Online-Dating: Visitenkarten für die Liebe
In New York beginnt das Online-Dating auf der Straße. Mit "Dating Cards" – Visitenkarten für Flirtwillige – werden potenzielle Partner zur Profilseite im Netz gelotst.
© Justina Horn

Kartenverteilen richtig gemacht - die Online-Plattform Cheek'd veranstaltet regelmäßig Treffen für Interessierte. Eine "E-Flirt-Expertin" gibt dabei Ratschläge und Tipps
An einem üblichen Werktag begegnet man in New York 664 Menschen, deren Erscheinungsbild man wenigstens für einen kurzen Augenblick bewusst wahrnimmt. Das ist keine repräsentative Zahl, sie basiert auf einem Selbstversuch. Morgens auf dem Weg zur U-Bahn: 26. Auf dem Bahnsteig: 19. Während der Fahrt: 63 neue Gesichter. Auf dem Weg zur Redaktion mit einem Abstecher zum Bäcker: 79. Im Büro: 17, inklusive Fahrradkuriere. In der Mittagspause auf der 6th Avenue und im Starbucks: 225 fremde Menschen. Auf dem Heimweg nach Brooklyn: 112. Im Supermarkt: 40. Beim Abendessen im Restaurant und in der Bar um die Ecke: 82. Im Taxi: 1.
Für einen Großstädter auf Partnersuche sind das ungemein viele Chancen, dem potenziellen Mr. Right oder der künftigen Freundin über den Weg zu laufen. Natürlich fallen viele Passanten aufgrund von Geschlecht, Alter oder äußerlichen Merkmalen durchs Raster. Doch um wieder eine unrepräsentative Zahl zu nennen: Es sind mindestens zwei Kandidaten pro Tag dabei, deren Wiedersehen man nicht bedauern würde. Was also wäre, wenn? Was wäre, wenn es nicht nur bei einem kurzen Blickaustausch und dem offensichtlichen Sympathie-Bekunden mit dem Mann in den blauen Shorts an der Supermarktkasse geblieben wäre?
An diese Frage knüpfen Firmen wie FlipMe und Cheek'd an. Für 25 Dollar erwerben Flirtwillige bei FlipMe eine dreimonatige Mitgliedschaft. Dafür bekommen sie eine Profilseite und 30 Karten nach Hause geschickt. Diese "Dating Cards" besitzen das Format von Visitenkarten und sind mit einem Spruch, einem individuellen Code und der Aufforderung, das Profil des Kartenbesitzers zu besuchen, versehen. "I’ve said, 'What if?' too many times. Not this time" ist der Standardsatz von FlipMe. Cheek’d hat dagegen eine ganze Palette an Flirt-Starthilfen: "Can I see you again?", "Feel free to stalk me" oder "This card could change your life".
Mit ihrem Kartenprinzip stellen FlipMe und Cheek’d das Konzept der "traditionellen" Partnersuche im Internet – die Suche in der virtuellen und das anschließende Treffen in der realen Welt – auf den Kopf.








... aber die Preise sind ja wirklich absurd.
Stimme zu, die Idee gefällt mir. Aber solche Karten kann man sich auch selber machen, einfach ansprechend gestalten auf nicht zu billigem Papier und einen netten Spruch drauf und dann die Verknüpfung zum Facebook-Profil - das sollte den Zweck schon erfüllen und man ist nicht auf drei Monate gebunden, bevor man wieder 25$ zahlen darf.
Stimme zu, die Idee gefällt mir. Aber solche Karten kann man sich auch selber machen, einfach ansprechend gestalten auf nicht zu billigem Papier und einen netten Spruch drauf und dann die Verknüpfung zum Facebook-Profil - das sollte den Zweck schon erfüllen und man ist nicht auf drei Monate gebunden, bevor man wieder 25$ zahlen darf.
Und wo ist jetzt der Vorteil gegenüber dem Austausch der Handynummer? Doch nicht etwa der unkreative vorgefertigte Anmachspruch..., denn der wird garantiert nichts besonderes im potentiellen Partner auslösen bei der ersten Begegnung und ob er die Kontaktaufnahme erleichtert wag ich auch zu bezweifeln.
man bei der Mobilfunknummer die Nervbacken, die abgeblitzt sind nicht einfach blockieren kann?
