Kruzifix-Debatte Die Rückkehr an den Stammtisch
In ihrem Verhältnis zum Islam ist die Union in den vergangenen Jahren weit gegangen. In der Kruzifixfrage aber zeigt sich: Die alten Reflexe funktionieren noch.
© Cesar Manso/AFP/Getty Images

Die alte Debatte wird in weiten Teilen Europas geführt: Verletzen Kruzifixe in Klassenzimmern die Trennung von Kirche und Staat?
Für fünf Tage, sieben Stunden und 38 Minuten wirkte die CDU so, wie sie Angela Merkel gern hätte. So viel Zeit verging zwischen der Meldung, dass die Muslimin Aygül Özkan neue Integrationsministerin in Niedersachsen werde, und der Aufforderung eines CSU-Abgeordneten, sich zu überlegen, ob sie in der richtigen Partei sei.
So lange glänzte die Union als integrative, moderne Volkspartei. Eine Partei, die auch für Schwule, Muslime und berufstätige Frauen mit Kindern wählbar ist. Eine Partei, die manchmal fähig ist, Ideologie im Zweifel über Bord zu werfen, um gesellschaftliche Konflikte zum Vorteil aller zu lösen. Dann aber nahm sie wieder das Gesicht von Roland Koch und Edmund Stoiber an.
Was war geschehen? Özkan hatte kritisiert, dass an deutschen Schulen trotz vorgeblicher weltanschaulicher Neutralität Kruzifixe aushängen dürfen. Es dauerte nur wenige Stunden, bis sich ihr baldiger Chef, Ministerpräsident Christian Wulff, verärgert von dem Vorstoß distanzierte. Das Bundesland begrüße Kruzifixe an Schulen, lehne aber Kopftücher für Lehrerinnen ab. Punktum. Nicht einmal eine Begründung wollte Wulff hinterher schicken.
Dabei steht die Frage nach den Kruzifixen im Raum. Bereits 1995 hatte das Bundesverfassungsgericht Bayern verboten, sie in Klassenzimmern aufzuhängen, weil dies die Religionsfreiheit und die staatliche Neutralitätspflicht verletze. Im vergangenen Jahr urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ähnlich über einen Fall in Italien. Warum also müssen wir noch debattieren, ob Kruzifixe in Klassenzimmern abgehängt gehören? Oder besser: Warum wird in der Union nicht einmal diskutiert, ob Özkan vielleicht Recht hat?
Niemals wäre einer deutschstämmigen Unionsministerin nach einem solchen Vorschlag nahe gelegt worden, die CDU zu verlassen. Die Reaktionen waren wohl auch deswegen so hysterisch, weil eine offensichtlich vollständig integrierte Muslimin ziemlich glaubwürdig die Frage aufwerfen kann, warum der Islam, immerhin die Religion von Millionen Deutschen, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen benachteiligt wird.
Denn genau darum geht es hier. Es gibt nur zwei argumentative Möglichkeiten, christliche Symbole in Bildungseinrichtungen zu befürworten, islamische hingegen zu verdrängen. Entweder man kennzeichnet das Christliche als etwas zu Bevorzugendes. Oder, andersherum, den Islam als eine Religion, die man von den Schülern fernhalten muss. Beides verstößt gegen einen ziemlich grundlegenden und kaum misszuverstehenden Verfassungsgrundsatz: das staatliche religiöse Neutralitätsgebot.
Die CDU hat sich in jüngerer Zeit auf dem Feld der Religionen zu einigen bedeutenden Konzessionen durchgerungen. So waren die fünf Worte "Der Islam gehört zu Deutschland", die der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble zur Eröffnung der Islamkonferenz sprach, mehr wert als viele Millionen Euro für Integrationsprogramme. Er legte damit jenseits aller – völlig berechtigten – Forderungen nach Verfassungstreue und Deutschkenntnissen der Muslime die Geschäftsgrundlage der Verhandlungen mit den Muslimen fest: Wir respektieren Euren Glauben.
