Schlafzimmer: Paare in getrennten Betten
Getrennte Schlafzimmer als Zeichen einer ermüdeten Beziehung? Die Bettgeschichte zeigt: Es gibt gute Gründe dafür, dass beide ihr eigenes Gemach haben.
Neulich bei einem Abendessen mit Freunden. Die Frage "Schlaft Ihr eigentlich noch in einem Bett?" kam dort ungefähr so an, als hätte man sich nach deren letzten One-Night-Stand erkundigt. "Was denkst du denn!", war die Antwort. Und ob man denn Leute kenne, die getrennt schlafen?! Allerdings, so erzählten sie, sei die 14-jährige Tochter in der letzten Woche ziemlich verwirrt nach Hause gekommen. Sie hatte herausgekriegt, dass die Eltern ihrer besten Freundin Emily statt gemütlich in einem Bett in zwei getrennten Zimmern schlafen. Für besonders glücklich hält man die Emilys jetzt jedenfalls nicht mehr.
Die Schlafzimmerfrage scheint einiges über unser Verständnis von Liebe und Beziehungen zu erzählen; als seien Schlafgewohnheiten so etwas wie ein Spiegel der Beziehung. Nach dem Motto: Nur wer besonders dicht aneinandergekuschelt die Nacht verbringt – jede Nacht –, kann sich auch besonders lieb haben. Das moderne Schlafzimmer ist zwar in den letzten Jahrzehnten immer Mal wieder durchlüftet worden, doch selbst die Aufräumarbeiten der 60er und 70er Jahre haben nicht unbedingt zur emotionalen Entspannung beigetragen. Als Gradmesser gefühlten Beziehungsstands ist die gemeinsame Matratze bis heute romantische Idealvorstellung – bis dass der Tod euch scheidet. Für viele folgt getrennten Schlafzimmern bald schon die sichere Scheidung, mindestens aber der Notanker Paartherapie.
Nun kennt die nächtliche Innigkeit viele Nuancen. Das beginnt mit Alltäglichkeiten wie der Entscheidung für oder gegen einen Schlafanzug. Oder der Bettzeugfrage. So hat sich die große Decke, unter die das Paar gemeinsam schlüpft, Herzschlag an Herzschlag, keineswegs überall auf der Welt durchgesetzt. Die Deutschen scheinen ihr Federbett so ungern zu teilen wie ihr Kopfkissen. Jeder schläft am liebsten kokonartig wie eine kleine Raupe für sich allein unter der warmen Decke. Um mehr als Design geht es auch bei den Betten selbst. Wie intim hätten Sie’s denn gern? Die sogenannten Zwillingsbetten lassen sich je nach Laune und Schlafzimmergestaltung beliebig auseinanderrücken. Oder doch lieber das große, bedeutungsschwangere Doppelbett?








Es gibt ihn nicht, den Trend. Es ist vieles möglich, und für jede Variante lassen sich gute Gründe finden. Klar wird auch: Man sollte keine vorschnellen Schlüsse ziehen, wenn man sieht, wie Leute ihr Leben einrichten. Dazu bedarf es dann schon mehrerer Anhaltspunkte. Oder man spricht einfach mal offen drüber.
Selbst wenn es ihn gibt - ist doch völlig egal. Soll jeder schlafen wie er will..
Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion für Äußerungen zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg
Selbst wenn es ihn gibt - ist doch völlig egal. Soll jeder schlafen wie er will..
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haben was für sich auch um des lieben Hausfriedens wegen. Viele im Bekanntenkreis haben diese, der Grund ist auch meist sehr banal, aber nachvollziehbar. Nennt sich in den meisten Fällen Schnarchen und das betrifft Männlein und Weiblein. Ich mute meiner Partnerin auch nicht mehr meine nächtlichen Abholzorgien zu und seit dem sind alle ausgeruhter und ausgeglichener.
Da kann ich dem Prof. aus Minesota nicht zu stimmen, Schnarchen hat ausser für den Schnarcher und eigentlich auch da nichts Positives.
Aber wie immer gilt, was die Beziehung am laufen hält ist gut und da sind getrennte Schlafzimmer glaube das kleinste Übel.
"Gtrennte Schlafzimmer oder wenigstens Liegestatt" soll für emotionale Frostbeulen eine tolle Erfindung sein während es für heißblütigere Menschen jeden Alters der Startschuß darstellt für eine geheime oder offizielle Alternative.
Als Workoholiker kann ich über diesen Artikel nur schmunzeln. Wann habe ich zum letzten Mal geschlafen? Vor 20 Jahren. Aber das Beziehungsproblem existiert. Auch meine Freundin und ich diskutieren darüber, ob wir die Amphetamine aus dem gleichen Döschen nehmen oder ob jeder ein eigenes benutzt.
"Wie das Wissenschaftsteam um den Wiener Verhaltensbiologen John Dittami vor einigen Jahren belegte, ist Alleinschlafen vor allem für Frauen oft gesünder und erholsamer, da sie evolutionspsychologisch als Hüterinnen der Familie wachsamer und geräuschempfindlicher schlafen." Da bin ich aber froh, dass ich schwul bin. Nichts Schöneres, als nachts an einem Kuss aufzuwachen, sich glücklich umzudrehen und in den Arm genommen zu werden.
Schon interessant,den Artikel im Kontrapunkt zur hitzigen Debatte um das "Kondomverbot"beim Papst zu lesen.Durch Erfahrungen nach der "Liebesheirat"reifen manche in eine andere Wirklichkeit in Wahrheit hinein.Geistseelisch-persönliche Reife aus dem Indiewahrheitkommen im Selbst erkennt hier im Bette wie im Schlafe(schlaftrunkenerweise)ein anderes,als lediglich dem Sexus zu frönen,sofern er seinem eigentlichen Zwecke,der Erzeugung von Nachwuchs,nicht dient.Die Lebenswirklichkeit des Menschen sieht ganz schnell eben anders aus.Aus Verzauberung im Verliebtsein wird Fundierung im Wesentlichen,Subsantiellen,den Wesensgrundbestand Gebenden.
Die meisten sind doch heute Singles. Der Trend geht dazu, alleine in einem 2er Bett zu schlafen, mit 2 Kopfkissen und 2 Decken, weil, man gibt die Hoffnung nicht so leicht auf..
Wenn ich das mal sagen darf: Eine tolle und wahre Beobachtung. Ich fühlte mich ertappt, das Doppelbett nährt Hoffnungen!
Wenn ich das mal sagen darf: Eine tolle und wahre Beobachtung. Ich fühlte mich ertappt, das Doppelbett nährt Hoffnungen!
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