"Vogue"-Journalistin : Mode-Expertin Anna Piaggi ist tot

Eine Ikone, eine Muse, eine Inspiration: Die legendäre "Vogue"-Journalistin Anna Piaggi ist 81-jährig in Mailand gestorben.
Anna Piaggi bei einer Modenschau von Christian Lacroix im Juli 2009 in Paris © Pierre Verdy/AFP/Getty Images

Die italienische Modejournalistin Anna Piaggi ist im Alter von 81 Jahren in ihrer Geburtsstadt Mailand gestorben. Seit den 1960er Jahren war Mode für Piaggi ein wichtiger Teil ihres Lebens. Nachdem sie als Übersetzerin bei einem Verlag angefangen hatte, arbeitete "la Piaggi" später unter anderem für die italienische Vogue. Dort erlangte sie für die von ihr betreute Doppelseite internationale Bekanntheit. In einem Nachruf auf der Webseite der Vogue wird Piaggi als "eine Ikone, eine Muse, eine Inspiration, ein Mythos" gewürdigt.

Auf Modenschauen war sie zumeist in der ersten Reihe zu sehen. Sie stellte dabei selber häufig Extravagantes zur Schau – allem voran ihre schrillen Hüte. Piaggi galt vielen Designern als Muse, zum Beispiel Karl Lagerfeld, der ihr 1986 einen Band widmete.

Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild© Chris Jackson/Getty ImagesDie Zeit schrieb im Oktober 1982 über einen Auftritt von Anna Piaggi bei der Mailänder Modemesse Modit: "Unangefochtene Meisterin in der Kunst des Outfits ist Anna Piaggi, Vogue-Chefin und Lagerfeld-Freundin. Zu ausgelatschten Sandaletten, echt 50er, trägt sie dicke, graue Wollüberstrümpfe, dazu eine Art mexikanischen Poncho in grellem Orange. Das schwarze Haar toupiert sie stark und türmt es irgendwie. Wichtig ist, daß ein kleiner Zopf herausguckt (das Markenzeichen von Lagerfeld) und dass ihr neckisches Armeekäppi drauf sitzenbleibt. Als Accessoire führt sie einen dicken, unansehnlichen Begleiter in zu großen Schuhen und zu großen Hosen mit sich herum."
 

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