Es ist eine der wichtigsten Rollen der CDU in der Geschichte der Bundesrepublik gewesen, auch rechtskonservative, zum Chauvinismus und zur Intoleranz neigende Wähler ins demokratische Spektrum einzubinden. In einer Zeit, in der Islam und Christentum dringend gemeinsamen Boden finden müssen, um Konfrontationen zu verhindern, käme ihr diese Aufgabe wieder zu. Doch sie vernachlässigt diese Rolle.
- Datum 26.04.2010 - 14:37 Uhr
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was hart macht.
Bisher sollen sich nur Türkisch-stämmige in der CDU befinden die gleichzeitig MHP- und Graue Wölfe-Sympathisanten innerhalb der alten Heimat Türkei sind.
Wird Frau Aygül auch dazu gezählt?
So oder so werden die türkisch-stämmigen in NRW keine CDU wählen.
Moslems wählen keine Christlichen Parteien, aber Rechtsradikale vielleicht?
...sollten Moslems nicht die CDU wählen?
Wenn die Inhalte stimmen, dann ist auch für einen Moslem die CDU wählbar! So lange es nicht die eigenen Bedürfnisse beschneidet... Also wie bei jedem anderen Menschen ;)
...sollten Moslems nicht die CDU wählen?
Wenn die Inhalte stimmen, dann ist auch für einen Moslem die CDU wählbar! So lange es nicht die eigenen Bedürfnisse beschneidet... Also wie bei jedem anderen Menschen ;)
Dieses leichte Vibrieren, dass man spürt, das wird der aufstampfende Rüttgers sein, der solch eine "Wählerverprellungsdiskussion" ganz sicher super findet.
Sollte die Union ihr Verhältnis zur Religion nicht modernisiert bekommen, mag es irgendwann eine zweite, weltanschaulich neutrale konservative Partei geben.
Wenn sie das nicht möchte, sollte die Union davon weg kommen, das "C" allzu wörtlich zu nehmen (das tut sie ja ohnehin nur sehr unregelmässig) und sich für alle Konservativen öffnen, auch wenn die andere unsichtbare Freunde haben.
So wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus. Der Stammtisch wird das Bier, was man ausgibt, gerne trinken.
Es geht einfach darum, wie man etwas anspricht. Man stelle sich vor, einer von der CDU spräche für Atomkraft nein danke oder ein SPD ler für die Verschärfung von Hartz IV.
Schon diese Themen sind mit Gefühlen besetzt. Den sollte man Rechnung tragen, was z. B. von Westerwelle natürlich gefordert wird.
Wer mir mit Stammtischparolen kommt, also banale Aufrechnungen al la Kopftuch gegen Kruzifix, braucht kein offenes Ohr über Taktik zu erwarten.
Wieso soll der plakative einfache Ansatz Intelligentes nach sich ziehen? Da nützen auch keine Diffamierungen wie "alte Reflexe" oder konservativ.
Und das Verhältnis zum Islam ist nicht nur von der CDU, sondern von der gesamten Gesellschaft ungeklärt. Welchen Islam meint der Autor übrigens?
Die Zeit sollte sich doch nicht der Versuchung hingeben am "Dummmen" das Intelligente zu entwickeln. Auch wenn Rot-Grün oder Schwarz Grün in NRW geradezu herbeigesehnt und - geschrieben wird.
Die Diskussion über das Kruzifix nimmt langsam lächerliche Züge an, vor allem notirische Kirchenhasser, die vom Islam anscheinend nicht die geringste Ahnung haben, können diese Diskussion einfach nicht beenden und steigern sich allmählihc in die Hysterie. Selbst hier im katholischen Nordrhein-Westfalen sind Kruzifixe nur in den wenigen kirchlichen Schulen üblich und dort auch nicht wegzudenken.
Es geht gar nicht um Kruzifix ja oder nein. Es geht darum, dass ausgerechnet eine Moslemin eine Diskussion losbricht, die eigentlich kaum jemanden in Deutschland interessiert, weil Kreuze an so wenigen Schulen hängen. Die Moslemin ist die Vertreterin einer Religion, die alle anderen Religionen außerhalb des Islams als minderwertig betrachtet und ihre Anhänger als "Ungläubige". Diese "Ungläubigen" werden in allen nahezu allen islamischen Länder teilweise bis aufs Messer verfolgt und gedemütigt, sodass unzählie von ihnen auch nach Deutschland flüchten mussten.
