Obamas Gesundheitsreform

Ein teuer erkaufter Sieg

Obamas Gesundheitsreform hat mit Konzessionen in der Abtreibungsfrage die erste Hürde genommen. Doch am Ende werden die politischen Gegner sein Großprojekt verwässern.

Kämpft um die Gesundheitsreform: US-Präsident Barack Obama

Kämpft um die Gesundheitsreform: US-Präsident Barack Obama

Es ist ein Erfolg für Barack Obama. Mit knapper Mehrheit hat das Abgeordnetenhaus eine Krankenversicherungsreform verabschiedet, die seinen Vorstellungen nahe kommt. Die Gesundheitsreform steht seit Langem auf der Wunschliste vordringlicher Projekte der Demokraten. So weit wie jetzt sind sie noch nie gekommen. Aber es war ein hart erkämpfter und teuer erkaufter Sieg.

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Die Mehrheit kam nur nach einem für die Basis bitteren Zugeständnis zustande: dem fast lückenlosen Verbot, die Kosten von Abtreibungen aus Versicherungskassen zu bezahlen. Andernfalls hätten Demokraten der rechten Mitte, die im Herbst 2010 in konservativen Wahlkreisen wiedergewählt werden wollen, dem Präsidenten die Unterstützung verweigert. Und das ist nicht das Ende der Kompromisse.

Die Gesetzesfassung des Abgeordnetenhauses ist im Senat chancenlos. Die zweite Kongresskammer wird eine andere Version verabschieden, mit weiteren Abstrichen. Vermutlich wird dort die „public option“, die öffentliche Konkurrenz für private Versicherer, torpediert. Im Vermittlungsverfahren, das beide Entwürfe zusammenführt, wird Obamas Plan weiter verwässert.

Das zeigt: Der Präsident ist handlungsfähig. Aber nur, wenn er sich mit weniger zufrieden gibt, als er im Wahlkampf versprochen hat.

Ein Artikel aus dem Tagesspiegel

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Leser-Kommentare

  1. wo ist das Problem, ist doch großartig das fast lückenlosen Verbot, die Kosten von Abtreibungen aus Versicherungskassen zu bezahlen.
    So kommen doch wieder viele Millionen neue Erdenbürger auf unsere Erde.

    Ärzte die durch Lebendvernichtung zig Millionen verdienen mögen ja sauer sein. Anstatt Waffenproduktion sollten die werdenden Mütter jegliche Hilfe erhalten.

  2. Ein erstaunlicher Artikel, in der Tat. Nur ein Anwärter auf einen Hirnschrittmacher kann doch erwarten, dass so ein weitreichender Plan ungeändert durchgeht. Wenn der Plan, egal wie verwässert, durchkommt, ist das ein wichtiger erster Schritt und es werden dann sicher weitere folgen.

    Was heißt übrigens "Artikel aus dem Tagesspiegel". Ist das kein Zeit-Artikel? Wenn nein muss man trotzdem fragen, was so ein schlechter Artikel hier soll.

  3. ist neben GB Weltmeister in der Disziplin ungewollte Teenagerschwangerschaften. Abtreibungen können sich nur Wohlhabende Leisten, die Armen müssen gebären - mit der Garantie auf lebenslange Armut. Wie menschlich - genau diejenigen, die so vehement gegen Abtreibung känmpfen, sind auch gegen Hilfen für verarmte alleinerziehende Frauen.
    Die Bigotterie ist unerträglich - ebenso der Versuch, Obama in die Nähe von Hitler zu rücken, nur weil er eine Krankenversicherung für alle einführen will. In den USA haben 50 Mio Menschen keinerlei Krankenversicherung und damit keine Chance auf medizinische Versorgung im Ernstfall. God bless the Land of the Free

  4. 4.

