Politik und Banken Ein Schauspiel der OhnmachtSeite 2/2

Die Basis dieser Macht ist die schiere Größe. Geldkonzerne, die Finanzanlagen von bis zu zweitausend Milliarden Dollar verwalten, kann keine Regierung jemals pleitegehen lassen, weil dies das Zahlungssystem zerstören und unermesslichen Schaden anrichten würde. Diese implizite Staatsgarantie verschafft ihnen nicht nur unbegrenzt billigen Kredit und damit eine grobe Verzerrung des Wettbewerbs. Zugleich macht sie Regierungen im Krisenfall erpressbar und schon die Drohung mit einer möglichen Verknappung der Kredite reicht aus, um jede Regierung gefügig zu machen. Der einzige Ausweg aus dem "Too-big- to-fail"-Problem, so folgert Johnson, sei die radikale Verkleinerung der Finanzkonglomerate auf Bilanzsummen von maximal 100 Milliarden Dollar, entsprechend etwa einem Zehntel der heutigen Größe der Deutschen Bank. Jenseits dieser Grenze gebe es keine betriebswirtschaftlichen Größenvorteile mehr, sondern lediglich eine zum Missbrauch führende wirtschaftliche Macht. Ganz ähnlich argumentieren auch Großbritanniens Notenbankchef Mervyn King, der frühere Chef der Federal Reserve Paul Volcker und der amtierende FedDirektor Richard Fisher, allesamt Fachleute, die jeder linksradikalen Neigung unverdächtig sind. Und nicht zuletzt auch die deutsche Kanzlerin erklärte, keine Bank dürfe "mehr so groß sein, dass sie wieder Staaten erpressen kann". Das sei "der wichtigste Punkt."

Doch den dazu nötigen Machtkampf haben Merkel und ihre Kollegen gar nicht erst angetreten. Stattdessen verlegten sie sich bei ihren pompös inszenierten Finanzgipfeln auf die bequeme Strategie, das System über bessere Regeln und Aufsichtsbehörden krisenfest zu machen. Dazu ließen sie sich von ihren Beamten wohlklingende Grundsätze aufschreiben, wie etwa die Forderung, dass es keine unregulierten Produkte, Märkte und Finanzgesellschaften mehr geben dürfe. Auch sollten alle Akteure künftig höhere Mengen Eigenkapital als Krisenpuffer aufbauen und weniger auf Kredit zocken. Alles weitere delegierten sie sodann an internationale Technokraten-Gremien wie den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht oder die EU-Kommission. Dort sollen nun die gleichen Leute, die vorher offensichtlich versagt haben, losgelöst von jeder parlamentarischen Kontrolle einen Konsens zwischen jeweils 27 Staaten über neue Aufsichtsregeln aushandeln. Weil die Staaten und ihre Banken jeweils unterschiedlich betroffen sind, ist dieses Verfahren eine Einladung an die Finanzlobby, die Vertreter der nationalen Behörden so lange gegeneinander auszuspielen, bis der resultierende Kompromiss weitgehend wirkungslos bleibt.

Eine Kostprobe für diesen politischen Unfug liefern die bereits vorliegenden EU-Richtlinien zur Regulierung von Hedgefonds und Rating-Agenturen. Beide werden am Geschäftsmodell dieser tief in kriminelle Insidergeschäfte und den organisierten Betrug mit faulen Wertpapieren verstrickten Unternehmensformen nichts verändern. Die vielfach nachweislich falschen Bonitätsnoten der Agenturen sind sogar bis heute gesetzlich festgelegter Bestandteil der Bankenregulierung. Und ausgerechnet beim Handel mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS), jener destruktiven Geschäftsstrategie, die die Lehman-Pleite erst zu einem systemgefährdenden Ereignis machte, geschah überhaupt nichts.

