Foster dankte auch Cydney Bernard, der Frau, die lange an ihrer Seite war. Sie sei eine der innigsten Lieben ihres Lebens, heldenhaft als Elternteil der gemeinsamen Söhne, ihre Expartnerin, Seelenverwandte, ihr Ski-Kumpel und beste Freundin gewesen.

Und dann ergänzte die Schauspielerin etwas, dass vielleicht erklärt, warum es sie nun drängte, die Dinge klarzustellen. Sie sei stolz auf ihre moderne Familie. Sie sagte es, während am Wochenende in Frankreich Zehntausende Menschen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe auf die Straße gingen und vor allem homosexuellen Paaren das Adoptionsrecht absprachen. Foster ist sehr mit Frankreich verbunden, sie ging auf eine französische Schule, spricht die Sprache fließend und synchronisiert ihre Filme in dem Land selbst. Dann richtete Foster noch sehr persönliche Worte an ihre Mutter, die offenbar schwer krank ist. Sie schloss mit den Worten: "Ich möchte gesehen werden, mich verstanden fühlen und nicht so einsam sein."

Ihre Botschaft ist still, nicht laut und stolz

Punkt. Mehr erfahren der Zuschauer und das Publikum nicht. Das ist beruhigend. Jodie Foster hat nie vorgegeben jemand anderes zu sein als sie selbst. Sie hat sich in Interviews nie zu ihrem Privatleben geäußert. Ihre Botschaft ist still. Sie muss nicht laut und stolz sein, um letztlich das Ziel zu erreichen, für das Aktivisten für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Menschen, Trans- und Intersexuellen kämpfen.

Foster hat wohl das Glück, geschafft zu haben, wovon viele Hollywoodstars nur philosophieren: Sie führt ein stinknormales, selbstbestimmtes Leben, ganz so, wie sie es sich vorstellt. Mehr muss niemand darüber wissen.