Ende der Hauptschule Jedem Kind eine Chance

Nach 35 Jahren Siechtum wird in Berlin die Hauptschule abgeschafft– endlich!

Yes, Berlin can. Der rheinland-pfälzische Importsenator Jürgen Zöllner und seine rot-rote Koalition schaffen die Hauptschule ab. So, als wäre das nichts: diskutieren, beschließen, umsetzen – ruckzuck. Wie kann das so schnell gehen? Und kann das gut gehen? Die erste Frage ist leicht zu beantworten. Nicht nur wegen all der anderen Bundesländer, die längst ohne Hauptschule auskommen oder derartiges planen. Sondern auch, weil Rot-Rot in Berlin offene Türen einläuft.

Man muss sich das vorstellen: Bereits 1973 warnte die Bildungsverwaltung, die Hauptschule müsse sich "möglicherweise der Problematik einer Restschule stellen". Seither wurde vieles versucht, diese Entwicklung zu verhindern – und genau das Gegenteil bewirkt, denn die Einführung der Gesamtschule ließ die Akzeptanz der Hauptschule weiter sinken, bis sie zuletzt in Berlin nur noch sieben Prozent der Schüler beherbergte.

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Die Politik hat diesem Tod auf Raten zumeist unbeholfen zugesehen. Um ein Auffangbecken für gescheiterte Gesamt- und Realschulen zu behalten, verlängerte eine Regierung nach der anderen das Siechtum. Schon vor 35 Jahren blieb ein Drittel der Hauptschüler in Berlin ohne Abschluss. Es war dann die couragierte Senatorin Hanna-Renate Laurien, die die Hauptschulen durch kostspielige Reformen retten wollte, um sie nicht abschaffen zu müssen.

Rund 25 Jahre später zeigte aber der Rütli-Brief, dass alle Reformen vergebens sind, wenn man die schwierigsten Kinder einer Stadt zusammenzwingt und sie von all den Altersgenossen isoliert, die Positives beizusteuern hätten. Damit soll es nun vorbei sein. Im Sommer gehen die neuen Sekundarschulen an den Start, die aus den Haupt-, Real- und Gesamtschulen hervorgehen. Und schon fragen sich Eltern, wie sie ihre Kinder vor der bisherigen "Hauptschulklientel" schützen können. Und schon wird vor einem Ansturm auf Gymnasien und Privatschulen gewarnt.

Nun also: Kann das gut gehen? Ja. Wenn der Senat zweierlei tut: informieren und investieren. Investieren bedeutet, die versprochenen Lehrer und Sozialarbeiter bereitstellen, gute Nachmittagsangebote organisieren, die notwendigen Umbauten für Mensen und Ganztagsräume beschleunigen.

Informieren heißt: Zeigen, dass die Sekundarschule allen Kindern etwas zu bieten hat. Denn es wird hier ja weiterhin die ganze Palette an Sprach-, Sport-, Wirtschafts- und IT-Profilen geben. Und wer nicht mitziehen kann oder will, der besucht eben Lerngruppen, die sich stärker auf die Praxis konzentrieren und regelmäßig in Betriebe gehen. IHK und Handwerkskammer haben Kooperationen zugesagt. Auch sie wollen nicht mehr, dass Kinder dadurch beschämt und entmutigt werden, dass man sie zu Hauptschülern abstempelt.

Gerade die Wirtschaft weiß, dass Menschen viel mehr erreichen können, wenn sie merken, dass man ihnen etwas zutraut. Und die Wirtschaft weiß auch, dass die rot-rote Reform den Gymnasien nicht schadet, auch wenn das die Opposition gern behauptet. Berlins einzigartige gymnasiale Vielfalt wird nicht angetastet. Die Hochbegabten bekommen ihre Chance, auch die Lateiner, die Altgriechen, die Mathegenies und die Kunstbesessenen. Und sie können ihren Enkeln mal erzählen, dass zu ihrer Zeit die Hauptschule abgeschafft wurde. Yes, we can. 