Die Diskussion über das Kruzifix nimmt langsam lächerliche Züge an, vor allem notirische Kirchenhasser, die vom Islam anscheinend nicht die geringste Ahnung haben, können diese Diskussion einfach nicht beenden und steigern sich allmählihc in die Hysterie. Selbst hier im katholischen Nordrhein-Westfalen sind Kruzifixe nur in den wenigen kirchlichen Schulen üblich und dort auch nicht wegzudenken.
Es geht gar nicht um Kruzifix ja oder nein. Es geht darum, dass ausgerechnet eine Moslemin eine Diskussion losbricht, die eigentlich kaum jemanden in Deutschland interessiert, weil Kreuze an so wenigen Schulen hängen. Die Moslemin ist die Vertreterin einer Religion, die alle anderen Religionen außerhalb des Islams als minderwertig betrachtet und ihre Anhänger als "Ungläubige". Diese "Ungläubigen" werden in allen nahezu allen islamischen Länder teilweise bis aufs Messer verfolgt und gedemütigt, sodass unzählie von ihnen auch nach Deutschland flüchten mussten.
Man hat sich schon fast gewöhnt, dass von muslimischer Seite immer nur Forderungen kommen, allerdings an die deutsche Seite, nicht an die eigene Clientel. Muslime sind es, die das öffentliche Leben wieder mit religiöser Symbolik belasten. Wenn gerade sie dann von den ANDEREN "Toleranz" und Zurückhaltung einfordern, so stößt das auf.
Was ist das für ein Einstand, wenn eine muslimische Ministerin (in spe!!) sofort "Kreuze-weg" fordert, obwohl es in Niedersachsen bereits seit langem keine solchen in den staatlichen Schulen gibt. Vielleicht sollte es auch gleich eine Provokation sein um jede ernsthafte Integration weiter zu belasten.
Diese Frau hat sich mit ihrer Vorgehensweise nur selbst disqualifiziert.
Richtig ist allerdings, dass jede religiöse Symbolik in den Schulen fehl am Platze sind. Und die meiste Religionssymbolik wird von den Muslimen selbst praktiziert, Frau Ministerin-in-spe.
Der Artikel ist zu einseitig er hätte auf die Frage eingehen müssen, wie die Ministerin überhaupt auf die Idee gekommen ist Kruzifixe in Schulen so anzusprechen. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich war selbst in Niedersachsen auf der Schule und wurde dort nie ungewollt mit Religion oder Kruzifixen belästigt.
sind, darüber herrscht m.E. weitestgehend Einigkeit in der BRD. Ob Aygül Özkan bei ihrer Position einem republikanischen Impuls oder anti-christlichem Ressentiment gefolgt ist, wird man daran sehen, inwieweit sie bereit ist, die zahllosen durch Religion begründeten Sonderreglungen (wie Befreiung vom Sexualkundeunterricht, Sport, Klassenfahrten u.ä.) rückzubauen. Sollte sie sich in religiösen Fragen als parteiisch erweisen, wäre sie für die ihr zugedachte Funktion selbstverständlich ungeeignet.
"Man hat sich schon fast gewöhnt, dass von muslimischer Seite immer nur Forderungen kommen, allerdings an die deutsche Seite, nicht an die eigene Clientel"
Ich könnte platzen(!) bei solchen Aussagen!!!
Wie können Sie es wagen Muslime gegen Deutsche zu stellen? Muslime sind mit unter Deutsche! Deutsche können auc Muslime sien! Das nennt man Religionsfreiheit und ist ein Menschenrecht. So zu tun, als würde es einen Deutschen schlecht hin geben, dem wir alle nacheifern sollen, und einen ebensolchen Muslimen, welcher als Gruppe gegen Deutsche steht ist ja wohl unerhört und grenzt scharf an Rassismus.
