Mit Retroantrieb in die Zukunft

Victoria Beckham, Herbst/Winter 2013 | © Peter Michael Dills/Getty Images; Stan Honda/AFP/Getty Images
Die für ihre spitze Feder bekannte Cathy Horyn, Modekritikerin der New York Times, war mit der Fashion Week wieder nicht zufrieden. Die Mode würde sich zu sehr auf den Zeitgeist der Fünfziger oder Siebziger beziehen. Das sei in etwa so, als würden Regisseure jedes Jahr aufs Neue Filme im Stil von Hitchcock oder Easy Rider drehen. Dabei waren Philip Lims Lederlagen und Narciso Rodriguez' Mesh-Cocktailkleider so vergangenheitsverliebt nicht. Und mit Victoria Beckhams lockerer Bleistiftlinie könnte vielleicht auch Horyn den Sprung ins Chefbüro schaffen.
- Datum 14.02.2013 - 14:03 Uhr
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Die Models sehen ja aus wie kurz vorm Hungertod. Die Bilder wirken wie eine Bulimie-Werbung.
die ewiggestrigen sollen doch endlich mal abdanken..es ist so einfach und langweilig das heil in der vergangenheit zu suchen..sich der gegenwart zu stellen ist was ganz anderes und genau da versagen die meisten designer der mode..verpasste chancen...arrrgh
Wenn man sich mit Mode beschäftigt, sie liebt und lebt, weiss man, das Designer in einem unerschöpflich mühsamen alchimistischen Prozess, den Zeitgeist aufs Papier zaubern, was Sie dann irgendwann irgendwo gefälscht oder schlecht kopiert per Kreditkarte kaufen.
Und wenn man sich also unsere heutige Zeit genau betracht, wo sovieles Hässliche und Unerfreuliche passiert, online gekauft wird, oder Kriege geführt werden, bin ich doch erleichtert, das, zumindest aus modesicht, 2013/14 ein sehr stilvolles, tragbares Jahr wird.
Vielleicht verkneift sich der ein oder andere sogar die zwanzigste, schlecht verwaschene Jeans oder Shirt aus der dritten Welt und geht lieber in einen schönen Club oder ins Kino...
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