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.01.2010)

 
Leser-Kommentare
  1. es stellt sich die Frage, ob die Abschaffung der Jauptschule eine Problemlösung darstelt, die an der Ursache ansetzt, oder ob hier lediglich ein Symptom kuriert wird.
    Die schleichende Abwertung des Abiturs hat meiner Ansicht nach dazu geführt, dass man mit einem Realschulabschluss heute kaum noch eine Lehrstelle im Bankgewerbe mehr finden kann. Mehr Realsschüler drängen ins Handwerk, weil die Lehrstellen für kaufmännischen Berufe oft durch Abiturienten besetzt werden. Für die schwächeren Hauptschüler (und diejenigen ohne Abschluss) bleibt dann nichts mehr übrig. Außerdem leidet die Effizienz des Bildungssystems insgesamt, weil einige Abiturienten im Laufe ihres Studiums feststellen, dass sie nicht universitätsgeeignet sind, obwohl sie ihr Abi geschafft haben. Das bringt alles nichts.
    die Korrektur muss meines erachtens beim Abi ansetzen.

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    • joG
    • 15.01.2010 um 19:08 Uhr

    ...des Bildungswesens ist ein Symptom. Er ist das Ergebnis der irrigen Vorstellung, man sollte Schulung zentralisieren und dem öffentlichen Sektor überlassen. Das mag für eine ungebiltete Gesellschaft stimmen, wo es gilt einfache Dinge wie lesen und Grundrechenarten zu vermitteln und die Bevölkerung homogen ist. Wir leben aber nicht mehr in einer solchen Welt und die Anforderungen sind divers. So ist unklar, welche die besten Bildungsinhalte sind. Wahrscheinlich gibt es kein optimales und gleichzeitig vermittelbares Schulwissenspaket mehr. Unter diesen Umständen ist es leicht das falsche in einer Schule zu lehren. Wenn aber ein Direktor irrt, schadet es 1000 Schülern. Wenn der Kultusminister irrt leidet jedes Kind und jede Karriere im Land.

    • joG
    • 15.01.2010 um 19:08 Uhr

    ...des Bildungswesens ist ein Symptom. Er ist das Ergebnis der irrigen Vorstellung, man sollte Schulung zentralisieren und dem öffentlichen Sektor überlassen. Das mag für eine ungebiltete Gesellschaft stimmen, wo es gilt einfache Dinge wie lesen und Grundrechenarten zu vermitteln und die Bevölkerung homogen ist. Wir leben aber nicht mehr in einer solchen Welt und die Anforderungen sind divers. So ist unklar, welche die besten Bildungsinhalte sind. Wahrscheinlich gibt es kein optimales und gleichzeitig vermittelbares Schulwissenspaket mehr. Unter diesen Umständen ist es leicht das falsche in einer Schule zu lehren. Wenn aber ein Direktor irrt, schadet es 1000 Schülern. Wenn der Kultusminister irrt leidet jedes Kind und jede Karriere im Land.

  2. aus den Medien verschwunden. Das Versagen der Hauptschule und die Unfähigkeit mit pädagogischen Mitteln Asozialität und Mindererziehung aufzufangen. Jetzt wird das Problem in den normalen Schulbetrieb eingelagert und beginnt genauso zu wirken. Deswegen: Nur mit Schoolworkern und Psychologen! Anders geht es nicht. Die restlichen Kinder kriegen Zustände, wenn die Störungen hochschnellen. http://kallewestrich.blog...

  3. Berlin hat die Hauptschule also "abgeschafft"? An der Situation wird dies freilich nicht das Geringste ändern.
    Die Problemfälle gehen dann eben künftig auf die Realschule, ziehen dort ebenfalls das Niveau runter und machen letztlich die Realschule zur Restschule, deren Absolventen keinen Ausbildungsplatz bekommen. Irgendwann wird man dann auch die Realschule abschaffen und ins Gymnasium integrieren - und damit flächendeckend die von der Rotfront von jeher favorisierte Gesamtschule etablieren.

