GleichberechtigungIhr seid ja ganz schön verkrampft

Das Prinzip 50/50 selbst umzusetzen ist nicht halb so schwer, wie sich gegen die manifesten Vorurteile anderer Paare zu wehren. von Stefanie Lohaus

Mein Freund und ich haben beschlossen, dass wir den Haushalt, das Geldverdienen und die Betreuung unseres kleinen Sohns streng nach dem 50/50-Prinzip teilen: Ich mache die eine Hälfte, er die andere. Wie ich in den letzten Folgen dieser Serie beschrieben habe, ist das nicht immer einfach – aber im Ergebnis ungeheuer befriedigend. Und vor allem ja eigentlich das geeignete Beziehungsmodell einer Gesellschaft, der die politische, berufliche und private Gleichstellung der Frau als hohes Gut gilt. In der Wirklichkeit jedoch ecken wir mit unserem Beziehungsmodell ziemlich oft an. Etwa bei Eltern, die ihr Kleinkind nicht auch nur eine einzige Stunde am Tag aus den Augen lassen würden. Ich dagegen habe drei Monate nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. (Das Wort "Rabenmutter" habe ich in den Augen jener Menschen, denen ich davon erzähle, schon häufiger gesehen.)  

"Seit acht Monaten war ich zum ersten Mal wieder beim Friseur. Mein Mann rief ständig an, weil er die Kleine nicht beruhigen konnte," seufzte eine Frau in der Mutter-Kind-Gruppe, bei der ich neulich war. "Aber es geht ja nicht anders, die Kleine braucht mich ja." Sie erzählt, wie unbeholfen sich ihr Mann mit dem Kind anstellt und dass sie, die Mutter, rund um die Uhr gebraucht wird. Zustimmung von allen Seiten. Nur ich sage: "Es geht auch anders" und erkläre der Gruppe unser 50/50-Prinzip. Und dass es sehr gut funktioniert. Ungläubige Blicke. Was mein Freund denn beruflich machen würde. Ja, er ist Akademiker und kann sich seine Arbeit teilweise selbst einteilen. Und ja, nicht jedes Paar ist so flexibel, die meisten Festangestellten haben sicher viel weniger Spielraum, als sie sich wünschen. Aber trotzdem: Unser Beziehungsmodell ist nicht vom Himmel gefallen und nicht das Ergebnis einer glücklichen Fügung für zwei Bessergestellte. Wir haben das geplant.

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Mein Freund erlebt die Skepsis der anderen Seite. Wenn er seinen Männerfreunden erzählt, dass ein Tag mit Kind anstrengender sein kann als ein stressiger Tag im Büro, erntet er schräge Blicke. "Was macht ihr denn so anders als wir?" wurde er neulich von einem Bekannten gefragt, einem Unternehmensberater, der am Wochenende seiner Frau ein bisschen mit den Kindern hilft. Bei uns hilft keiner, wir teilen. Wenn der Mann im Haushalt hilft, bleibt die ganze Verantwortung an der Frau hängen. Wer hilft, beruhigt mal das schreiende Kind, nimmt es im Café mal auf den Schoß oder geht am Wochenende mal auf den Spielplatz. Teilen bedeutet, dass beide Experten für ihr Kind sind. 

Solche Gespräche unter Vätern sind selten. Anders als in Gesprächen unter Müttern wird die Aufteilung von Kindererziehung und Hausarbeit kaum thematisiert. Weil eh klar ist, wer was erledigt? Weil es unangenehm ist, wenn deutlich wird, dass Männer immer noch das Privileg genießen, sich um unbezahlte Hausarbeit und Kindererziehung nicht kümmern zu müssen?

Das Prinzip 50/50

Viele junge Paare wünschen sich eine gleichberechtigte Partnerschaft. Doch wenn das erste Kind kommt, fallen die meisten zurück in traditionelle Rollenverteilung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie liegen in der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern, unzureichender Kinderbetreuung, starren Karrieremodellen oder dem in Deutschland immer noch verbreiteten Vorurteil, eine gute Mutter sollte zu Hause bei den Kinder bleiben. Unsere Autorin Stefanie Lohaus und ihr Partner haben sich vorgenommen, nicht in diese Gleichberechtigungsfalle zu tappen. Wie sie ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, beschreibt Lohaus in unserer Serie Das Prinzip 50/50.

