Partnersuche Allein unter Erziehenden
Eine grüne Schleife am Kinderwagen bedeutet: Ich bin Mutter und Single. Mit ihrer Idee hat Lena Petersen das Bild der Alleinerziehenden revolutioniert.
Zehn Frauen sitzen im Garten des Mutter-Kind-Cafés am Berliner Helmholtzplatz. Sie sehen entspannt aus, unterhalten sich, wippen ihre Kinder auf dem Schoß. Glaubt man den Berliner Statistiken, ist mindestens ein Drittel dieser Frauen alleinerziehend. Welche von ihnen, weiß man nicht.
Lena Petersen sitzt auch an einem der Tische. Sie will, dass man ihr ansieht, dass sie alleinerziehend ist. Deshalb hat sie einen Code erfunden: ein grünes Seidenband, das sie um den Lenker des Kinderwagens von ihrem Sohn geschlungen hat.
Dieses Band signalisiert, dass die Kinderwagenbesitzerin Single ist. Und einem Flirt nicht abgeneigt. Petersen, 29, seit vier Monaten Mutter des kleinen Bo, stellte ihre Idee vor kurzem im Berliner Stadtmagazins zitty vor. Seitdem ist sie eine gefragte Frau. "Ich bekomme jeden Tag Mails von Frauen und Männern, die mir erzählen, wie schwierig es ist, jemanden kennenzulernen." Die meisten freuten sich darüber, dass da endlich mal eine kommt, die dem Begriff der Alleinerziehenden den Paria-Charakter nimmt. Eine hübsche, gut gelaunte, entspannte Mutter, die sagt: Hey, ich habe ein Kind, ich bin glücklich und ich darf flirten.
Dass sie mit ihrem offenen Umgang als Single-Mutter an ein Tabu rührte, wurde Petersen erst durch die Reaktionen anderer Leute bewusst. Zwei Gefühle wecken Alleinerziehende besonders häufig, merkte sie: Mitleid und Unverständnis. "Das absurdeste Erlebnis hatte ich, als ich hochschwanger auf einer Hochzeit tanzte“, erinnert sich Petersen. "Da kam eine Frau auf mich zu und fragte, wo denn mein Partner sei. Als ich antwortete, dass ich keinen habe, sagte sie: 'Du wirst schon sehen, das wird ganz, ganz schlimm.'"
Mit dem Vater ihres Kindes versteht sich Petersen gut. Sie sind kein Paar geworden, sondern Eltern. Er übernimmt Verantwortung für seinen Sohn, kommt häufig zu Besuch nach Berlin. "Es gibt keine bösen Gefühle", sagt sie.
Auch das passt nicht ins Klischee der armen verlassenen Frau. "Wenn man schon keinen Mann hat, dann soll man gefälligst auch Augenringe haben und total gestresst sein", sagt Petersen. "Aber wehe, du bist gut gelaunt und nimmst das Ganze sogar noch mit Humor."
- Datum 18.06.2010 - 12:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Warum ist die öffentliche Wahrnehmung von Alleinerziehenden so negativ?"
Wird im Artikel gefragt. Die Antwort ist einfach. In der Schule findet man zwei Hochrisikogruppen, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder Alleinerziehender.
Es gibt inzwischen nicht wenig Schulen, die nach diesen Kriterien die Kinder auf die Klassen verteilen und nicht nach Wohngebiet, damit die Problemkinder sich nicht alle in einer Klasse ballen.
Das es im Einzelfall ganz anders aussehen kann, steht außer Frage, aber die Statistik stützt das Vorurteil eindeutig.
Man sollte mal bei der Nachkriegsgeneration nachfragen, was es heißt, ohne Vater aufzuwachsen.
Den Kindern fehlt ein Teil ihrer Identität.Die Suche nach dem Vater wird für viele zum Lebensthema.
Dies ist schlicht eine Versündigung an den Kindern.
