"Wir waren Teil von etwas Gutem"
Statt Models in einem für den westlichen Geschmack hergerichteten Strandhaus zu fotografieren, schoss Juergen Teller die Werbekampagne für Vivienne Westwoods neue Accessoire-Linie auf kenianischen Matschstraßen, improvisierten Märkten und Wohnhäusern. Seine Bilder zeigen die Armut, die auf dem Kontinent herrscht, aber auch den Sinn für das Schöne, den die Menschen dort trotz vieler Entbehrungen kultivieren. Mit diesen Motiven senden Westwood und Teller eine klare Botschaft: Neben all dem Makellosen im Modebetrieb hat auch das Echte seinen Platz.
- Datum 06.10.2011 - 14:34 Uhr
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...die Juergen Teller von Frau Vivienne Westwood hier gemacht hat, kam mir unwillkürlich der Begriff "Empire" in den Sinn...
Das Projekt hingegen finde ich gut, und hoffentlich ist es fair und kann es bleiben.
aber bei allem Verständnis für Kunst: Ich kann diese Bilder nicht nachvollziehen und auch nicht gutheißen.
Vielleicht verstehe ich den Sinn dahinter nicht ganz. Die Bilder sollen die Armut aber auch den Sinn für das Schöne zeigen? Ich sehe auf den Fotos arme Menschen, die unfreiwillig Teil einer Werbekampagne wurden und in deren Gesichtern steht: "Ich hab Hunger. Was will diese schrullige, reiche Frau in diesen schrägen Klamotten bei uns?"
Statt das Elend zu fotographieren, sollte man doch lieber Handeln!
Über diese Photoserie kommt man tatsächlich leicht ins grübeln. Aber ich denke das ist genau der Sinn dahinter.
Auf meinem Blog habe ich einen längeren Artikel darüber geschrieben... vll verstehst du den Sinn dahinter dann besser ;)
http://dark-light-color.b...
Danke für deinen Link. Ich habe den Blog gelesen.
Ethical Fashion ist also das Stichwort, also ein Konzept ethisch und ökologisch korrekter industrieller Kleidungsfertigung. Wenn ich das richtig sehe, macht V. Westwood mit dieser Aktion auch aktiv etwas für die Menschen dort.
Trotzdem finde ich die Bilder etwas anmaßend, zumindest wenn V. Westwood zusammen mit den dort wohnenden Menschen - die sie umzingeln - abgelichtet ist. Das ist für mich schon hart an der Grenze des gerade noch zu akzeptierenden Geschmacks/Kontrasts.
Aber genau das will sie ja wohl erreichen: provokante Bilder, die im Gedächtnis bleiben und über die und deren Hintergrund man diskutiert ;)
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