Teil 1: Wir wollen beide beides. Kind und Beruf für jeden von uns.
Teil 2: Viele Aufgaben können sich junge Eltern teilen. Das Stillen nicht.
Teil 3: Ausschlafen, Ausgehen, Arbeiten: Mit Kind muss man plötzlich alles absprechen.
Teil 4: Die Hölle, das sind die anderen: Reaktionen auf unser Rollenmodell

Die Autorin
Stefanie Lohaus

© Franziska Sinn

Stefanie Lohaus ist Herausgeberin des Missy Magazines und arbeitet als Redakteurin, freie Journalistin und Medienentwicklerin. Sie lebt mit Partner und Kind in Berlin.

Gleichberechtigung mit Kind

Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung das Elterngeld als familienpolitisches Instrument eingeführt, das die gleichberechtigte Betreuung von Neugeborenen durch beide Elternteile stärken soll. Es wird für maximal 14 Monate nach der Geburt gezahlt und kann von den Eltern flexibel aufgeteilt werden. Das Minimum je Elternteil sind zwei Monate, das Maximum zwölf Monate.

Im Juni 2012 zeigten Zahlen des Statistischen Bundesamts, dass die "Väterquote" – also die Zahl der Väter, die sich nach der Geburt eines Kindes freinehmen – steigt. Im Jahr 2008 nahmen 20,8 Prozent der Väter das Elterngeld für mindesten zwei Monate in Anspruch, im Jahr 2010 bereits 25,3 Prozent. 

Der genauere Blick in die Zahlen zeigt jedoch: Die durchschnittliche Vaterzeit sinkt kontinuierlich. 2008 waren es noch 3,7 Monate, 2010 nur noch 3,3. Beschränkt man sich nur auf die erwerbstätigen Väter, lag der Durchschnitt im Jahr 2010 sogar nur bei 3,1 Monaten Vaterzeit.

Auch gibt es einen klaren Trend zu lediglich zwei Monaten Vaterzeit. 2007 nahmen 65,4 Prozent der Väter zwei Monate, 2010 schon 76 Prozent. In derselben Zeit halbierte sich der Anteil derer, die ein ganzes Jahr Auszeit nahmen, von 12,9 Prozent auf 6,5.

Der Demografiejournalist Björn Schwentker hat errechnet, wie lange der deutsche Durchschnittsvater mit Elterngeld zu Hause bleibt: 0,85 Monate. Diese Zahl ist so klein, weil die große Mehrheit der Väter gar keine Elterngeldzeit nimmt. Die Bundesdurchschnittsmutter dagegen kommt auf 11,23 Monate Elterngeldzeit. Die Statistiken zeigen also: Die Zahl der Väter, die echte Gleichberechtigung in der Familie ausprobieren wollen, nimmt trotz Elterngeld nicht zu.

Ein anderes Mal hat mein Freund einem befreundeten Paar, das Nachwuchs erwartete, von unserem 50/50-Prinzip berichtet. Das Paar blickte sich an, und sie erwiderte: "Wir sind da nicht so." Heißt übersetzt: Ihr seid ja ganz schön verkrampft, wir nehmen das alles ganz locker. Natürlich ist sie es, die sich nun um das Baby kümmert, während er nach vier Wochen wieder Vollzeit in seinen Job zurückgekehrt ist. Er ist übrigens Freiberufler.

Leserkommentare
    • Chrina
    • 17. April 2013 12:36 Uhr

    Mütter wie die beschriebene, die seufzt: "Aber es geht ja nicht anders, die Kleine braucht mich ja." und erzählen, "wie unbeholfen sich ihr Mann mit dem Kind anstellt und dass sie, die Mutter, rund um die Uhr gebraucht wird" finden diese Tatsache eben auch manchmal recht schmeichelhaft. Auch wenn es anstrengender ist, alles allein zu machen, wollen manche das Gefühl genießen, dass sie eben die Einzigen sind, die das können. Was wiederum den Mann verunsichert. Ich kenne so ein Paar, bei dem sie trotz vorher gegenteiliger Ankündigung sich um das Kind praktisch allein kümmert und ihn jedesmal korrigiert oder skeptisch beobachtet, wenn er mal was macht ... bis er sich gar nicht mehr traut.

