Stoffhosen mit schlaffem Penis, eine Figur mit Kochtopftorso: In ihren Arbeiten spielt die Objektkünstlerin Wiebke Siem mit Geschlechterrollen. Mode spielt dabei eine große Rolle. In den achtziger Jahren entwarf Siem Kleider und Mäntel mit auffälligen Mustern, die im öffentlichen Raum aufgehen sollten. Ihre 12 Hüte entwarf sie tatsächlich als Kleidungsstücke und stellte damit die Unterscheidung zwischen Kunst und Kleidung infrage. Der Bildband Wiebke Siem Arbeiten 1983–2013 (Verlag für moderne Kunst Nürnberg) umfasst das gesamte Schaffen der Künstlerin.