Männermode: Adam im Anzug
Ein Anzughaus mit dem Schmiss der Subkultur: Herr von Eden ist einmalig in der deutschen Mode. "Talking Fashion" mit Bent A. Jensen über die Lust, Männer gut zu kleiden.
Spießer. Beamter. Yuppie. Der Anzugträger hat einen Ruf, der schlechter kaum sein könnte. Wer will sich schon in Bundfaltenhose, Jackett, Weste gar zwängen, wenn er doch in Jeans und V-Pullover genauso wohlgelitten ist? "Die wirklich coolen Jungs", antwortet Bent Angelo Jensen. Damit meint er nicht die Kunden von Hugo Boss, sondern seine eigenen.
Der Modemacher, ohne Vater und damit auch ohne Herrengarderobe im Flensburger Elternhaus aufgewachsen, hat sich schon kurz nach dem Abitur für ein Leben mit Anzug entschieden. Im Hamburger Karoviertel eröffnete er 1998 einen Laden für Secondhand-Klamotten und bot Anzüge an, nach Dekaden sortiert: Zweireiher aus den Fünfzigern, taillierte Sakkos aus den Sechzigern. Weil die von ihm kuratierten Klassiker guten Absatz fanden, verkaufte er sie bald unter dem eigenem Label Herr von Eden. Mittlerweile entwirft der Autodidakt schon seit Jahren seine Anzüge selbst. "Ich hatte mir auf die Fahne geschrieben, dass ich den Anzug wieder mehr auf der Straße sehen möchte", sagt Jensen im Video-Interview.
Keine leichte Aufgabe in einem Land, in dem der Anzug für Werte steht, mit denen stets ein Großteil der Bevölkerung nichts zu tun haben will: einst der Muff der Wirtschaftswunderjahre, zuletzt die Hybris der erfolgshungrigen Yuppie-Klasse. Jensen setzt dagegen Stilsicherheit, Humor und den Mut zum Ausrutscher. Er schneidert Anzüge im Safari-Stil aus Kaschmirwolle, druckt Tropenmuster auf strenge Vatermörderhemden. "Ich bin selbst oft überrascht, wie sehr sich eine neue Kollektion von der letzten unterscheidet", sagt Jensen. Aus der Beschränkung auf wenige Schnittteile entsteht bei Herr von Eden eine große Freiheit der Formen, Farben und Stoffe.
In einer Mode, in der sich Subkultur und Gentleman treffen, fühlen sich auch Künstler wohl. Neben den Rappern Jan Delay und Das Bo, dem Ärzte-Schlagzeuger Bela B. und dem DJ Tobias Thomas zählt auch Chilly Gonzales zum illustren Kreis der Herren von Eden. Nach dem kanadischen Pop-Performance-Künstler hat Jensen einen schwarz-purpurnen Hausmantel benannt. Und in der Spießer-Riege? Könnte Jensen sich vorstellen, dass auch ein deutscher Kanzler einmal Herr von Eden trägt? "Dafür brauchen wir erst einmal einen Kanzler", sagt Jensen. Obwohl: Eine wirklich sehenswerte Damenkollektion gibt es ja auch.











Die karierten Testbildsakkos im Hintergrund sprechen eine eigene Sprache, da hilft es auch nicht, wenn man das Video in Schwarz-Weiss aufnimmt !
Der vordere Anzug, scheinbar grau, ist von so schlechter Qualität, dass die Revers aussehen, als ob jemand darin geschlafen hätte !
Tatsache ist, daß ein Anzug heute nur noch von Leuten getragen wird, die dadurch ihre Position unterstreichen bzw. hervorheben wollen, Hochzeiten und Beerdigungen wollen wir einmal aussen vor lassen !
die sind doch geil :)
Es gibt kein besseres Muster als Karos! Ich würde täglich kariert gekleidet rumlaufen, wenn es mehr schöne Stücke gäbe (bezogen auf alle Kleidungsstücke). Fast so gut wie Karos sind übrigens Tupfen, aber die sind für Männer noch seltener. :-(
trotzdem würd ich mir bei H.v.E. keinen Anzug kaufen. :-P
Neben Hochzeit und Beerdigung könnte man noch den Karneval anführen, ansonsten sind die Teile absolut überflüssig.