    Meines Erachtens müsste die Lösung in einer besseren Förderung und Betreuung der Hauptschüler bestehen. Man sollte Ihnen das Rüstzeug und auch das Selbstbewusstsein verschaffen, in den traditionellen handwerklichen und einfach-kaufmännischen Berufen zu bestehen.

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    an der gesamtschule führt kein weg vorbei, denn so wie es jetzt ist wird viel zu viel potential verschleudert und die schulischen leistungen hängen massiv von der sozialen herkunft ab, armut wird derzeit wie reichtum vererbt ohne leistung zu honorieren

    es ist doch unwahrscheinlich, dass immer die mitglieder der selben clans in die gleichen positionen kommen, der vater war bundesbankpräsident, jetzt sind tochter oder sohn in der selben oder ähnlichen position, papi war ministerpräsident - tochter ist ministerin

    wenn man die leistung wirklich messen kann, so wie im sport, im bereich wissenschaft, dann sind die kinder äußerst selten zu den leistungen ihrer eltern in der lage, ich kenne nur die bernoullis, die mehrere genis hervorgebracht haben, bei spitzensportlern sind die kinder kaum in der lage in die fußstapfen des vaters oder der mutter zu treten nur im bereich banken, der großfinanz sitzen immer die selben korrupten leute drin, vielleicht war da mal vor 200 jahren einer der familie gut, aber die jetzigen nachkommen haben kaum das selbe potential, die schmieren politiker mit den vererbten milliarden und beuten so geschützt durch gesetze die "unterschicht" aus - siehe zeit- und leiharbeit

    "Berlin hat die Hauptschule also "abgeschafft"? An der Situation wird dies freilich nicht das Geringste ändern.
    Die Problemfälle gehen dann eben künftig auf die Realschule, ziehen dort ebenfalls das Niveau runter und machen letztlich die Realschule zur Restschule, deren Absolventen keinen Ausbildungsplatz bekommen."

    Eben. Glaubt der Berliner Senat, wenn man das Problem "Hauptschule" umbenennt, hat sich der Fall erledigt? Es ist eine in der realitätsfernen Bildungsbürokratie gehegte Illusion, daß man bildungsunfähige bzw. -willige Schüler damit zum Besseren erziehen kann, indem man sie mit leistungsstärkeren Schülern in eine Klasse steckt. Wer einmal erlebt hat, wie bereis ein einzelner "Quertreiber" den gesamten Unterricht beeinflussen kann, wie unmöglich wird dann ein geregelter Unterricht erst sein, wenn 30, 40 und mehr % an der sog. Sekundarschule dieser Klientel angehören?

    "Irgendwann wird man dann auch die Realschule abschaffen und ins Gymnasium integrieren - und damit flächendeckend die von der Rotfront von jeher favorisierte Gesamtschule etablieren."

    Eine Gesamtschule, ähnlich wie in der früheren DDR oder in Finnland, funktioniert nur dann, wenn das Schülerklientel wenigstens annähernd ein ähnliches Leistungsniveau hat. Das ist aber in Berlin wie in anderen deutschen Großstädten angesichts des großen Anteils von Schülern aus "bildungsfernen Migrantenfamilien" schon lange nicht mehr der Fall.

    Wie man es dreht oder wendet: Die Schulform ist nicht das Problem.

    doch muss sich die Hauptschule mit Sozialisierungsproblemen sich selbst überlassener oder unerzogener Kinder rumplagen.