Dass das jetzt auch noch in der Zeit gefeiert wird, ist schlicht pervers.
Ignorieren und Schweigen?
Adressieren und Anklagen?
Die Situation wird sich wohl nicht ändern, also arrangiert man sich halt damit
Sie können meinen Vater fragen, der ist ohne Vater groß geworden und hats auch irgendwie überlebt. Es bringt sicher nichts, Horrorszenarien an die Wand zu malen.
Ich bin selber Vater und die Mutter meines Sohnes hat sich von mir getrennt, als dieser 1,5 Monate alt war. Mein Wunsch war das nicht, aber ich und mein Sohn müssen damit leben. Ich kann auch nicht sagen, ob das jetzt gut oder schlecht für meinen Sohn ist, ich bin nur versucht, das Beste aus der Situation für uns zu machen.
Tatsache ist, dass es heute kaum noch ökonomische Gründe gibt, an einer Beziehung festzuhalten, wenn es mal nicht so läuft, wie beide es sich vorstellen. Rein ökonomisch betrachtet ist es für die Frau erst einmal wurscht, ob mit oder ohne Partner, wenn dieser nicht gerade sehr gut verdienend ist. Ich bin Normalverdiener und mit allem Drum und Dran (Kindergeld, Unterhalt, Elterngeld) hat meine Ex z.Zt. mehr als ich zur Verfügung. Sie "verdient" z.Zt. praktisch das Gleiche wie vorher im Job. Das wird sich natürlich nach 14 Monaten ändern, aber auch da wird sie aller Voraussicht nach nicht Hunger leiden müssen. Langfristig gesehen sicher eine Problem in der Zukunft (Altersarmut), kurzfristig gesehen aber durchaus so, dass Frau davon gut leben kann.
Es ist gut, dass ökonomische Gründe wegfallen, an Beziehungen festzuhalten, es macht die Sache aber auch sehr leicht. Einfach ein grünes Bändchen an den Wagen heften, beim nächsten Mann wird dann alles anders (oder auch nicht).
"....auch noch ..... gefeiert wird, ist schlicht pervers."
Zustimmung. Man kann zwar nie wissen wie's kommt, aber meinen Enkeln (sofern sie denn mal kommen) würd ich zwei sich liebende Eltern wünschen, daß ihnen also Patchwork mit wechselnde "LAG"s erspart bleibt.
Daß also die "Jungerwachsenen" nicht allzu leichtfertig damit umgehen, mit wem sie ins Bett gehen. man könnte jetzt über Sex und Partnerschaft philosophieren..... und die vom Sozialstaat garantierte wirtschaftliche Folgenlosigkeit des eigenen Tuns.....
Aber kommen wir doch mal wieder runter. Bei unserer guten Aktivistin werden zwei Dinge kombiniert. Sie hat ein Kind - gut, das sieht man auch ohne grünes Bändchen. Aber sie hat keinen Partner, und das möchte sie mit einer Äußerlichkeit zum Ausdruck bringen.
Damit erklärt sie ihre Unzufriedenheit mit den Gepflogenheiten der Moderne, denn die hat genau solche Statuskennzeichen abgeschafft.
Also, sie möchte gerne "unter die Haube", und das bringt sie mit diesem Zeichen zum Ausdruck.
Warum nicht. Warum eigentlich das grüne Bändchen nicht auch für bindungswillige Ledige - auch ohne Kind.
Hatten wir alles schonmal. Mit der "Haube" - oder daß man ebendiese noch nicht trug. Das Abendland geht doch noch nicht unter.
Ignorieren und Schweigen?
Adressieren und Anklagen?
Die Situation wird sich wohl nicht ändern, also arrangiert man sich halt damit
Sie können meinen Vater fragen, der ist ohne Vater groß geworden und hats auch irgendwie überlebt. Es bringt sicher nichts, Horrorszenarien an die Wand zu malen.
