Modefotografin Sarah Moon "Erst die richtige Kleidung macht die Persönlichkeit perfekt"
Sarah Moon fängt den Moment ein, in dem Model und Kleid verschmelzen: Seit 40 Jahren arbeitet die Fotografin an einer stillen, berührenden Art, Mode zu inszenieren.
ZEIT ONLINE: Sarah Moon, Ihre Bilder sind leise und mysteriös statt glamourös und sexy; sie wirken, als seien Sie immun gegen die großen Trends in der Modefotografie. Wie gelingt Ihnen dieser Widerstand?
Sarah Moon: Ich habe nie versucht, einem bestimmten Standard zu entsprechen, sondern ich habe eine eigene Sprache entwickelt. Als ich in den siebziger Jahren mit der Modefotografie anfing, war ich selbst Model. Fotografieren war nicht mein Job, meine Modelle waren Kolleginnen. Ich machte einfach, was mir gefiel. Mein erster Auftrag kam von Cacharel, weil eine Freundin dort arbeitete und mich um ein paar Bilder bat. Heute sind Modefotografien sehr standardisiert. Es gibt eine kodierte Bildsprache für Mode, die nicht meine ist.
ZEIT ONLINE: Zu dieser Bildsprache gehört auch, dass Models wie Stars inszeniert werden. In Ihren Fotos gibt es keinen Personenkult.

Die 1941 geborene Fotografin wuchs in England und Frankreich auf. Nachdem sie einige Jahre in Paris als Model gearbeitet hatte, begann sie 1968 zu fotografieren. Auf ihre ersten Kampagnenbilder für Cacharel folgten unzählige Werbefotografien unter anderem für Dior, Chanel, Comme des Garçons und Christian Lacroix. Außerdem fotografierte Moon Modestrecken für Magazine, drehte Kurzfilme und den Spielfilm Mississippi One. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen Bilder und ein Kurzfilm für Dior homme.
Moon: Als Model habe ich den Backstagebereich sehr geliebt und vielleicht bin ich deswegen mehr an dem interessiert, was abseits der Scheinwerfer passiert. Wenn ich fotografiere, dann ist es eine Arbeit in Zeitlupe und kein Blitzlichtgewitter. Das Gespräch zwischen dem Model und mir ist ein anderes. Ich arbeite nicht so viel mit bekannten Models oder Schauspielern, weil sie sehr festgelegt sind. Sie haben ein Image, dem sie entsprechen müssen.
ZEIT ONLINE: Die Models in Ihren Bildern wirken sehr feminin, aber frei von sexuellen Anspielungen.
Moon: Wenn eine Frau hinter der Kamera steht, findet ein anderer Dialog mit ihr statt als mit einem Mann. Und diese Intimität in den Bildern stelle ich bewusst her. Ich kenne ja das Spiel, weil ich selbst vor der Kamera stand, aber ich suche nach etwas anderem.
ZEIT ONLINE: Und zwar?
Moon: Wenn ich sage, meine Bilder entstehen in Zeitlupe, dann weil ich immer auf der Suche nach einem bestimmten Moment bin. Ich will, dass das Foto entsteht, als ob ich nicht da wäre, in dem Augenblick, in dem das Model sich umdreht oder davongeht. Dann passiert etwas, das man nicht künstlich herstellen kann. Ich mache seit 40 Jahren Modefotos und ich zeige nur sehr wenige. Die Bilder sind feminin, aber nicht provokativ.
ZEIT ONLINE: Ihre Frauen sind keine Verführerinnen.
Moon: Sie sind schön und deswegen auch verführerisch. Aber sie spielen nicht das Spiel der Verführung! Das ist ein Unterschied.
ZEIT ONLINE: Dafür sind sie geheimnisvoll, irgendwie entrückt. Wie kommt dieser Eindruck zustande?
Moon: Die Fotografin Diane Arbus sagte einmal: Fotografie ist ein Geheimnis über ein Geheimnis. Ich liebe diesen Satz, weil ich glaube, dass in einem Foto alles ein Geheimnis ist. Allein schon weil man einen Ausschnitt aus der Realität wählt und ihn einzeln darstellt. Ein Bild ist immer ein Einzelbild eines Films, der nicht gezeigt wird. Man weiß nie, was vorher passiert ist oder was danach passieren wird. Das Bild gehört dem Betrachter. In jedem löst es ein anderes Echo aus.
- Datum 24.11.2011 - 17:30 Uhr
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Moon: "Das Kleidungsstück macht die Persönlichkeit. Ich glaube sogar, dass erst die richtige Kleidung eine Persönlichkeit perfekt macht."