    Einer meine Söhne geht zur Hauptschule, auch dort kann man das Problem der unsozialisierten Klientel nicht lösen, jedoch wird dort konsequent adäquates Verhalten eingefordert und im Falle des Scheiterns zügig reagiert, so dass die Problemfälle die Schule Richtung Sonderschule verlassen.
    Selbstverständlich bemüht sich die Schule Problemkinder zu retten, doch wenn weder seitens der Eltern noch des Schülers irgendeine Resonanz oder Bemühen vorhanden ist, ist die Schule schlicht machtlos, da keinerlei Zwang ausgeübt werden darf.
    Da bleibt nur konsequentes Aussortieren, damit die willigen Schüler, aber auch die Beeinflussbaren nicht mitgerissen werden. Die Schule meines Sohnes ist damit erfolgreich und kann sich rühmen noch jeden Hauptschüler mit Abschluss in ein Ausbildungsverhältnis entlassen zu haben.
    Soweit ich den Unterricht beurteilen kann, unter Berücksichtigung der schwierigen sozialen Klientel (bei weitem nicht nur Ausländer), empfinde ich den Unterricht sogar besser und zielführender als auf den meisten Gymnasien und ich weis wovon ich spreche, ich habe zwei weitere Kinder auf jeweils einem anderen Gymnasium mit gutem Ruf.
    Die Klientel dort ist zwar meistens intelligenter, aber eben auch intelligenter im Vertuschen von Skrupelosigkeit und Egoismus, weshalb dort die Schüler weniger auffallen, aber kaum im Schnitt ein besseres Urteil verdienen.

    H.

    an der gesamtschule führt kein weg vorbei, denn so wie es jetzt ist wird viel zu viel potential verschleudert und die schulischen leistungen hängen massiv von der sozialen herkunft ab, armut wird derzeit wie reichtum vererbt ohne leistung zu honorieren

    es ist doch unwahrscheinlich, dass immer die mitglieder der selben clans in die gleichen positionen kommen, der vater war bundesbankpräsident, jetzt sind tochter oder sohn in der selben oder ähnlichen position, papi war ministerpräsident - tochter ist ministerin

    wenn man die leistung wirklich messen kann, so wie im sport, im bereich wissenschaft, dann sind die kinder äußerst selten zu den leistungen ihrer eltern in der lage, ich kenne nur die bernoullis, die mehrere genis hervorgebracht haben, bei spitzensportlern sind die kinder kaum in der lage in die fußstapfen des vaters oder der mutter zu treten nur im bereich banken, der großfinanz sitzen immer die selben korrupten leute drin, vielleicht war da mal vor 200 jahren einer der familie gut, aber die jetzigen nachkommen haben kaum das selbe potential, die schmieren politiker mit den vererbten milliarden und beuten so geschützt durch gesetze die "unterschicht" aus - siehe zeit- und leiharbeit

    "Berlin hat die Hauptschule also "abgeschafft"? An der Situation wird dies freilich nicht das Geringste ändern.
    Die Problemfälle gehen dann eben künftig auf die Realschule, ziehen dort ebenfalls das Niveau runter und machen letztlich die Realschule zur Restschule, deren Absolventen keinen Ausbildungsplatz bekommen."

    Eben. Glaubt der Berliner Senat, wenn man das Problem "Hauptschule" umbenennt, hat sich der Fall erledigt? Es ist eine in der realitätsfernen Bildungsbürokratie gehegte Illusion, daß man bildungsunfähige bzw. -willige Schüler damit zum Besseren erziehen kann, indem man sie mit leistungsstärkeren Schülern in eine Klasse steckt. Wer einmal erlebt hat, wie bereis ein einzelner "Quertreiber" den gesamten Unterricht beeinflussen kann, wie unmöglich wird dann ein geregelter Unterricht erst sein, wenn 30, 40 und mehr % an der sog. Sekundarschule dieser Klientel angehören?

    "Irgendwann wird man dann auch die Realschule abschaffen und ins Gymnasium integrieren - und damit flächendeckend die von der Rotfront von jeher favorisierte Gesamtschule etablieren."

    Eine Gesamtschule, ähnlich wie in der früheren DDR oder in Finnland, funktioniert nur dann, wenn das Schülerklientel wenigstens annähernd ein ähnliches Leistungsniveau hat. Das ist aber in Berlin wie in anderen deutschen Großstädten angesichts des großen Anteils von Schülern aus "bildungsfernen Migrantenfamilien" schon lange nicht mehr der Fall.

