Leserartikel

Beziehungen Ich bin glücklich single

Leserin Vanessa Lehmann ist solo und zufrieden damit. Nur erwecken Frauenzeitschriften und ihre Pärchenfreunde ständig den Eindruck, man müsse einen Partner haben.

Die meisten meiner Freunde und Bekannten sind in Beziehungen. Schon ewig, obwohl wir alle noch relativ jung sind, Mitte 20. Viele wohnen schon zusammen und wenn nicht, findet die gesamte Tagesplanung trotzdem nur in Abstimmung mit der des Partners statt. Wir, wir, wir. Die meisten behaupten, glücklich damit zu sein. Ich glaube ihnen meistens.

Ich bin 23 und Single. Ich bin zufrieden damit. Meistens. In fast jeder Frauenzeitschrift lese ich, wie unglücklich man als Single sei, während man auf den Mann wartet, der einen aus der unerträglichen, schmerzlichen Einsamkeit rettet. Oder man liest von der wilden, emotionsgeladenen Jagd nach dem Richtigen, die einen von One-Night-Stand zu One-Night-Stand führt. Man fühlt sich fast schlecht, wenn man ohne großes Drama abwartet, ob es passt oder nicht. Der Eindruck entsteht, dass man einen Partner haben muss.

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Der Beziehungsstatus spaltet ganze Freundeskreise. Singlefreunde und Pärchenfreunde passen selten zusammen. Pärchen und Pärchen, das passt besser. Ich als Single fühle mich in meinem Pärchenfreundeskreis eher unwohl. Als Single wird man begutachtet. Man wird gefragt, wen man denn so kennen gelernt hat und warum es denn mal wieder nicht geklappt hat.

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Keine Ahnung, warum es bei mir bisher noch nicht geklappt hat. Vermutlich, weil ich lieber noch suche, mich noch umgucken will. Weil ich ausprobieren will, wer zu mir passen könnte und wer nicht. Weil ich erkunde, was eigentlich eine gute Beziehung für mich ausmacht, was Liebe ist, und was ich von Treue halte.

Vor Kurzem hörte ich in der U-Bahn ein Mädchen sagen, die sechs Wochen zwischen ihrem 16. und 22. Lebensjahr, in denen sie Single war, waren die schlimmsten ihres Lebens. Sie sei so einsam gewesen, so alleine. Die vier Jahre zwischen meinem 16. und 23. Lebensjahr, in denen ich Single war, habe ich nicht so empfunden. Ich würde sagen, das waren die lehrreichsten. Wann, wenn nicht dann, wenn man alleine ist, kann man sich weiter entwickeln, seinen Horizont erweitern und sich selbst kennen lernen? Alleine, aber dafür mit sich im Reinen.

Letztendlich ist es doch besser, in Sachen Liebe immer wieder auf die Nase zu fallen, wenn man noch jung ist, als sich aus Angst vorm Alleinsein in eine Beziehung zu flüchten oder in einer zu verharren, die einem nur geradeso ausreicht. Ich weiß inzwischen ganz gut, was ich mag, was ich nicht mag, was ich kann, was nicht, wo ich ungefähr hin will. Weil ich es mit mir selbst abgerungen habe. Alleine glücklich sein zu können, ist ein großer Vorteil. Auch wenn das nicht immer schön ist und nicht immer glücklich macht. Wer mit dem Ich zufrieden ist, kann auch als Wir zufrieden sein.

 
Leser-Kommentare
  1. Mit der oben beschriebenen Einstellung wird das wohl eher nichts mit einer Partnerschaft.

    Denn in der Regel müssen in einer Partnerschaft beide was zu geben bereit sein. Der Text oben liest sich nicht so als wenn die Dame bereit ist ein Stück von Ihrem derzeitigen "Status Quo" abzugeben oder gar ein Stück "zurückzustecken" oder sich zurückzunehmen.
    In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir.

    Aber die Dame sagt ja- sie ist als Single "zufrieden". Und das glaube ich Ihr sofort.