Ich bin Atheist und ich habe die selbe Forderrung wie die Muslimin, jedenfalls bevor ihr hinter verschlossener Tür vermutlich Machtverlust und Kündigung angedrpht wurden: Religiöse Symbole haben nichts an staatlichen Schulen verloren!
Sie sollten sich was schämen hier alle Muslime über einen Kamm zu scheren und Fronten aufzubauen! Kaum auszuhalten!!!
@Cedric Noles,
Sie polemisieren gegen Frau Özkan, dabei vertreten Sie eigentlich genau dieselbe Meinung. Özkan hat sich nämlich nicht nur gegen Kruzifixe ausgesprochen sondern auch explizit gegen Kopftuchtragende Lehrerinnen. Das "religiöse Symbolik in den Schulen fehl am Platze" ist, ist also etwas dass Sie genauso wie Frau Özkan unterschreiben könnte. (ich übrigens auch)
@Cedric Noles,
Sie polemisieren gegen Frau Özkan, dabei vertreten Sie eigentlich genau dieselbe Meinung. Özkan hat sich nämlich nicht nur gegen Kruzifixe ausgesprochen sondern auch explizit gegen Kopftuchtragende Lehrerinnen. Das "religiöse Symbolik in den Schulen fehl am Platze" ist, ist also etwas dass Sie genauso wie Frau Özkan unterschreiben könnte. (ich übrigens auch)
Frau Özkan ist in erster Linie hoffentlich bald eine Ministerin, die ihre Meinung geäußert hat, sowohl zu Kopftüchern als auch zu Kruzifixen, u.a. Und das während eines Interviews, als Antwortende. Es gehört wohl doch einiges an Entwöhnung dazu, sich eine Botschaft anzuhören, ohne zu fragen, welcher Herkunft der/diejenige ist.
Insgeheim muss ich allerdings gestehen, dass ich selber manchmal so werte: Frau Özkan ist eine Hamburgerin, Weltoffenheit gewohnt und gerade dabei, in die Provinz zu wechseln. So gesehen stimme ich Ihnen zu: sie hat in einen ziemlich hinterwäldlerischen Wald hineingerufen.
Der Artikel ist zu einseitig er hätte auf die Frage eingehen müssen, wie die Ministerin überhaupt auf die Idee gekommen ist Kruzifixe in Schulen so anzusprechen. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich war selbst in Niedersachsen auf der Schule und wurde dort nie ungewollt mit Religion oder Kruzifixen belästigt.
sind, darüber herrscht m.E. weitestgehend Einigkeit in der BRD. Ob Aygül Özkan bei ihrer Position einem republikanischen Impuls oder anti-christlichem Ressentiment gefolgt ist, wird man daran sehen, inwieweit sie bereit ist, die zahllosen durch Religion begründeten Sonderreglungen (wie Befreiung vom Sexualkundeunterricht, Sport, Klassenfahrten u.ä.) rückzubauen. Sollte sie sich in religiösen Fragen als parteiisch erweisen, wäre sie für die ihr zugedachte Funktion selbstverständlich ungeeignet.
"Man hat sich schon fast gewöhnt, dass von muslimischer Seite immer nur Forderungen kommen, allerdings an die deutsche Seite, nicht an die eigene Clientel"
Ich könnte platzen(!) bei solchen Aussagen!!!
Wie können Sie es wagen Muslime gegen Deutsche zu stellen? Muslime sind mit unter Deutsche! Deutsche können auc Muslime sien! Das nennt man Religionsfreiheit und ist ein Menschenrecht. So zu tun, als würde es einen Deutschen schlecht hin geben, dem wir alle nacheifern sollen, und einen ebensolchen Muslimen, welcher als Gruppe gegen Deutsche steht ist ja wohl unerhört und grenzt scharf an Rassismus.
Ich bin Atheist und ich habe die selbe Forderrung wie die Muslimin, jedenfalls bevor ihr hinter verschlossener Tür vermutlich Machtverlust und Kündigung angedrpht wurden: Religiöse Symbole haben nichts an staatlichen Schulen verloren!
Sie sollten sich was schämen hier alle Muslime über einen Kamm zu scheren und Fronten aufzubauen! Kaum auszuhalten!!!
