15.30 - 16.00 Ilia Trojanow: An den heiligen Quellen des Islam

Das Buch

Ilija Trojanows ebenso aufregender wie poetischer Bericht steht in der großen Tradition der Reiseerzählung über die Hadsch: Ein europäischer Schriftsteller heute vollzieht die innersten Rituale des Islam. "Von Kindesbeinen an, wenn er zum ersten Mal vernimmt, daß die Hadsch - die Pilgerfahrt nach Mekka - zu den Pflichten eines jeden Moslems gehört, sehnt sich der Gläubige danach." Unter Hunderttausenden moslemischer Pilger nahm der Schriftsteller Ilija Trojanow 2003 an der Hadsch teil, der größten Glaubensbezeugung des Islam. An einem Morgen im Januar legt er in Bombay unter Anleitung seiner Freunde den Ihram, das traditionelle Pilgergewand, an und steigt in die Maschine nach Dschidda. Wenige Stunden später ist er in Mekka, nach drei Wochen zurück in Indien. Dazwischen liegen eine unendliche Fülle von Eindrücken und das allmähliche Begreifen des Wesens einer Religion zwischen Verheißung und Realität. Dazwischen liegt das Erleben einer über tausend Jahre alten Tradition und einer persönlichen Pilgerschaft als Kulmination aller Sehnsüchte, als einzigartige Auszeit, so reich an Mühsal und Zermürbung wie an Belohnung und Beglückung.

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Der Autor

Ilija Trojanow, 1965 in Bulgarien geboren, erhielt nach seiner Flucht über Jugoslawien und Italien politisches Asyl in Deutschland. Er lebte zehn Jahre in Kenia, fünf Jahre in Bombay und zog 2003 nach Kapstadt. Der Schriftsteller sieht sich als Reisender zwischen den Welten, als Suchender zwischen den Kulturen und Religionen.

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