Brender-Streit Abgesägt in Seelenruhe?
Die Wähler vertrauen der Politik immer weniger, sagt Günther Jauch im Gespräch mit ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Der Moderator kritisiert die Entlassung Brenders.
- Datum 30.11.2009 - 10:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 28
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Sie Herr Jauch sind da nicht anders. Warum soll einer Frau Merkel über Herrn Koch verehrt sein, was Sie im Presseclub am letzten Wahlsonntag selber gemacht haben: Einfluss nehmen. Oder wie ist es zu versthen, dass sie als "Beispiel" ein FDP Wahlprogrammheft auf den Tisch gelegt haben. Da ja die Dütschen ihrem Jauch so ziemlich alles abnehmen, hat das der FDP sicher noch ein paar Prozentchen mehr gebracht.
Sehe ich genauso. Nicht daß ich was gegen die FDP oder Herrn Jauch hätte, aber ich finde es scheinheilig, wenn jemand mit viel Popularität sich zu politischen und gesellschaftlichen Themen meldet, wohlwissend um seinen Einfluß, und sich dann an der Einflußnahme der Politik bei den Medien stört. Herr Jauch denkt wohl auch das wär alles nur eine Einbahnstraße. Das wäre ohnehin alles kein Problem, wenn Journalisten wirklich ihre Arbeit machen würden. Das heißt unter anderem Nachrichten verständlich zu transportieren und nicht Meinungmache zu betreiben. Aber an zeit.de und spiegel.de sieht man, daß der Trend in die Gegenrichtung geht.
...was für ein Journalismus ist, Nachrichten ohne Meinung zu "Transportieren" ! Das kann jeden mit Gesamtschule - Abschluss !
...was für ein Journalismus ist, Nachrichten ohne Meinung zu "Transportieren" ! Das kann jeden mit Gesamtschule - Abschluss !
und zwar entgegen der Warnungen von gleich 35 Verfassungsrechtlern und wie man annehmen darf, halbwegs qualifizierten Juristen.
Ich empfinde das Verhalten des Gremiums, das Brenders Vertrag nicht verlängerte, angesichts der vielen öffentlichen Bedenken als kaltschnäuzig, herrschaftlich,egozentrisch und sehr bedenklich.
Kritische Geister und souveräne Haltungen machen offenbar unbeliebt und eine Menge Feinde.
Wenn es irgendwie sinnvoll wäre, würde ich ab sofort die Fernsehgebühren nicht mehr zahlen.
Man hätte Wochen vorher mit Twitter, Ketten-Emails und anderen Möglichkeiten liebäugeln sollen um klar zu machen:"Wir registrieren, was ihr da tut!"
Was spricht denn dagegen, den Fernseher abzuschaffen?
TV-Nachrichtensendungen kann man im Netz schauen. Spiegel-Online / Zeit-Online etc. haben alle Infos. Kritische Politmagazine im öffentlich-rechtlichen TV werden gekürzt und zeitlich nach hinten verschoben.
Kritische Meinungen bekommt man am ehesten noch in Politsatiresendungen zu hören. Ich wundere mich schon einige Zeit darüber, daß z.B. "Neues aus der Anstalt" noch gesendet wird.
Würde mich nicht wundern wenn Koch oder Leute ähnlichen Kalibers sich als nächstes auf solche Politsatire einschießen.
Was spricht denn dagegen, den Fernseher abzuschaffen?
TV-Nachrichtensendungen kann man im Netz schauen. Spiegel-Online / Zeit-Online etc. haben alle Infos. Kritische Politmagazine im öffentlich-rechtlichen TV werden gekürzt und zeitlich nach hinten verschoben.
Kritische Meinungen bekommt man am ehesten noch in Politsatiresendungen zu hören. Ich wundere mich schon einige Zeit darüber, daß z.B. "Neues aus der Anstalt" noch gesendet wird.
Würde mich nicht wundern wenn Koch oder Leute ähnlichen Kalibers sich als nächstes auf solche Politsatire einschießen.
Abgesehen davon das N. Brender ein politisch-neutraler Chefredakteur des ZDF war, hat er bei der Wahl des Verwaltungsrat des ZDF nicht die Mehrheit bekommen. Darüber kann zu Recht traurig sein? Aber Wahl ist eben Wahl! Und so finden in vielen anderen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auch Wahlen statt, wo zu Gunsten für einen SPD-nahen Intendanten gestimmt wird.(WDR, NDR, usw). Also, ein ganz normaler Vorgang.
Diese Verhältnisse aber mit Italien (Berlusconi) zu vergleichen, ist so dumm - das man nur schreien kann. Es war gestern im demokratischen Deutschland ein ganz normaler Tag gewesen. Der ehemalige Verteidigungsminister Jung und jetzige Arbeitsminister für Soziales ist zurückgetreten. Merkel hat eine neue Ministerin berufen, Ursela von der Leyen hat ihr Ministerium gewechselt und der FC Köln hat gestern unentschieden gespielt.
KHJ aus Köln
Nein, Wahl ist eben nicht Wahl und der Verwaltungsrat des ZDF ist nicht der Bundesrat, wo es nach Parteimehrheit geht. Der Verwaltungsrat hat die Aufgabe den Intendanten bzgl. der Finanzen zu überwachen und nicht politisch unangenehme Mitarbeiter auszutauschen.