    7 Leser-Empfehlungen
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    "In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir."

    Genau deswegen ist man als Single unter Pärchen selten gut aufgehoben. Wegen diesem ständigen "Wir", "Wir", "Wir", zumal dann, wenn man sich als Single auch noch erdreistet, "glücklich" zu sein und nicht verhärmt und verbohrt auf der Suche ist. Es ist bei den meisten Pärchen gerade so, als hätten sie ihre Individualität in dem Moment abgegeben, als sie zusammengekommen sind. Oder vielleicht auch nur erfolgreich unterdrückt und weggeschlossen. Des "Glücklichseins" wegen.

    In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir
    --------------------------
    ohne ein zufriedenes Ich, gibt es auch kein glückliches Wir
    die Scheidungszahlen beweisen es
    wer mit der ach so schrecklichen Einsamkeit nicht klar kommt ,dem wird auch die ach so glückliche Zweisamkeit oft zu anstrengend
    allerdings schreibt Leserin Vanessa auch
    ... weil ich lieber noch suche ...
    ich bin nicht der Meinung ,dass man die grosse Liebe "suchen" kann
    es passiert ,denke ich
    in diesem Sinne
    viel Glück

    "Der Text oben liest sich nicht so als wenn die Dame bereit ist ein Stück von Ihrem derzeitigen "Status Quo" abzugeben oder gar ein Stück "zurückzustecken" oder sich zurückzunehmen."

    Welchen Artikel haben Sie gelesen???

    • -CKV-
    • 29.11.2011 um 17:40 Uhr

    "In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir."

    Soso, man kann also kein zufriedenes Ich mehr haben? Dass eine Beziehung, in der langfristig nur ein Partner glücklich ist, nicht funktionieren kann, ist klar. Aber das Ich aufgeben und nur noch als Wir existieren? Was liebt denn der Partner? Das Wir, oder den anderen Menschen? Wie könnte ich selbst einen anderen Menschen lieben, der sich nicht mehr als Ich versteht, der sich für einen Plural aufgibt? Ich kann auch zufrieden sein, wenn mein Partner gerade mal für ein paar Wochen auf Reisen ist. Ich kann in Dingen aufgehen, die mit meinem Partner in keinerlei Beziehung stehen, nichts mit ihm zu tun haben. Ohne Ich kein Wir.

    Beziehungen ist eines der Themen, bei denen jeder meint er haette Ahnung davon (Wirtschaft/VWL ist genauso ein Beispiel). Wenn man sich aber anschaut, was fuer ein Kampf und Trauerspiel die meisten Beziehungen sind, sollte man dieser wohlgemeinten Expertise doch eher misstrauen (was Vanessa cleverer weise tut).

    Ich perseoenlich finde die Haltung und Denkweise von Vanessa aeusserst reif und ueberlegt. Das die Mehrheit der Menschen natuerlich Gicht und Galle denkt, sollte man ihnen nicht uebel nehmen. Wissen es halt nicht besser.

    Solange, sie sich treu bleibt, braucht sie auch im Leben keine Beziehung (schon gar nicht, weil andere Menschen das denken oder sagen). Es gibt solche Menschen und es gibt solche, man muss nur wissen wer und was man ist. Wenn man unreflektiert in Beziehungen stuermt wie das bei uns Usus ist, nur um nicht allein zu sein, dann hat man genau die Situation wie sie im Moment in unserer Gesellschaft ist, Beziehungen als Kampf und Trauerspiel.

    "In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir."

    Genau deswegen ist man als Single unter Pärchen selten gut aufgehoben. Wegen diesem ständigen "Wir", "Wir", "Wir", zumal dann, wenn man sich als Single auch noch erdreistet, "glücklich" zu sein und nicht verhärmt und verbohrt auf der Suche ist. Es ist bei den meisten Pärchen gerade so, als hätten sie ihre Individualität in dem Moment abgegeben, als sie zusammengekommen sind. Oder vielleicht auch nur erfolgreich unterdrückt und weggeschlossen. Des "Glücklichseins" wegen.