Darum können sich "Spekulanten" noch immer gegen den Ausfall von Anleihen versichern, die sie gar nicht besitzen, gerade so, als wäre der Kauf von Brandversicherungen auf fremder Leute Gebäude erlaubt. Das ist zwar volkswirtschaftlich nutzlos, würde aber Brandstiftung zum Bombengeschäft machen. Genau das veranstalten die noch immer unregulierten Hedgefonds im Verein mit Investmentbanken und Rating-Agenturen mit Griechenland. Erst deckten sie sich mit solchen Pseudoversicherungen (Branchenjargon: "naked CDS") auf Griechen-Anleihen bei Goldman und Co ein, die dafür satte Prämien erzielten. Dann plötzlich stuften die Agenturen die Bonität der Griechen herunter, obwohl sie lange vorher wussten, dass die Staatsfinanzen in Athen schlecht geführt und Statistiken gefälscht wurden – schließlich waren sie offiziell unterrichtet. Prompt verdoppelten sich daraufhin die CDS-Preise für die Griechen-Papiere, weil sich jetzt die tatsächlichen Besitzer der Anleihen gegen Wertverfall absichern wollten. Und eine willfährige Wirtschaftspresse half die Angst weiter zu schüren, indem sie "die Märkte" wie in alten Zeiten zur höheren Gewalt stilisierte, der die Politik sich zu fügen hat. Die Fonds strichen damit mal eben 100 Prozent Gewinn ein. Die höheren Prämien signalisierten aber nun höhere Risiken, das verteuerte die Zinsen für Athens Schulden, und nun haben es ausgerechnet die Analysten von Moody’s in der Hand, Griechenland endgültig in die Pleite zu treiben. Senken sie ein weiteres Mal den Daumen, darf die Europäische Zentralbank (EZB) wegen ihrer überholten Regeln Griechen-Anleihen nicht mehr als Sicherheit akzeptieren und der damit erzwungene Massenverkauf dieser Papiere würde die Zinsen so hoch treiben, dass der höhere Schuldendienst alle Sparanstrengungen in Athen zunichte machen würde.

All das ist so bizarr, dass die Reformverweigerer im Amt sich nun genötigt sehen, die alte Inszenierung noch einmal aufzuführen. Da redet dann Finanzminister Wolfgang Schäuble dem schon seit Herbst 2008 geforderten Verbot der "nackten CDS" das Wort und die EZB-Direktoren erwägen die Verbannung der Rating-Agenturen aus dem offiziellen Regelwerk. Gleichzeitig verweisen aber alle Beteiligten einmal mehr auf die internationale Koordination und zu erwarten steht, dass auch die absichtlich betriebene Eskalation der Eurokrise nichts an den destruktiven Geschäftspraktiken ändern wird. Gleichzeitig warnte jetzt die Bank der Notenbanken in Basel, deren Ökonomen auch die vorherige Krise präzise vorhergesagt hatten, dass "die Finanzfirmen wieder zu dem aggressiven Verhalten aus der Zeit vor der Krise zurückkehren" würden und eine "exzessive Risikoübernahme" betreiben.

Dieses Versagen der Politik zeigt an, dass weit mehr auf dem Spiel steht als Konjunktur und Staatsfinanzen. Je länger die Finanzoligarchen die Regierungen derart vorführen, umso mehr verkommt die Demokratie zu einem Schauspiel der Ohnmacht, das die Bürger gefährlichen Populisten in die Arme treibt. Schuld daran ist jedoch auch die Trägheit der Vielen, die sich zwar ärgern, aber ihre demokratische Teilhabe allenfalls auf die nächste Wahl beschränken. "Die wichtigste Lehre der Krise sollte sein, dass wir Banken keinen politischen Einfluss mehr geben dürfen, wie müssen die Macht der Wall Street brechen", fordert Krisenexperte Johnson. Damit sind die Regierungen allein offenkundig überfordert. Es wird Zeit sich einzumischen. Wer das versäumt, bekommt vermutlich schon bald die Krise, die er verdient.

 
Leser-Kommentare
  1. Unsere Demokratie ist seit langem, wenn nicht schon immer, ein gesellschaftlich akzeptierter Euphemismus für Wirtschaftsoligarchie. Es heißt ja auch nicht umsonst:
    "Demokratie ist die Diktatur des Kapitals."

    Ich meine es war J.P. Morgan, Mitbegründer der FED, der sagte:

    "Gebt mir die Macht über das Geld und es ist mir egal, wer die Gesetze macht."