@Cedric Noles,
Sie polemisieren gegen Frau Özkan, dabei vertreten Sie eigentlich genau dieselbe Meinung. Özkan hat sich nämlich nicht nur gegen Kruzifixe ausgesprochen sondern auch explizit gegen Kopftuchtragende Lehrerinnen. Das "religiöse Symbolik in den Schulen fehl am Platze" ist, ist also etwas dass Sie genauso wie Frau Özkan unterschreiben könnte. (ich übrigens auch)
@Cedric Noles,
Sie polemisieren gegen Frau Özkan, dabei vertreten Sie eigentlich genau dieselbe Meinung. Özkan hat sich nämlich nicht nur gegen Kruzifixe ausgesprochen sondern auch explizit gegen Kopftuchtragende Lehrerinnen. Das "religiöse Symbolik in den Schulen fehl am Platze" ist, ist also etwas dass Sie genauso wie Frau Özkan unterschreiben könnte. (ich übrigens auch)
Frau Özkan ist in erster Linie hoffentlich bald eine Ministerin, die ihre Meinung geäußert hat, sowohl zu Kopftüchern als auch zu Kruzifixen, u.a. Und das während eines Interviews, als Antwortende. Es gehört wohl doch einiges an Entwöhnung dazu, sich eine Botschaft anzuhören, ohne zu fragen, welcher Herkunft der/diejenige ist.
Insgeheim muss ich allerdings gestehen, dass ich selber manchmal so werte: Frau Özkan ist eine Hamburgerin, Weltoffenheit gewohnt und gerade dabei, in die Provinz zu wechseln. So gesehen stimme ich Ihnen zu: sie hat in einen ziemlich hinterwäldlerischen Wald hineingerufen.
Für die CDU ist Art 4 GG (Religionsfreiheit) immer noch einzig die Freiheit, welche christliche Konfession man wählt. Alles andere ist erst einmal verdächtig - insbesondere Moslems oder Atheisten. Entsprechend wird dann auch bei der Reduzierung der Feiertage der einzige nicht christliche Feiertag eingebracht oder eben das mehrfach eindeutig für verfassungswidrig erklärte Kruzifix nicht nur verteidigt, sondern die Diskussion darüber abgewürgt. Auch der Jugendschutz wird gerne mal gegen Meinungsfreiheit und wissenschaftliche Erkenntnisse auf ein Niveau vorangetrieben, wie es nur in dem Moralverständnis der katholischen Kirche (also der nach außen vertretenen Version...) noch gerechtfertigt ist.
...so sehen: Das Kruzifix hat für die meisten Menschen (insbesondere betont christlicher Prägung) doch ohnehin nur den Stellenwert einer Hasenpfote.
Glücksbringer oder Amulett gegen böse Geister.
Bei soviel kindlichem Schutzbedürfnis sollte man vielleicht besser Schnuller oder Schmusedecken in den Klassenräumen aufhängen.
Der Artikel ist zu einseitig er hätte auf die Frage eingehen müssen, wie die Ministerin überhaupt auf die Idee gekommen ist Kruzifixe in Schulen so anzusprechen. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich war selbst in Niedersachsen auf der Schule und wurde dort nie ungewollt mit Religion oder Kruzifixen belästigt.
Ursprünglich kommt die Aussage aus einem Interview im Focus (das ich selber nicht gelesen habe).
Da sich Özkan direkt nach ihrer Berufung öffentlich für ein Verbot von Kopftüchern für Lehrerinnen ausgesprochen hat, halte ich es für gut möglich, dass der Focus einfach auch nach den Kruzifizen gefragt hat. Weiss da jemand genaueres?
Dann ist es doch OK, dass sie ihre Meinung sagt und sich nicht a´la: "in Niedersachsen gibt es das Problem nicht wirklich, pi pa po..." rauswindet.
Selbst hier im erzkatholischen Münsterland gibt es keine staatliche Schule, wo ein Kruzifix hängt, das ist völlig unvorstellbar!
