Der Fall Lenzen ist auch ein Fall Zöllner
So wird der Fall Lenzen auch ein Fall Zöllner. Der Wissenschaftssenator hat derzeit wenig Fortune. Zwar kann die lange auf der Kippe stehende Einstein-Stiftung endlich ihre Arbeit aufnehmen. Doch die Etatverhandlungen haben einen geschwächten Zöllner gezeigt, der weit von jenem Supersenator entfernt ist, als den ihn Klaus Wowereit 2006 holte.
Der Umbau des Schulsystems zur Sekundarschule, die Sanierung der Charité und die Entwicklung der Hochschullandschaft sind kaum zu bewältigende Großbaustellen. Und dann noch eine juristische Schlacht um Gebetsräume in Berliner Schulen mit ungewissem Ausgang – da schüttelt auch manches Senatsmitglied den Kopf.
Lenzens Abschied wäre eine neue Drehung im Wettkampf der Metropolen an Elbe und Spree. Welche Wertschätzung hat die Wissenschaft in Berlin wirklich – das ist die Frage, die sich nun stellt. Der FU-Präsident verkörpert den erklärten Willen, Berlin zum Standort für Exzellenz zu machen. Dazu braucht es streitbare Persönlichkeiten, politisch unbequem, penetrant beharrlich und überraschend innovativ. Bequem ist das nie für eine Regierung. Aber anders sind keine Erfolge möglich.
- Datum 20.11.2009 - 10:49 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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... das zeugt von
Ehrgeiz und Tatkraft. Nur: was hat die Meldung darüber in der ZEIT zu suchen? Bewirbt sich sonst niemand?
Sind Interna von Bewerbungsverfahren in Deutschland sonst nicht hart an der Grenze zu Staatsgeheimnissen?
Nur zur Information (ZEIT-Journalisten wissen das): der einzige Weg für einen deutschen Professor, sein Gehalt wirklich deutlich zu steigern, besteht darin, von einer anderen Uni ein Angebot zu bekommen, und dann mit altem und neuen Arbeitgeber zu pokern.
(Die Amis und der Rest der Welt sind da schlauer, aber bis sich das mal bei uns herumspricht, müssen wohl noch ein paar Jahrzehnte vergehen.)
Also: viel Erfolg, Herr Lenzen!
Und schön, dass Sie bei der ZEIT ein paar Fürsprecher haben, die Ihnen mit ein bisschen Pressearbeit beim Pokern behilflich sind. Man versteht sich eben...
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