Ich bin selber Vater und die Mutter meines Sohnes hat sich von mir getrennt, als dieser 1,5 Monate alt war. Mein Wunsch war das nicht, aber ich und mein Sohn müssen damit leben. Ich kann auch nicht sagen, ob das jetzt gut oder schlecht für meinen Sohn ist, ich bin nur versucht, das Beste aus der Situation für uns zu machen.
Tatsache ist, dass es heute kaum noch ökonomische Gründe gibt, an einer Beziehung festzuhalten, wenn es mal nicht so läuft, wie beide es sich vorstellen. Rein ökonomisch betrachtet ist es für die Frau erst einmal wurscht, ob mit oder ohne Partner, wenn dieser nicht gerade sehr gut verdienend ist. Ich bin Normalverdiener und mit allem Drum und Dran (Kindergeld, Unterhalt, Elterngeld) hat meine Ex z.Zt. mehr als ich zur Verfügung. Sie "verdient" z.Zt. praktisch das Gleiche wie vorher im Job. Das wird sich natürlich nach 14 Monaten ändern, aber auch da wird sie aller Voraussicht nach nicht Hunger leiden müssen. Langfristig gesehen sicher eine Problem in der Zukunft (Altersarmut), kurzfristig gesehen aber durchaus so, dass Frau davon gut leben kann.
Es ist gut, dass ökonomische Gründe wegfallen, an Beziehungen festzuhalten, es macht die Sache aber auch sehr leicht. Einfach ein grünes Bändchen an den Wagen heften, beim nächsten Mann wird dann alles anders (oder auch nicht).
"....auch noch ..... gefeiert wird, ist schlicht pervers."
Zustimmung. Man kann zwar nie wissen wie's kommt, aber meinen Enkeln (sofern sie denn mal kommen) würd ich zwei sich liebende Eltern wünschen, daß ihnen also Patchwork mit wechselnde "LAG"s erspart bleibt.
Daß also die "Jungerwachsenen" nicht allzu leichtfertig damit umgehen, mit wem sie ins Bett gehen. man könnte jetzt über Sex und Partnerschaft philosophieren..... und die vom Sozialstaat garantierte wirtschaftliche Folgenlosigkeit des eigenen Tuns.....
Aber kommen wir doch mal wieder runter. Bei unserer guten Aktivistin werden zwei Dinge kombiniert. Sie hat ein Kind - gut, das sieht man auch ohne grünes Bändchen. Aber sie hat keinen Partner, und das möchte sie mit einer Äußerlichkeit zum Ausdruck bringen.
Damit erklärt sie ihre Unzufriedenheit mit den Gepflogenheiten der Moderne, denn die hat genau solche Statuskennzeichen abgeschafft.
Also, sie möchte gerne "unter die Haube", und das bringt sie mit diesem Zeichen zum Ausdruck.
Warum nicht. Warum eigentlich das grüne Bändchen nicht auch für bindungswillige Ledige - auch ohne Kind.
Hatten wir alles schonmal. Mit der "Haube" - oder daß man ebendiese noch nicht trug. Das Abendland geht doch noch nicht unter.
Ignorieren und Schweigen?
Adressieren und Anklagen?
Die Situation wird sich wohl nicht ändern, also arrangiert man sich halt damit
Durch die großzügige staatliche Unterstützung ist die Anzahl der Alleinerziehenden explodiert.
Staatlich gefördertes Kind-Kaputt-Machungsprogramm!
Durch die großzügige staatliche Unterstützung ist die Anzahl der Alleinerziehenden explodiert.
Staatlich gefördertes Kind-Kaputt-Machungsprogramm!
Durch die großzügige staatliche Unterstützung ist die Anzahl der Alleinerziehenden explodiert.
Staatlich gefördertes Kind-Kaputt-Machungsprogramm!
http://www.faz.net/s/Rub0...
Hier werden die rein wirtschaftlichen Kosten und Ursachen erschöpfend beleuchtet.