Erschreckend ist, dass die Diskussion über das Kruzifix dermaßen von den Medien instrumentalisiert wurde. Wirklich problematische Ansichten der neuen Ministerin, wie die Forderung nach türkischen Richtern für türkische Migranten, damit sie sich keiner "fremden Macht" (!) beugen müssen und eine Bevorzugung von türkischen Kindern bei der Vergabe der knappen Kitaplätze wurden dabei unter den Tisch gekehrt, Absicht?
Ursprünglich kommt die Aussage aus einem Interview im Focus (das ich selber nicht gelesen habe).
Da sich Özkan direkt nach ihrer Berufung öffentlich für ein Verbot von Kopftüchern für Lehrerinnen ausgesprochen hat, halte ich es für gut möglich, dass der Focus einfach auch nach den Kruzifizen gefragt hat. Weiss da jemand genaueres?
Dann ist es doch OK, dass sie ihre Meinung sagt und sich nicht a´la: "in Niedersachsen gibt es das Problem nicht wirklich, pi pa po..." rauswindet.
Selbst hier im erzkatholischen Münsterland gibt es keine staatliche Schule, wo ein Kruzifix hängt, das ist völlig unvorstellbar!
Erschreckend ist, dass die Diskussion über das Kruzifix dermaßen von den Medien instrumentalisiert wurde. Wirklich problematische Ansichten der neuen Ministerin, wie die Forderung nach türkischen Richtern für türkische Migranten, damit sie sich keiner "fremden Macht" (!) beugen müssen und eine Bevorzugung von türkischen Kindern bei der Vergabe der knappen Kitaplätze wurden dabei unter den Tisch gekehrt, Absicht?
Habe meine Kinder auf einer katholischen Privatschule eingeschult,
erst auf eienr katholischen Grundschule, dann auf einem katholischen Gymnasium.
Ich würde es immer wieder tun.
Das Gymnasium verlangte eine Empfehlung der Grundschule.
Das fand ich besonders gut.
Und staatliche Vorschriften über Kreuze an den Wänden verfingen auch nicht.
[...] Bitte verzichten Sie auf derlei Vergleiche. Die Redaktion /ft
[...] Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft
...das Konkordat von 1933 gilt Heute noch, und Bayern zahlt deswegen sogar immer noch die Gehälter der Bischöfe und anderen Kirchenpersonals.
Wie Sie schon vermuteten: Es gibt tatsächlich Leute, die der Auffasssung sind, im 3tten Reich sei nicht alles schlecht gewesen.
eine private, konfessionsgebundene schule kann sich in jeden klassenraum 100 religiöse symbole hinhängen oder stellen, wer sollte etwas dagegen haben? - die rede geht hier von staatlichen schulen und längst bestehenden grundsatzurteilen.
im übrigen finde ich es ausgesprochen ätzend, zu behaupten "unsere Demokratie" habe mit dem sog. "Dritten Reich" etwas gemeinsam - "unsere Demokratie" will ja eben nicht an die stelle herkömmlicher religionen "führerkult" und andere religionsähnliche "gebilde" setzen; es geht in der debatte um religiöse symbole im öffentlichen raum und nicht um falsche personalisierungen; es bleibt offensichtlich noch viel zu tun - und in gewissen köpfen geradezurücken - bis endlich die trennung von staat und kirche(n) z.b. so deutlich ausfällt wie in frankreich.
Viele haben ihre Kinder mittlerweile in Privat und Christliche Schulen geschickt.
Geredet wird nur noch über die, die das nicht können.
Und am lautesten reden die, deren Kinder wohlbehalten zur Schule gehen können.
In Norddeutschland ist mal wieder die große Debatte im Gange bezüglich der Ganztagsschulen und dagegen wehren sich Menschen von denen man das sicher nicht erwartet hat.
Diese Menschen wollen ihre Kinder schon ab der vierten Klasse aufs Gymnasium haben.
Und wer schafft es meist nicht dorthin zu kommen ?
Sicher wird sich auf diesen Gymnasien keiner groß Gedanken über Kreuze machen müssen.
Orpheus
Und was hat das bitte mit diesem Artikel zu tun?