    Wie man es dreht oder wendet: Die Schulform ist nicht das Problem.

    doch muss sich die Hauptschule mit Sozialisierungsproblemen sich selbst überlassener oder unerzogener Kinder rumplagen.

    Einer meine Söhne geht zur Hauptschule, auch dort kann man das Problem der unsozialisierten Klientel nicht lösen, jedoch wird dort konsequent adäquates Verhalten eingefordert und im Falle des Scheiterns zügig reagiert, so dass die Problemfälle die Schule Richtung Sonderschule verlassen.
    Selbstverständlich bemüht sich die Schule Problemkinder zu retten, doch wenn weder seitens der Eltern noch des Schülers irgendeine Resonanz oder Bemühen vorhanden ist, ist die Schule schlicht machtlos, da keinerlei Zwang ausgeübt werden darf.
    Da bleibt nur konsequentes Aussortieren, damit die willigen Schüler, aber auch die Beeinflussbaren nicht mitgerissen werden. Die Schule meines Sohnes ist damit erfolgreich und kann sich rühmen noch jeden Hauptschüler mit Abschluss in ein Ausbildungsverhältnis entlassen zu haben.
    Soweit ich den Unterricht beurteilen kann, unter Berücksichtigung der schwierigen sozialen Klientel (bei weitem nicht nur Ausländer), empfinde ich den Unterricht sogar besser und zielführender als auf den meisten Gymnasien und ich weis wovon ich spreche, ich habe zwei weitere Kinder auf jeweils einem anderen Gymnasium mit gutem Ruf.
    Die Klientel dort ist zwar meistens intelligenter, aber eben auch intelligenter im Vertuschen von Skrupelosigkeit und Egoismus, weshalb dort die Schüler weniger auffallen, aber kaum im Schnitt ein besseres Urteil verdienen.

    H.

  4. warum eigentlich? es gibt immer mehr davon und die probleme werden immer mehr

    "Investieren bedeutet, die versprochenen Lehrer und Sozialarbeiter bereitstellen, gute Nachmittagsangebote organisieren, die notwendigen Umbauten für Mensen und Ganztagsräume beschleunigen"

    erstens gibt es kaum lehrer, sondern lehrerinnen und auch im bereich sozialarbeit sind hauptsächlich frauen unterwegs und zweitens werden diese leute nicht das korrigieren können was in den jahren davor in den familien schief gelaufen ist, noch dazu mit der ganzen antiautoritären erziehung der 68er generation, es geht nicht darum dass man kinder tot prügelt (was ja auch immer öfter vorkommt und nicht seltener), weil die eltern überfordert sind, sondern darum dass den meisten kindern mit zureden nicht der notwendige anstand anerzogen werden kann

    auch fehlt gerade berlin das geld um invetsieren zu können und dieser misstand wird sich in zukunft eher verstärken als vermindern - die kassen sind leer

  5. an der gesamtschule führt kein weg vorbei, denn so wie es jetzt ist wird viel zu viel potential verschleudert und die schulischen leistungen hängen massiv von der sozialen herkunft ab, armut wird derzeit wie reichtum vererbt ohne leistung zu honorieren

    es ist doch unwahrscheinlich, dass immer die mitglieder der selben clans in die gleichen positionen kommen, der vater war bundesbankpräsident, jetzt sind tochter oder sohn in der selben oder ähnlichen position, papi war ministerpräsident - tochter ist ministerin

    wenn man die leistung wirklich messen kann, so wie im sport, im bereich wissenschaft, dann sind die kinder äußerst selten zu den leistungen ihrer eltern in der lage, ich kenne nur die bernoullis, die mehrere genis hervorgebracht haben, bei spitzensportlern sind die kinder kaum in der lage in die fußstapfen des vaters oder der mutter zu treten nur im bereich banken, der großfinanz sitzen immer die selben korrupten leute drin, vielleicht war da mal vor 200 jahren einer der familie gut, aber die jetzigen nachkommen haben kaum das selbe potential, die schmieren politiker mit den vererbten milliarden und beuten so geschützt durch gesetze die "unterschicht" aus - siehe zeit- und leiharbeit