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    ...haben Sie das mit Ihrem Kommentar, wie ich finde.

    Nur als Ergänzung dazu noch eine Anmerkung zur Verunsicherung und Unbeholfenheit der Männer:

    So wie Mädchen früher fast immer und teils leider heute noch dazu erzogen werden, dass sie z.B. im technischen Bereich vieles angeblich nicht können bzw. angeblich auch gar nicht können müssen, so wird nicht selten Jungen immer noch vermittelt, dass sie bestimmte Dinge - eben etwa Kindererziehung - doch besser den diesbezüglich vermeintlich von Natur aus kompetenteren Frauen überlassen mögen.

    Wenn derart "vorgeprägte" Männer, und das sind nicht wenige, dann von ihren Frauen in ihrer vermeintlichen "Inkompetenz" bestärkt werden, braucht frau sich nicht zu wundern, wenn diese Männer nicht nur nicht nach "50-50" leben wollen, sondern letztlich nicht einmal mehr eine (echte) Hilfe sind.

    ....Nachbarschaft und Bekanntschaft.

    "... bis er sich gar nicht mehr traut."

    oder bis er schlicht weg keinen Bock mehr hat!

    In der Regel führt das dann zu immer längeren Arbeitszeiten der Männer.
    Warum?
    Nicht weil die nun so Wahnsinnig Angst um ihren Job als frischer Papa haben - ne' die haben keine Lust nach hause zu kommen - wo sie eh nur fünftes Rad sind.

    Oft wird da der Kein zu einer Scheidung in 6 -10 - 18 Jahren gelegt.

    in meinem umfeld ist ein paar, sie selbständig, er nahm elternzeit.
    er nutzte die elternzeit durchweg, um schwarz zu arbeiten und jeden abend in der kneipe zu hocken und überließ sie der doppelbelastung.

    draußen erzählte er immer, was er für ein toller vater sei, doch fragte man sich immer, wann er die zeit dafür gehabt haben wollte, denn man sah ihn von früh bis spät durchgehend nur auf baustellen oder beim saufen.

  1. Leider kann ich aus persönlicher Erfahrung nur den Bericht der Autorin bestätigen die absolute Teilung wird immer negativ in der Gesellschaft gewertet, dies kommt dann in so Kommentaren zum Ausdruck " wie klappt es wenn du auf Geschäftsreise musst, hast du keine Angst das es davon einen Schaden nimmt" wenn ich dann Frage wieso solle ich der Papa kümmert sich bekommt man zu hören ja wirklich und glaubst du das klappt. Oder wenn ich sage mein Mann und ich teilen uns das abholen in der Kinderbetreuung kommt die Frage was sagen seine Kollegen dazu.

    Sicherlich ist es manchmal stressiger wenn wir beide voll arbeiten aber wir arbeiten gemeinsam dran dass jeder ein Teil der Last trägt und dürfen dafür einr innige Eltern Kind beziehung sehen und zwar zu jedem von uns.

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  2. "Weil es unangenehm ist, wenn deutlich wird, dass Männer immer noch das Privileg genießen, sich um unbezahlte Hausarbeit und Kindererziehung nicht kümmern zu müssen?"

    Der Mann muss hier offenbar wieder als patriarchischer Unterdrücker herhalten? Genauso hätte man schreiben können:

    "(...) weil Frauen immer noch das Privileg genießen, zuerst zwischen Berufsleben und Kindererziehung wählen zu dürfen."

    Was im Endeffekt die Wahrheit ist, kann man wohl nur vermuten.

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    Die Erhöhung der Karriere zum ultimativen Lebensmittelpunkt und -ziel ist doch eigentlich ein gesellschaftliches Ideal, das noch immer voll dem Zeitgeist der breiten Bevölkerung entspricht und auch von allen Seiten fleißig befeuert wird.

    Dass das Geldverdienen unter Umständen auch nur ein Nebenschauplatz des Lebens sein kann, auf dem sich die eher unwesentlichen Teile des Alltags abspielen, ist doch für manche Leute weit außerhalb ihrer Vorstellungskraft.

    (Das soll nicht heißen, dass niemand in seinem Beruf Erfüllung findet, dass Arbeit nicht ein überaus sinnstiftender Bestandteil unserer Existenz sei oder Leute auf der Karriereleiter automatisch die schlechteren Menschen wären. Aber die Absolutheit und Ausschließlichkeit, mit der bezahlte Arbeit heutzutage oftmals als Zentrum des Lebens dargestellt wird, stößt mir persönlich SEHR sauer auf.)