    In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir
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    ohne ein zufriedenes Ich, gibt es auch kein glückliches Wir
    die Scheidungszahlen beweisen es
    wer mit der ach so schrecklichen Einsamkeit nicht klar kommt ,dem wird auch die ach so glückliche Zweisamkeit oft zu anstrengend
    allerdings schreibt Leserin Vanessa auch
    ... weil ich lieber noch suche ...
    ich bin nicht der Meinung ,dass man die grosse Liebe "suchen" kann
    es passiert ,denke ich
    in diesem Sinne
    viel Glück

    "Der Text oben liest sich nicht so als wenn die Dame bereit ist ein Stück von Ihrem derzeitigen "Status Quo" abzugeben oder gar ein Stück "zurückzustecken" oder sich zurückzunehmen."

    Welchen Artikel haben Sie gelesen???

    • -CKV-
    • 29.11.2011 um 17:40 Uhr

    "In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir."

    Soso, man kann also kein zufriedenes Ich mehr haben? Dass eine Beziehung, in der langfristig nur ein Partner glücklich ist, nicht funktionieren kann, ist klar. Aber das Ich aufgeben und nur noch als Wir existieren? Was liebt denn der Partner? Das Wir, oder den anderen Menschen? Wie könnte ich selbst einen anderen Menschen lieben, der sich nicht mehr als Ich versteht, der sich für einen Plural aufgibt? Ich kann auch zufrieden sein, wenn mein Partner gerade mal für ein paar Wochen auf Reisen ist. Ich kann in Dingen aufgehen, die mit meinem Partner in keinerlei Beziehung stehen, nichts mit ihm zu tun haben. Ohne Ich kein Wir.

    Beziehungen ist eines der Themen, bei denen jeder meint er haette Ahnung davon (Wirtschaft/VWL ist genauso ein Beispiel). Wenn man sich aber anschaut, was fuer ein Kampf und Trauerspiel die meisten Beziehungen sind, sollte man dieser wohlgemeinten Expertise doch eher misstrauen (was Vanessa cleverer weise tut).

    Ich perseoenlich finde die Haltung und Denkweise von Vanessa aeusserst reif und ueberlegt. Das die Mehrheit der Menschen natuerlich Gicht und Galle denkt, sollte man ihnen nicht uebel nehmen. Wissen es halt nicht besser.

    Solange, sie sich treu bleibt, braucht sie auch im Leben keine Beziehung (schon gar nicht, weil andere Menschen das denken oder sagen). Es gibt solche Menschen und es gibt solche, man muss nur wissen wer und was man ist. Wenn man unreflektiert in Beziehungen stuermt wie das bei uns Usus ist, nur um nicht allein zu sein, dann hat man genau die Situation wie sie im Moment in unserer Gesellschaft ist, Beziehungen als Kampf und Trauerspiel.

  2. 2. Q.E.D.

    "In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir."

    Genau deswegen ist man als Single unter Pärchen selten gut aufgehoben. Wegen diesem ständigen "Wir", "Wir", "Wir", zumal dann, wenn man sich als Single auch noch erdreistet, "glücklich" zu sein und nicht verhärmt und verbohrt auf der Suche ist. Es ist bei den meisten Pärchen gerade so, als hätten sie ihre Individualität in dem Moment abgegeben, als sie zusammengekommen sind. Oder vielleicht auch nur erfolgreich unterdrückt und weggeschlossen. Des "Glücklichseins" wegen.

    21 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Wird wohl nichts."
  3. Ach ja, mit 23 denkt man so - und das ist auch gut so.

    Irgendwann kommt man halt auf den Trichter, dass ein Single-leben recht einsam ist. Der dumme Glaube an die Selbstverwirklichung macht uns was vor. Man erkennt irgendwann, dass Selbstverwirklichung einen nicht erfüllt, man fragt sich nach dem "wozu" oder "fuer wen". Selbstverwirklichung ist nur dann gelungen, wenn man jemanden hat, fuer den man sich verwirklicht und man sein Erschaffenes weitergeben kann.