    Antwort auf "Untauglicher Ansatz"
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    • rudi07
    • 16.01.2010 um 12:02 Uhr

    Sie wäre der ultimative 68er-Albtraum. Und das sie so käme, wie es sie z.B. schon lange in Finnland gibt, daran glaubt selbst der grösste Optimist nicht mehr.
    Was ihre Ausführung zu den Zusammenhängen von schulischer Leistung und sozialer Herkunft betrifft, so halte ich diese doch für etwas einseitig. Ich will das mit einem Beispiel aus meinem Umfeld erwidern. Meine Tochter wohnte bis zu ihrem 16. Lebensjahr bei ihre Mutter in einer Neubausiedlung am Rand von L.E. Das Viertel stammte noch aus DDR-Zeiten, wurde aber nach der "Wende" recht zügig renoviert und um einige Strassenzüge ergänzt, in die mehrheitlich die etwas "Betuchteren" einzogen. Es entstand also ein sozial ziemlich durchwachsenes Milieu, von promoviert bis alimentiert war alles dabei. Nur hatte das eher wenig Einfluss darauf, welche SchülerInnen letztendlich auf die Mittelschule oder ins Gymnasium gingen und wie sich deren Leistungen jeweils entwickelten. Das hing meist von der Einstellung und dem Engagement der Eltern ab und da sah es auch in den "besten" Familien oft nicht besonders rosig aus. Eine Freundin meiner Tochter "verkackte", zum reichlich verspäteten Entsetzen ihrer Eltern (beide Ärzte mit eigener Praxis), zweimal das Abi, verschwand dann für mehrere Jahre nach Frankreich, um in einer obskuren Modelagentur zu shoppen, und fing 2008 (3 Jahre nach dem regulären Ende der Schulzeit) ein Lehre zur Krankenschwester (!) an. So kanns kommen.
    Der scheinbar so treffende Slogan Arm=Dumm=Arm stimmt einfach nicht.

    • rudi07
    • 16.01.2010 um 12:02 Uhr

    Sie wäre der ultimative 68er-Albtraum. Und das sie so käme, wie es sie z.B. schon lange in Finnland gibt, daran glaubt selbst der grösste Optimist nicht mehr.
    Was ihre Ausführung zu den Zusammenhängen von schulischer Leistung und sozialer Herkunft betrifft, so halte ich diese doch für etwas einseitig. Ich will das mit einem Beispiel aus meinem Umfeld erwidern. Meine Tochter wohnte bis zu ihrem 16. Lebensjahr bei ihre Mutter in einer Neubausiedlung am Rand von L.E. Das Viertel stammte noch aus DDR-Zeiten, wurde aber nach der "Wende" recht zügig renoviert und um einige Strassenzüge ergänzt, in die mehrheitlich die etwas "Betuchteren" einzogen. Es entstand also ein sozial ziemlich durchwachsenes Milieu, von promoviert bis alimentiert war alles dabei. Nur hatte das eher wenig Einfluss darauf, welche SchülerInnen letztendlich auf die Mittelschule oder ins Gymnasium gingen und wie sich deren Leistungen jeweils entwickelten. Das hing meist von der Einstellung und dem Engagement der Eltern ab und da sah es auch in den "besten" Familien oft nicht besonders rosig aus. Eine Freundin meiner Tochter "verkackte", zum reichlich verspäteten Entsetzen ihrer Eltern (beide Ärzte mit eigener Praxis), zweimal das Abi, verschwand dann für mehrere Jahre nach Frankreich, um in einer obskuren Modelagentur zu shoppen, und fing 2008 (3 Jahre nach dem regulären Ende der Schulzeit) ein Lehre zur Krankenschwester (!) an. So kanns kommen.
    Der scheinbar so treffende Slogan Arm=Dumm=Arm stimmt einfach nicht.