    "Schuld daran ist jedoch auch die Trägheit der Vielen, die sich zwar ärgern, aber ihre demokratische Teilhabe allenfalls auf die nächste Wahl beschränken."

    und

    "Es wird Zeit sich einzumischen. Wer das versäumt, bekommt vermutlich schon bald die Krise, die er verdient."

    Aha und wie soll das aussehen?
    Banken einreißen, Bankster lynchen, gar Revolution gegen eine unfähige und überforderte Regierung?
    Sämmtliche rechtsstaatlichen Mittel, die dem Otto-Normalbürger zur Verfügung stehen sind wirkungslos und ich bezweifle, dass der Artikel zu Gewalt gegen die Finanzoligarchie aufrufen soll.

    MfG
    AoM

    PS: Ja, einem der größten Wirtschaftsverbrecher richtete Mutti die Geburtstagsfeier auf Staatskosten aus.

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    • joG
    • 08.03.2010 um 9:06 Uhr

    ...jedem klar sein, dass der Finanzsektor sehr stark reguliert war und die "Bankster" lediglich nach den ihnen vorgegebenen Regeln handelten. Der Artikel zeigt aber, dass die Zusammenhänge der Krise keineswegs besonders gut verstanden sind. So ist es durchwoben von schlechten Vergleichen, die den Ahnungslosen völlig falsch leiten. „Hersteller von Konsumgütern haften für Schäden aus fehlerhaften Produkten selbst dann, wenn kein Verschulden vorliegt.“ Eine solche Aussage ist natürlich falsch und stellt falsche Weichen in den Köpfen.
    Der Produzent eines Konsumgutes haftet natürlich nicht, wenn man vom Sturm von der Autobahn geweht wird. Es ist auch unwahr, Moody’s habe es in der Hand Griechenland endgültig „in die Pleite zu treiben“. Hat Moody’s die griechischen Schulden illegal angehäuft oder diese Anhäufung schlampig kontrolliert? Ist Moody’s schuld, dass die Zentralbank und Bafin dumme Regeln aufstellen?
    Auch haben die meisten Laien oder Reporter kaum durchdacht warum Leerverkäufe eine sehr wichtige wirtschaftliche Funktion erfüllen noch welche diese ist. Offenbar haben die auch die Politiker das nicht oder sie haben eigene Gründe, suchen einen Buhmann oder so….
    Es ist gut, dass man langsam handelt. Würde man nämlich alle heute geforderten Dinge tun, so wäre der Schaden immens.

    • joG
    • 08.03.2010 um 9:06 Uhr

    ...jedem klar sein, dass der Finanzsektor sehr stark reguliert war und die "Bankster" lediglich nach den ihnen vorgegebenen Regeln handelten. Der Artikel zeigt aber, dass die Zusammenhänge der Krise keineswegs besonders gut verstanden sind. So ist es durchwoben von schlechten Vergleichen, die den Ahnungslosen völlig falsch leiten. „Hersteller von Konsumgütern haften für Schäden aus fehlerhaften Produkten selbst dann, wenn kein Verschulden vorliegt.“ Eine solche Aussage ist natürlich falsch und stellt falsche Weichen in den Köpfen.
    Der Produzent eines Konsumgutes haftet natürlich nicht, wenn man vom Sturm von der Autobahn geweht wird. Es ist auch unwahr, Moody’s habe es in der Hand Griechenland endgültig „in die Pleite zu treiben“. Hat Moody’s die griechischen Schulden illegal angehäuft oder diese Anhäufung schlampig kontrolliert? Ist Moody’s schuld, dass die Zentralbank und Bafin dumme Regeln aufstellen?
    Auch haben die meisten Laien oder Reporter kaum durchdacht warum Leerverkäufe eine sehr wichtige wirtschaftliche Funktion erfüllen noch welche diese ist. Offenbar haben die auch die Politiker das nicht oder sie haben eigene Gründe, suchen einen Buhmann oder so….
    Es ist gut, dass man langsam handelt. Würde man nämlich alle heute geforderten Dinge tun, so wäre der Schaden immens.