    Mit 23 braucht man noch nicht so zu denken, aber bei den Meisten geht das Licht früher oder später auf!

    16 Leser-Empfehlungen
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    In dem Artikel findet man den Begriff "Selbstverwirklichung" weder wörtlich noch im umschriebenen Sinne.

    Fällt es in einer Beziehung so schwer zu akzeptieren, daß man auch ohne Beziehung glücklich sein kann ? Mit 48, nach einer mißlungenden Ehe und langjährigen Partnerschaften ohne Trauschein lebe ich nun auch schon mehrere Jahre "ohne". Deutlich glücklicher und ausgeglichener fühle ich mich frecherweise auch noch. Darf ich das sagen oder oute ich mich damit schon als bindungsgestörter Soziopath ? Zu allem Überfluß erlaube ich mir auch noch etliche - alleinstehende und in Partnerschaft gebundene - weibliche Freunde in meinem Bekanntenkreis zu haben, zu denen ich teilweise schon Jahrzehnte andauernden Kontakt pflege. Und das auch noch ohne gleich bei jedem Gespräch mit ihnen bizarrste Sexualphantasien zu entwickeln. Ganz schön strange, nicht wahr ?

    In dem Artikel findet man den Begriff "Selbstverwirklichung" weder wörtlich noch im umschriebenen Sinne.

    Fällt es in einer Beziehung so schwer zu akzeptieren, daß man auch ohne Beziehung glücklich sein kann ? Mit 48, nach einer mißlungenden Ehe und langjährigen Partnerschaften ohne Trauschein lebe ich nun auch schon mehrere Jahre "ohne". Deutlich glücklicher und ausgeglichener fühle ich mich frecherweise auch noch. Darf ich das sagen oder oute ich mich damit schon als bindungsgestörter Soziopath ? Zu allem Überfluß erlaube ich mir auch noch etliche - alleinstehende und in Partnerschaft gebundene - weibliche Freunde in meinem Bekanntenkreis zu haben, zu denen ich teilweise schon Jahrzehnte andauernden Kontakt pflege. Und das auch noch ohne gleich bei jedem Gespräch mit ihnen bizarrste Sexualphantasien zu entwickeln. Ganz schön strange, nicht wahr ?

  4. 4. Ja....

    ....und was genau is denn so schlimm daran...?

  5. In einer Partnerschaft gibt es kein "zufriedenes" Ich mehr sondern nur noch ein "glückliches" Wir
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    ohne ein zufriedenes Ich, gibt es auch kein glückliches Wir
    die Scheidungszahlen beweisen es
    wer mit der ach so schrecklichen Einsamkeit nicht klar kommt ,dem wird auch die ach so glückliche Zweisamkeit oft zu anstrengend
    allerdings schreibt Leserin Vanessa auch
    ... weil ich lieber noch suche ...
    ich bin nicht der Meinung ,dass man die grosse Liebe "suchen" kann
    es passiert ,denke ich
    in diesem Sinne
    viel Glück

    6 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Wird wohl nichts."
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    Die Scheidungszahlen berweisen lediglich, daß dem "Ich" mehr Bedeutung als dem "Wir" beigemessen wird.
    Ob zu Recht oder Unrecht ist eine andere Frage.

    Die Scheidungszahlen berweisen lediglich, daß dem "Ich" mehr Bedeutung als dem "Wir" beigemessen wird.
    Ob zu Recht oder Unrecht ist eine andere Frage.