  6. "Berlin hat die Hauptschule also "abgeschafft"? An der Situation wird dies freilich nicht das Geringste ändern.
    Die Problemfälle gehen dann eben künftig auf die Realschule, ziehen dort ebenfalls das Niveau runter und machen letztlich die Realschule zur Restschule, deren Absolventen keinen Ausbildungsplatz bekommen."

    Eben. Glaubt der Berliner Senat, wenn man das Problem "Hauptschule" umbenennt, hat sich der Fall erledigt? Es ist eine in der realitätsfernen Bildungsbürokratie gehegte Illusion, daß man bildungsunfähige bzw. -willige Schüler damit zum Besseren erziehen kann, indem man sie mit leistungsstärkeren Schülern in eine Klasse steckt. Wer einmal erlebt hat, wie bereis ein einzelner "Quertreiber" den gesamten Unterricht beeinflussen kann, wie unmöglich wird dann ein geregelter Unterricht erst sein, wenn 30, 40 und mehr % an der sog. Sekundarschule dieser Klientel angehören?

    "Irgendwann wird man dann auch die Realschule abschaffen und ins Gymnasium integrieren - und damit flächendeckend die von der Rotfront von jeher favorisierte Gesamtschule etablieren."

    Eine Gesamtschule, ähnlich wie in der früheren DDR oder in Finnland, funktioniert nur dann, wenn das Schülerklientel wenigstens annähernd ein ähnliches Leistungsniveau hat. Das ist aber in Berlin wie in anderen deutschen Großstädten angesichts des großen Anteils von Schülern aus "bildungsfernen Migrantenfamilien" schon lange nicht mehr der Fall.

    Wie man es dreht oder wendet: Die Schulform ist nicht das Problem.

    Antwort auf "Untauglicher Ansatz"
    • TDU
    • 15.01.2010 um 14:21 Uhr

    Auf dem letzen Schulfest der nahegelegenen Hauptschule, welches sehr gut und unterhaltend organisiert war, engagierte Lehrer sind da Voraussetzung, waren die einzigen, die sich nicht an das Rauchverbot auf dem Schulhof gehalten haben, die Erwachsenen.

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    • jojocw
    • 15.01.2010 um 16:38 Uhr

    Und wenn die Eltern so sind, sind die Kinder halt auch so, wobei die Schüler halt durch die Lehrer wohl zum Rauchverbot angehalten werden, die Eltern sich aber halt nicht angesprochen fühlten, haben halt schlechte Erziehung ....

    Interpretiere ich mal so von der Ferne.

    • jojocw
    • 15.01.2010 um 16:38 Uhr

    Und wenn die Eltern so sind, sind die Kinder halt auch so, wobei die Schüler halt durch die Lehrer wohl zum Rauchverbot angehalten werden, die Eltern sich aber halt nicht angesprochen fühlten, haben halt schlechte Erziehung ....

    Interpretiere ich mal so von der Ferne.

  7. 8. [...]

    [Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

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    Besten Dank für Ihren Kommentar!
    Zitat: "das deutsche Bildungssystem hat wunderbar funktioniert, bis Frauen den Lehrerberuf als ideales Feld zur Familienplanung entdeckt haben und kaum beschulbare "Migranten" die Klassen bereichert haben."

    Gehört freilich eine ziemliche Portion Mut dazu, heutezutage derlei noch öffentlich zu sagen bzw. schreiben! Wundert man sich fast, dass sich noch nicht irgendwelche linken Deutschlandhasser oder Berufsfeministinnen gemeldet haben.

    Besten Dank für Ihren Kommentar!
    Zitat: "das deutsche Bildungssystem hat wunderbar funktioniert, bis Frauen den Lehrerberuf als ideales Feld zur Familienplanung entdeckt haben und kaum beschulbare "Migranten" die Klassen bereichert haben."

    Gehört freilich eine ziemliche Portion Mut dazu, heutezutage derlei noch öffentlich zu sagen bzw. schreiben! Wundert man sich fast, dass sich noch nicht irgendwelche linken Deutschlandhasser oder Berufsfeministinnen gemeldet haben.

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