Das Herr Koch die Einmischung damit begründet, er sei schliesslich Vertreter der Rundfunkggebührenzahler ist mal wieder dermassen ekelerregend, dass man am liebsten in GEZ Boykott ginge. Natürlich liegt es nicht im Interesse der Gebührenzahler sich CDU-Nahe Medien zu halten! Ich, als Gebührenzahler, möchte jedenfalls von öffentlich rechtlichen Sendern ausgewogen informiert und nicht indoktriniert werden.
Herr Koch kann ja gerne aus Parteigeldern der CDU einen eigenen Fernsehsender aufziehen.
Insofern ist der Vergleich zum Berlusconi-Medienimperator auch nicht dumm.
Nein, Wahl ist eben nicht Wahl und der Verwaltungsrat des ZDF ist nicht der Bundesrat, wo es nach Parteimehrheit geht. Der Verwaltungsrat hat die Aufgabe den Intendanten bzgl. der Finanzen zu überwachen und nicht politisch unangenehme Mitarbeiter auszutauschen.
Das Herr Koch die Einmischung damit begründet, er sei schliesslich Vertreter der Rundfunkggebührenzahler ist mal wieder dermassen ekelerregend, dass man am liebsten in GEZ Boykott ginge. Natürlich liegt es nicht im Interesse der Gebührenzahler sich CDU-Nahe Medien zu halten! Ich, als Gebührenzahler, möchte jedenfalls von öffentlich rechtlichen Sendern ausgewogen informiert und nicht indoktriniert werden.
Herr Koch kann ja gerne aus Parteigeldern der CDU einen eigenen Fernsehsender aufziehen.
Insofern ist der Vergleich zum Berlusconi-Medienimperator auch nicht dumm.
Freitag, 27.11.2009 - Demokratische Abstimmung im verantwortlichen ZDF-Gremium. Ergebnis: Brender (den kaum ein Fernsehkonsument kannte) verliert seinen Job. Und nun darf Jauch, der auf viele von ihm gestellte Fragen die Antworten nicht weiß, auch etwas dazu sagen. Franz Beckenbauer, Heidi Klum und Dieter Bohlen wurden noch nicht gefragt.
10 Jahre in großen Sendern, wie z.B. dem ZDF sind für alle "Brenders in den Medien" doch genug. Die sicher ordentliche Altersversorgung dürfte sie über die Tatsache, nicht mehr "wichtig" zu sein, hinwegtrösten.
Nur neue Köpfe, mit neuen Ideen und vielleicht auch neuen Umgangsformen, Programmformaten werden den Abwechslungsreichtum der "alten Medien" Fernsehen, Rundfunk und gedruckten Zeitungen garantieren.
Was spricht denn dagegen, den Fernseher abzuschaffen?
TV-Nachrichtensendungen kann man im Netz schauen. Spiegel-Online / Zeit-Online etc. haben alle Infos. Kritische Politmagazine im öffentlich-rechtlichen TV werden gekürzt und zeitlich nach hinten verschoben.
Kritische Meinungen bekommt man am ehesten noch in Politsatiresendungen zu hören. Ich wundere mich schon einige Zeit darüber, daß z.B. "Neues aus der Anstalt" noch gesendet wird.
Würde mich nicht wundern wenn Koch oder Leute ähnlichen Kalibers sich als nächstes auf solche Politsatire einschießen.
Die Herren Koch und Beck sind doch unsere Vertreter, die im Interesse des Wählers bzw. zumindest ihres Bundeslandes abzustimmen haben. Nun habe ich von Herrn Koch, der sich da ja maßgeblich hervorgetan hat, nur gehört, Herr Brender habe schlechte Arbeit abgeliefert, weil die Quote des ZDF nicht den Erwartungen entsprach. Anschließend wurde heftig kritisiert und dieses Bild durch Herrn Koch wieder verworfen.
Anschliessend wurde auf das schlechte innerbetriebliche Klima im ZDF verwiesen, eine Stellungnahme der Arbeitskräft wurde als 'erzwungen' bewertet.
Warum wurde also Herr Brender in seiner Funktion nicht bestätigt? Weil die verantwortlichen im Verwaltungsrat der Meinung waren, Herr Brender schade dem ZDF als Unternehmen, weil seine Mitarbeiter unter Druck gesetzt werden?
Hier bleiben unsere Vertreter unklar, Zeitungen schreiben mehr oder weniger übereinstimmend, dass es um die politische Ausrichtung des ZDF gehe. Das wird als allgemein richtig angenommen. In diesem Kontext wird auch die Ablehnung Herrn Brenders ziemlich übereinstimmend in konservativen bis progressiven Blogs und Foren bewertet.
Letztlich ist das der eigentliche Skandal, wir sind so überzeugt davon, dass die Parteien unsachgemäßen und letztlich rechtlich unredlichen Einfluß auf unsere Informations- und Unterhaltungsmedien ausüben, dass wir das nicht mehr in Frage stellen.
...was für ein Journalismus ist, Nachrichten ohne Meinung zu "Transportieren" ! Das kann jeden mit Gesamtschule - Abschluss !
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