Muss eben jeder für sich selber wissen, ob er / sie so etwas probieren möchte oder nicht.
man bei der Mobilfunknummer die Nervbacken, die abgeblitzt sind nicht einfach blockieren kann?
Muss eben jeder für sich selber wissen, ob er / sie so etwas probieren möchte oder nicht.
Keine Idee scheint dämlich genug, um nicht doch irgendwie verzweifelten Singles das Geld aus der Nase ziehen zu können. Die Idee ist wirklich arm an Einfallsreichtum. Evt. ist es einfach so, dass Singles, die krampfhaft auf Partnersuche sind, sich irgendwann verzetteln auf der Suche nach Mr. Right. oder Mrs. Right. Die Vielzahl an Möglichkeiten birgt das Risiko, da draußen könnte ja immer noch was besseres sein. Und wer glaubt enrnsthaft, bei 6,8 Mrd. Menschen findet man diesen ominösen Mr. Right oder Mrs. Right? Vielleicht einfach mal die Ansprüche auf Normalmaß runterschrauben.
Wenn ich überliege, wie viele Partnerbörsen, Speeddating-Agenturen ect. es inzwischen gibt, müssten doch inzwischen alle Singles vergeben sein. Aber offensichtlich werden es immer mehr, sonst entstünden nicht immer mehr dieser Agenturen und auch Ideen. Manchmal führt zuviel Auswahl dazu, dass man sich nicht entscheiden kann.
Wenn mir jemand eine Karte zusteckt, auf der steht man solle sich irgendwo anmelden oder anrufen: ich würde es nicht tun.
Ich würde annehmen jemand will nur an meine Kreditkartennummer, oder mir eine teure Hotline aufschwatzen
Stimme zu, die Idee gefällt mir. Aber solche Karten kann man sich auch selber machen, einfach ansprechend gestalten auf nicht zu billigem Papier und einen netten Spruch drauf und dann die Verknüpfung zum Facebook-Profil - das sollte den Zweck schon erfüllen und man ist nicht auf drei Monate gebunden, bevor man wieder 25$ zahlen darf.
Die Schizophrenie dieser Gesellschaft erreicht doch tatsächlich ungeahnte Höhen. Wobei, ein solches Abstraktionsvermögen kenn ich sonst nur aus höherer Mathematik, also Respekt dafür an die Erfinder des Geschäftsmodells ;)
Visitenkarten gibts billiger, Standardsprüche auch und Profilseiten erst recht. Oder man schreibt gleich Telefonnummer und E-mail drauf. Auerhauerha!
Aber vielleicht richtet sich das Modell ja an Taschendiebe, können die statt der Brieftasche ne Karte da lassen...^^
besteht darin, daß man im Internet sich schon als Suchender zu erkennen gegeben hat. Was nützen 667 Kontakte täglich, wenn die meisten Gegenüber gar keinen Partner suchen? Und bestimmt gerade die nicht, die in die engere Wahl kämen.
Anstatt dieser Kärtchen, die man einem zusteckt, _nachdem_ der erste Kontakt stattgefunden hat, wäre es viel verdienstvoller, allgemeine Zeichen zu entwickeln, daß Interessenten a priori erfahren können, daß das Gegenüber (das sich was traut!) Kontakt sucht und welchen.
Früher trugen Frauen Kopfbedeckungen je nach Familienstand. Heute gibt's höchstens noch den Ehering; das ist aber ein unsicheres Zeichen und es fällt auf, wenn man danach sucht.
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Aus gegebenem Anlaß mußte ich natürlich AUCH zu diesem Thema meinen Senf geben; interessierte Frauen können mich gerne über meinen beruflichen Link kontaktieren, wo ein Foto und eine Email-Adresse zu finden ist.
http://www.atis.uka.de/41...
Grüße aus Karlsruhe
Harald Artur Irmer
...wenn keiner davon ausgeht, dass die Person einen Partner sucht? Das und der Schutz der Privatssphäre ist meiner Meinung nach der Vorteil beim Netzdating. In meinem Umfeld haben diverse Menschen ihre Partner auf diesem Wege gefunden.
interessanter Kommentar, der konsequent abschließt. :-)
"Früher trugen Frauen Kopfbedeckungen je nach Familienstand. Heute gibt's höchstens noch den Ehering; das ist aber ein unsicheres Zeichen und es fällt auf, wenn man danach sucht."