Was den Kindern angetan wird, wird allerdings auch hier verschwiegen.
Ein Mann weiß sofort woran er ist, sie braucht keine langen Erklärungen ihrer Lage usw.
So sollte der Einstieg bei der Partnersuche aussehen, bißchen Farbe beim Manne wäre auch ganz nett.
Es gibt ja beim Singledasein inzwischen eine Menge Codes, was soll also die Aufregung - grün heißt offen für Flirt mit Kind.
Ok, gebundene Mütter werden evtl. zusehen ihre Männer von Spielplätzen fernzuhalten wo allzuviel grün geflaggt ist. Singlemänner und alleinerz. Väter (ja doch, die gibt es auch) könnten dies zur Orientierung nutzen.
Man könnte auch anderswo das grüne Band aufhängen, z.B. am Auto sofern vorhanden - irgendwann hat Kinderwagen/Karre ja ausgedient.
Ein grünes Armband wäre i.W. auch ne gute Idee, damit kann man ohne Bedenken ausgehen, sobald sich das Zeichen rumgesprochen hat.
Oder eben ein grüner Ring, z.B. linker Hand - oder als Ohrring getragen - es gibt ja auch verheiratete Menschen, die einen Ehering als Signalzeichen tragen (auch wenn das heute nicht mehr viel zählt) - andere Gruppen tragen best. Ohrringe usw.
Sicher werden sich wieder einige aufregen, weil Mutter sich hier letztlich als sexuelles Wesen - sprich Frau - outet und dies evtl. nicht mit der Suche nach einem sozialen Vater für´s Kind verbunden ist. Na Und? Kinderlose Frauen dürfen das heute allerorten. Wo ist bei Muttern der Skandal dabei? Dass sie nicht zuerst an´s Kind, sondern auch mal an sich denkt? Und genau das ist gut für´s Kind.
@2: vereinsamte unglückliche Mütter sind keine Alternative.
Gruß: m.
Sie können meinen Vater fragen, der ist ohne Vater groß geworden und hats auch irgendwie überlebt. Es bringt sicher nichts, Horrorszenarien an die Wand zu malen.
Ich bin selber Vater und die Mutter meines Sohnes hat sich von mir getrennt, als dieser 1,5 Monate alt war. Mein Wunsch war das nicht, aber ich und mein Sohn müssen damit leben. Ich kann auch nicht sagen, ob das jetzt gut oder schlecht für meinen Sohn ist, ich bin nur versucht, das Beste aus der Situation für uns zu machen.
Tatsache ist, dass es heute kaum noch ökonomische Gründe gibt, an einer Beziehung festzuhalten, wenn es mal nicht so läuft, wie beide es sich vorstellen. Rein ökonomisch betrachtet ist es für die Frau erst einmal wurscht, ob mit oder ohne Partner, wenn dieser nicht gerade sehr gut verdienend ist. Ich bin Normalverdiener und mit allem Drum und Dran (Kindergeld, Unterhalt, Elterngeld) hat meine Ex z.Zt. mehr als ich zur Verfügung. Sie "verdient" z.Zt. praktisch das Gleiche wie vorher im Job. Das wird sich natürlich nach 14 Monaten ändern, aber auch da wird sie aller Voraussicht nach nicht Hunger leiden müssen. Langfristig gesehen sicher eine Problem in der Zukunft (Altersarmut), kurzfristig gesehen aber durchaus so, dass Frau davon gut leben kann.
Es ist gut, dass ökonomische Gründe wegfallen, an Beziehungen festzuhalten, es macht die Sache aber auch sehr leicht. Einfach ein grünes Bändchen an den Wagen heften, beim nächsten Mann wird dann alles anders (oder auch nicht).
Ich finde die Idee mit der grünen Schleife gut. Was ich weniger gut finde, sind die Reaktionen, die z. T. aus den Kommentaren hervorgehen. Warum muss man da gleich wieder auf Alleinerziehenden rumhacken?
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