    Vielleicht müsste noch Folgendes aus dem Text Ihren beiden Zitaten ergänzt werden:

    "Ich dagegen habe drei Monate nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. (Das Wort "Rabenmutter" habe ich in den Augen jener Menschen, denen ich davon erzähle, schon häufiger gesehen.) "

    "Es geht auch anders" und erkläre der Gruppe unser 50/50-Prinzip. Und dass es sehr gut funktioniert. Ungläubige Blicke. Was mein Freund denn beruflich machen würde."

    Die patriarchalen Strukturen, die sicherlich ständig ausgehandelt und eventuell sogar nach und nach an Bedeutung verlieren, sind deshalb so wirksam, weil Frauen aktiv an deren Erhaltung mitwirken. Sie sind damit zufrieden, nicht die Ernährerrolle einzunehmen. Die Autorin hingegen, welche ein alternatives Modell lebt, erfährt von ihren Geschlechtsgenossinnen Ablehnung oder Bedenken gegenüber ihrem Lebensstil.

  3. Na sieh mal einer an: Da möchten die Frauen gerne, daß sich Männer mehr um den eigenen Nachwuchs kümmern - und was kommt dabei raus: Kritik!

    Dann sollten die Frauen die Arbeit auch alleine machen, wenn sie dem Vater keine Freiräume lassen. Wenn das Miteinander mit dem Kind dann genauso läuft.....oh oh.

    "Weil es unangenehm ist, wenn deutlich wird, dass Männer immer noch das Privileg genießen, sich um unbezahlte Hausarbeit und Kindererziehung nicht kümmern zu müssen? "

    Finden Sie das nicht etwas zu pauschal, Frau Lohaus? Einen Punkt, an dem das liegen KÖNNTE, haben Sie ja schon genannt (s.o.).

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    Sie haben die Autorin falsch verstanden: Auch dieser Mann würde sich keineswegs unbeholfen anstellen, wenn er die entsprechende Übung - will heißen Zeit mit dem Kind - hätte.

    • kanoa
    • 26. Mai 2013 13:05 Uhr

    Die Frau mit ihrer unreflektierten Kritik kritisiert..

  4. Sie sagen wörtlich, dass ihr eigenes Modell "mehr die Regel als eine exotische Ausnahme sein sollte."
    Warum sollen es eigentlich alle wie sie machen? Verstehe ich nicht. Wieso soll aus der Gleichberechtigung folgen, dass man die Arbeit 50-50 aufteilt? Für mich heißt Gleichberechtigung, dass man sich auf etwas einigt, was für beide funktioniert.

    Der Rest des Artikels ist dann ein Lamentieren, warum Sie es so schwer haben. Tatsächlich haben Sie mit dem zweiten Teil des Artikels Recht. Unsere Gesellschaft ist in diesen Fragen nicht liberal. Leider sind Sie es ja auch nicht, wie sie mit Ihrem Eingangsstatement beweisen.

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    Jedenfalls nicht mehr als in Ihrem Kommentar. Und wenn doch, waere es berechtigt, denn Gleichberechtigung konsequent umzusetzen, ist in der heutigen Gesellschaft immer noch schwerer als mit dem Strom zu schwimmen, d.h. als Frau, nach dem ersten Kind die Karrierre aufzugeben.

    Das ist mir auch aufgefallen. Dabei springt mir ein Absatz aber noch deutlicher ins Auge:

    "Solche Gespräche unter Vätern sind selten. Anders als in Gesprächen unter Müttern wird die Aufteilung von Kindererziehung und Hausarbeit kaum thematisiert. Weil eh klar ist, wer was erledigt? Weil es unangenehm ist, wenn deutlich wird, dass Männer immer noch das Privileg genießen, sich um unbezahlte Hausarbeit und Kindererziehung nicht kümmern zu müssen?"

