2012 Hawaiihemden, Gummisandalen und zeigt vor allem viel Bein.
© François Guillot/AFP/Getty Images

Am wagemutigsten begrüßt Riccardo Tisci für Givenchy den Sommer 2012 - mit knalligen Farben, Blumenprints und Badelatschen.
Früher hatten Männer vielleicht noch die Ausrede, es gäbe ja nicht so viel Auswahl in der Mode wie bei den Frauen. Nach den diesjährigen Männerschauen für den Sommer 2012 in Paris gilt das nicht mehr. Wem die Dior-Anzüge im Amish-Style zu minimalistisch waren, konnte in Kenzos verspielten Hawaii-Hemden schwelgen oder sich an die transparenten Trenchcoats von Jean Paul Gaultier wagen. Oder gleich in Riccardo Tiscis Kilts mit Gummisandalen davon spazieren.
So bunt gemixt es in fünf Tagen Herrenmode auch zuging, ein roter Faden zog sich durch die Schauen: Mehr denn je sah man Männer in Röcken, Kleidern, Leggings oder verspielten Prints. Und dabei ging es ausnahmsweise nicht nur um Jean Paul Gaultier . Der französische Designer brach bereits vor 30 Jahren ein Tabu, indem er Männer in Röcken über den Laufsteg schickte. In dieser Saison setzte der französische Designer jedoch auf sportliche Zurückhaltung. Doch auch wenn es diesmal keine Röcke oder Bustiers zu sehen gab, ganz ohne feminine Aspekte ging es bei Gaultier eben doch nicht: Transparente Trenchs, voluminöse Bermudas, die wie Hosenröcke daherkamen und blumige Hawaii-Prints erinnerten an sein geliebtes Spiel mit den Geschlechtern.

Um die Bilder der Männermodenschauen in Paris zu sehen, klicken Sie bitte auf das Foto.
Im Gegensatz zu seinem französischen Kollegen war Dries Van Noten nie ein Provokateur. Doch auch er spricht gerne des Mannes weiche Seite an – und das ganz ohne zu verschrecken. Man müsse Feminines einfach in Sportswear stecken, erklärte der belgische Designer hinter der Bühne. "Männer haben oft Vorbehalte was glänzende Stoffe angeht. Wenn man diese mit Sportbekleidung in Verbindung bringt, sind die Kunden sofort viel offener." Seine Show in einer Parkgarage in der Nähe von Montparnasse stand für eine perfekte Mischung aus cooler Männlichkeit und eleganten weiblichen Aspekten. Lederelemente entschärften die glänzenden Regenparkas, sportlich gestreifte Sweatshirts lieferten den nötigen Bruch zu den feinen, schmal geschnittenen Seidenhosen.
Etwas schriller ging es bei Kenzo zu. Ähnlich wie Gaultier, Adam Kimmel oder Givenchy sieht auch Chefdesigner Antonio Marras in Hawaii-Prints das Thema für den Sommer 2012. Untermalt von der Musik der Beachboys brachten die bunten und blumig bedruckten Jacken, Anzüge oder Hosen einen Hauch von Ferienstimmung in das Lycée Carnot, wo die Schau stattfand. "Wir haben uns einen Mann vorgestellt, der in den Urlaub fährt", erzählte Marras hinter den Kulissen. "Er fährt nach Miami, Havanna, Saint-Tropez, Portofino oder Capri und tauscht seine Büroklamotten gegen Hawaii-Hemden aus." Bunte Farben wie Fuchsia, Gelb, Grasgrün, Blau und florale Themen gehörten außerdem seit je her zu den Codes von Kenzo, erklärt der sardische Designer. Die Kunst sei es, trotz verspielter Themen schick zu bleiben und nicht ins Lächerliche zu geraten.
Modisch gesehen war der Look der Männer bei Hermès zwar weniger mutig, dafür aber bedeutend sinnlicher. Unter den Rundbögen des Cloître des Cordeliers gab es im Gegensatz zu Dior viel Haut und Bein zu sehen. Ultraknappe Shorts, wie man sie sonst nur bei den Damen sieht, kombiniert Chefdesignerin Veronique Nichanian zu hautengen, fein gestrickten Rollkragen-Pullovern. Hemden sind weit aufgeknöpft, Jacken werden über nackter Haut getragen. Über die Jahre hat Frau Nichanian den Männern einen weicheren Look verpasst, ohne dabei zu feminin zu werden.