Also das mit den Kopfbedeckungen ist doch viel zu kompliziert. Das war vielleicht im Mittelalter so, aber heutzutage gibt es Gott sei Dank einfachere Wege herauszufinden, ob die (oder der) gegenüber an einer Bekanntschaft interessiert ist. Und das ganz besonders in einer modernen Großstadt!
PS: Das mit der Kopfbedeckung erinnert mich an den Artikel neulich hier auf ZEIT-Online über Fächer in Sevilla. Aber auch in Sevilla gibt niemand mehr geheime Zeichen mit dem Fächer.
http://www.zeit.de/2010/3...
PPS: Zum Thema Zeichen fällt mir auch noch Bert Brecht ein: "Wenn sich die Weiber schminken ist es als ob sie winken..." Aber das ist natürlich auch eine Frage des Stils. ;-)
...wenn keiner davon ausgeht, dass die Person einen Partner sucht? Das und der Schutz der Privatssphäre ist meiner Meinung nach der Vorteil beim Netzdating. In meinem Umfeld haben diverse Menschen ihre Partner auf diesem Wege gefunden.
interessanter Kommentar, der konsequent abschließt. :-)
"Früher trugen Frauen Kopfbedeckungen je nach Familienstand. Heute gibt's höchstens noch den Ehering; das ist aber ein unsicheres Zeichen und es fällt auf, wenn man danach sucht."
Also das mit den Kopfbedeckungen ist doch viel zu kompliziert. Das war vielleicht im Mittelalter so, aber heutzutage gibt es Gott sei Dank einfachere Wege herauszufinden, ob die (oder der) gegenüber an einer Bekanntschaft interessiert ist. Und das ganz besonders in einer modernen Großstadt!
PS: Das mit der Kopfbedeckung erinnert mich an den Artikel neulich hier auf ZEIT-Online über Fächer in Sevilla. Aber auch in Sevilla gibt niemand mehr geheime Zeichen mit dem Fächer.
http://www.zeit.de/2010/3...
PPS: Zum Thema Zeichen fällt mir auch noch Bert Brecht ein: "Wenn sich die Weiber schminken ist es als ob sie winken..." Aber das ist natürlich auch eine Frage des Stils. ;-)
...wenn keiner davon ausgeht, dass die Person einen Partner sucht? Das und der Schutz der Privatssphäre ist meiner Meinung nach der Vorteil beim Netzdating. In meinem Umfeld haben diverse Menschen ihre Partner auf diesem Wege gefunden.
Liebe chrisygoe,
Danke für Ihre Antwort!
Können Sie hier - wenn Sie meinen, auch nur per PN - Netz-Partnerbörsen etc. empfehlen, bitte? Auch für mich als Mann geeignet, mittelmäßig, kein Akademiker? (Männer haben weniger Auswahl und eine Kontaktbörse, die erfolgreich einem Star-Architekten eine Partnerin nach Maß vermittelt hat, hilft _mir_ wohl nicht) Dann werde ich noch ein bißchen theoretisieren ;-) und danach Ihre(n) Vorschlag/Vorschläge ausprobieren - und unter Wahrung von Persönlichkeitsrechten - geeignet berichten.
Danke!
Grüße,
Harald Artur Irmer
Liebe chrisygoe,
Danke für Ihre Antwort!
Können Sie hier - wenn Sie meinen, auch nur per PN - Netz-Partnerbörsen etc. empfehlen, bitte? Auch für mich als Mann geeignet, mittelmäßig, kein Akademiker? (Männer haben weniger Auswahl und eine Kontaktbörse, die erfolgreich einem Star-Architekten eine Partnerin nach Maß vermittelt hat, hilft _mir_ wohl nicht) Dann werde ich noch ein bißchen theoretisieren ;-) und danach Ihre(n) Vorschlag/Vorschläge ausprobieren - und unter Wahrung von Persönlichkeitsrechten - geeignet berichten.
Danke!
Grüße,
Harald Artur Irmer
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