    Da klafft ein weißer Fleck der Unwissenheit. Ich als Vater unterhalte mich gern Vätern, aber eben mit Vätern. Andere Mütter wirken oft etwas abgehoben in einem Glauben, Erziehungsdinge ohnehin besser meistern zu können. Vermutlich bekommen Sie somit derartige Gespräche schlichtweg nicht mit. Hinzu kommt noch die unterschiedliche Umgehensweise der Geschlechter mit den alltäglichen Dingen. Während Frauen eher den unterschwelligen "Hach, wie schaff ich das bloß alles"-Jargon pflegen, schafft das andere Geschlecht sich etwas zurückhaltender über die Tücken des Alltags auszutauschen - eine Herausforderung, die zwar stressig ist, es aber eben zu meistern gilt. Das wiederum wird dann von Frau oft so interpretiert, als ob Mann so gar nix mit dem Thema zu schaffen hat.

    Tja im Zuge der Gleichberechtigung könnte sich Frau auch mal angewöhnen, zu verstehen wie Männer ticken - eben das was Männern bislang immer vorgewurfen wurde. Stattdessen scheint es so als wäre das Wesen "Gleichberechtigung" ein Diktat von einem Geschlecht zum anderen.

  5. wenn man jedem gegenüber mit seinen Rolle- und Lebensmodell hausieren bis missionieren geht und wütend wird ob der Resonanz, die er Erwartungshaltung so gar nicht entspricht.
    Am Ende fühlen sich Frauen noch wohl mit Kind zu Haus, statt progressiv zu sein.
    Was kommt als nächstes? Montagsdemos für Gesetze für Quotenarbeit in der Familie?
    Viel Spass beim Weiterplanen, wir fragen in 10 Jahren mal, wie erfolgreich diese Planwirtschaft lief.

    12 Leserempfehlungen
  6. gibt es nocht nicht einmal eine Übersetzung im Englischen.

    "Und Männer, die wochentags auf Spielplätzen sitzen, schräg angesehen werden.": stimmt - von den Müttern mit Kindern. Und das ist auch gut so.

    Die Selbstverständlichkeit, mit der "Freiberufler" als "tagsüber frei haben" verstanden wird verwirrt.

    Sie haben sich mit Ihrem Mann ein nettes Eckchen eingerichtet. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Von einem role model sind Sie Äonen entfernt.

    8 Leserempfehlungen
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    ""Und Männer, die wochentags auf Spielplätzen sitzen, schräg angesehen werden.": stimmt - von den Müttern mit Kindern. Und das ist auch gut so."

    Könnten Sie vielleicht erklären, warum es gut sein soll, wenn Männer, die wochentags mit ihren Kindern auf den Spielplätzen gehen, von Müttern mit Kindern schräg angesehen werden?

    • Burcki
    • 17. April 2013 13:02 Uhr

    Ein interessantes Konzept, mit vielen verlockenden Vorteilen.
    Das ganze klingt allerdings nach einem berufstätigem Paare, dass eine kleine Firma nebenbei betreibt. Jeder macht 50% der Arbeit.
    Aber wer hilft dem Kind wenn beide wegen ihrer Arbeit gerade keine Zeit haben? Wird das Ganzen dann via Videokonferenz aus Honkong aus gemanaged, oder beruft man ein Meeting am Wochende ein? Oder macht man dann Überstunden bis Nachst um 3, da ja das Projekt Hausaufgaben um 8 Uhr beim Kunden auf dem Tisch liegen muss.
    Trotz unbestreitbarer Fairniss bezüglich der Aufgabenteilung, die Gefahr, dass das Kind irgendwann irgendwo auf der Strecke bleibt sieht nicht vernachlässigbar aus.
    Mal sehen was am Ende dabei raus kommt

    Eine Leserempfehlung
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    "Aber wer hilft dem Kind wenn beide wegen ihrer Arbeit gerade keine Zeit haben? Wird das Ganzen dann via Videokonferenz aus Honkong aus gemanaged, oder beruft man ein Meeting am Wochende ein? Oder macht man dann Überstunden bis Nachst um 3, da ja das Projekt Hausaufgaben um 8 Uhr beim Kunden auf dem Tisch liegen muss." Wenns sein muss, all das.
    Seit wann sind Kommunikationsmittel in der Erziehung verboten? Weil Handy und Co böse ist? Vorsicht, Klischees verbauen Möglichkeiten.

    Das Kind bleibt jedenfalls eher auf der Strecke, wenn es zur Sinnbestätigung für seine ansonsten jeglicher Daseinberechtigung beraubten Mutter wird.

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