Der diesjährige Gewinner des Gender-Contests heißt ohne Zweifel Riccardo Tisci. Die Givenchy-Show im Centre Georges Pompidou strotzte nur so von Testosteron, dabei schickte der italienische Designer seine Männer in Kilts mit grün-pinken Paradiesvogel-Prints über den Laufsteg. Dazu kombinierte er weiße Gummisandalen, Leggings und silberne, knochenförmige Ohrringe, die aussahen, als würden sie sich einmal durch die Ohrmuschel bohren. Draußen vor den Glasfenstern drückte sich das Publikum an den Scheiben die Nase platt, um einen Blick auf Tiscis gelungene Kollektion zu erhaschen. Nach dieser Show dürften Tiscis Chancen, John Gallianos Nachfolge bei Dior anzutreten, noch einmal gestiegen sein.
Die Show des Ex-Chefdesigners fand übrigens am selben Abend statt – ohne John Galliano. Wenige Tage vorher begann in Paris der Prozess, in dem er sich für seine antisemitischen Äußerungen zu verantworten hat, die ihn seinen Job gekostet hatten. Seit Freitagabend ist klar: Nun ist er auch sein eigenes Label los. Am Ende der Galliano-Show nahm der neue Chefdesigner Bill Gayten den Applaus für die Kollektion entgegen.










... um "weiße Gummisandalen" zu tragen? Zu Leggings und Kilt. Da hätten Asterix' Normannen mal kommen und zuschauen sollen. Da hätten sie das Fliegen gelernt. Ganz ohne Grautvornix und Troubadix ...
Wie sagte mein Freund John B. aus Nottingham mal vor vielen Jahren, als es im Pub ums Thema Shorts im Sommer ging: "When I was 16 me mum said, son, now you're old enough to wear trousers. Being an obedient son, that's one thing I still obey me mum."
Ich möchte ja den Models auf den Bildern nicht zu nahe treten, aber - liebe Modedesigner - wenn man mit seinen Kollektionen viel Bein zeigen möchte, sollten es dann nicht schöne Beine sein?
Ihr schickt doch bei euren Frauenkollektionen auch keine Models mit Cellulite und Krampfadern auf den Laufsteg.
Ansonsten finde ich vieles (nicht alles) gelungen. Bei den Schuhen zum Beispiel: Müssen es immer klobige grob gefertigte Latschen sein, mit denen man problemlos russische Waldbrände austreten könnte?
Aber sonst: (Hosen-)Röcke für Männer ist eh überfällig und bei Leggings habe ich mich schon immer gefragt, wieso Männer das zwar oft und gerne beim Fahrradfahren tragen, aber ansonsten nicht.
"...bei Leggings habe ich mich schon immer gefragt, wieso Männer das zwar oft und gerne beim Fahrradfahren tragen, aber ansonsten nicht."
Weil Männer in Leggings lächerlich aussehen. Da wo ich wohne sieht man manchmal die Fahrradpolizei. Die Jungs tragen auch Radlerhosen. Ich habe große Probleme einen Polizisten in Radlerhosen zu respektieren. Auch ist es fraglich, ob ein Kleidungsstück, welches das männliche Gemächt so detailliert abbildet im Einzelfall für jedermann wirklich empfehlenswert ist.
"...bei Leggings habe ich mich schon immer gefragt, wieso Männer das zwar oft und gerne beim Fahrradfahren tragen, aber ansonsten nicht."
Weil Männer in Leggings lächerlich aussehen. Da wo ich wohne sieht man manchmal die Fahrradpolizei. Die Jungs tragen auch Radlerhosen. Ich habe große Probleme einen Polizisten in Radlerhosen zu respektieren. Auch ist es fraglich, ob ein Kleidungsstück, welches das männliche Gemächt so detailliert abbildet im Einzelfall für jedermann wirklich empfehlenswert ist.
aussehen, ist kaum davon auszugehen, dass ein Hawaii-Hemd und der Rest noch weiteres Augenleid auslösen. Nichts geht über die beige-farbene Ausstattung mit zu kurzer Hose, die etwas Bein zeigt, darunter Socken, Sandalen und einem Shirt, das im schlimmsten Fall noch mit einem lockeren Spruch bedruckt ist. Scheinbar das Lieblingsoutfit in vielen Fussgängerzonen...
