ZEIT Matinee Wege aus der Medienkrise

Die derzeitige Medienkrise ist im Wesentlichen eine Krise des Journalismus. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, über inhaltliche Qualität auf Zeitungspapier und im Internet.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Nett

    Also erstmal, so einen Chef wünsch ich mir auch ;-).
    Und zum Zweiten, dass Herr Döpfner nun erkannt hat das Content King ist, das ist ja dann schon fast Print 3.0.
    Und zum Dritten. Es gibt ja eigentlich keine Medienkrise, sonder eher eine Mediumkrise.
    Und die auch nur auf Seiten derer die ganz viel Geld mit Papier verdient haben. Oder mit der Einmaligkeit einer Sendefrequenz.

  2. Es kommt mir etwas sehr kurz vor.

    Wäre es möglich, später mal eine komplette Version davon ins Netz zu stellen? So kann man sich kein richtiges Bild machen, bzw. waren es bis her nur »Gemein«plätze inkl. eines selbstgefälligen Bohrens in diesen Plattitüden.

    Über die Probleme und die Zukunft der „der vierten Gewalt“ habe ich hier nichts erfahren.

  3. Der Kern jedes Nachrichtenmediums ist inhaltliche Qualität. Vollkommen richtig.

    Nur was bieten Medien da gegenwärtig?

    Zeit.de hat heute mit dem Kanzlerinnen- Interview eindeutig den Vogel abgeschossen (siehe http://www.zeit.de/2009/4... )

    Giovanni di Lorenzo als kuscheliger kommunikativer Bettvorleger für die Mächtigen der Republik ist nun mal keine inhaltliche Qualität.

    welt.de hat es aber auch nicht viel weiter gebracht.

    Mit dieser Meldung

    http://www.welt.de/wissen...

    hat man sich zwar an ein Thema gewagt, um das andere noch einen großen Bogen machen, hat es dafür aber so verfälscht und verbogen, dass man seinen Augen nicht traut.

    Blogs und Leserartikel sind da schon weiter als die Redaktionen.

    Siehe:
    a)
    http://community.zeit.de/...

    b)
    http://www.ef-magazin.de/...

    c)
    http://www.dennis-knake.d...

    Und die zugehörige Primärquelle ist auch leicht gefunden http://www.filedropper.co...

    Solange etablierte Medien nicht investigativen Journalismus betreiben, sondern sich zum Bettvorleger der Macht machen, werden die Leser davonlaufen.

    Gleiches gilt, wenn Blogger investigativer arbeiten als Journalisten, während die etablierten Systemmedien vor sich hin schlummern.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ja, dies ist wohl der Punkt der am schwierigsten ist, aber dieser ist ja auch kein Schwerpunkt bei der Zeit.

    Das Internet mag teilweise (auch eher selten) schneller sein, ob es genauer ist zeigt sich später…

    Bei der Zeit fällt mir dieses Jahr eigentlich kaum etwas „investigatives“ ein, Herrn Wallraff einmal ausgenommen. Einmal ging noch jemand in einen Schützenverein und eine anderes mal haben Reporter unter falschen Namen (hihi) Web2.0 Dienste ausprobiert. Das war es glaube ich. Diese Reportagen wurde meistens im Uhren-Magazin der Zeit abgedruckt, welches ich normalerweise mit der Werbung entsorge.

    Die meisten investigativen Geschichten kenne ich ehrlich gesagt aus Blogs (dies wird weniger), Wikileaks (wird mehr) und ab und an Spiegel-Online (gefühlt gleich). Das kann man jetzt werten wie man will… Auch die Bild-Zeitung, zu der man stehen kann wie man will, gräbt öfter mal etwas aus bzw. bekommt etwas zu gesteckt. (Die Füller 68.000 Euro Story aus der Verwaltung z. B.)

    Das Interview habe ich nicht gelesen, der Name Bernd Ulrich löst bei mir meist ähm, spontanes Desinteresse aus.

    Bei Interviews sollte sich die Zeit mal öfter ein Beispiel an Rob Savelberg oder den Morgen-Interviews des DLFs nehmen ;) Man muss nicht immer in völliger Harmonie zum Interviewpartner stehen oder gar zeigen das man ebenfalls ganz toll ist. Dies ist aber auch eher typisch für die Zeit. Evtl. hilft aber auch bei einer bestimmten Art von Interviewpartnern… Wer weiß?

    Ja, dies ist wohl der Punkt der am schwierigsten ist, aber dieser ist ja auch kein Schwerpunkt bei der Zeit.

    Das Internet mag teilweise (auch eher selten) schneller sein, ob es genauer ist zeigt sich später…

    Bei der Zeit fällt mir dieses Jahr eigentlich kaum etwas „investigatives“ ein, Herrn Wallraff einmal ausgenommen. Einmal ging noch jemand in einen Schützenverein und eine anderes mal haben Reporter unter falschen Namen (hihi) Web2.0 Dienste ausprobiert. Das war es glaube ich. Diese Reportagen wurde meistens im Uhren-Magazin der Zeit abgedruckt, welches ich normalerweise mit der Werbung entsorge.

