Olympia Le-TanTaschenbuch à la Parisienne
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Le-Tan entwirft auch Kleider zu den Taschen

Olympia le-Tan Handtasche

Olympia Le-Tan  |  © Vittorio Zunino Celotto/Getty Images

Die Liebe für die Ästhetik der fünfziger und sechziger Jahre habe sie von ihrer Mutter, sagt Le Tan, den Faible für Bücher dagegen von ihrem Vater Pierre Le-Tan, einem gefeierten Illustrator. Er entwirft auch die Drucke für ihre Stoffe. Seit zwei Saisons macht Le-Tan auch Prêt-à-Porter und zeigt ihre Kollektion während der Pariser Modewoche. "Ich wollte Kleidung machen, die man zu den Taschen tragen kann." Nicht umgekehrt, darauf besteht sie. "Ich tue nicht so, als sei ich eine große Modedesignerin. Ich weiß, wie man eine Tasche macht, aber ich könnte keinen Ärmel nähen." Le-Tan kümmert sich um die Ideen und die Zeichnungen. Den Rest überlässt sie ihrem Modellisten und einem Atelier. Eigentlich designe sie für sich selbst, sagt sie. Capri-Hosen mit Schottenmuster, bunte Twin-Sets, Kleider in A-Linie mit Obst- und Gemüseprints – alles, was ihr noch in der Garderobe gefehlt hat.

Ein Kleid aus ihrer Kollektion kostet um die 700 Euro, eine Minaudière sogar bis zu 1.000 Euro. Den Preis erklärt Le-Tan mit der Handarbeit, die in jeder Tasche steckt. Für die meisten Modelle sind zwei ganze Tage Stickarbeit nötig. Außerdem ist jede auf 16 Stück limitiert. Sie habe versucht, auch günstigere, unlimitierte Taschen anzubieten, sagt sie. "Aber die Leute geben lieber viel Geld aus und haben dafür das Original." Auch individuelle Aufträge nimmt sie an – vorausgesetzt, die Bestellung entspricht ihrem eigenen Geschmack. "Die Leute wollen ständig Vom Winde verweht. Aber es gibt Grenzen. Wenn die Person nachher damit rumspaziert und innen mein Name steht, muss ich mich ja schämen." Sie sagt das wie ein trotziger Teenager. Mit ihrer koketten Art kultiviert Le-Tan bewusst das Infantile. "Hier der Beweis", sagt sie und zieht ein kleines Kuscheltier aus dem plüschigen Kanapee. "Die ganze Pin-up-Ästhetik hat ja etwas Kindliches in sich, es ist die verspielte Seite von Sex."

Zum Nichterwachsenwerden passt auch ihre Zeit als Nachteule und DJ im Pariser In-Club Le Baron. Jahrelang legte sie dort Platten auf – ausschließlich Musik der Fünfziger und Sechziger. "Ich mag schon immer die gleichen Sachen. Veränderungen bringen mich durcheinander", kokettiert sie wieder. Warum sie dann mit dem Plattenauflegen aufgehört hat? "Die hatten irgendwann genug von mir. Außerdem muss man dafür so lange aufbleiben und ich gehe gerne früh ins Bett. Ich bin schließlich keine 15 mehr."

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Leserkommentare
  1. Warum nicht auch Bücher, die wie Handtaschen aussehen?

  2. führt zu dem Club "Le baron de Paris" in Japan ;-)

  3. Redaktion

    liebe/r peoplearestrange,

    danke für den Hinweis - jetzt geht's zum richtigen Le Baron.

    Viele Grüße, Maria Exner

  4. Ich dachte bei der Übrschrift, die Desgnerin zeige einfach Haltung.
    Denn der Roman "Vom Winde verweht" ist ein rassistisches Machwerk übelster Sorte.
    Da würde keine Ausbesserei des Wortes "Neger" mehr helfen...

  5. das originale Buch wurde um 1936 (Margaret Mitchell) geschrieben, der Film 1939, er spielt im Amerikanischen Buergerkrieg (civil war) das muss man bedenken, bevor man hier die Schelte ueber das Werk lostritt. Die Taschen sind teuer und das Statement zu diesem Werk zeigt nur unueberlegte Arroganz, franzoesich halt um cool, in, hip zu gelten.

  6. nur mal so, Das gibt es auch als Single Schallplatte. Das Cover, der Buchdeckel wird gescannt, in eine Stickdatei gewandelt, nachgearbeitet und dann stickt die zwoelf Faden Maschine. Das alles wird dann auf einer Maschine vernaeht. Wuerde das von Hand gestickt, mit den Arbeitszeit Regelungen in France, Europa geht das nicht. Der Preis ist was anderes, Kleinserie ist immer teuer.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Olympia | Natalie Portman | Tilda Swinton
  • Models present creations from the Felder & Felder Autumn/Winter 2013 collection during London Fashion Week, February 15, 2013. REUTERS/Olivia Harris (BRITAIN - Tags: FASHION)

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