Wieso diese Menschen nicht in der Lage sind, ihren Körper so zu bedecken, dass sie nicht aussehen wie das "Mahnmal für den hässlichen Modemuffel", ist mir unbegreiflich.
Ich fürchte mich vor wenig, die Art vieler Deutscher (Männer wie Frauen) sich auf die Straßen zu wagen halte ich allerdings für etwas, wovor man Angst bekommen kann...
...Jahren eine Style-Police, die saftige Ordnungsgelder bei dieser Art von optischen Immissionen verteilt. Es ist zu begrüßen, dass in unserem Land kein Mangel an kalorienreicher Nahrung herrscht und niemand Hunger leiden muss, es besteht aber kein Grund seine rosa Fleischwülste einem breiteren Publikum in der Fußgängerzone voller Stolz zu präsentieren.
Ebenfalls nicht schön anzusehen sind in der Winterzeit Päärchen mittleren Alters, mittleren Aussehens und mittleren Gewichts, beide mit einem pflegeleichten Kurzhaarschnitt ausgestattet und beide im Besitz der gleichen roten Dauenjacke, die sich als Doppelpack ihren Weg durch die Menge bahnen... (Das Weibchen ist an der Handtasche zu erkennen)
"Nichts geht über die beige-farbene Ausstattung mit zu kurzer Hose, die etwas Bein zeigt, darunter Socken, Sandalen und einem Shirt, das im schlimmsten Fall noch mit einem lockeren Spruch bedruckt ist."
Und im wirklich aller aller schlimmsten Fall ist das mit dem witzigen Spruch bedruckte T-Shirt noch ärmellos.
Frauen kleiden sich nach einemen Ermessen immer angemessen, egal wann und wo sie unterwegs sind. Und wenn die Jeans bzw. Leggings mit zu engem Oberteil noch so sehr nach Presswurst ausschaut - egal.
Aber Mann wechsle doch bitte nach der Arbeit (die er im durnklen Business-Anzug mit Langarmhemd und Krawatte erledigt) am besten nach alter englischer Marnier in einen Freizeitanzug (aus Tweed oder im Sommer Leinen) und achte darauf, sich - vom Kopf mal abgesehen - seine noble Blässe zu erhalten. Reduziert ganz nebenbei das Sonnebrand- und Hautkrebsrisiko.
...Jahren eine Style-Police, die saftige Ordnungsgelder bei dieser Art von optischen Immissionen verteilt. Es ist zu begrüßen, dass in unserem Land kein Mangel an kalorienreicher Nahrung herrscht und niemand Hunger leiden muss, es besteht aber kein Grund seine rosa Fleischwülste einem breiteren Publikum in der Fußgängerzone voller Stolz zu präsentieren.
Ebenfalls nicht schön anzusehen sind in der Winterzeit Päärchen mittleren Alters, mittleren Aussehens und mittleren Gewichts, beide mit einem pflegeleichten Kurzhaarschnitt ausgestattet und beide im Besitz der gleichen roten Dauenjacke, die sich als Doppelpack ihren Weg durch die Menge bahnen... (Das Weibchen ist an der Handtasche zu erkennen)
"Nichts geht über die beige-farbene Ausstattung mit zu kurzer Hose, die etwas Bein zeigt, darunter Socken, Sandalen und einem Shirt, das im schlimmsten Fall noch mit einem lockeren Spruch bedruckt ist."
Und im wirklich aller aller schlimmsten Fall ist das mit dem witzigen Spruch bedruckte T-Shirt noch ärmellos.
Frauen kleiden sich nach einemen Ermessen immer angemessen, egal wann und wo sie unterwegs sind. Und wenn die Jeans bzw. Leggings mit zu engem Oberteil noch so sehr nach Presswurst ausschaut - egal.