    • murewa
    • 07.03.2010 um 14:46 Uhr

    Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"

    Wenn die Börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer fast bei allen,
    aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!

    Leichter noch bei solchen Taten
    tun sie sich mit Derivaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.

    Wenn in Folge Banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen,
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, Bewohner müssen raus.

    Trifft's hingegen große Banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken -
    auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!

    Soll man das System gefährden?
    Da muss eingeschritten werden:
    Der Gewinn, der bleibt privat,
    die Verluste kauft der Staat.

    Dazu braucht der Staat Kredite,
    und das bringt erneut Profite,
    hat man doch in jenem Land
    die Regierung in der Hand.

    Für die Zechen dieser Frechen
    hat der Kleine Mann zu blechen
    und - das ist das Feine ja -
    nicht nur in Amerika!

    Und wenn Kurse wieder steigen,
    fängt von vorne an der Reigen -
    ist halt Umverteilung pur,
    stets in eine Richtung nur.

    Aber sollten sich die Massen
    das mal nimmer bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird bisschen Krieg gemacht!

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    Dem gibt es nichts zu zufügen.

    • ilot
    • 07.03.2010 um 17:32 Uhr

    ...aber dafür umso wahrer.

    Fußnote: Der Autor dieses Gedichts ist bisher nicht bekannt.

    • lijk
    • 07.03.2010 um 17:34 Uhr

    Man sollte schon bei den Begriffen 'Leerverkäufe' und 'Derivate' stutzig werden - ein treffendes Gedicht, aber nicht von Tucholsky, wie man schon seit Oktober 2008 an verschiedenen Stellen nachlesen kann, u.a. in der Gegendarstellung der Kurt Tucholsky Gesellschaft (http://www.tucholsky-gese...) vom 29.10.2008.
    Der tatsächliche Autor ist Richard G. Kerschhofer. Das Gedicht findet sich unter dem Titel "Höhere Finanzmathematik" auf der Seite der "freiheitlichen" österreichischen Genius Gesellschaft...

    Schon wieda lese ich dieses Gedicht, das angeblich 1930 von Tucholsky geschrieben wurde, in Wirklichkeit hat es aber der Wiener Autor Richard Kerschhofer 2008 geschrieben.

    Link: http://wien.orf.at/storie...

    Die Aussage bleibt zwar, aber wenn das Erstellungsdatum 2008 und nicht 1930 war dann nimmt es dem Gedicht doch etwas Wind aus dem Segel...

    Dem gibt es nichts zu zufügen.

    • ilot
    • 07.03.2010 um 17:32 Uhr

    ...aber dafür umso wahrer.

    Fußnote: Der Autor dieses Gedichts ist bisher nicht bekannt.

    • lijk
    • 07.03.2010 um 17:34 Uhr

    Man sollte schon bei den Begriffen 'Leerverkäufe' und 'Derivate' stutzig werden - ein treffendes Gedicht, aber nicht von Tucholsky, wie man schon seit Oktober 2008 an verschiedenen Stellen nachlesen kann, u.a. in der Gegendarstellung der Kurt Tucholsky Gesellschaft (http://www.tucholsky-gese...) vom 29.10.2008.
    Der tatsächliche Autor ist Richard G. Kerschhofer. Das Gedicht findet sich unter dem Titel "Höhere Finanzmathematik" auf der Seite der "freiheitlichen" österreichischen Genius Gesellschaft...

    Schon wieda lese ich dieses Gedicht, das angeblich 1930 von Tucholsky geschrieben wurde, in Wirklichkeit hat es aber der Wiener Autor Richard Kerschhofer 2008 geschrieben.

    Link: http://wien.orf.at/storie...

    Die Aussage bleibt zwar, aber wenn das Erstellungsdatum 2008 und nicht 1930 war dann nimmt es dem Gedicht doch etwas Wind aus dem Segel...

  2. Verehrter Herr Schumann,

    man kann es mir selten Recht machen, wenn es um den Diskurs über die Finanz"Wirtschaft" geht. Sie schaffen das.
    Heutzutage muss man als Journalist schon mutig sein, solche Wahrheiten auszusprechen!