  6. Mit 23 hatte ich 3 Beziehungen hinter mir und lebte zufrieden in einem Freundeskreis, in dem diese Dinge sehr unkompliziert gesehen und konkret gelebt wurden. Dieser Freundeskreis bestand u.a. auch aus Frauen, und ich machte die Erfahrung, daß man durchaus nette Abende und Nächte mit verschiedenen Menschen zusammen verbringen konnte (einzelne Singles unter sich). Aber das Leben war grausam ;-)und eines Tages (mit Ende 23) hatte ich eine Beziehung. Die dauert (als Ehe)bis heute, also bisher etwa 37 Jahre, 3 Kinder inklusive, und es gibt sehr gute Zeiten und solche, in denen ich der alten Zeit hinterher trauere. Was nun gut, erstrebenswert oder schlecht ist, wer soll das wissen? Dafür müßte man den Sinn des Lebens kennen. Wenn der aber "nur" darin besteht, Erfahrungen aller Art zu machen, dann ist alles gut, solange man niemanden verletzt. Die Gesellschaft oder die Mitmenschen geht es allerdings überhaupt nichts an, ob jemand "Single" ist oder sich anders orientiert.

    24 Leser-Empfehlungen
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    • Tammy
    • 01.12.2011 um 13:21 Uhr

    Als sich nach über einem Jahrzehnt Singledasein in meinem Bekannten- und Freundeskreis herumsprach, dass ich wieder in einer Beziehung lebte, irritierten mich die Reaktionen. Ich bekam lauter gute Wünsche, als sei ich von einer langen Krankheit genesen.

    Nach einem weiteren Jahrzehnt fester Partnerschaft kann ich rückblickend nicht sagen, welche Lebensform ich grundsätzlich erstrebenswerter finde. Wie Sie sagen: Die guten Zeiten in einer Partnerschaft, die Geborgenheit will man sicher nicht missen, aber ...

    • Tammy
    • 01.12.2011 um 13:21 Uhr

    Als sich nach über einem Jahrzehnt Singledasein in meinem Bekannten- und Freundeskreis herumsprach, dass ich wieder in einer Beziehung lebte, irritierten mich die Reaktionen. Ich bekam lauter gute Wünsche, als sei ich von einer langen Krankheit genesen.

    Nach einem weiteren Jahrzehnt fester Partnerschaft kann ich rückblickend nicht sagen, welche Lebensform ich grundsätzlich erstrebenswerter finde. Wie Sie sagen: Die guten Zeiten in einer Partnerschaft, die Geborgenheit will man sicher nicht missen, aber ...

  7. ...wird so verächtlich auf die Aussagen dieser Dame herabgesehen? Es ist doch nicht schlimm, wenn sie auch gelernt hat, alleine sein zu können. Das bedeutet doch nicht, dass sie ihr Leben lang alleine bleiben will. Aber dass sie alleine bleiben kann, bewahrt sie vielleicht über kurz oder lang davor, aus lauter Angst, alleine zu sein, sich in irgendwelche halbguten Beziehungen zu stürzen, welche am Ende sowieso nur zum Scheitern verurteilt sind.
    Ich finde das genau richtig, diese Einstellung, zumal in dem Alter ist dies ziemlich ungewöhnlich, weil doch die meisten eher zusehen, dass sie möglichst schnell unter die Haube kommen...;-)

    14 Leser-Empfehlungen
  8. a) Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist
    b) Lieber glücklich alleine, als mit dem falschen Partner zusammen
    c) Bei einigen Freunden kann man sich nur noch mit einem "wir" also mit einem Kollektiv verabreden. Was, wenn man nunmal aber nur einen der Partner mag und nicht ganz verstehen kann, wo die Liebe dahingefallen ist?
    d) Natürlich gibt es da aber auch die Nachteile des Single-Lebens: 1. Man wird schrullig, 2. Man ist irgendwann nicht mehr Gesellschaftsfähig, weil auch nicht kompromissbereit und hingabefähig
    e) Es gibt Menschen, die nur deswegen einen Partner haben, weil sie nicht alleine sein können und für sich selbst nichts sind. Die klammern in einer Partnerschaft - ihnen wäre ein Gang in die Wüste zu empfehlen
    f) Hauptsache, man ist liebesfähig - ob Partner oder nicht, ist dann nicht so wichtig....

    8 Leser-Empfehlungen

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  • Schlagworte Single | Liebe | Mädchen | Drama | Beziehung | U-Bahn | Jagd | Oder
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