Hier geht es darum, dass seit jeher gegen das Gebot der Neutralität verstoßen wird. Das fängt mit Kruzifixen in einigen Schulen an und setzt sich im Religionsunterricht ohne Alternativen fort.
Sie können Ihre Kinder hinschicken wohin sie wollen, aber solange man an einer staatlichen Schule ist, muss sich an das Gesetz gehalten werden.
Es ist unglaublich wie viel Zeit schon vergangen ist und weiterhin nichts passiert. Seit wievielen Jahren wird schon über Islamunterricht geredet? Die aktuelle Diskussion zeigt doch wieder einmal eindrucksvoll: Die Politiker interessiert es nicht.
Zitat:
"Und staatliche Vorschriften über Kreuze an den Wänden verfingen auch nicht."
Informieren Sie sich zuerst genauer über Frau Özkan´s Aussagen, sie beziehen sich ausdrücklich nicht auf die kirchlichen Schulen. Zudem hat sie ebenso Kopftuchverbot verlangt, alles bezogen nur und allein auf die staatlichen Schulen, ganz nach Verfassung.
[...] Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft
...das Konkordat von 1933 gilt Heute noch, und Bayern zahlt deswegen sogar immer noch die Gehälter der Bischöfe und anderen Kirchenpersonals.
Wie Sie schon vermuteten: Es gibt tatsächlich Leute, die der Auffasssung sind, im 3tten Reich sei nicht alles schlecht gewesen.
eine private, konfessionsgebundene schule kann sich in jeden klassenraum 100 religiöse symbole hinhängen oder stellen, wer sollte etwas dagegen haben? - die rede geht hier von staatlichen schulen und längst bestehenden grundsatzurteilen.
im übrigen finde ich es ausgesprochen ätzend, zu behaupten "unsere Demokratie" habe mit dem sog. "Dritten Reich" etwas gemeinsam - "unsere Demokratie" will ja eben nicht an die stelle herkömmlicher religionen "führerkult" und andere religionsähnliche "gebilde" setzen; es geht in der debatte um religiöse symbole im öffentlichen raum und nicht um falsche personalisierungen; es bleibt offensichtlich noch viel zu tun - und in gewissen köpfen geradezurücken - bis endlich die trennung von staat und kirche(n) z.b. so deutlich ausfällt wie in frankreich.
Viele haben ihre Kinder mittlerweile in Privat und Christliche Schulen geschickt.
Geredet wird nur noch über die, die das nicht können.
Und am lautesten reden die, deren Kinder wohlbehalten zur Schule gehen können.
In Norddeutschland ist mal wieder die große Debatte im Gange bezüglich der Ganztagsschulen und dagegen wehren sich Menschen von denen man das sicher nicht erwartet hat.
Diese Menschen wollen ihre Kinder schon ab der vierten Klasse aufs Gymnasium haben.
Und wer schafft es meist nicht dorthin zu kommen ?
Sicher wird sich auf diesen Gymnasien keiner groß Gedanken über Kreuze machen müssen.
Orpheus
Und was hat das bitte mit diesem Artikel zu tun?
Hier geht es darum, dass seit jeher gegen das Gebot der Neutralität verstoßen wird. Das fängt mit Kruzifixen in einigen Schulen an und setzt sich im Religionsunterricht ohne Alternativen fort.
Sie können Ihre Kinder hinschicken wohin sie wollen, aber solange man an einer staatlichen Schule ist, muss sich an das Gesetz gehalten werden.
Es ist unglaublich wie viel Zeit schon vergangen ist und weiterhin nichts passiert. Seit wievielen Jahren wird schon über Islamunterricht geredet? Die aktuelle Diskussion zeigt doch wieder einmal eindrucksvoll: Die Politiker interessiert es nicht.
Zitat:
"Und staatliche Vorschriften über Kreuze an den Wänden verfingen auch nicht."
Informieren Sie sich zuerst genauer über Frau Özkan´s Aussagen, sie beziehen sich ausdrücklich nicht auf die kirchlichen Schulen. Zudem hat sie ebenso Kopftuchverbot verlangt, alles bezogen nur und allein auf die staatlichen Schulen, ganz nach Verfassung.
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