Selten einen so abgehobenen Un-Satz gelesen.
Die Persönlichkeit ist nackt wie angezogen absolut die gleiche.
Womöglich ändert sich das Bild von einer Persönlichkeit - darüber könnte man reden.
Aber so.....
Moon: "Das Kleidungsstück macht die Persönlichkeit. Ich glaube sogar, dass erst die richtige Kleidung eine Persönlichkeit perfekt macht."
[...] Die Persönlichkeit ist nackt wie angezogen absolut die gleiche. [...]
Manch einer verändert sich in seinem Wesen, wenn er anders gekleidet ist. Es gibt das Sprichwort: »Kleider machen Leute.« Darin steckt ein Stück Wahrheit. Jemand der in zerrissenen Klamotten herumläuft tritt eventuell anders auf wie als wenn er fein und sauber gekleidet ist.
Bei genauerer Überlegung gebe ich Ihnen aber Recht. Nicht die Persönlichkeit verändert sich, sondern eine andere Seite der Persönlichkeit wird sichtbar.
Persönlichkeit nicht prägen, hat nie die Wirkung von Uniformen jeglicher Art oder auch von opulenten Ballkleidern oder von Arbeitskleidung gesehen, die den Menschen und seine Persönlichkeit sehr verändert.
Manchmal frage ich mich, wie man so blind sein kann und Kleidung so unterschätzen, denn jeder Blick in unsere Umwelt und auch in die Welt zeigt, wie prägend Kleidung wirkt.
Moon: "Das Kleidungsstück macht die Persönlichkeit. Ich glaube sogar, dass erst die richtige Kleidung eine Persönlichkeit perfekt macht."
[...] Die Persönlichkeit ist nackt wie angezogen absolut die gleiche. [...]
Manch einer verändert sich in seinem Wesen, wenn er anders gekleidet ist. Es gibt das Sprichwort: »Kleider machen Leute.« Darin steckt ein Stück Wahrheit. Jemand der in zerrissenen Klamotten herumläuft tritt eventuell anders auf wie als wenn er fein und sauber gekleidet ist.
Bei genauerer Überlegung gebe ich Ihnen aber Recht. Nicht die Persönlichkeit verändert sich, sondern eine andere Seite der Persönlichkeit wird sichtbar.
Persönlichkeit nicht prägen, hat nie die Wirkung von Uniformen jeglicher Art oder auch von opulenten Ballkleidern oder von Arbeitskleidung gesehen, die den Menschen und seine Persönlichkeit sehr verändert.
Manchmal frage ich mich, wie man so blind sein kann und Kleidung so unterschätzen, denn jeder Blick in unsere Umwelt und auch in die Welt zeigt, wie prägend Kleidung wirkt.
Moon: "Das Kleidungsstück macht die Persönlichkeit. Ich glaube sogar, dass erst die richtige Kleidung eine Persönlichkeit perfekt macht."
[...] Die Persönlichkeit ist nackt wie angezogen absolut die gleiche. [...]
Manch einer verändert sich in seinem Wesen, wenn er anders gekleidet ist. Es gibt das Sprichwort: »Kleider machen Leute.« Darin steckt ein Stück Wahrheit. Jemand der in zerrissenen Klamotten herumläuft tritt eventuell anders auf wie als wenn er fein und sauber gekleidet ist.
Bei genauerer Überlegung gebe ich Ihnen aber Recht. Nicht die Persönlichkeit verändert sich, sondern eine andere Seite der Persönlichkeit wird sichtbar.
Persönlichkeit nicht prägen, hat nie die Wirkung von Uniformen jeglicher Art oder auch von opulenten Ballkleidern oder von Arbeitskleidung gesehen, die den Menschen und seine Persönlichkeit sehr verändert.
Manchmal frage ich mich, wie man so blind sein kann und Kleidung so unterschätzen, denn jeder Blick in unsere Umwelt und auch in die Welt zeigt, wie prägend Kleidung wirkt.
Natürlich haben Sie recht.
Indes: Ich betrachte das als einen Defekt, der - natürlich - von Mode, Medien und Manipulateuren aller Art interessengesteuert gefördert wird. Passend zu unserer Welt, in der Haben mehr bedeutet als Sein: Wer das richtige Label hat, muss was besonderes sein.
Das macht aber nur deutlich, wie kaputt unser Medien- und PR-massiertes Denken inzwischen ist. Wie der äußere Schein die tatsächliche Substanz verdrängt.
Die Konsequenzen sind allerorts zu besichtigen.
Ich bleibe dabei: Eine Persönlichkeit zu sein mainfestiert sich jenseits von äußerlichem Tand.