    Die meisten investigativen Geschichten kenne ich ehrlich gesagt aus Blogs (dies wird weniger), Wikileaks (wird mehr) und ab und an Spiegel-Online (gefühlt gleich). Das kann man jetzt werten wie man will… Auch die Bild-Zeitung, zu der man stehen kann wie man will, gräbt öfter mal etwas aus bzw. bekommt etwas zu gesteckt. (Die Füller 68.000 Euro Story aus der Verwaltung z. B.)

    Das Interview habe ich nicht gelesen, der Name Bernd Ulrich löst bei mir meist ähm, spontanes Desinteresse aus.

    Bei Interviews sollte sich die Zeit mal öfter ein Beispiel an Rob Savelberg oder den Morgen-Interviews des DLFs nehmen ;) Man muss nicht immer in völliger Harmonie zum Interviewpartner stehen oder gar zeigen das man ebenfalls ganz toll ist. Dies ist aber auch eher typisch für die Zeit. Evtl. hilft aber auch bei einer bestimmten Art von Interviewpartnern… Wer weiß?

    • ddkddk
    • 22.11.2009 um 19:16 Uhr
    4. Satire

    Das war wohl als satirischer Beitrag gedacht und als solcher auch ganz gut.

    Forderungen nach besserer journalistischer Qualität, besserer Sprache usw. vom obersten Chef der Bildzeitung!

  4. Ja, dies ist wohl der Punkt der am schwierigsten ist, aber dieser ist ja auch kein Schwerpunkt bei der Zeit.

    Das Internet mag teilweise (auch eher selten) schneller sein, ob es genauer ist zeigt sich später…

    Bei der Zeit fällt mir dieses Jahr eigentlich kaum etwas „investigatives“ ein, Herrn Wallraff einmal ausgenommen. Einmal ging noch jemand in einen Schützenverein und eine anderes mal haben Reporter unter falschen Namen (hihi) Web2.0 Dienste ausprobiert. Das war es glaube ich. Diese Reportagen wurde meistens im Uhren-Magazin der Zeit abgedruckt, welches ich normalerweise mit der Werbung entsorge.

    Die meisten investigativen Geschichten kenne ich ehrlich gesagt aus Blogs (dies wird weniger), Wikileaks (wird mehr) und ab und an Spiegel-Online (gefühlt gleich). Das kann man jetzt werten wie man will… Auch die Bild-Zeitung, zu der man stehen kann wie man will, gräbt öfter mal etwas aus bzw. bekommt etwas zu gesteckt. (Die Füller 68.000 Euro Story aus der Verwaltung z. B.)

    Das Interview habe ich nicht gelesen, der Name Bernd Ulrich löst bei mir meist ähm, spontanes Desinteresse aus.

    Bei Interviews sollte sich die Zeit mal öfter ein Beispiel an Rob Savelberg oder den Morgen-Interviews des DLFs nehmen ;) Man muss nicht immer in völliger Harmonie zum Interviewpartner stehen oder gar zeigen das man ebenfalls ganz toll ist. Dies ist aber auch eher typisch für die Zeit. Evtl. hilft aber auch bei einer bestimmten Art von Interviewpartnern… Wer weiß?

    • LH
    • 22.11.2009 um 20:42 Uhr

    Die Krise des Journalismus besteht nicht so sehr in schlechter werdenden Inhalten. Dahin kommt man nur durch reichliche Verklärung der Vergangenheit. Die Krise des Journalismus besteht eher darin, dass er seine Deutungsmacht mehr und mehr verliert.

  5. Die Inhalte werden immer wichtig bleiben, die Formen der Übermittlung ändern sich und - das ist für die Unternehmen wichtig - die Profitabilität dieser Übermittlung.

    Deshalb gibt es auch keine Krise des Journalismus, der Inhalte, nur ein Siechtum einer Übermittlungsform.

    Krise würde ja im Wortsinne bedeuten, dass der Tod oder die Rekonvaleszenz bevorstünden (entweder oder). Davon kann nicht die Rede sein.

    Es gibt nur eine Tendenz: der Abbau eines Vertriebsweges für Inhalte, der von einer handvoll Mischkonzerne (im Besitz wiederum einer Handvoll Milliardärsfamilien) kontrolliert wurde.

    Das diese nun bei der Politik auf der Matte stehen, um ihre "Rechte" zu wahren - nannte man das nicht "Pfründe" ? - den Wandel zu bremsen, ist nicht verwunderlich.

    Die Produzenten von Gaslichtern taten dies auch, als die ersten Stromlampen Einzug hielten.

    Es ist nur gut, dass Frau Merkel aus dem Zusammenbruch der Altherrenriege im Osten gelernt hat, dass man sich gegen den grundlegenden Wandel nur aufschiebend stellen kann, jedoch nicht dauerhaft. Und sie ist lieber auf der Seite der Gewinner als auf der Seite von politisierenden Steuer-Optimierern.

    • sudek
    • 23.11.2009 um 7:10 Uhr

    der Herr der die wunderbare "Wochenpost" platt gemacht hat.

    Man nur noch mehr Medienkrise für die rechten Medien wünschen.

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