    Nach wenigen Wochen schon ist im Fetus ein vollständiger Mensch zu erkennen.
    Es ist erwiesen, daß die meisten Frauen, die abgetrieben haben, später ihr Leben lang darunter leiden.
    Ich möchte gerne wissen, wieviele Mütter, gerade auch junge, ihr Kind in einer schwierigen Lebensphase nicht abgetrieben haben, sich durchgekämpft haben mit dem Kind, vielleicht auch ohne Vater, ihren Weg geschafft haben und glücklich sind, ihr Kind nicht ermordet zu haben.
    Und eine Schande, wenn unser -noch- reiches Land nur Almosen oder auch nichts übrig hat, um diesen Müttern und ihren nicht abgetriebenen Kindern wirksam zu helfen, aber gleichzeitig Hunderte von Milliarden zum Fenster rausschmeißt, um die Spekulationsbanken zu retten, die schon wieder munter weiterspekulieren.
    Am Zustand unserer überalternden und vieler anderer ebenfalls überalternden Gesellschaften sehen wir doch die Wahrheit, die in so manchen Sprüchen liegt:
    Aus meiner Arbeit mit Flüchtlingen weiß ich: Ein Land, das die Fremden nicht schützt, wird untergehen, und
    aus meiner eigenen Lebenserfahrung weiß ich ganz sicher, wir spüren es doch alle schon:
    Ein Volk, das seine Kinder mordet, gibt sich selbst auf und richtet sich- zugrunde.

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    Woher wollen Sie das den wissen, dass die meisten Frauen, die abgetrieben haben, es später bereuen? Sicher fällt es keiner Frau leicht, eine Abtreibung durchzuführen, aber ich bezweifle stark, dass die grosse Mehrheit es später wirklich gross bereut - sonst hätten sie ja eben gerade nicht abgetrieben. Ausserdem ist Frauen oft noch lange nicht geholfen, wenn man sie einfach mit mehr Mitteln unterstützt. Klar mag das den einen oder anderen Schwangerschaftsabbruch tatsächlich verhindern, aber bei sehr vielen Frauen spielen beim Entscheid über eine Abtreibung nicht nur materielle Dinge eine Rolle. Schliesslich stellt ein Kind das Leben total um - auch wenn man das Glück hat, einen Partner zu haben und über gewisse finanzielle Mittel zu verfügen. Ein Kind erfordert von den Eltern oder auch dem weiteren Umfeld (z.B. Grosseltern) sehr sehr viele Opfer ab.

    À propos: Wieviele Frauen bereuen es später, keinen Abbruch durchgeführt zu haben? Woher kommen wohl die vielen emotional vernachlässigten Kinder?

    "nach wenigen Wochen schon ist im Fetus ein vollständiger Mensch zu erkennen." - Also meiner Meinung nach sieht ein Fetus erst etwa ab der 7. Schwanderschaftswoche (mit sehr sehr viel Fantasie) entfernt wie ein Säugling aus. Und von einem vollständigen Menschen kann man da noch lange nicht sprechen, da der Fetus noch gar nicht überlebensfähig wäre ausserhalb der Plazenta. Von Kindermord kann bei Abtreibungen also keine Rede sein. Viele Feten gehen in den ersten Monaten ohnehin ab.

  5. Woher wollen Sie das den wissen, dass die meisten Frauen, die abgetrieben haben, es später bereuen? Sicher fällt es keiner Frau leicht, eine Abtreibung durchzuführen, aber ich bezweifle stark, dass die grosse Mehrheit es später wirklich gross bereut - sonst hätten sie ja eben gerade nicht abgetrieben. Ausserdem ist Frauen oft noch lange nicht geholfen, wenn man sie einfach mit mehr Mitteln unterstützt. Klar mag das den einen oder anderen Schwangerschaftsabbruch tatsächlich verhindern, aber bei sehr vielen Frauen spielen beim Entscheid über eine Abtreibung nicht nur materielle Dinge eine Rolle. Schliesslich stellt ein Kind das Leben total um - auch wenn man das Glück hat, einen Partner zu haben und über gewisse finanzielle Mittel zu verfügen. Ein Kind erfordert von den Eltern oder auch dem weiteren Umfeld (z.B. Grosseltern) sehr sehr viele Opfer ab.

    À propos: Wieviele Frauen bereuen es später, keinen Abbruch durchgeführt zu haben? Woher kommen wohl die vielen emotional vernachlässigten Kinder?

    "nach wenigen Wochen schon ist im Fetus ein vollständiger Mensch zu erkennen." - Also meiner Meinung nach sieht ein Fetus erst etwa ab der 7. Schwanderschaftswoche (mit sehr sehr viel Fantasie) entfernt wie ein Säugling aus. Und von einem vollständigen Menschen kann man da noch lange nicht sprechen, da der Fetus noch gar nicht überlebensfähig wäre ausserhalb der Plazenta. Von Kindermord kann bei Abtreibungen also keine Rede sein. Viele Feten gehen in den ersten Monaten ohnehin ab.

    Antwort auf "Kommentar Nr. 4"
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