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    • AHSH
    • 07.03.2010 um 15:43 Uhr

    Dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Volle Zustimmung.
    Ein klares Statement, pointiert und dennoch sachlich.

    Das nächste Kapitel dieses Dramas findet statt, wenn in den USA die "Volcker-Rule" abgebügelt wird.

    • AHSH
    • 07.03.2010 um 15:43 Uhr

    Dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Volle Zustimmung.
    Ein klares Statement, pointiert und dennoch sachlich.

    Das nächste Kapitel dieses Dramas findet statt, wenn in den USA die "Volcker-Rule" abgebügelt wird.

    • rss
    • 07.03.2010 um 15:07 Uhr

    Schöner Beitrag ! Danke, liebe Zeit-Redaktion.
    So etwas war längst überfällig !!!

    Die Frage ist nur: UND JETZT?

    Mit diesen-unseren "komischen" (wobei sie leider wirklich alles andere als komisch sind) Politikern wird sich aber auch gar nichts ändern. Schlimmstenfalls wird eben ein bisschen mehr Mövenpick-Eis spendiert ...

    Also: Was tun? BÄnker und Politiker lynchen, die Banken verstaatlichen und ...
    ODER warten wir - wie üblich - einfach weiter ab bis uns dieses Land ganz um die Ohren geflogen ist?

    HOFFENTLICH haben die Wähler NRW gegriffen, dass es SO WIE JETZT eben NICHT weitergehen kann - und servieren unserem gewählten Abstimmern (ich schreibe absichtlich NICHT Repräsentanten) in Berlin die Rechnung.

  3. Betriebsrenten werden aus Anlagen finanziert, die mündelsicher sein sollen. Nach der Definition "Mündelsicherheit" gehören dazu die u.a. Anlagearten.

    * Inländische Hypotheken, Grund- und Rentenschulden
    * Bundesschatzbriefe, Bundesanleihen
    * Länderanleihen
    * Pfandbriefe, Kommunalobligationen
    * Tagesgeldkonten.

    Ins wackeln gerieten Pfandbriefe der Hypotheken- und Wechselbanken. Hätte man diese Banken pleite gehen lassen, dann würde viele Betriebsrenten heute wesentlich geringer ausfallen. Das hat der Gesetzgeber in Wirklichkeit im Auge gehabt, wenn es um die Rettung von Banken ging.

    Zwischenzeitlich dürften die Zusatzversorgungskassen ihre Bestände umgeschichtet haben, so dass die nächste Krise an den Betriebsrentnern vorbeigeht.

    Deshalb dürfte der Gesetzgeber künftig nicht mehr bereit sein, den Banken zu helfen.

    Es wird dann so kommen, dass Banken im Status i.K. fortgeführt werden, bis sich die Bankenlandschaft konsolidiert hat.

    Übrigens der Druck auf die CDU/CSU dürfte steigen, wenn die SPD / Die Grünen mit dem Thema "Wir bestrafen die Banken" in den Wahlkampf gehen. Bis dahin passiert allerdings nichts.

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    Die SPD/Grünen die dereguliert haben, was das Zeug hält, sollen sich jetzt dagegen wenden?
    Im Übrigen. Man hätte eine good bank ( mit denen von Ihnen aufgeführten Kunden) gründen sollen und den Rest in den Orkus verschwinden lassen können.
    Man will es nicht. Ziel ist es, den Staat zu plündern und die Politiker machen mit ( Manche sind d...wie ??, manche profitieren.

    Die SPD/Grünen die dereguliert haben, was das Zeug hält, sollen sich jetzt dagegen wenden?
    Im Übrigen. Man hätte eine good bank ( mit denen von Ihnen aufgeführten Kunden) gründen sollen und den Rest in den Orkus verschwinden lassen können.
    Man will es nicht. Ziel ist es, den Staat zu plündern und die Politiker machen mit ( Manche sind d...wie ??, manche profitieren.

  4. Der Artikel hebt sich wohltuend von den übrigen Artikel in der Mainstream-Presse ab. Errtet man gar nicht in der ZEIT.