Es ist auch vollkommen nutzlos, dafür permanent PR-Anzeigen in Musikzeitschriften zu schalten in der vergeblichen Hoffung, dass die Youngster sich genauso kleiden wie die gesponserten Musiker à la J. Dealy.
die sind doch geil :)
Es gibt kein besseres Muster als Karos! Ich würde täglich kariert gekleidet rumlaufen, wenn es mehr schöne Stücke gäbe (bezogen auf alle Kleidungsstücke). Fast so gut wie Karos sind übrigens Tupfen, aber die sind für Männer noch seltener. :-(
trotzdem würd ich mir bei H.v.E. keinen Anzug kaufen. :-P
Neben Hochzeit und Beerdigung könnte man noch den Karneval anführen, ansonsten sind die Teile absolut überflüssig.
Es ist auch vollkommen nutzlos, dafür permanent PR-Anzeigen in Musikzeitschriften zu schalten in der vergeblichen Hoffung, dass die Youngster sich genauso kleiden wie die gesponserten Musiker à la J. Dealy.
die sind doch geil :)
wenn du Gottlieb Wendehals heisst oder bei Circus Roncalli im Vorprogramm läufst !
Dann brauchst du aber noch eine grosse rote Samtfliege !
Schwer dranzukommen !
;)
wenn du Gottlieb Wendehals heisst oder bei Circus Roncalli im Vorprogramm läufst !
Dann brauchst du aber noch eine grosse rote Samtfliege !
Schwer dranzukommen !
;)
wenn du Gottlieb Wendehals heisst oder bei Circus Roncalli im Vorprogramm läufst !
Dann brauchst du aber noch eine grosse rote Samtfliege !
Schwer dranzukommen !
;)
Über Geschmack kann man ja streiten. Aber wenn schon bitte Verkäufer einstellen, die außer Piercing im Gesicht auch noch andere Qualitäten haben: nämlich a) Produktkenntnis und b) zumindest den Wunsch einen etwas zu verkaufen.
War dort mehrmals schauen, wollte Geld ausgeben und hatte auch zwei Anzüge gefunden: aber bevor ich 500€ für einen Anzug ausgebe, hätte ich doch gerne mal paar Fragen zum Material usw. Leider gescheitert..
Da hast du Heidi wohl an 'nem schlechten Tag erwischt. Die hat durchaus Ahnung und ist meistens auch recht Geschmacksicher - wenn man sich nicht von Tattoos und Piercings gleich abschrecken lässt.
Da hast du Heidi wohl an 'nem schlechten Tag erwischt. Die hat durchaus Ahnung und ist meistens auch recht Geschmacksicher - wenn man sich nicht von Tattoos und Piercings gleich abschrecken lässt.
Subkultur, Provokation und künstlerische Auseinandersetzung? Da lässt sich Bent aber ganz schön was einfallen um den nonkonformen urbanen Hipster für seine formalisierte Kleidung zu begeistern. Da mag der gute sich noch so sehr gegen stemmen, aber ich ganz froh darüber, dass der Trend weg vom Anzug und hin zu offenerer und freierer Mode geht. Da kann er meinetwegen den Anzug auch mit supercooler Teenager-/HipHopper-Kappe kombinieren - mit Hemd und Jackett sieht immer 'n bisschen krampfig aus...
Da hast du Heidi wohl an 'nem schlechten Tag erwischt. Die hat durchaus Ahnung und ist meistens auch recht Geschmacksicher - wenn man sich nicht von Tattoos und Piercings gleich abschrecken lässt.
Es gibt kein besseres Muster als Karos! Ich würde täglich kariert gekleidet rumlaufen, wenn es mehr schöne Stücke gäbe (bezogen auf alle Kleidungsstücke). Fast so gut wie Karos sind übrigens Tupfen, aber die sind für Männer noch seltener. :-(
trotzdem würd ich mir bei H.v.E. keinen Anzug kaufen. :-P
das Cappy ist affig, aber der Mann ist echt verspielt und hat auch freche Sachen für die Ladys. Das Problem ist die Zielgruppe, junge Leute solltens bekommen und werden es für den Preis nicht. Bin auch kein Fan von Abendgarderobe, ab und zu kann man sich jedoch nicht gegen wehren, und solche Momente können sich dann merkwürdig in Spaß verwandeln.
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