Aber Mann wechsle doch bitte nach der Arbeit (die er im durnklen Business-Anzug mit Langarmhemd und Krawatte erledigt) am besten nach alter englischer Marnier in einen Freizeitanzug (aus Tweed oder im Sommer Leinen) und achte darauf, sich - vom Kopf mal abgesehen - seine noble Blässe zu erhalten. Reduziert ganz nebenbei das Sonnebrand- und Hautkrebsrisiko.
...Jahren eine Style-Police, die saftige Ordnungsgelder bei dieser Art von optischen Immissionen verteilt. Es ist zu begrüßen, dass in unserem Land kein Mangel an kalorienreicher Nahrung herrscht und niemand Hunger leiden muss, es besteht aber kein Grund seine rosa Fleischwülste einem breiteren Publikum in der Fußgängerzone voller Stolz zu präsentieren.
Ebenfalls nicht schön anzusehen sind in der Winterzeit Päärchen mittleren Alters, mittleren Aussehens und mittleren Gewichts, beide mit einem pflegeleichten Kurzhaarschnitt ausgestattet und beide im Besitz der gleichen roten Dauenjacke, die sich als Doppelpack ihren Weg durch die Menge bahnen... (Das Weibchen ist an der Handtasche zu erkennen)
"...bei Leggings habe ich mich schon immer gefragt, wieso Männer das zwar oft und gerne beim Fahrradfahren tragen, aber ansonsten nicht."
Weil Männer in Leggings lächerlich aussehen. Da wo ich wohne sieht man manchmal die Fahrradpolizei. Die Jungs tragen auch Radlerhosen. Ich habe große Probleme einen Polizisten in Radlerhosen zu respektieren. Auch ist es fraglich, ob ein Kleidungsstück, welches das männliche Gemächt so detailliert abbildet im Einzelfall für jedermann wirklich empfehlenswert ist.
Heute früh hatte ich vom Fahrrad einen schönen Blick auf eine sehr junge übergewichtige Frau in verkürzter Leggins und staunte über diese Merkfreiheit, das eigene Auftreten betreffend.
Heute früh hatte ich vom Fahrrad einen schönen Blick auf eine sehr junge übergewichtige Frau in verkürzter Leggins und staunte über diese Merkfreiheit, das eigene Auftreten betreffend.
Heute früh hatte ich vom Fahrrad einen schönen Blick auf eine sehr junge übergewichtige Frau in verkürzter Leggins und staunte über diese Merkfreiheit, das eigene Auftreten betreffend.
...in der "de so wat ooch akzeptierjen musst".
Aber so wie die Ladies derzeit die (schreiend bunten) Leggings tragen, mit einem Hemd (?) oder Kleidchen drüber, mit viel Schmuck behangen und hochhackigen Schuhen find ich das ganz gut.
...in der "de so wat ooch akzeptierjen musst".
Aber so wie die Ladies derzeit die (schreiend bunten) Leggings tragen, mit einem Hemd (?) oder Kleidchen drüber, mit viel Schmuck behangen und hochhackigen Schuhen find ich das ganz gut.
...in der "de so wat ooch akzeptierjen musst".
weder würde ich ungefragt einem Träger solcher Kleidung gegenüber etwas sagen noch würde ich die Style-Polizei los schicken wollen.
Kleidung ist eine nonverbale private Äusserung des Trägers im öffentlichen Raum, die für mich wie jede nicht strafbare Meinungsäusserung durch das Grundgesetz gedeckt ist.
Im Grunde genommen ist diese Masse von schlecht Gekleideten doch auch ein Vorteil, denn man strahlt schnell heraus und kann sich des täglichen Kompliments teils von Wildfremden versichert sein.
weder würde ich ungefragt einem Träger solcher Kleidung gegenüber etwas sagen noch würde ich die Style-Polizei los schicken wollen.
Kleidung ist eine nonverbale private Äusserung des Trägers im öffentlichen Raum, die für mich wie jede nicht strafbare Meinungsäusserung durch das Grundgesetz gedeckt ist.
Im Grunde genommen ist diese Masse von schlecht Gekleideten doch auch ein Vorteil, denn man strahlt schnell heraus und kann sich des täglichen Kompliments teils von Wildfremden versichert sein.
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