  5. Die SPD/Grünen die dereguliert haben, was das Zeug hält, sollen sich jetzt dagegen wenden?
    Im Übrigen. Man hätte eine good bank ( mit denen von Ihnen aufgeführten Kunden) gründen sollen und den Rest in den Orkus verschwinden lassen können.
    Man will es nicht. Ziel ist es, den Staat zu plündern und die Politiker machen mit ( Manche sind d...wie ??, manche profitieren.

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    werden von Hypotheken- und Wechselbanken herausgegeben.

    Eine davon ist die Bayrische Hypo.

    Was glauben Sie, wieviele Pfandbriefe bis zum Crash in den Beständen der Zusatzversorger waren. Lesen Sie es nach und es dämmert Ihnen.

    werden von Hypotheken- und Wechselbanken herausgegeben.

    Eine davon ist die Bayrische Hypo.

    Was glauben Sie, wieviele Pfandbriefe bis zum Crash in den Beständen der Zusatzversorger waren. Lesen Sie es nach und es dämmert Ihnen.

  6. Das ist ein Irrglauben, denn wenn das Bankensystem zusammenbricht, kann immer noch der Staat als Kreditgeber für die Wirtschaft einspringen. Ist allemal besser, als Steuermittel sinnlos in Bankenrettungen zu verbraten, denn die Wirtschaft hat bisher von der Bankenrettung kaum etwas. Nicht die Kreditvergabe wurde dadurch gesichert, sondern die Gewinne anderer Banken.

    MfG
    AoM

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    • joG
    • 08.03.2010 um 9:28 Uhr

    ....wir einen zunächst sinnvoll anmutenden Vorschlag: "denn wenn das Bankensystem zusammenbricht, kann immer noch der Staat als Kreditgeber für die Wirtschaft einspringen." Das "kann" der Staat zwar, aber das Risiko wäre grösser als tue er dies indirekt über die geretteten Banken.
    Auch "Steuermittel sinnlos in Bankenrettungen zu verbraten" ist kaum richtig. Hätte man nicht, so hätten wir vermutlich 30% Arbeitslose und bräuchten einen Arbeitsdienst. Es ist nämlich unwahr, wenn man sagt, die Wirtschaft habe davon nichts gehabt. Sie wäre vollständig zusammengebrochen ohne die Garantien durch die Regierungen.
    Richtig ist, dass die Garantien bedeuten, dass Banken billiger Geld aufnehmen können, als sie es sonst könnten und daher höhere Gewinne haben, als sie sie sonst hätten. Diese Gewinne werden aber besteuert, wie die Gewinne eines Entwicklers, der im Neubaugebiet Häuser baut. Auch dieser ist "subventioniert" worden, weil die Gemeinde das Gebiet dafür auswies. Der Spediteur wird subventioniert durch die polizeiliche Regulierung des Verkehrs....

    • joG
    • 08.03.2010 um 9:28 Uhr

    ....wir einen zunächst sinnvoll anmutenden Vorschlag: "denn wenn das Bankensystem zusammenbricht, kann immer noch der Staat als Kreditgeber für die Wirtschaft einspringen." Das "kann" der Staat zwar, aber das Risiko wäre grösser als tue er dies indirekt über die geretteten Banken.
    Auch "Steuermittel sinnlos in Bankenrettungen zu verbraten" ist kaum richtig. Hätte man nicht, so hätten wir vermutlich 30% Arbeitslose und bräuchten einen Arbeitsdienst. Es ist nämlich unwahr, wenn man sagt, die Wirtschaft habe davon nichts gehabt. Sie wäre vollständig zusammengebrochen ohne die Garantien durch die Regierungen.
    Richtig ist, dass die Garantien bedeuten, dass Banken billiger Geld aufnehmen können, als sie es sonst könnten und daher höhere Gewinne haben, als sie sie sonst hätten. Diese Gewinne werden aber besteuert, wie die Gewinne eines Entwicklers, der im Neubaugebiet Häuser baut. Auch dieser ist "subventioniert" worden, weil die Gemeinde das Gebiet dafür auswies. Der Spediteur wird subventioniert durch die polizeiliche Regulierung des Verkehrs....

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