Wer sich vom Schein beherrschen läßt, hat sein Bestes schon verwirkt.
Cerberus
und betont unauffällige Kleidung tragen zeigen Sie damit einen Teil Ihrer Persönlichkeit....
es ist vermutlich so alt wie die Menschheit und ihre Suche nach Akzeptanz, Anerkennung, Attraktivität. Wer so tut, als wäre dies eine neue Idee des Menschen, die kapitalistisch-degenerierte Prägung offenbare, übersieht, dass sich von Militärs über all die gerade auch kommunistischen Diktaturen alle sich dieses Phänomens der Prägung der Persönlichkeit durch Kleidung zunutze machten.
Daran kann man die Wirkung sehen und wer niemals ein Kleidungsstück trug, das ihn zum Schweben brachte, wie es bestimmte Ballkleider in der Lage sind, zu tun oder einen Pelz, der die gesamte Haltung veränderte und von der Bewegung des Körpers jedes Körpergefühl und damit auch die Wirkung auf sich selbst und andere veränderte, hat vermutlich keine Idee, worum es hierbei geht.
Aber schön, wenn man so eine Persönlichkeit hat, die durch nichts zu erschüttern ist, wie ein Stück Brot, das nun einmal in jeder Umgebung nur ein Stück Brot ist... soweit mir bekannt entspricht diese Idee allerdings nicht der Realität, denn Kleidung war und ist immer ein Kommunikationsmittel und selbst die Negierer plaudern mit ihrer Art sich zu kleiden einschließlich der passenden Art sich zu geben mit ihrer Kleidung sehr ausführlich...
und betont unauffällige Kleidung tragen zeigen Sie damit einen Teil Ihrer Persönlichkeit....
es ist vermutlich so alt wie die Menschheit und ihre Suche nach Akzeptanz, Anerkennung, Attraktivität. Wer so tut, als wäre dies eine neue Idee des Menschen, die kapitalistisch-degenerierte Prägung offenbare, übersieht, dass sich von Militärs über all die gerade auch kommunistischen Diktaturen alle sich dieses Phänomens der Prägung der Persönlichkeit durch Kleidung zunutze machten.
Daran kann man die Wirkung sehen und wer niemals ein Kleidungsstück trug, das ihn zum Schweben brachte, wie es bestimmte Ballkleider in der Lage sind, zu tun oder einen Pelz, der die gesamte Haltung veränderte und von der Bewegung des Körpers jedes Körpergefühl und damit auch die Wirkung auf sich selbst und andere veränderte, hat vermutlich keine Idee, worum es hierbei geht.
Aber schön, wenn man so eine Persönlichkeit hat, die durch nichts zu erschüttern ist, wie ein Stück Brot, das nun einmal in jeder Umgebung nur ein Stück Brot ist... soweit mir bekannt entspricht diese Idee allerdings nicht der Realität, denn Kleidung war und ist immer ein Kommunikationsmittel und selbst die Negierer plaudern mit ihrer Art sich zu kleiden einschließlich der passenden Art sich zu geben mit ihrer Kleidung sehr ausführlich...
und betont unauffällige Kleidung tragen zeigen Sie damit einen Teil Ihrer Persönlichkeit....
es ist vermutlich so alt wie die Menschheit und ihre Suche nach Akzeptanz, Anerkennung, Attraktivität. Wer so tut, als wäre dies eine neue Idee des Menschen, die kapitalistisch-degenerierte Prägung offenbare, übersieht, dass sich von Militärs über all die gerade auch kommunistischen Diktaturen alle sich dieses Phänomens der Prägung der Persönlichkeit durch Kleidung zunutze machten.
Daran kann man die Wirkung sehen und wer niemals ein Kleidungsstück trug, das ihn zum Schweben brachte, wie es bestimmte Ballkleider in der Lage sind, zu tun oder einen Pelz, der die gesamte Haltung veränderte und von der Bewegung des Körpers jedes Körpergefühl und damit auch die Wirkung auf sich selbst und andere veränderte, hat vermutlich keine Idee, worum es hierbei geht.
Aber schön, wenn man so eine Persönlichkeit hat, die durch nichts zu erschüttern ist, wie ein Stück Brot, das nun einmal in jeder Umgebung nur ein Stück Brot ist... soweit mir bekannt entspricht diese Idee allerdings nicht der Realität, denn Kleidung war und ist immer ein Kommunikationsmittel und selbst die Negierer plaudern mit ihrer Art sich zu kleiden einschließlich der passenden Art sich zu geben mit ihrer Kleidung sehr ausführlich...
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