Fashion Week Mailand

Nur Jil Sander mag die Gegenwart

Dolce & Gabbana, Herbst/Winter 2013

Dolce & Gabbana, Herbst/Winter 2013  |  © Alessandro Garofalo/Reuters; Tony Gentile/Reuters

Italien verwaltet ein kunsthistorisches und ästhetisches Erbe, das zweifellos die heutige Mode bereichert. Aber mussten es am Wahltag wirklich mittelalterliche Motive sein, aus einer Zeit, als Italien von der Demokratie noch Jahrhunderte entfernt war? Dolce & Gabbana feierten die Vergangenheit mit aufwändigen Paillettenmosaiken und ließen mit Fünfziger-Jahre-Tweed-Kostümen keinen Zweifel daran, dass das 21. Jahrhundert sie wenig angeht. Armani holte die Topfhüte der Zwanziger zurück. Da wirkten die Nieten-Halsbänder von Versace fast schon gegenwärtig.