Partnerwahl Wiederholungstäter in der LiebeSeite 2/2

Im Idealfall lernen die Partner in einer Beziehung voneinander. Aber was soll man Menschen raten, die immer wieder in die gleichen Strickmuster verfallen? "Wer in seinen Partnerschaften stets auf ähnliche Weise scheitert, muss sich fragen, an welchem Lebens- oder Liebesthema er sich eigentlich abarbeitet", sagt Hantel-Quitman. "Eine Frau, die beispielsweise noch nie das Gefühl hatte, richtig geliebt zu werden, wird immer die gleichen Partnerschaftsmuster eingehen." Sie versuche, jemanden zu finden, mit dem sie beweisen kann, dass sie doch liebenswert ist. "Diesen Beweis kann sie jedoch nur bei einem Mann antreten, der sie erst einmal nicht liebt. Dabei verfängt sie sich in einem unbewussten Widerspruch: zwischen dem großen Wunsch, geliebt zu werden und dem Drang, allen bisherigen Bezugspersonen 'Recht' zu geben, dass sie eben doch kein liebenswerter Mensch sei."

Es lohnt sich also durchaus, so Hantel-Quitmann, bei der Partnerwahl mal die Blickrichtung zu ändern. Denn letztendlich gehe es in Wirklichkeit gar nicht darum, nach der oder dem "Richtigen" Ausschau zu halten, sondern zu erkennen, warum man einen bestimmten Menschen gewählt hat und welche Themen man mit ihm angehen muss.

 
Leser-Kommentare
  1. ...von einem italienischen Psychologen, der "Giulio Cesare Giacobbe" heisst. Der Titel des Buches ist "Alla Ricerca delle Coccole Perdute" auf Italienisch. Leider weiss ich nicht, ob es auch auf Deutsch erhältlich ist.
    Der Autor teilt das Leben des Menschen in drei Abschnitte ein, in "Kind", "Erwachsener" und "Elternteil". Mehr als zeitliche Abschnitte sind es Reifegrade, für deren erreichen bestimmte Bedingungen notwendig sind. Um den Abschnitt "Kind" erfolgreich durchlaufen zu können, muss man beispielsweise viel Liebe der Eltern erhalten. Sonst wird man nur äusserlich erwachsen und neurotisch.
    Kann das Buch, das lustig geschrieben aber vom Inhalt her sehr ernst, nur allen empfehlen, die Zweifel an sich haben.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich glaube Sie meinen die Transaktionsanalyse, die u.a. von Eric Berne (Spiele der Erwachsenen) entwickelt wurde, und keine Entwicklungsstufen nach Erickson.

    Die TA geht davon aus, das sich ein Individuum in 3 verschiedenen Zuständen befinden kann: Kind, Eltern-Ich und Erwachsenen-Ich.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Ebenfalls empfehlenswert: Thomas A. Harris: „Ich bin o.k. Du bist o.k.“

    Ich glaube Sie meinen die Transaktionsanalyse, die u.a. von Eric Berne (Spiele der Erwachsenen) entwickelt wurde, und keine Entwicklungsstufen nach Erickson.

    Die TA geht davon aus, das sich ein Individuum in 3 verschiedenen Zuständen befinden kann: Kind, Eltern-Ich und Erwachsenen-Ich.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Ebenfalls empfehlenswert: Thomas A. Harris: „Ich bin o.k. Du bist o.k.“

  2. Ich glaube Sie meinen die Transaktionsanalyse, die u.a. von Eric Berne (Spiele der Erwachsenen) entwickelt wurde, und keine Entwicklungsstufen nach Erickson.

    Die TA geht davon aus, das sich ein Individuum in 3 verschiedenen Zuständen befinden kann: Kind, Eltern-Ich und Erwachsenen-Ich.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Ebenfalls empfehlenswert: Thomas A. Harris: „Ich bin o.k. Du bist o.k.“

  3. Der IMHO überzeugendste Ansatz zur Partnerwahl findet sich in der Imago-Theorie von Hendrix & Hunt - kann man sehr schön nachlesen unter http://arbeitsblaetter.st...
    Jede Beziehung ist demnach eine Art Therapie für Verletzungen in der Kindheit.

  4. Es kann sein, dass bestimmte Theorien auch 8 oder 10 Stufen beschreiben, ich denke die Entwicklung des Menschen ist beliebig verfeinerbar.
    Vielleicht gerade deswegen hat besagter Autor 3 grosse Bereiche gewählt, diese logisch beschrieben und aufgezeigt, wie sich Neurosen durch fehlenden Abschluss einer der 3 Phasen entwickeln und dann in der Partnerschaft auswirken können.
    Es ist aus meiner Sicht weniger wichtig, ob man 8 oder 15 oder 3 Phasen nimmt, wichtig ist vielmehr die Beschreibung der Phasen und der Bedingungen um diese Erfolgreich abschliessen bzw. leben zu können. Und das gelingt dem Autor aus meiner Sicht in hervorragender Weise.
    Als nicht neurotisch beschreibt er jene, die beliebig, je nach Situation, zwischen den Phasen wechseln können. So können sie beispielsweise wie Kinder mit dem Partner scherzen und spielen, aber im nächsten Moment die Kinder wie Eltern schützen und verantwortliche Entscheidungen treffen zum Wohl der Kinder.
    Neurotische Menschen bleiben hingegen in einer Phase "gefangen". Neurotische "Kinder" stampfen dann z. B., wenn der Partner etwas nicht tun will, was sie wollen, während neurotische "Eltern" auch jenen ständig Weisungen geben, die ohne Weisungen besser zurecht kommen würden. Das Buch ist dabei sehr logisch aufgebaut und unterhältlich geschrieben, es ist sogar witzig, obwohl das Thema sehr ernst ist und auch so dargestellt wird.

    Antwort auf
  5. Ich bin ja generell kein Freund von Verallgemeinerungen durch Stufenmodelle oder sonstiges, ganz besonders nicht in der Partnerschaft. Ich kenne genügend Leute, die sich in ihren Eigenschaften perfekt ergänzten und deren Beziehungen trotzdem scheiterten oder auch bei welchen, die gegensätzlicher hätten nicht sein können. Liebe kennt ja bekanntlich keine Regel.Wieso sollte es bei der Partnerwahl so sein?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service